G36 in Tripolis?

Ein Leser hat drauf hingewiesen, und ich habe mir daraufhin die 20-Uhr-Tagesschau vom heutigen 25. August noch mal angeschaut: Kann es sein, dass es Gewehre vom Typ G36 in den Händen der Aufständischen in Libyen (die ja jetzt offensichtlich nicht mehr die Aufständischen/Rebellen/wie auch immer sind) gibt?

Das einzige Modell, dass bei Durchsicht des Tagesschau-Berichts aus Tripolis dazu passt, habe ich mal per Screenshot gesichert – was sagen die Experten?

(Screenshot ARD-Tagesschau 20 Uhr 25.08.2011)

Dazu passen auch die Überlegungen, die sich die Kollegen von Danger Room zu den vom Gaddafi-Regime gehorteten Waffen machen: Gadhafi’s Loose Weapons Could Number a ‘Thousand Times’ Saddam’s

Und noch ein Nachtrag von Global Post: Libya: For love of guns

58 Gedanken zu „G36 in Tripolis?

  1. @ Max
    „Das G36 stammt vermutl. wirklich aus Saudi-Arabien erkennbar, daran, dass kein H&K Logo eingestanzt ist sondern das der saudi-arabischen Firma.“

    Auf welchem Foto ist denn das Herstellerzeichen zu sehen?

    Und bitte mal Schluss mit den Mutmaßungen. Wir haben längst alle Eventualitäten aufgezählt. Jetzt interessieren nur noch Fakten.

  2. Sebastian S. | 29. August 2011 – 18:46: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-76764151.html

    „ein vollautomatisches Gewehr der Marke Heckler & Koch“

    Aktuell finde ich keinen Artikel, der explizit das G36 als das in Frage kommende Modell nennt. Möglicherweise hatte ich das nicht korrekt in Erinnerung.

    „Einen Monat nach der Einstellung des Verfahrens gegen Gaddafi ließ der Mann über seinen Anwalt ausrichten, er könne Angaben über den Transport von 40 bis 50 Sturmgewehren in dem Diplomatenfahrzeug von München nach Frankreich machen.“

    Würde ja passen.

  3. @ 40-50 G36

    Die Aussage stammt von einem Häftling der sich damit freikaufen wollte. Allerdings ist die Geschichte so unglaubwürdig überzogen das die Staatsanwaltschaft dem gar nicht weiter nachgegangen ist. Wo soll denn jemand in Deutschland 40-50 G36 auf dem Schwarzmarkt bekommen? Würde irgendjemand eine Wagenladung Gewehre vermissen, dann wüsste die Polizei davon und würde dem auch nachgehen.

  4. @ Nico

    Wenn die Rede von „Schmuggel“ ist, dann impliziert das illegale Waffen für die es keine Papiere gibt. Also entweder würde das bedeuten das Hk illegal Waffen vertickt (wohl kaum) oder das die irgendwo vom Laster gefallen sind.

    Des weiteren ist die Staatsanwaltschaft gezwungen Straftaten zu verfolgen, von denen sie erfahren. Unabgängig irgendwelcher Kuhhandel wurde hier kein Ermittlungsferfahren aufgenommen.

    Ich frage weiterhin nach dem Nachweis für das deutsche Herstellerzeichen. Auf keinem der mir bekannten Bilder ist das zu erkennen. Wenn die Stuttgarter Nachrichten über andere Quellen verfügen, dann sollen sie die bitte auch preisgeben. Der Kontraste Bericht scheidet da aber aus. Den habe ich selbst gesehen und die haben keine entsprechenden Bilder gezeigt.

    Ich wiederhole: es wird langsam mal Zeit mit den haltlosen Spekulationen aufzuhören. Da haben wir mittlerweile alle Varianten gehört. Ab jetzt bitte nur noch neue Fakten.

  5. Heute Abend (01.09.11) soll es im Magazin „Kontraste“ einen Bericht zu den G36 geben. Die Sendung wird um 21:45 auf ARD ausgestrahlt.

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