Nord-Mali: Wie sich al-Qaida einen eigenen Staat baut

Das Thema Mali sollte auf der Tagesordnung bleiben (auch wenn es hier zu Lande noch nicht so interessiert …). Der britische Telegraph berichtet, wie sich al-Qaida dort einen eigenen Staat baut: Mali: how the West cleared the way for al-Qaeda’s African march

“Al-Qaeda in the Islamic Maghreb” (AQIM) and its allies have taken over an area of the Sahara more than three times the size of Britain, complete with airports, military bases, arms dumps and training camps.

21 Gedanken zu „Nord-Mali: Wie sich al-Qaida einen eigenen Staat baut

  1. „Ever since the September 11 attacks, Western counter-terrorism policy has been designed to prevent al-Qaeda from controlling territory. Yet that is exactly what AQIM has now achieved.“ Das ist – soweit ich das verstehe – ja wohl die Kernaussage und war letztlich schon der rationale Kern der Entscheidung, nach AFG zu gehen. Muss die deutsche Sicherheit jetzt also auch am Südrand der Sahara verteidigt werden?
    Diese Gegend ist nach meiner Erinnerung eher französisches Einflussgebiet gewesen. Was denken / planen / tun unsere lieben Nachbarn „outre rhin“ denn jetzt? Haben die da vielleicht sogar das eine oder andere Batallion der Legion in Reichweite stehen? Ist jemand hier, der sich damit auskennt?

  2. @ Zivi a.D. | 11. Juli 2012 – 14:15 – –

    Nun ja, bisher hat Paris EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton machen lassen. Ist auch einer UN-Mission bisher nicht wirklich abgeneigt gewesen, weiß, dass die AU (auch in Hinblick der neuerlichen Entwicklungen in Somalia, Sudan, Kongo) wohl eher keine neuerliche Mission wird generieren können.

    Allein: Erfolge stellten sich aber nicht ein. Im UNSR laufen, demnach was man open source wahrnehmen kann, die letzten Absprachen: Russland ist es ziemlich egal, erhofft sich aber mit der VR China Kompensationen bzgl. Syrien und Naher Osten…im Gegenzug man in Moskau und Peking lediglich etwas unspektakulären Theaterdonner veranstaltet. UK/USA/FRA sind in der Phase die lead (besser: speakers`) nation für notwendige Maßnahmen festzulegen.

    Alle andere Nationen spielen keine Rolle.

    FRA möchte natürlich gern, das spricht für eine wie auch immer zu gestaltende EU-Mission.

    Die USA (siehe Liberia) sieht sich aber seit der Obama-Adminsitration genötigt a) ein neues Great Game um Afrika zu modellieren und b) daran teilzunehmen. Das spricht für eine USA (sollte es militärisch werden: NATO-) – Option.

    UK hält sich bedeckt, kann sich dem Vernehmen nach aber beide Partner als lead nation für festzulegende Maßnahmen unterschiedlichster Art vorstellen.

    Ein Eingreifen Moskaus wäre eine gewaltige Überraschung und ein fast schon ordinär hartes Statement bzw. russisches Comeback -betrachtet man die Russische Föderation als Folgestaat (nicht Nachfolgestaat) der UdSSR. Die VR vermag ich hier nirgends konkret zu verorten, die allgemeinen Ziele bzgl. Afrikas also bewusst ausblendend.

    Ich plädiere für eine wie auch immer gelagerte FRA-DEU-Skandinavien Option bei der unter allen Umständen AU und UNO herausgehalten werden. Aber, und das muss klar gesagt werden: auf mich hört diesbezüglich niemand und muss auch niemand.

    P.S.: Général de Brigade Christophe de Saint-Chamas dürfte bereits alle Einsatzmöglichkeiten der Légion Étrangère im Palais de l’Élysée vorgetragen haben. Ebenso wie Général d’armée Aérienne Jean-Paul Paloméros, Général d’Armée Elrick Irastorza und Admiral Pierre-François Forissier für ihre Bereiche. Sie sind bereit.

    Ja, Herr Wiegold, man könnte dies auch in der übersetzten Form hinschreiben, aber mal ehrlich: in frz. klingt es einfach besser…:-) Excusez moi!

  3. Es macht auch Sinn, die AU aus einer Operation in Afrika rauszuhalten, …, gehts noch?

    Also wieder mal eine externe Lösung, die garantiert nicht aktzeptiert wird und nachhaltig sein könnte.
    Egal wie gut oder schlecht AU / ECOWAS Kräfte auch sind, immer noch besser als die „obroni“, die sowieso alles besser wissen und ihren Allerwertesten vor allem in Lagern selbst sichern.

  4. @ diba | 11. Juli 2012 – 15:45

    […]…, gehts noch?….[…]

    Ja. Es ist abzuwägen. Und die Waage zeigt mE, dass eine externe Lösung JETZT sinnvoller erscheint als der AU noch mehr ihr Gesicht verlieren zu lassen, welches durch eine momentane Permanent-Überforderung schon Kratzer genug hat.

    Da es sich um eine Meinung handelt, der man auch sachlich widersprechen kann, wenn man es denn kann, bitte ich um Verzicht auf emotionale Erwiderungen.

  5. Die AU / ECOWAS sind mit so vielen Missionen einfach überfordert bzw haben nicht unsere Expertise. Trotzdem will sie generell niemand „heraushalten“.
    DEU-FRA-Skandinavien klingt gut.
    Hoffentlich wird die DEU-FRA-Brigade dann mal geschlossen eingesetzt und rechtfertigt so ihre Existenz.

  6. Gut Hans | 11. Juli 2012 – 15:55, dass überzeugt mich dann. Militärisch raushalten, politisch einbinden, zumindest nach außen hin so transportiert.

    Nütürlich man das generell ganz anders sehen kann.

  7. Wen oder was soll den in Nordmali bekämpfen?

    Warum? Weil die in Timbuktu ein paar Gräber umpflügen, die Männer in die Moschee und die Frauen in die Häuser treiben? Was geht uns das an?

    Abgesehn davon wie sieht das praktisch aus?

    Das sind höchstens ein paar hundert salafische Kämpfer in einem Wüstenumfeld mit Millionen von Einwohnern.
    – Wie unterscheidet man die am Checkpoint voneinander?
    – Wie geht man mit den Tuareg um die dort einen eigene Staat wollen? Macht man sich die nicht zum Gegner wenn man dort auf Seiten des Mali Staates (der kaum existiert) eingreift?
    – Was ist das Ziel der ganzen Aktion? Statebuilding in der Sahara?

    Es gibt sicher andere Lösungsansätze. Man biete den Tuareg an ihren Staat anzuerkennen wenn sie die Jihadisten rausschmeissen. Dazu etwas Geld. Fertig.

    Die ganze Angelegenheit sollte man zudem nutzen um noch einmal ausdrücklich die Dummheit der sogenannten Eliten aufzuzeigen die den Krieg in Libyen angezettelt haben dessen katastrophale Ergebnisse jetzt auch in Mali sichtbar werden.

  8. Hier stimme ich b zu. Eine ernsthafte Bodenpraesenz europaeisch/amerikanischer Truppen in Mali waere ein einziges Debakel, nicht zuletzt wegen der vielen offenen politischen Fragen die einen solchen Einsatz begleiten wuerden.

    Hier wuerde es wahrscheinlich sehr viel mehr Sinn machen wenn man die Al-Qaida/Bedrohungen einfach den verschiedenen NATO-Spezialkraeften und (moeglichst begrenzt) Dronen ueberlassen wuerde, ohne regulaere Infanterie aufs Spiel zu setzen.

  9. „Es gibt sicher andere Lösungsansätze. Man biete den Tuareg an ihren Staat anzuerkennen wenn sie die Jihadisten rausschmeissen. Dazu etwas Geld. Fertig.“

    Jepp, so hat`s der CIA immer gemacht :-)

  10. @b: „Wen oder was soll den in Nordmali bekämpfen? Warum? Weil die in Timbuktu ein paar Gräber umpflügen, die Männer in die Moschee und die Frauen in die Häuser treiben? Was geht uns das an?“: ImArtikelheißt es (ich zitiere es halt nochmal: „Ever since the September 11 attacks, Western counter-terrorism policy has been designed to prevent al-Qaeda from controlling territory. Yet that is exactly what AQIM has now achieved.“ Diese Grundüberlegung, dass man Al Qaida (und allen anderen vergleichbaren Gruppen) kein eigenes Territorium überlassen darf (Basis und sicherer Hafen) hat einem Laien wie mir intuitiv eingeleuchtet und von daher habe ich auch immer die Ratio hinter dem Einsatz in AFG verstanden. War das jetzt naiv? Ist die Überlegung aus Sicht der Fachleute doch nicht so überzeugend (warum?)?

  11. @Zivi a.D. Diese Grundüberlegung, dass man Al Qaida (und allen anderen vergleichbaren Gruppen) kein eigenes Territorium überlassen darf (Basis und sicherer Hafen) hat einem Laien wie mir intuitiv eingeleuchtet

    Vergleichbare Gruppen wie Al Qaida und insbesondere deren Sponsoren und ideologische Antreiber haben eigenes Territorium: Saudi Arabien.

    Da liefern wir aber Panzer hin …

    Warum sollte AlQaida bzw ideologische Ableger kein Territorium irgendwo in der Wüste haben? Man wüßte dann wenigsten wo sie sind und könnte sie unter Beobachtung halten. Das kein Territorium keine Anschläge bedeutet ist Unsinn. Die AlQaida Leitung sass zwar 2001 in Afghanistan aber 9/11 wurde in Malaysia, Hamburg und Florida geplant.

    Wer meint man müsse in Mali eingreifen nehme doch mal bitte eine Landkarte zur Hand und erkunde die möglichen Nachschubwege für einen Einsatz dort. Was würde die Versorgung eines BW-Bataillons in Mali benötigen und kosten?

  12. Hier ein paar eigene Impressionen zur Sahara (die nicht an Ländergrenzen halt macht):

    Im Dreiländereck Mali-Algerien-Niger haben die Tuareg schon einmal 1993 für einen eigenen Staat gegen die algerische Zentralregierung gekämpft. Da man nicht alles per Luftbrücke versorgen kann hier mal ein paar Informationen zum Landweg nach Mali (der politisch nicht machbar wäre) :

    In Algerien über die N1 bis Ain Salah ( da hatte ich mal 57°C im Schatten), dann westlich auf dem Tademait-Plateau über die N 52 weiter bis Reggane,dann auf die Tanezrouft-Piste („Land des Durstes“) ca. 1000 km Piste bis Bordj Mokthar (algerisch-malische Grenze), dann 400-500 km bis Gao (Piste ondulée), entlang des Nigers 500 km bis Timbuktu. Das Ganze in einem für Europäer lebensfeindlichen Umfeld.

    …Wellblechpisten, Sandstürme die die Farbe bis aufs Zinkblech abschmirgeln, einige wenige Trinkwasserquellen, es sei denn man nutzt die Foggara auf dem Tademait-Plateau (wenn sie denn noch Wasser führt), Hitze und kein Schatten, nachts mitunter 40° C kälter als mittags,

    In Sandstürmen mußten wir die Abscheidebehälter der Zyklon-Vorluftfilter stündlich leeren.

    Pisten, die Spuren mit Fech-Fech gefüllt (Flugsand), das Ganze teilweise in Hammada-Wüste (unbefahrbare Felsbrocken neben der Piste):

    Ich erinnere da nur an die Filmberichte über den Einmarsch der US-Army in den Irak: im Sand neben der Piste steckengebliebene LKW, und unerfahrene 19jährige PFC als Fahrer versuchen sich gegenseitig mittels der Stoßstange aus dem Sand zu schieben …..Gelächter !!!

    Die angeführten Probleme kann man alle lösen, die Frage ist: wie groß ist der Aufwand und welche Zeitspanne steht zur Verrfügung?

    Ich kann hier weder eine politische noch eine miltärische Lösung anbieten, ich will nur das die Diskutanten hier im Blog eine Ahnung von den Ländern der Zentral-Sahara bekommen.

    Übrigens, im 1993er-Krieg hat man dort unten unterirdische Checkpoints angelegt: MG-Nester mit überkreuzenden -Schussbahnen und Minenfelder neben den Pisten/Spuren – blödes Gefühl, wenn man da nichtsahnend reinfährt, denn gesehen hat man nichts.

    @StFwdR: d’accord, das würde funktionieren, die Imushagh (Tuareg) in Mali wollen ihren eigenen Staat. Sie haben ihre eigene Schrift (Tifinagh) und eine eigene Sprache (Tamasheq), sind zwar Moslems (Malikiten-Rechtsschule), haben aber viele eigene Grundsätze und Regeln in ihre Art des Islam mit eingebracht.

    Ich habe Zeit mit ihnen verbracht, den Kel Tagelmust (Männer des Schleiers), ein stolzes Reitervolk dem meine ganze Sympathie gilt, dazu kommt ein Ehrenkodex der nicht der Schlechteste ist.

  13. @cosmo
    manchmal helfen etwas weniger eigendarstellung und ein blick auf die landkarte:
    zwischen dakar und bamako verkehren züge.
    man muss nicht unbedingt die sahara queren, um nach timbuktu zu gelangen…

  14. “ … Die AU / ECOWAS sind mit so vielen Missionen einfach überfordert bzw haben nicht unsere Expertise. Trotzdem will sie generell niemand “heraushalten”.
    DEU-FRA-Skandinavien klingt gut.
    Hoffentlich wird die DEU-FRA-Brigade dann mal geschlossen eingesetzt und rechtfertigt so ihre Existenz. “

    Und wir sind nicht überfordert? Neu Erkenntnis für mich, aber Meinungen dürfen ja unterschiedlich sein. Und zum Thema unsere „Expertise“ für Afrika habe ich auch eine eigene Meinung nach 2 Jahren in Schwarzafrika …, ich war zumindest länger dort.

    Ich bleibe dabei, eine externe Lösung JETZT löst es auch nicht. Vor allem kennen wir ja die Zeiträume, die JETZT bedeuten. Schnell mal rein mit ein paar Hanseln, egal aus welchem Staat … und dann? Die nächsten 15 Jahre mit demselben durchschlagenden Erfolg präsent sein wie in AFG. Wobei die Afrikaner ja auch nur positive Erfahrungen mit Kolonial- und Besatzungsmächten haben, die werden uns auch mit wedelnden Palmblättern begrüssen.

  15. Abwarten. Bisher haben wir einige marodierende Radikale, mehrheitlich aus anderen Regionen, in einem politischem Vakuum welche kleine lokale Gebiete kontrollieren.

    Es kann gut sein daß diese Umtriebe eine vereinigende Wirkung für regionale Sicherheitskräfte und Bevölkerung entwickeln: Ein paar besserwissende Araber rauszuprügeln ist nun wirklich nicht so schwer und am Grund fürs Rausprügeln arbeiten diese ja gerade sehr engagiert.

    Erst wenn sich radikale Kreise in den Führungsstrukturen eines nordmalischen Staaten integrieren wirds wirklich ernst.

  16. „Bisher haben wir einige marodierende Radikale, mehrheitlich aus anderen Regionen, in einem politischem Vakuum welche kleine lokale Gebiete kontrollieren.“ Immerhin haben wir offenbar auch schon leicht nervöse Amerikaner, die genauer wissen wollen, was da läuft und einen etwas weniger entspannten Eindruck machen (wenn man dem aktuellen SPON-Bericht glauben darf) als Crass Spektakel.
    Halten wir also fest: Mali ist weit weg & heiß (wie AFG?);
    was die Franzosen so wissen und treiben, behalten sie offenbar für sich;
    wir wissen noch gar nicht, ob für uns wichtig ist, was in Mali passiert;
    die US-Boys sind auch schon „irgendwie“ dran an der Sache.
    @b: „Vergleichbare Gruppen wie Al Qaida und insbesondere deren Sponsoren und ideologische Antreiber haben eigenes Territorium: Saudi Arabien.“ Stimmt das so? Würden die Saudis wirklich sehenden Auges die Vorbereitung einer 9/11-Operation zulassen und lieber den Streit mit der Schutzmacht USA risikieren?

  17. @Zivi a.D.
    Zu den Verbindungen höchster saudischer Stellen mit militanten Islamisten auch nach 9/11 ist vielleicht diese Meldung aufschlussreich:
    http://www.nytimes.com/2003/04/25/world/aftereffects-terror-saudis-withdraw-berlin-diplomat-after-germans-cite-possible.html

    Bei der Finanzierung der salafistischen Szene in Deutschland dürften Geldgeber aus dem saudischen Königshaus bzw. dessen Umfeld (z.T. über den Umweg islamischer „Wohltätigkeitskorganisationen“) weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Gegen Einrichtungen in Deutschland, die mit direkter Unterstützung saudischer Stellen u.a. salafistische Ideologie verbreiten und in deren Umfeld sich einige wichtige Personen des militanten Salafismus in Deutschland bewegen, gehen deutsche Behörden bekanntermaßen aus diplomatischen Gründen nicht vor. Dabei würde man durch eine Zerschlagung dieser Szene und konsequente Ausweisung ihrer Mitglieder (ggf. nach Entzug leichtfertig vergebener deutscher Staatsangehörigkeit) weitaus mehr für die Sicherheit Deutschlands bewirken als durch jede denkbare militärische Intervention im Ausland.

  18. Dass die Saudis die Amerikaner hassen, glaube ich jederzeit und dass sie weltweit ideologische Aufrüstung betreiben auch, ich glaube sogar, dass sie sich klammheimlich (!) darüber freuen, wenn die von ihnen finanzierten Bomben ihre offiziellen Verbündeten treffen – aber dass sie sich den einzigen Verbündeten, der ihre Sicherheit garantieren kann, offen zum Feind machen – das kann ich mir schwer vorstellen. Amis raus aus dem arabischen Raum, offener Schulterschluß mit Al Qaida, „islamische Achse“ mit Iran . . . das würde ihr eigenes Regime nicht überleben. Ein Regime alter Männer, die von Angst und Geilheit getrieben werden (so reich,dass sie sich die ein paar anständige Sünden samt der nötigen Verschleierung leisten können) macht viele verrückte Sachen – begeht aber nicht Selbstmord.

  19. Saudi-Arabien ist offiziell an einer stabilen Partnerschaft mit dem Westen, insbesondere der USA, interessiert da hierauf ihr Reichtum und ihre Macht (auch durch Waffenimporte) aufbaut.
    Das Problem an der Sache dürften die mehrerer Hundert, eher Tausende Prinzen sein die genug Geld und „Langeweile“ haben um Terrorgruppen zu finanzieren. Es können auch nicht alle mit Minister-, Botschafter- und Generalsposten abgespeist werden.

  20. @Zivi a.D.
    Zum Stichwort “islamische Achse” mit Iran“:

    So etwas zeichnet sich definitiv nicht ab. Die Saudis betrachten den Iran als strategischen Gegner, u.a. wegen dessen erstarkender Rolle am Golf und dessen Fähigkeit, ggf. die schiitische Minderheit in den ölreichen Regionen im Osten Saudi-Arabiens für eigene Zwecke zu mobilisieren. In Syrien und im Libanon gehen die Saudis aktiv gegen enge Verbündete der Iraner vor. Manche Beobachter haben im Fall von Syrien schon von einem Stellvertreterkrieg zwischen Syrien und Iran gesprochen.
    Ideologisch betonen die Saudis nicht islamische Gemeinsamkeit mit dem Iran, sondern definieren Schiiten als Ketzer.

  21. Den Franzosen juckt es in den Fingern: France says military intervention in Mali ‘probable’

    Military intervention by foreign powers in Mali is “probable,” France’s Foreign Minister Laurent Fabius said on Thursday, to end unrest in the West African nation where al-Qaeda-linked militants control significant territory.

    “At one moment or another there will probably be the use of force,” Fabius said, noting that intervention would be African-led but supported by international forces, according to Reuters.

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