Neues Afghanistan-Mandat: Ein Drittel mehr Soldaten und Rückkehr nach Kundus

Die Zahl der Bundeswehrsoldaten im Afghanistan-Einsatz soll künftig um bis zu einem Drittel aufgestockt werden können. Zugleich wird die nordafghanische Stadt Kundus wieder als konkreter Einsatzort deutscher Soldaten genannt. Das sind die wesentlichen Änderungen im künftigen Mandat für die deutsche Beteiligung an der NATO-geführten Mission Resolute Support am Hindukusch, die das Bundeskabinett am (heutigen) Mittwoch beschloss. Die endgültige Entscheidung darüber trifft der Bundestag voraussichtlich noch im März.

Die Erhöhung der bisherigen Obergrenze von maximal 980 Soldatinnen und Soldaten auf künftig bis zu 1.300 hatte sich schon im vergangenen Jahr abgezeichnet. Mit den zusätzlichen Kräften soll vor allem die Unterstützung afghanischer Streitkräfte durch deutsche Berater ausgeweitet werden – und die weiteren bis zu gut 300 Soldaten sollen den Schutz dieser Berater auch außerhalb befestigter Camps sicherstellen.

Die wesentlichen geänderten Passagen aus dem neuen Mandatstext, im Vergleich zum bisherigen Mandat (Änderungen gefettet):

Ausbildung, Beratung und Unterstützung durch die deutschen Kräfte finden zunächst weiterhin in Kabul, Bagram, Masat-e Scharif und Kundus, darüber hinaus weiterhin in Einzelfällen und zeitlich begrenzt auch im übrigen Operationsgebiet statt. (…)
Für die Beteiligung an der Mission Resolute Support können bis zu 1.300 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt werden.

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