Sprichst du Deutsch, bleibst du hier

Der zweite Mann von rechts oben im Bild, der mit dem Kopftuch Shemag, trägt dieses Stück Stoff nicht nur zum Schutz gegen die Sonne. Sondern auch, weil er nicht erkannt werden möchte: Als Sprachmittler, als Dolmetscher für die deutschen Truppen in Afghanistan fürchtet er jetzt schon um seine Sicherheit. Um so mehr, wenn die ausländischen Soldaten komplett oder auch nur zum Teil abziehen.

Die Ortskräfte, diejenigen, die bei den ISAF-Truppen als Dolmetscher, aber auch in anderen Funktionen arbeiten, fürchten um ihr Leben nach der ISAF-Mission. Ende März demonstrierten einige von ihnen vor dem Provincial Reconstruction Team in Kundus: Auf Asyl oder gar ein geordnetes Aufnahmeprogramm in Deutschland dürfen sie bislang nicht hoffen – und sehen einer ungewissen Zukunft als Kollaborateure der fremden Truppen entgegen.  weiterlesen

NATO-Generalsekretär in Korea

Hm. Reden wir mal über Timing?

NATO Secretary General Anders Fogh Rasmussen held talks with the Republic of Korea’s Foreign Minister Yun Byung-se in Seoul on Thursday (11 April 2013), on the first day of his three-day visit to the country. The Secretary General is in Seoul to discuss NATO’s partnership with the Republic of Korea.

Ist da nicht gerade was mit Korea, ich meine, mit dem anderen?

Nachtrag: Auch das ist eine Frage des Timings: Obama to Award Posthumous Medal of Honor to Korean War Chaplain Nein, die Verleihung der Medaille stelle ich nicht infrage – aber warum jetzt, etwa 63 Jahre später? Ein Jahrestag oder ein Jubliäum ist es offensichtlich nicht.

(Foto: Rasmussen, l., mit dem südkoreanischen Außenminister Yun Byung-se – NATO)

Sonderbriefmarke zum Einsatz der Bundeswehr (Bild entfernt)

(Nachtrag: Vom Bundesfinanzministerium habe ich nur die Genehmigung, die Marke selbst bis zum 19. Juli 2013 zu zeigen. Eine weitere Genehmigung ist u.a. davon abhängig, dass vom Grafiker verwendetes Illustrationsmaterial der US-Firma Shutterstock ebenfalls genutzt werden darf, diese Marke hier zu zeigen. Ich finde das Verfahren für eine offizielle deutsche Marke merkwürdig; werde aber jetzt erst mal darauf verzichten, die Marke zu zeigen. T.W.)

Jetzt hab‘ ich die Genehmigung, sie zu zeigen: Am 6. Juni gibt das Bundesfinanzministerium eine Sonderbriefmarke heraus, die den Einsatz der Bundeswehr würdigt. Im Unterschied zur Sondermarke 50 Jahre Bundeswehr von 2005 ist sie nicht in schwarz-rot-gold, sondern im Fünffarb-Flecktarn des Kampfanzuges gehalten. Die Erläuterung des Finanzministeriums zu dem 58-Cent-Postwertzeichen:

Die Bundeswehr genießt hohes Ansehen und großes Vertrauen. weiterlesen

Heute schon abgestimmt?


Tja, Leute, ich habe meine „Truppen“ wohl doch nicht im Griff… Im Publikumswettbewerb um das Best Blog German bei den BOBS der Deutschen Welle ist Augen geradeaus! derzeit arg abgefallen, auch wenn die Kollegen vom Haupt-Mitbewerber publikative.org meinen:

Da unser Hauptkonkurrent „Augen geradeaus“ seine „Truppen“ ;-) gut im Griff hat, solltet Ihr Euch am Besten auch täglich abstimmen, so Ihr uns diesen Preis gönnt. Danke für die Aufmerksamkeit! :-)

Dann man wieder ran – heute liegt publikative.org zehn Prozentpunkte vorn. Da geht doch noch was. Zumal ihr jeden Tag aufs Neue abstimmen könnt… hier.

De Maizière (erneut) an Universitäts-Rede gehindert

Verteidigungsminister Thomas de Maizière ist am (gestrigen) Mittwoch erneut mit Sprechchören an einer Rede an einer Universität gehindert worden. An der Humboldt-Universität in Berlin ließen Protestierer den Minister gar nicht erst zu Wort kommen – er wollte  zur Rolle der Bundeswehr in der Gesellschaft: „Armee der Einheit – Der Beitrag der Bundeswehr zum gesellschaftlichen Zusammenhalt“ sprechen. Nach einer halben Stunde brach de Maizière den Versuch ab; auch Vermittlungsbemühungen des Universitätsrektors blieben ohne Erfolg.

Ich selbst war nicht bei dieser Veranstaltung; ein Leser hat mir ein kurzes Video zugeschickt (vielen Dank!):

Es ist nicht das erste Mal, dass de Maizière an einer Universität am Sprechen gehindert wird; im vergangenen Dezember war es in Leipzig ähnlich gelaufen.

(Vorsorglich, angesichts des Themas, bitte ich bei Kommentaren um eine sachliche Auseinandersetzung. Danke.)