Einigung mit EADS: Weniger NH90, weniger Tiger – und ein Marine-Heli von Eurocopter

Richtig überraschend kommt das nicht: Die von Verteidigungsminister Thomas de Maizière angestrebte Verringerung bei Großgerät der Bundeswehr nimmt langsam auch vertragliche Formen an. Diesmal bei den Hubschraubern: Da bemühte sich das Ministerium seit einiger Zeit um eine Reduzierung der Zahl der bestellten NH-90-Transporthelikopter und der Tiger-Kampfhubschrauber. Jetzt gibt es ein Ergebnis, und das lautet kurzgefasst: Die Bundeswehr bekommt statt der bestellten 122 NH90 nun 82 Stück, statt der georderten 80 Tiger 57 Exemplare – und gibt beim Hersteller dieser beiden Hubschraubertypen, der EADS-Tochter Eurocopter, den neuen Marinehubschrauber, den NH90 in der maritimen Variante, mit 18 Stück in Auftrag.

Ganz hat damit die BMVg-Spitze ihre Vorstellungen nicht durchsetzen können. Ursprünglich hatte de Maizière angepeilt, die Zahl der NH90 auf 80 zu verringern – da liegen die 82 fast im Ziel. Deutlich mehr Maschinen als beabsichtigt wird es beim Tiger geben: Dessen Zahl sollte auf 40 reduziert werden; deswegen gibt es auch nur noch ein Kampfhubschrauber-Regiment. 57 sind nun deutlich mehr – wenn wie geplant 40 in die Truppe gehen,  bleibt eine stattliche Zahl für Umlaufreserve und Ausbildung….

Die weitestgehenden Auswirkungen hat die getroffene Vereinbarung auf die Marine: Die Entscheidung für das Eurocopter-Produkt ist gefallen, der konkurrierende Sikorsky-Helikopter Cyclone ist aus dem Rennen. Ich bin mir nicht sicher, ob das bei der Marine auf Gegenliebe stößt – mir schien, da wurde die Sikorsky-Maschine favorisiert.

Wenn man jetzt noch im Hinterkopf hat, dass Eurocopter – nach allem was man hört – gute Chancen hat, die leichten Unterstützungshubschrauber für die Spezialkräfte zu liefern… war die Verhandlungsposition des Unternehmens gegenüber dem Ministerium wohl recht gut. Zumindest dürften Marine-Helikopter und LUH das Entgegenkommen bei NH90 und Tiger erleichtert haben. Und beim Tiger hat selbst das nicht für die gewünschte Verringerung gereicht.

Aus der Mitteilung des Verteidigungsministeriums:

Bei der Neuausrichtung der Bundeswehr hat Verteidigungsminister Thomas de Maizièreim Jahr 2011 entschieden, die Hauptwaffensysteme an den aktuellen Bedarf der Streitkräfte anzupassen. Der betroffenen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie wurden entsprechende Vertragsverhandlungen angekündigt. Für die Stückzahlanpassungen bei Hubschraubern ist nunmehr eine konstruktive Einigung erzielt worden.
Ein entsprechendes Memorandum of Understanding (MoU) wurde heute zwischen demBMVg und der für den Unterstützungshubschrauber TIGER (UHT) und den NATO Helikopter NH90 in Deutschland verantwortlichen Hubschrauberindustrie unterzeichnet.
Hierbei haben sich beide Seiten auf eine Stückzahlreduzierung von 122 unter Vertrag stehenden NH90 auf 82 Stück und von 80 UHT auf im Ergebnis 57 Stück verständigt. Das Ergebnis von 57 UH TIGER wird dadurch erzielt, dass sich die Industrie verpflichtet hat, 11 bereits gelieferte UHT zu einem späteren Zeitpunkt zurückzukaufen.
Durch die Umsteuerung des Programms erhält die Bundeswehr zudem 18 Marinehubschrauber, die aus dem NH90-Programm abgeleitet sind. Somit werden zugleich bedeutende Fähigkeiten der Streitkräfte gesichert. Darüber hinaus werden im Saldo durch die Umsetzung des MoU im Budget des Verteidigungsministers erhebliche Haushaltsmittel freigesetzt.

307 Gedanken zu „Einigung mit EADS: Weniger NH90, weniger Tiger – und ein Marine-Heli von Eurocopter

  1. @ Mantis
    Da das System zum Bekämpfen eines Ziels 3,5 Sekunden braucht (mit 35 Schuss) sind die 1000 Schuss/Minute ein rein theoretischer Wert.

    Preislich scheint die 35 Schuss-Salve des Mantis in der gleichen Liega zu spielen wie die 300 des deutlich billigeren Centurion.

    An der Stelle mal die OT-Frage in die Runde: Was kostet ein AHEAD-Schuss, bzw. wieviel Munition wurde bestellt?

    Wenn ich bei den 13,4 Mio. Euro für die Ahead-Munition einen Schuss-Preis von 1000 € annehme, dann wären das 13400 Schuss bzw. 382 Salven. Käme das so hin?

  2. Was haben „Ming-Vasen“ mit UHT und NH90 sowie mit dem BMVg und ECD zu tun? Mehr als man auf den ersten Blick glaubt! Man vergleiche >> Ming Vase Uni Marburg <<.

  3. @ J.R.

    Setzen Sie den Preis für die AHEAD ruhig mehrere hundert Prozent höher an.

  4. Netter Schlusssatz bei den schwedischen BlackHawks:

    „The Black Hawks are expected to operate in Afghanistan for three years.“

  5. @ -MK20-
    Vielleicht haben Sie übersehen das man DAMALS (noch unter Scharping) sehr wohl zwischen AN-7X und der neu zu gründenden Airbus Military (FLA/A400M) gewählt hat. Selbst Scharping gab zu das diese Entscheidung eine rein politische war.
    Die AN 70 flog damals schon mit 2 Prototypen (ja, das Programm ist leider nicht vom Glück verfolgt…), aber eine Beteiligung mit deutschem (damals noch sehr richtig: D-Mark) Geld hätte dem Programm sicher deutlich auf die Beine geholfen (und wir hätten die Mühle bereits auf dem Hof).

    Ich kann Milliway nur voll zustimmen!

    Ein Musterbeispiel dafür, dass Beschaffung nur nebensächlich mit militärischen Bedürfnissen zu tun hat.
    …Ach ja, das offizielle Argument für die Entscheidung Airbus Military waren die prognostizierten niedrigeren Wartungs- und Betriebskosten der FLA/A400M gegenüber der AN-7X und somit dem immensen Einsparpotential. Und wenn ich mich recht entsinne hätte die A400M mal € 83Mio/Stück kosten sollen. Na ja, wird wohl die Inflation gewesen sein…

  6. @ RLG: Irgendwie wiederholen sich bei der Bw die „verpassten Gelegenheiten“ bzw. die rein „politischen Beschaffungsentscheidungen“ samt Kostenfolgen. Zu der seinerzeitigen AN-7X-AirTruck GmbH dürfte es wohl bald ein Buch eines ehemaligen Lw-Generals und Chefs des Ausbildungsstabes der FüAk Bw geben, denn dieser war für AirTruck nach seiner Pensionierung als Consultant tätig.

    Dieses Konsortium der überwiegend mittelständischen Gesellschafter Aerodata GmbH, Autoflug GmbH & Co., ASL Aircraft Services Lemwerder GmbH, Bodenseewerk Gerätetechnik GmbH, ESG Elektroniksystem- und Logistik GmbH, Rolls Royce Deutschland GmbH, Liebherr-Aerospace GmbH und VDO Luftfahrtgerätewerk GmbH, wurde mit dem Ziel der Stärkung der deutschen Ausrüstungsindustrie gegründet. Das mit deutscher Technologie aufgewertete, An-7X genannte Transportflugzeug sollte in 75 Exemplaren für die Luftwaffe in Lemwerder bei Bremen endmontiert werden und stand im direkten Wettbewerb zum A400M.

    Ca. 50 % trägt heut zu tage allein die Ausrüstungsindustrie zum Wert eines modernen Militärflugzeuges bei und das Produktspektrum reicht dabei von den Triebwerken, Hydraulikmodulen, Propeller, Elektronik-Baugruppen, Avionik, Kabinenmodule wie Sitze, Küche, WC, Fahrwerke bis hin zu Kabelbäumen und kleinsten Nieten. Man lese mal unter >>ILA 2000: Flugzeughersteller Antonov verärgert – Teilnahme an der Ausstellung wird überdacht<<.

    In 2000 sprach der DASA-Pressesprecher Rainer Ohler noch davon, dass ein A400 M rund 175 Millionen DM kosten würde. Heute liegt der Stückpreis für die „stark abgespeckte Deutsche Version“ je nach Ausrüstung bei bis zu ca. 180 Mio. €.

    Von den 53 bestellten Maschinen sollen laut Koppelin (FDP) 13 an Airbus "zum Verkauf an Drittkunden" überlassen werden. Doch ob der Konzern mitmacht, ist noch nicht geklärt. Zunächst muss die Bundeswehr vertragsgemäß in jedem Fall 53 Flugzeuge kaufen. Auch die anderen Auftraggeber sind davon betroffen, denn nun müssen womöglich für die 13 Maschinen erst neue Abnehmer gefunden werden, bevor der Vorschuss zurückgezahlt wird. Zudem sind neue Diskussionen über die Verteilung der A400M-Produktion absehbar, wenn Deutschland de facto deutlich weniger Flugzeuge abnimmt.

    Kurzum ein ähnlich fauler Kompromiss wie bei den UHT und was die Vertragstreue sowie die Störung der Geschäftsgrundlage anbetrifft, schenkt sich der H&L-Lieferant mit dem A400M absolut nichts gegenüber UHT und NH90/MH90.

  7. „Heute liegt der Stückpreis für die „stark abgespeckte Deutsche Version“ je nach Ausrüstung bei bis zu ca. 180 Mio. €.“

    Wo steht, dass die stark abgespeckt ist?

  8. Es war ursprünglich geplant, die A400M mit einem Terrain Masking Low Level Flight System auszurüsten, d.h. ein Autopilot, der abhängig von der Bedrohungslage eine autonome Tiefflugroute berechnet und abfliegt. Also ein System, das dereinst toll für UCAV sein wird, aber für einen Transporter nicht wirklich notwendig ist.

    Wie viel darüber hinaus abgespeckt wurde, können sicherlich besser informierte Kommentatoren ergänzen.

    Ansonsten noch zwei Anmerkungen on topic:

    1. Der Versuch, Wertschöpfung durch Lizenzproduktion o.ä. ins Inland zu holen, darf gern auch kritisch gesehen werden. Offsets erhöhen die Kosten bei militärischen Beschaffungsvorhaben (geschätzt) um 5-10% innerhalb Europas.
    Quelle: http://www.eda.europa.eu/docs/documents/EDA_06-DIM-022_Study_on_the_effects_of_offsets_on_the_Development_of_a_European_Defence_Industry_and_Market.pdf , S. 77
    Offensichtlich noch schlimmer ist es nur, militärische Beschaffungsprogramme als Forschungsförderungs- und Technologieentwicklungsprogramme für ausgewählte Industriezweige zu verfolgen…

    2. Bei einem Blick auf die MTOW von Sea King und NH-90, wo letzterer deutliche Vorteile hat: Müsste er da nicht mit Zusatztanks reichweitentechnisch mit dem Sea King mithalten?
    Probleme sehe ich trotzdem: Die externen Zusatztanks blockieren ziemlich gut die seitlichen Türen. Und würde man die hohe NH-90-Variante beschaffen (TTT), was dem SAR-Dienst entgegenkäme: Verschlechtert sich damit nicht die Eignung für den Borddienst (Schräglandefähigkeit, Raum im Hangar)?

  9. @maggus zu „abgespeckt“: Hat man denn nicht auf das „Terrain Masking Low Level Flight System (TMLLF)“ verzichtet, das den automatisch gesteuerten Tiefflug in bergigem Gelände ermöglichen sollte. Airbus stellte das System zunächst vor zu große technische Herausforderungen und eine evt. Nachgerüstung ist bislang vertraglich nicht vorgesehen.. Mit Puma (C), Marder, Leo2 und Panzerhaubitze 2000 ist der A400M über Jahrzehnte auch nicht mitgewachsen, da das maximale taktische Luft-Transportgewicht für Einzelfahrzeuge bei 31,45 Tonnen und die max. Zuladung bei 37 to liegt.

  10. Hallo @ SchmidtM

    Die F124 beruht auf dem Erkenntnisse der 80/90 Jahre und seiner Zeit gab es die Problematik der asymmetrische Kriegsführung noch nicht !
    Eine Bedrohung durch moderne Waffensystem war seinerzeit nur Utopie.

    Anmerkung zu Mantis

    1000 Schuss/min sollten reichen da sich die Geschosse in Subprojektilen auflösen !
    Ferner wird wohl das 27 mm MLG 27 Light Naval Gun System auf der F124 eingesetzt ?

    http://www.navweaps.com/Weapons/WNGER_27mm-145_mlg27.htm

    Anmerkung zu RAM

    Irgendwann ist der Punkt erreicht da kann aus Physikalischen Gründen das RAN System keine Gegenwehr mehr leisten. Wo genau die O Barriere liegt ist wohl Geheimsache. Wenn aber Aufbauten sich in Wirkungsbereich der Waffen befinden oder nicht direkt ins Wasser gefeuert werden kann, haben Flugkörper eine höhere Chance ein Treffer zu landen.
    Tatsächlich wurden ein paar Rohrbasierte CIWS modernisiert, dabei wurde die Kanone durch ein Starter für 11 neuartige Raketen ersetzt. ( Nicht vergleichbar mit dem RAN System der F124 )

    Szenario zu Mörsergranaten

    Bei der Anti-Piraterie-Mission „Atalanta“ werde von einen hinter der Fregatte fahrendes als Fischerboot getarnten Schiff Mörsergranaten in Richtung Fregatte geschossen. Amerikanische Einheiten wurden bereits mit Mörser und Panzerfäuste am Horn von Afrika attackiert.
    Um auf die Bedrohung zu reagieren muß die Fregatte erst eine Kurs Korrektur durch führen, richtig oder ? also ist ein Glückstreffer möglich ?

    Zu Gegengegenmaßnahmen

    Da sich das Angreifende Flugzeug meistens nicht im Waffenwirkungbereich des Ziels befindet wird wohl der Flugkörper Gegengegenmaßnahmen gegen seine vorzeitige Zerstörung einleiten wie Störsignale oder sich in mehreren Flugkörper teilen….
    Des weiteren kann auch das Flugzeug das Ziel „Blenden“ …….

    Anmerkung zu Schwierigkeiten ein Schiff zu versenken

    Hast du schon einmal die ILA besucht oder ähnliche Veranstaltungen.
    Es gibt dort Bereiche wo Aussteller ihre neusten Errungenschaften im Bereich Schiffe versenken präsentieren !
    Mit dem neuen Waffensystemen wie Su-34/35 ist Rußland ein Quantensprung in Waffentechnik gelungen, und die Angreifer sind in Moment in Vorteil !
    Denn es gibt 1000 weg ins Gras zu beißen !
    Verstehe nachfolgenden Link nicht falsch, aber so schau’s aus. Bevor du wieder was Schreibst google dir die vorgestellten Systeme !

    http://www.youtube.com/watch?v=7hjkDlzOddk&feature=youtu.be

    Wenn ich gewußt hätte, was für ein Rattenschwanz bei einer beiläufigen Bemerkung kommt. Dann hätte ich Rückschauend betrachtet mir die Bemerkung geschenkt !

    Ich hoffe das ich dir weiter helfen konnte
    PS.: Vielleicht sollten wir ein gemeinsame Manöver mit den Russen machen in deren Verlauf ein modifizierte F122 von Luftfahrzeugen versenkt wird. Mit Link 16 sollt es möglich sein den Feuerkampf von ein Schiff außerhalb des Zielgebietes zu leiten.

    Verbleiben will ich mit freundlichen Grüßen

  11. @Milliway: Schönes WERBEvideo. Vor allem der €-Fighter ist gut animiert…
    Aber was wollen Sie uns damit sagen?

  12. @Milliway
    Also diese Diskussionen wer wem wie womit überlegen ist, gab es schon immer. Schiffe versenken wird in Red Storm Rising recht plastisch beschrieben.
    Und Glauben sie jemandem der sich auf solchen Veranstaltungen auch des Öfteren rumtreibt und dann mit den Herstellern die Spezifikationen( wenn es sie denn dann überhaupt gibt…) diskutiert/ auswertet: ziehen sie mal pauschal 40% von den Leitsungsversprechungen ab. Und erst dann kommt man dem tatsächlichen Profil nahe.
    Glauben sie niemals einem Vertriebler auf solchen Messen und vor allem nicht dem was Sie dort sehen.

    Unit Kill und Mission Kill sind auch zwei Dinge wenn wir von Warfare at Sea sprechen wollen.
    Und noch ein Nachtrag zum Thema asymmetrisch. Wie lautet denn die Definition von asymmetrisch für Naval?
    Eine Seemine und ein U-Boot waren seinerzeit, als sie das erste Mal auftauchten, auch asymmetrisch, und bleiben es auch weiterhin.
    Wichtiger sind die Warfare Areas im Bereich Naval. Sie sind mein Handwerkszeug, die muss ich beherrschen und dann ist mir symmetrisch oder asymmetrisch erstmal vollkommen egal.

  13. „Mit dem neuen Waffensystemen wie Su-34/35 ist Rußland ein Quantensprung in Waffentechnik gelungen, und die Angreifer sind in Moment in Vorteil !“

    Ach wie oft ich das schon gehört habe. Bei den Russen liegen Wunsch und Wirklichkeit zumeist sehr weit auseinander.

  14. @Vtg-Amtmann: Ein Transportflugzeug mit 50 Tonnen Zuladung macht keinen Sinn, wenn man im Schnitt nur 10 – 15 Tonnen transportiert und der Transport von größerem Gerät eher selten ist. Insofern ist der A400m so schon richtig dimensioniert.

    Es ist ein Fehler des BmVg und nicht des A400m, dass man im Lufttransport keine Mischung aus mehreren Mustern haben will. Zum Beispiel C17, A400m und CN235.

  15. @TomTom, @all: Mich drückt ein völlig anderes Problem. Es mag Kameraden bzw. engagierte User geben, die sich ob der Informationspolitik eines TdM auch im Sinne ihrer Untergebenen und in der Sache ziemlich brüskiert fühlten und sich deshalb sehr weit sowie mit durchaus berechtigter Kritik aus dem Fenster lehnten. Wenn das aber einem stillen Leser aufgestoßen sein sollte, hätte zu meiner Zeit sich der stille Leser mit konstruktivem Rat an den betreffenden Kameraden gewandt bzw. zu diesem Kontakt gesucht. Sie und viele Andere hier in AUGENGERADEAUS wissen, was ich meine und dafür sollten wir vielleicht Alle solidarisch eintreten. Sie hatten ja auch schon versucht im Fall die Notbremse zu ziehen, aber das haben offenbar eher weniger kameradschaftliche Kritiker nicht kapiert.

  16. Beim A400 wird gerade erst die Produktion hochgefahren, während die Produktion des NH90 für ECD wohl schon seinen Ende entgegengeht. Beim A400 hat das BMVg mehr Einflussmöglichkeiten, dass Programm so zu steuern, dass nur die 40 benötigten A400 Produziert werden. Beim UHT und beim NH90 hatte das BMVg sicherlich keine andere Wahl, als so auf die geplanten Reduzierungen nahe zu kommen.

    Scharping hatte viel zu viele A400 damals bestellt. Und Guttenberg hatte es versäumt, genügend abzubestellen. EADS ist m.M. mehr ein Französischer Staatskonzern, der in Deutschland vorrangig in Lobby Arbeit investiert. Ein normaler Konzernführer würde sich anders aufführen, als es Major Tom macht.

  17. @ Vtg-amtmann:

    Ihr Aufzählung der einzelnen workshares der jeweiligen sog. „partner companies“ ist (theoretisch) korrekt.
    Jedoch haben Sie ja auch schon darauf hingewiesen, dass die vertragliche Schachtelung und die Produktions- und Kundenstruktur mit ECD, EC Frankreich, AW, Fokker, NHI, NAHEMA etc. durchaus nicht unkomplex gestaltet ist. Dies liegt vor allem daran, dass die beteiligten Firmen ihre rechtliche Selbständigkeit bewahren wollen.

    Jedoch ist Ihre Annahme, dass ECD nicht die vertragliche Freiheit hat, eigenständig Verträge abzuschließen inkorrekt.
    Überhaupt ist diese komplette Diskussion viel zu sehr auf die einzelnen Helikopter und nicht auf die Unterbaugruppen konzentriert.

    Bei einem Vertragsneuabschluss (zu dem die einzelnen partner companies durchaus das Recht haben) werden schlicht die entsprechenden Baugruppen untereinander unterbeauftragt. Nur weil also ECD nun einen Vertrag über maritime Varianten für die BW abgeschlossen hat, bedeute das nicht, dass ECD nun von Grund auf beginnt, alle Teile die bisher von anderen partner companies gefertigt wurden, selbst zu bauen. Die Teile werden auch weiterhin an AW, Fokker und EC Frankreich weitervergeben. Lediglich die Endmontage findet in der entsprechenden final assembly line statt.

  18. @Ben: „Beim A400 hat das BMVg mehr Einflussmöglichkeiten, dass Programm so zu steuern, dass nur die 40 benötigten A400 Produziert werden. “

    Das ist eben nicht so. Für Deutschland werden 53 produziert und ausgeliefert, da kann der Herr TdM planen soviel er will. Es ist auch nicht so, dass wir in Deutschland Lufttransportkapazitäten im Überfluss haben und da sind 40 Stück schon knapp geplant, sofern man keine anderen Transporter beschafft.

    „während die Produktion des NH90 für ECD wohl schon seinen Ende entgegengeht.“

    Das stimmt so auch nicht. Immerhin wurden mehr als 500 Stück bestellt und erst etwas mehr als 100 ausgeliefert. Zudem will man ja weitere Kunden gewinnen, dh es ist sicherlich ein Helikopter der über einen längeren Zeitraum im Produktprogramm bleibt.

  19. Hallo, @ TomTom

    Dir eigentlich nichts,
    es ging um die Leute die nicht über Ihren Tellerrand schauen oder wollen.
    Auf Ihrer Fahne ist der Leitspruch „ Die anderen sind gut, aber nicht Bester als Wir “
    geschrieben haben.
    – Weil im Video alles vorkommt was ich zuvor versucht habe zu erklären wie Gegengegenmaßnahmen und das hochstilisierte RAM !
    Um niemanden zu diskriminieren nur die Entschärfte Version mit dem lustigen € !

  20. @ NMWC

    Richtig

    Letzt endlich ist

    – Jeder Fighter nur so gut wie seine Piloten
    – Jedes Schiff nur so gut wie seine Besatzung

    ( Was nützt das beste Schiff oder Fighter, wenn man damit nicht umgehen kann )

  21. @ milliway

    Ich verbleibe ebenfalls mit freundlichen Grüßen und werde dem S2 beim nächsten Mal sagen er soll seinen Tresor zulassen und erst mal googeln bevor er wieder was sagt, denn so schaut’s aus!

  22. @T.W.

    Wenn hier zukünftig auf dem Niveau von Zeichentrickfilmen auf Youtube diskutiert wird ist ihr Blog dem Untergang geweiht. Ich melde mich erst mal ab.

  23. @QMensch: Das mit den Workshares und den Baugruppen ist absolut klar. Nur ECD ist im Projekt NH90 kein Vertragspartner des BMVg! Vertragspartner beim NATO-Helicopter NH90 sind die NAHEMA (internationales Programmbüro in Aix en Provence, Frankreich) als Auftraggeber sowie die Firma NHI (Firmenkonsortium aus Firmen der beteiligten Länder; EUROCOPTER Deutschland, EUROCOPTER, AGUSTA und FOKKER) als Auftragnehmer. Quelle: http://www.baain.de/portal/a/baain/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9pMTEzDy9gqL8rNTsEr3UzLyq1JwCvbwMSwOQYHpRYq5-QbajIgCCKdE1/

  24. @T.W.: OT: Ist es von Ihnen gewollt, dass alle Links auf der aktuellen Seite geöffnet werden? Wäre es nicht vielleicht eleganter, wenn sich neue Tabs / Fenster öffnen würden?

  25. @TomTom

    Eigentich sollten sich Links in einem neuen Tab öffnen… Da muss wohl noch mal geschraubt werden.

    (workaround, den ich vielleicht zu sehr internalisiert habe: rechte Maustaste, open in new tab)

  26. @T.W.: Bei Mac auch gerne einfach die cmd-Taste gedrückt halten beim Klick auf den Link.
    Ich finde es nur ein wenig umständlich und es führt die Leser weg von Ihrer Seite.

  27. @ Stefan H.
    Auf den Link „drücken“ und gedrückt halten. Dann öffnet sich ein Dialog und man kann es im neuen Tab öffnen.

  28. @ SchmidtM

    Tatsächlich hätte ich nicht geantwortet wenn der zweit letzter Satz nicht gewesen wäre da für mich F124 bereits abgehakt war !
    ( Satz 1 : halb richtig, Rohrwaffen weiter im Einsatz / ergänzen sich Satz 2 : ?,
    Satz 3 : Was verwechselt ? )

    Auf den LCS ist ebenfalls kein Einsatz von, wohl aber von RAM in Form der SeaRAM geplant.

    Ja ich weiß deutlich OT, aber das kann man nicht alles einfach so stehen lassen.

    P.S. Ich hab gelesen Mantis kann sogar nur 1000 Schuss/min, hoffentlich bessert Rheinmetall da noch nach!

  29. @J.H.
    Ich hatte echt nicht gedacht, dass ich im 281. Beitrag dieses Threads noch was dazu lernen kann. Vielen Dank für die Hilfestellung ;-)

  30. @ Milliway, Mantis OT
    P.S. Ich hab gelesen Mantis kann sogar nur 1000 Schuss/min, hoffentlich bessert Rheinmetall da noch nach!

    Wie an anderer Stelle schon gesagt: Das ist ein Theoriewert. Um ein Ziel auszuschalten braucht Mantis 3,5 Sekunden (meinem Verständnis nach mit jeweils 17-18 Schuss aus zwei Türmen, rechnerisch entsprechend 300 Schuss/Minute). Das meiste dürfte dabei für Anvisieren, Schwenken, Flugzeit und Abschusskontrolle draufgehen – die reine Kadenz macht dabei wohl eher wenig Unterschied.

    Da ein Turm angeblich um 250 Schuss fasst (eventuell erweiterbar bis 450?), wird das mit den 1000 Schuss eh schwer. ;)

    (Btw: Ich konnte immer noch nirgends eine Quelle finden, wieviel Schuss jetzt angeschafft wurden. Nach der Überraschung mit den Patriot-3-Stückzahlen macht mich das jetzt irgendwie skeptisch… )

  31. Hallo @ J.R.

    Im Zusammenhang mit der F124

    Ich hatte gepostet : MLG 27 kein Rundumschutz und die Kadenz: 1.700 Schuss/min

    Die Antwort war.:
    P.S. Ich hab gelesen Mantis kann sogar nur 1000 Schuss/min, hoffentlich bessert Rheinmetall da noch nach!

    Ich hatte dann gepostet :
    1000 Schuss/min sollten reichen da sich die Geschosse in Subprojektilen auflösen !
    Ferner wird wohl das 27 mm MLG 27 Light Naval Gun System auf der F124 eingesetzt ?

    Zwischen Zeitlich fühle betreffende Person ein wenig auf dem Schlips getreten

    Die Antwort : ( Kommentar spare ich ein )

    Ich hatte dann gepostet : wo du grade drauf geantwortet hast

    Also einfach nur dumm gelaufen und ein schönen Abend noch

  32. Hallo, @ Maggus

    Ja, sehe ich auch so

    Ein Flotten Mix wäre für den Steuerzahler die günstigste, da es militärisch, funktional und betriebswirtschaftlich die beste Lösung darstellt.

    Meine Favoriten sind aber nicht so konservativ

    An-124-300 & A-7X neuere Generation & CASA C-295M

    Noch ein paar Tage und wir haben einen aktiven Flugplatz ohne einen fliegerischen Verband ( Lechfeld JBG-32 )
    Es gibt Gerüchte das geplant sei auf diesen Flugplatz Zubringer Transportflugzeuge zu stationieren !

    MFG

  33. Ergänzung Link öffnen

    Beim Internet Explorer

    – Mit rechte Maustaste auf Link / klicken
    – In neuer Registerkarte öffnen / klicken
    Oder
    – In neuem Fenster öffnen / klicken

    Andere Browser wie bereits von T.W erklärt

    rechte Maustaste, Link in neuen Tab öffnen

  34. Leider Nonsens, was Sie da von >>(Weiter-)Entwicklung, Belastungen und besser hervorgegangen << schreiben Es es handelt sich 1x AS 332 L1 Super Puma (grüne und ältere Maschine) und 1 x EC 155 B (blaue und modernere Maschine) und was bei Brown-Out (mit Kamera und Sensorsystemen) funktioniert, funktioniert auch bei „White-out“ und ist von ESG längst entwickelt (vgl. http://www.ch53blog.com/2012_03_01_archive.html)

  35. Darauf wollte ich eigentlich nicht hinaus. Ich bin davon ausgegangen, dass der Superpuma moderner in der Konstruktion als der aufgebohrte EC 155 ist.

    Mir jedenfalls erscheint es so, als wenn die Zelle des EC 155 kollabiert ist, da das Getriebe im Innenraum liegt usw. Vielleicht liegt es aber nur an der robusteren Auslegung des Superpuma.

  36. Bitte lassen Sie Ihre die Spekulationen, der Große ist schlichtweg im White-Out auf dem Kleinen gelandet und da starb ein PIC der schon bei dem sch…. Wetter eigentlich sicher mit seiner Mühle auf dem Boden stand.

  37. Ich habe nicht spekuliert sondern Radio gehört. Dort wurde berichtet, das beide Luftfahrzeuge in der Luft kollidiert und dann abgestürzt sind. Wenn dem so ist, wie sie es gesagt haben, dann mag das den Zustand des EC 155 wohl vielleicht besser erklären.

  38. Hubschrauberunfall:
    gibt es denn zu dem TIGER-Crash schon detailliertere Informationen?

  39. @ Roman
    @ Vtg-Amtmann

    Noch ein mal Glück im Unglück gehabt !
    Ferner sind beides alte „Klepper“
    ( EC-155 basiert auf AS 360-365 Dauphin und der Super Puma basiert auf SA 330 )

  40. Wenn auch das Thema zum Thread von Roman O.T. aufgegriffen wurde.
    Ich weiß, habe schon SA 360 geflogen. Allerdings liegen dazwischen bis zum EC 155 B Welten. und der SA 330 ist ein noch älterer Hobel.

    Zum Crash siehe >>rbb SPEZIAL: Hubschrauberabsturz am … – rbb Mediathek << und der Jurist sowie HS-Pilot Giemula sagt viel Wahres. hHktik ist eben richtungslose Dynamik und damit ergeben sich wieder einmal die 90% – 95 % "Faktor Mensch" als Unfallursache.

  41. @Milliway

    Alter “ Klepper“?

    Wissen sie mehr? Was ist nicht stand der Technik?

    Die AS 332L1 Super Puma der Bundespolizei ist ein sehr moderner und leistungsfähiger Heli!

    Nur weil sich die Zellen ähneln, muss dies nicht bedeuten, dass diese Lfz alt wären!

    Der Eurofighter basiert auf der M262, na und?

    „Now the US Defense Department is upgrading the venerable USAF B-52 heavy bomber to allow it to remain a major part of the American arsenal until 2044.“
    http://www.gizmag.com/b52-upgrade/20098/

  42. @Elahan: Richtig! Aber der Gang bzw. Stand der Technik vollzieht sich leider nicht in jedem Kopf und dessen Vorurteilen nach. So kam auch das „Berlin-Crash-Thema“ völlig O.T. in diesen Thread und man hätte ob der Opfer etwas zurückhaltender sein sollen.

  43. @ Elahan

    Es war auch gar nicht alt in Sinne von Jahre gemeint sondern die Epoche des Ursprungs der angewandten Technologie des Hubschrauberbaus !
    ( Beide Basismodelle wurden von Aérospatiale ungefähr zur gleichen Zeit entwickelt )

    Eine Me-262 hat noch nicht mal was im entferntesten Sinne mit ein Eurofighter zu tun, außer das beides Flugzeuge sind.
    Bekanntlich basiert der Eurofighter auf E.A.P. Großbritannien !
    Damit will ich es auch bewenden lassen !

  44. @Milliway

    „Eine Me-262 hat noch nicht mal was im entferntesten Sinne mit ein Eurofighter zu tun, außer das beides Flugzeuge sind.“

    Na im Entferntesten stimmt nicht ganz. Cockpit vorn, zwei Strahltiebwerke unterhalb der Querachse, ein Seitenleitwerk, Höhenleitwerk, Dreibeinfahrwerk, zwei Tragflächen, Eigenanlassfähig, Geschwindigkeitsreduzierung am Boden über Radbremsanlage, selbst die Bk wurde für die Me262 entwickelt ;-). Verglichen mit der F-35 CTOL ist das eine ganze Menge :-)) (ja es war ironisch und doch ist nichts falsch)

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