Es fehlt nicht nur der Flugzeugträger

Bis auf den Flugzeugträger hätte die Deutsche Marine auch alles Nötige für solche Bilder. Die Frage ist ja, ob sie hier zu Lande gewollt wären.


la marine en operation von Marine-Nationale

39 Kommentare zu „Es fehlt nicht nur der Flugzeugträger“

  • Ralf   |   24. Oktober 2012 - 10:05

    Na, da wird ja richtig geschossen.
    Das geht ja hierzulande gar nicht :)
    Klasse Spot, da könnten sich unsere WIR.DIENEN.DEUTSCHLAND Werbespot Entwickler ne Scheibe abschneiden.

  • Orontes   |   24. Oktober 2012 - 10:22

    @Ralf
    Gerüchten zufolge plant die Bundeswehr eine Neuausrichtung der Öffentlichkeitsarbeit, die sich stärker an der realen Bundeswehr orientieren soll als bisher. Man wolle bei der Zielgruppe vor allem durch Glaubwürdigkeit punkten. Jemand, der die neuen Spots schon gesehen hat, lobte ihre ehrlichen Botschaften. Die Macher hätten sich eindeutig hiervon inspirieren lassen:

    http://www.youtube.com/watch?v=JBOaLqByW7A

  • Elahan   |   24. Oktober 2012 - 10:25

    Die Frage sollte wohl sein, wen wollen wir gewinnen?
    Warum soll sich jemand für die Bw entscheiden? Mit diesen Gründen soll geworben werden (wenn man eine Antwort hat)!

    …… und bekommt man das dann auch? Der Alltag der meisten Soldaten ist meilenweit entfernt von unserem Erscheinungs und Medienbild! Sportfliegen, Fallschirspringen, Bootfahren, Geländefahren, Sportschießen uvm wie es in anderen Armeen üblich ist, ist bei uns für den einfachen Soldaten gerade nicht mehr möglich. Wer unter Betreuung nur Essen und Trinken versteht ist eben inkompetent und unfähig attraktiv für junge Menschen zu sein! Noch zieht Ausbildung (Lehre, UNI) doch die Wirtschaft zieht nach!

    Man muss doch nur die Fragen, die neu zum Bund sind, gerade gehen oder bleiben wollen!

    Menschen die Spaß am Zündeln haben sind nachhaltig die falschen für die freiwillige Feuerwehr.

  • Elahan   |   24. Oktober 2012 - 10:32

    @Orontes

    Ihr Link ist ein Sinnbild für die „Neue Luftwaffe“!

    Man rupft den Vogel um dann festzustellen, dass ein Hahn keine Eier legt.

    oder

    big hat no cattle

    oder

    Breite vor Tiefe

  • Orontes   |   24. Oktober 2012 - 10:43

    @Elahan
    Beim Anblick des Zustands der Bundeswehr und dem Gedanken an das, was ihr noch bevorsteht, überfielen mich traumatische Kindheitserinnerungen ;-)

  • TBR   |   24. Oktober 2012 - 10:48

    Hatten wir doch schon, auch vor kurzem auf dieser Plattform erwähnt. Mit weniger harten Schnitten und „weicherer“ Musik aber in der Essenz die gleiche Zielwirkrichtung:

    http://www.youtube.com/watch?v=-jOjtZEgJtg

    Funktionierte aber nur bei dem damals (Anfang 90er) noch dezentralen Ansatz der Medienerstellung der Kreativität von Uniformierten zuliess…

  • T.Wiegold   |   24. Oktober 2012 - 11:03

    Ah, Tastfunker, Marine-Tornados, Breguet … und Männer mit Bärten. Muss lange her sein.

  • JSG   |   24. Oktober 2012 - 12:05

    Hmmm…. mir gefiel eigentlich das erste Video der „Wir. Dienen. Deutschland.“-Reihe sehr gelungen- ganz besonders auch weil es in der Mitte auch Kehrseiten ganz ehrlich aufzeigt. Der scharfe Schuss fehlt leider etwas.

    Leider folgte dem seitdem nichts so recht nach.

    http://www.youtube.com/watch?v=IeC-rMhGxmM

  • Elahan   |   24. Oktober 2012 - 12:38

    @T.W.

    Nein ich fordere nicht wie Romney altes Gerät! Ja, und wir benötigen keine Kavallerie und Bajonette (oder doch, wass die Meser betrifft, bin ich mir nicht so sicher:-).

    Tornados und Breguet sind bei unseren Verbündeten top Plattformen!

    Hätte und würde man das Geld, was uns die alte Pc-3 Orion kostet, in eine franz Breguet des modernsten Standes stecken, würde man den Tornado ECR endlich mit der geforderten Avionik ausrüsten, den Geparden gegen UAV und…………

    Genau das ist doch unser Problem, nicht Fachleute (bis hoch zur Kommandoebene) haben und hatten das Sagen sondern die Politik (einschl. der Inspekteure) mischt sich bis auf die Fachentscheidungsebene ein! Weder die Ebene 2 noch darunter wurden vor der Sationierungsentscheidung in die Fähigkeitskritik einbezogen.

  • Franz S.   |   24. Oktober 2012 - 12:58

    Kommt es eigentlich nur mir nur so vor, oder werden mittlerweile für die offiziellen Videos immer wieder die selben Aufnahmen verwurstet? Wenn die Message schon nicht stimmt, brauchen die Bilder auch nichts hergeben? Ebenso scheinen wirklich nur noch scheinbar wahllose Filmszenen aneinandergefügt zu werden, die keinem größeren Konzept folgen.

    Mir persönlich fehlt immer mehr der emotionale Aspekt der Bw-Clips, wie es die Entscheidung, zur Bundeswehr zu gehen, auch sein sollte (Berufung statt Beruf). Einfach nur Großgerät zeigen, wird bei kaum jemanden den Wunsch wecken, sich zu verpflichten. Unter diesem Aspekt finde ich auch die aktuelle Kampagne der SKB einen guten Blick über den „Bezahltes Studium“-Tellerrand, weil diese ein „Das will ich auch mal machen“-Gefühl erzeugen soll. In der Masse der Clips anderer Armeen steht auch der Mensch im Mittelpunkt, meistens ein einzelner Protagonist, mit dem man sich vielleicht identifizieren kann, der den Zuschauer aber auf jeden Fall auf einer ganz anderen Ebene anspricht, als wahllos zusammengeschnittene Szenen ohne roten Faden.

    Eine der besten Szenen (meiner Meinung nach) war im Video aus der Wir.Dienen.Deutschland-Kampagne mit den Soldaten des Wachbatatailons, als alle zusammen „Wir.Dienen.Deutschland.“ rufen…Gänsehautfeeling pur.

  • Prokey   |   24. Oktober 2012 - 13:19

    Ich fand persönlich die Kombination von Tiger Kampfhubschrauber und Flugzeug-/ Hubschrauberträger interessant. Soweit ich weiß haben die Franzosen haben ihren Einsatz in Libyen komplett seegestützt durchgeführt. Vom Gefechtsstand bis hin zur Stationierung von Gazelle und Tiger incl. Instandsetzung. Und auch die Amerikaner haben versuchsweise eine AH-64 Kompanie im Einsatz gegen Piraten monatelang auf einem Flugzeugträger stationiert. Ich stimme dem Eingangskommentar somit erst einmal zu. Es fehlt nicht nur der Flugzeugträger. Was die Möglichkeiten der deutschen Nachwuchswerbung angeht bin ich dann mal auf die neuen Spots gespannt.

  • Jens   |   24. Oktober 2012 - 13:56

    Schönes Video von den Franzosen! Bei uns werfen die Flugzeuge vor Somalia aber eher Lösegeld ab, mehr nicht ;-)

  • Chris   |   24. Oktober 2012 - 13:56

    Ich finde, so schlecht macht es unsere Marine nicht. Nur wer sucht diese Videos unter „PIZ Marine“?

    http://www.youtube.com/watch?v=Vn-ljL_6BBw&feature=plcp

    Wer es etwas sanfter moechte:
    http://www.youtube.com/watch?v=89Z9wBBK2v0&feature=plcp

    und unvergessen: Der 3D Werbefilm.
    http://www.youtube.com/watch?v=P5sz2XZezmk&feature=plcp
    http://www.youtube.com/watch?v=_c_nfLNgybQ&feature=plcp

    Den 3D Werbefilm gibt es noch Heer, Luftwaffe, SKB, ZSan und Verwaltung.

  • T.Wiegold   |   24. Oktober 2012 - 14:01

    @Chris

    Die Videos kenne ich, aber die sind ja sozusagen aus dem „Altbestand“…

  • Matschke   |   24. Oktober 2012 - 15:13

    Dazu eine meiner Meinung sehr interessante Kampagne die in ähnlicher Form vielleicht auch in DEU erfolg haben würde: https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ax9kCCwTLGo

  • Sun Tzu   |   24. Oktober 2012 - 19:39

    @ Matschke | 24. Oktober 2012 – 15:13

    Das würde aber voraussetzen, dass unsere Bundeswehr vorher ein anderes gesellschaftliches Ansehen bekommt, wie das in anderen Ländern der Fall ist.

    Türöffnerkampagnen wirken nur dann, wenn die gewünschte Zielgruppe nicht zurückschreckt, wenn sie sieht, was hinter der Tür ist.

    Bei der Analyse, was junge Menschen heute wollen, fallen ein paar Parameter auf, die ausgesprochen für eine Entscheidung für den Dienst in einer Armee sprechen.
    Da wären:
    – Einige wollen einfach viel Geld machen, egal womit. Diese Zielgruppe mit Söldner- bzw. Hurenmentalität ist eher uninteressant für die Streitkräfte. Dummerweise ziehen einige Elemente der gegenwärtigen Kampagnen genau diesen Typus an.
    – Einige wollen Sicherheit, also regelmäßiges Einkommen und Kündigungsschutz. Mobilität ist oft nicht das Problem. Das könnte die BW bieten und kommunizieren, wenn sie es wollte.
    – Einige wollen Sinn in Beruf finden. Das könnte die BW ebenfalls bieten. Diese Zielgruppe ist zudem interessant, weil sie oft zu erheblichen Ressourceneinsatz und Entbehrungen bei nicht besonderer Bezahlung bereit ist und meist überdurchschnittliche Intelligenz mitbringt.
    – Einige wollen „einen coolen abwechslungsreichen Job“. Diese oft energiereiche und intelligente abenteuerorientierte Zielgruppe wäre für zahlreiche Verwendungen ausgesprochen interessant. Sie wird nur vom gegenwärtigen Bild der BW in der Öffentlichkeit abgeschreckt und landet eher bei Stiftungen etc., die sie dann nach Uganda oder Südafrika schicken.
    – Einige wollen helfen und einen Dienst an der Gesellschaft leisten, die freiwilligen Sozialdienste zeigen, dass diese Gruppe gar nicht so klein ist. Auch für diese Gruppe wäre die BW strukturell ein guter Arbeitgeber.
    – Dann gibt es noch die, die (noch) nicht wissen, was sie mit ihrem Leben anfangen wollen. Auch da könnte die BW Perspektiven aufzeigen.

    Dummerweise kranken all diese individualisierten Ansätze daran, dass das gesellschaftliche Bild der Bundeswehr in weiten Teilen der Gesellschaft grauenhaft ist und irgendwo zwischen „Soldaten sind Mörder“ und „sinnlos Zeit in der Kaserne absitzen und saufen“ angesiedelt ist.

    Wenn die Bundeswehr beim Kampf um die besten Köpfe in der ersten Liga mitspielen will, muss die öffentliche gesellschaftliche Wahrnehmung vollkommen geändert werden. Das geht nicht (nur) mit einer Werbeagentur und netten Klips. Dafür müssen wesentlich mehr Verantwortliche in Politik, Medien etc. in die Verantwortung genommen werden. Wenn die gesellschaftliche Grundwahrnehmung der eigenen Streitkräfte positiv ist, bekommt man auch vernünftigen Nachwuchs. Sonst muss man sich mit DDR (Der Dumme Rest) begnügen.

    Zudem ist ein stümperhaftes Reformchaos ebenfalls nicht hilfreich. Wenn dienende Soldaten ihren Kindern vom Soldatenberuf durchweg abraten, kann man sich das Geld für nette Videos gleich sparen. Werbung hat auch ihre Grenzen. Wenn das beworbene Produkt Mist ist, erreicht man mit Werbung eben nur die Dummen.

  • BR   |   24. Oktober 2012 - 20:12

    TV-Hinweis: Heute 24.10.12 21.30Uhr ZDFKultur „Uncle Sam wants you“ Militärrekrutierung in den USA

  • Georg   |   24. Oktober 2012 - 20:23

    @ Sun Tzu

    Sie haben eine interessante Zusammenstellung von Beweggründen für den Eintritt in die Bw zusammengestellt.

    – Einige wollen Sinn in Beruf finden. Das könnte die BW ebenfalls bieten. Diese Zielgruppe ist zudem interessant, weil sie oft zu erheblichen Ressourceneinsatz und Entbehrungen bei nicht besonderer Bezahlung bereit ist und meist überdurchschnittliche Intelligenz mitbringt.“

    Diese Spezies von Soldaten fand ich im Laufe meines Berufsleben immer am interessantesten. Leider sind sie mengenmäßig am Aussterben. Qualitativ sind diese Leute meist im Laufe eines SaZ 12 Dienstverhältnisses so ernüchtert worden von den Realiäten innerhalb der Bw, dass sie sich auf eine Laufbahn im zivilen Berufsleben vorbereitet haben und nicht Berufssoldat geworden sind.

    Wenn dienende Soldaten ihren Kindern vom Soldatenberuf durchweg abraten, kann man sich das Geld für nette Videos gleich sparen. Werbung hat auch ihre Grenzen.

    Dies kann man nur bestätigen, mit zunehmender Tendenz.

    Ergo: „Soldaten sind nicht doof, sie merken es wenn sie von der Politik für doof verkauft werden“.

  • MFG   |   24. Oktober 2012 - 21:13

    @Georg
    Jep. Und dann stellt man halt fest, dass Geld verdienen und 35h-Woche auch gar nicht so schlecht sind.

    @T.Wiegold
    Bei „Join Our Team“ gibt es auch noch F122 ohne RAM, Mk88 ohne A und F-104G Starfighter!

    Ansonsten fehlen der heutigen Marine die passenden Jagdbomber zum Flugzeugträger, amphibische Schiffe und Nukes – für letztere wäre ich auch BS geworden :-D

  • Sun Tzu   |   24. Oktober 2012 - 21:15

    @ Georg | 24. Oktober 2012 – 20:23

    Zitat: “Soldaten sind nicht doof, sie merken es wenn sie von der Politik für doof verkauft werden”.

    Nun ja, noch ist das wohl weitgehend so. Nur wie sieht das in Zukunft aus?
    Bei den gegenwärtigen Parametern kann ich mir nicht mehr vorstellen, dass sich ein halbwegs intelligenter Mensch für den Beruf des Bundeswehrsoldaten begeistert. Gesellschaftliche Ächtung, ein Dienstherr, der einen nach Strich und Faden verarscht, sehr mittelmäßige Bezahlung im Vergleich zu den Opportunitäten, unattraktive Arbeitsbedingungen und nicht zuletzt die Frage: Mach das alles einen Sinn? – führen halt einfach dazu, dass sich Menschen für andere Wege entscheiden und nur noch DDR zur Bundeswehr geht.

    Dann kann die Politik in der Tat davon ausgehen, dass die Leute zu doof sind, um zu merken, dass sie für doof verkauft werden.

    An Einsätzen mit dieser Qualität Soldat möchte ich dann aber nicht mehr teilnehmen.

  • Micha   |   24. Oktober 2012 - 21:17

    Es ist immer einfach, ein fatalistisches Bild von der Bundeswehr und dem Soldatenberuf zu zeichnen. Die Vorgesetzten sind unfähig und karrieregeil, das Gerät hoffnungslos veraltet, der Dienst dröge und eintönig usw, usw.
    Ich bin seit über 25 Jahren Soldat und kann auf eine höchst abwechslungsreiche Zeit zurückblicken.
    Allen Unruhen durch Struturreform und Fähigkeitsdefiziten zum Trotz: Welcher Arbeitgeber bietet ein bezahltes Studium, Fachausbildung, Verantwortung bereits in jungen Jahren für Mensch und Material, Verwendungen im Ausland, Führungs- und Managementlehrgänge sowie verschiedenste Verwendungen in Truppe, nationalen und internationalen Stäben und Hauptquartieren? Begleitet von gelebter Kameradschaft und Teamgeist? Natürlich zählen hierzu auch Einsätze in Krisengebieten – letztendlich werden wir hierzu ausgebildet.
    Die Bundeswehr als Arbeitgeber muss sich nicht verstecken. Die Bundeswehr muss sich nur richtig präsentieren – glaubwürdig und ehrlich.

  • Sun Tzu   |   24. Oktober 2012 - 22:10

    @ Micha | 24. Oktober 2012 – 21:17

    Ich teile Ihre Ansicht, dass es bei der BW erstklassige Arbeitsplätze gibt, die wichtige Funktionen ausfüllen. Nur wird das in Zukunft auch noch so sein?

    Ich fürchte, wir erleben gerade einen Paradigmenwechsel bei der Bundeswehr, der überhaupt nicht gesund ist.

    Erlauben Sie mir zudem die Frage: Warum gelingt es der Bundeswehr nicht, gesellschaftlich angesehen zu sein und als attraktiver Arbeitgeber zu gelten?
    Wenn man sich dann noch ansieht, wie das Land NRW mit Jugendoffizieren umgeht, dann ist das Handeln unseres Staates nicht konsistent.

  • watchkeeper   |   24. Oktober 2012 - 22:36

    @Micha
    Ich entnehme Ihrer Beschreibung das Sie nicht zum Personenkreis der PUO gehören.
    Für einen BS in dieser Dienstgradgruppe klingt diese Aufzählung wie ein Science-Fiction Roman.
    Leider sieht die dienstliche Realität nach der Ernennung zum BS hier etwas anders aus – aber das ist wohl so gewollt.

  • Elahan   |   24. Oktober 2012 - 23:01

    Die Bw gibt es nicht und für SaZ 12/13 ist sie u.U. lohnend. Wer Familie hat, Gleitzeit, eine interessante Dienststelle im Ausland oder in der BRD, mit Fahrmöglichkeit zu Kind/Partner hat viel Spaß und ggf ein gutes Auskommen! Einsatz, geschieden, pendelnd junger BS…..viel Spaß

    P.S. geschieden ist bald (oder schon) die Mehrheit!

  • Hans   |   24. Oktober 2012 - 23:12

    @Sun Tzu
    „Erlauben Sie mir zudem die Frage: Warum gelingt es der Bundeswehr nicht, gesellschaftlich angesehen zu sein und als attraktiver Arbeitgeber zu gelten?“
    Diese Frage beantworten Sie im nächsten Satz doch selbst, und BW wird bald folgen.

    Dazu kommt das negative Bild in großen Teilen der Medienlandschaft, auch geprägt durch das Interesse der Bevölkerung an schlechten Nachrichten. Also ist die BW medial nur bei Anschlägen mit Gefallenen / Verwundeten oder Skandalen im Einsatz bzw im Umgang mit Rekruten etc präsent.
    Dazu kommt der Rückzug aus der Fläche, die höhere Gefahr für Leib und Leben als zB im Kalten Krieg inkl. Einsatzbelastung.
    Nicht zuletzt die Maßnahmen und Reformen der Regierungen seit 1990…

  • Micha   |   24. Oktober 2012 - 23:13

    @ Sun Tzu
    Ich gebe Ihnen recht, dass die Bundeswehr ein Imageproblem hat und hatte. Was kann die Bundeswehr tun, um als attraktiver Arbeitgeber zu gelten? Da kann ich Ihnen keine zufriedenstellende Antwort geben. Die besten Werbekampagnen nützen nichts, wenn man als Soldat keine angemessene gesellschaftliche Anerkennung findet. In Deutschland gibt es nun mal keine gewachsene Verbundenheit zu „seinen“ Streitkräften, wie des in GB, USA oder Frankreich der Fall ist. Hier sind die Streitkräfte ein Teil der nationalen Identität.
    Warum die Bundeswehr auch heute keine gesellschaftliche Anerkennung erfährt, liegt nicht nur an wenig geglückten Werbekampagnen („Ich war´s“ klingt für mich eher wie ein Schuldeingeständnis als ein ein Ausdruck des Selbstwertgefühls) sondern auch an den zum Teil überkritischen Medien als auch mangelnden Rückhalt bei unseren Politikern. Gerade ist nach über 12 Jahren mit Beeindigung des EUFOR Einsatz der Einsatz der Bundeswehr in Bosnien Herzigowina zu Ende gegangen. Gesellschaftliche Anerkennung? Keine. Mediale Resonanz: Null.

  • Elahan   |   24. Oktober 2012 - 23:32

    Wir.Dienen.Deutschland

    Ich war’s

    Bundeswehr minus Karriere.de

    …sagt alles!

    Selbst in schwarz wählenden Gegenden ist die Bundeswehr nur noch ein Kostenfaktor und nur dann von Interesse wenn sie Geld bringt!

    Was bringt die Bw der Gesellschaft? Was bringt die Bw dem einzelnen Bürger?
    Wann tritt die Bw außerhalb von mil Standorten in Kontakt mit dem Bürger?
    Wer kennt die Bw? Was wissen wir über uns selbst? Was ist einem Heeressoldaten über die Luftwaffe, Marine bekannt?

  • Georg   |   24. Oktober 2012 - 23:33

    @ Micha

    Zitat: „Es ist immer einfach, ein fatalistisches Bild von der Bundeswehr und dem Soldatenberuf zu zeichnen. “

    Stimmt, aber jeder Mensch vergleicht die Veränderung in den Begleitumständen in seinem Beruf mit den Umständen, Rahmenbedingungen usw., die er zu Beginn seiner Berufslaufbahn vorgefunden, akzeptiert und verinnerlicht hat (also zur Zeit seiner Sozialisation in der entsprechenden Berufsgruppe).
    Dem entsprechend geht es nach meiner Meinung in vielen Aspekten mit dem inneren und äußeren Erscheinungsbild der Bundeswehr und dem Ansehen des Soldatenberufes bergab.

    Ihre 25 Jahren Dienstzeit als Soldat mit den vielen attraktiven Ausbildungen und den verschiedenen Tätigkeit kann ich nachvollziehen, nur – zu welchem Preis ?

    War es vor 20 Jahren für Berufssoldaten noch halbwegs möglich die berufliche Laufbahn zu kalkulieren und auch angemessene Rahmenbedingungen für ein Familienleben zu entwickeln, ist dies heute oftmals nicht mehr gegeben (Verläßlichkeit der eigenen beruflichen Entwicklung, Versetzungshäufigkeit, Lebensbedingungen für die Ehefrau und die Kinder, Arbeits- und Entfaltungsmöglichkeit für die Ehefrau usw.)

    Was Sie beschreiben (Laufbahnentwicklung des StOffz) trifft leider auf Portepees und Fachoffiziere nicht zu. Früher war eine gewisse Planbarkeit der Lebensumstände gegeben, heute nicht mehr. Früher waren meistens nur Stabsoffiziere Pendler, heute 85 % aller Soldaten, in Zukunft vermutlich noch mehr.
    Früher hat die Ehefrau eines Stabsoffiziers so mit 35 – 40 Jahren regional „einen Anker geworfen“, meist wenn die Kinder auf weiterführende Schulen wechselten. Fortan hat der Ehemann dann gependelt, bzw. ist im Orbit gekreist (Köln-Wahn – Truppe – BMVg – Truppe usw.)
    Heute müssen dies auch Hauptfeldwebel usw. machen. Dies ist finanziell eine andere Hausnummer !

    Was Sie in ihren Ausführungen als attraktive Laufbahn beschrieben haben, kann immer noch seinen Reiz haben, aber nur als Jungeselle mit eigenem Wohnmobil !

    Leute mit dieser Einstellung können leichter Karriere machen und äußern dann event. Unverständnis, wenn ein Familienvater mit 2 Kindern aus der Portepeelaufbahn dann umziehen soll.

    Und die Leute „die Sinn finden wollten in ihrem Beruf“, die bereit waren sich überdurchschnittlich zu engagieren, die oftmals nicht auf das Geld schauten, die oftmals überdurchschnittlich intelliegent waren, so wie @Sun Tzu sie beschrieben hat, sind nach 12 Jahren ausgestiegen und haben Karriere gemacht, wo die Randbedingungen für ein Leben mit Familie verläßlicher waren.

  • Kerveros   |   24. Oktober 2012 - 23:53

    @Sun Tzu:

    Intelligenz hat damit nichts zu tun. Intelligenz, beschreibt die Fähigkeiten des Herstellungsprozesses, nicht des Ergebnisses – mit anderen Worten: man kann gleichzeitig unheimlich intelligent und unheimlich dämlich sein ;)

    Wenn überdurchschnittlich intelligente Mesnchen weniger zur Bundeswehr gehen respektive in selbiger verbleiben, dann liegt es eben daran, dass jene Zielgruppe prinzipiell ein Problem mit der Eingliederung in Hierarchien hat und beruflich eher zu nomadischen Tendenzen neigt.

    Ergo ist die Bundeswehr per Definition kein attraktiver Arbeitgeber für den durchschnittlichen hochintelligenten Menschen – die, die dennoch kommen, tun dies wegen der Herausforderung – und da sind widrige Umstände durchaus ein Attraktivitätsmerkmal.

    Egal ob man sich den StOffz oder PUO anschaut… inzwischen haben beide Laufbahnen sehr viel gemein… idR um die 20 Jahre planbar vor DZE keine Perspektive mehr ;)

    Das sich die breite Masse inzwischen (m.E.n. begründet) verarscht fühlt ist ein anderes Thema.

  • Sun Tzu   |   25. Oktober 2012 - 0:21

    @ Kerveros | 24. Oktober 2012 – 23:53

    Zitat: „Wenn überdurchschnittlich intelligente Mesnchen weniger zur Bundeswehr gehen respektive in selbiger verbleiben, dann liegt es eben daran, dass jene Zielgruppe prinzipiell ein Problem mit der Eingliederung in Hierarchien hat und beruflich eher zu nomadischen Tendenzen neigt.“

    Nun ja, in der Vergangenheit hat man auch diese Menschen gezielt geworben und verwendet, incl. der Möglichkeit zum Nomadenleben. In der Regel war das hoch effizient. Eine kluge sicherheits- und verteidigungspolitische Architektur braucht nun mal auch einsame Wölfe …

    Wenn die Politik der Bundesrepublik Deutschland das nicht mehr will: Bitte schön. Das entsprechende Personal wird kein Problem damit haben, sich was anderes zu suchen. Das ist dann auch wesentlich besser bezahlt, wesentlich ungefährlicher und wesentlich familienfreundlicher.

    Widrige Umstände sind zudem nur dann eine Herausforderung, wenn es eine Perspektive gibt, wie man diese ändern kann. Hier wird gerade viel Perspektivlosigkeit geschaffen.

  • Alarich   |   25. Oktober 2012 - 1:41

    Flugzeuträger wer das falsche was Bw braucht ist ein Hubschraubträger wie spanien und Australien sich beschaft ( so viel ich weis keufen beide den Gleichen ,könte auch Falsch sein ) ,Kapizität müßte da sein das KSK untergebracht werden und TransportHubschrauber so wie auch Landungsboote für Fahrzeuge

    nur dan ist die BW Falsch Gegliederdert .
    Dann müßte die Frage sein KSK Größer und weg vom Heer so wie auch Großgerät einheiten zu einer großen Div Zusammen geschmisen werden die dann nur noch auf rettung Deutscher im Ausland und Schutz von Botschaften im Ausland zu gewähren mit Ansalungen von Deutschen in den botschaften Räumen zu Können
    Dafür aus heer und Luftwaffe und Marine den Verband zusammen zu stellen das der auch nicht mehr dem Verteidigungshaushalt nicht mehr Unterstellt ist , sodern in Retungskasse , und das der mit seinen versorgung und Unterstützung Vorzeit in die region auslauft

  • Stefan   |   25. Oktober 2012 - 3:38

    Es fehlt der Fugzeugträger. Der Rest kommt dann von ganz allein.

    http://i155.photobucket.com/albums/s297/ozelot11/DSC_1181.jpg

  • Kerveros   |   25. Oktober 2012 - 5:26

    @Sun Tzu:

    „Widrige Umstände sind zudem nur dann eine Herausforderung, wenn es eine Perspektive gibt, wie man diese ändern kann. Hier wird gerade viel Perspektivlosigkeit geschaffen.“

    Manchmal ist der Weg das Ziel – oder sollte ich sagen für manchen ;) ?

    DIe Perspektivlosigkeit wird im Übrigen nicht geschaffen – die ist schon reichlich da.

  • Götz   |   25. Oktober 2012 - 11:30

    wohl eher „hierzulande“ als „hier zu Lande“. Denn ein Flugzeugträger auf dem Lande ist nicht Sinn der Operation :-)

  • T.Wiegold   |   25. Oktober 2012 - 11:33

    @Götz
    Ich kann auch nichts für die Rechtschreibreform und finde diese Variante auch eher ärgerlich.

  • Ben   |   25. Oktober 2012 - 12:53

    Für einen Hubschrauberträger bräuchten wir als erstes eine passende Hubschrauber Planung. Sonst haben einen Hubschrauberträger ohne Einsatzbereite Hubschrauber. Wie die Briten, die sich gleich zwei jetzt viel zu große Flugzeugträger beschaffen. Ein Hubschrauberträger bedeutet auch, dass man woanders noch einmal kürzen muss.

    Ob die Spanier ihren Flugzeugträger auf Dauer bezahlen können, muss sich auch erst zeigen. Die Spanische Immobilienblase hat dort viel Geld in die Staatskasse gespült, womit viel teures Zeug beschafft wurde. Die Immoblase ist dort geplatzt, nur die Schulden sind geblieben.

  • Alarich   |   25. Oktober 2012 - 16:37

    Hallo Ben
    Grichenland hat auch kein geld und spart deshalb nicht an sicherheit bedeutet leben .
    Das haben deutsche Politiker noch nicht kapiert , das mann wenn man geld hat auch in sicherheit infestieren müßen .
    Die haben nur zahlen im Kopf und unsere reporter leider auch .
    Weil Streitkräfte ist Technologie iin die zukunft der wirtschaft sorgt .
    also ist am ende wenn man echte zahlen nimmt die Bw gar nicht mehr so teuer .
    Gerade wie vielle haben den LKW Führerschein Später im Jop gebraucht , das sind kosten was die wirtschaft entlastet , stadtdessen hat man Industire andere Sub.- gegeben .
    Hätte man in der Industrie wenniger gegeben und die wehrplichte mit Führerschein währ die BW gar nicht so teuer wie man mit falschen zahlen rechnet .
    So ein Hubschrauberträger bringt Technologie in Deutsche werften die so nicht oder erst sehr Teuer kaufen muß
    Vorteil für Spanische Schiefwerften vorteil und England

  • Elahan   |   25. Oktober 2012 - 21:33

    Deu braucht keine Träger, Europa schon! Ein Partner für die BRD wäre Spanien. Doch zuvor sollten wir unser Dach abdichten!

  • Elahan   |   25. Oktober 2012 - 21:35

    P.S. Hubschrauber sind auch Flugzeuge und sie können auch von Flugzeugträgern starten :-)