Trident Juncture: Ein Blick vom deutschen ‚Senior National Representative‘

Zum Abschluss meiner kurzen Trident Juncture-Rundreise habe ich am (heutigen) Sonntag mit Brigadegeneral Michael Matz gesprochen, dem obersten deutschen militärischen Repräsentanten bei dieser Übung, oder im NATO-Sprachgebrauch: dem Senior National Representative. Über die Bedeutung dieser größten Übung der Allianz seit 2002, und auch ein Blick darauf, was die Bundeswehr daraus lernen kann und muss:

Trident_Juncture_Matz_28okt2018     

 

(Eine längere Geschichte folgt natürlich noch.)

(Foto: Hägglund-Geländefahrzeuge des Gebirgsjägerbataillons 232 beim Übersetzen mit einer norwegischen Schwimmbrücke bei Telneset nahe Tynset)

24 Gedanken zu „Trident Juncture: Ein Blick vom deutschen ‚Senior National Representative‘

  1. Es hat ja auch niemand behauptet dass nicht prizipell das entsprechende Material mengenmäßig zusammen gezogen werden kann. Die Frage ist halt nur in welchem Zustand und mit welcher Durchhaltefähigkeit.

  2. Interessant wäre ja für den Realismus der Übung auf operativer und taktischer Ebene auch die Gliederung der OPFOR.
    Die soll ja im Kern von der GebJgBrig 23 gebildet werden.
    Wirklich lehrreich wäre ja ein Gegner, der starke Aufklärungs-, EloKa-, Flugabwehr-, Hubschrauber-, und Steilfeuerfähigkeiten hätte. Dazu irreguläre Kräfte, innovative Taktiken z. B. mit PzAbwLenkWa u. Scharfschützen.

    Teilweise wurden Elemente hiervon ja bereits im vorherigen Thread diskutiert.

    Diese Art von OPFOR müsste auch im GÜZ abgebildet werden.

    Siehe dazu auch den Trend in den USA:
    https://www.armyrecognition.com/analysis_focus_army_defence_military_industry_army/us_army_plans_to_modernize_its_opfor_opposition_force_program.html

    Derlei wäre ein echter Schritt hin zu einer realistischen Art zu üben.

  3. @Memoria

    Dies wird z.T. in Stabsübungen bereits so praktiziert, mit entsprechenden daraus resultierenden eigenen Verlustzahlen.

    EloKa zu simulieren ist natürlich schwierig.

  4. @Memoria
    Ich bitte um Erläuterung.
    Was ist das Innovative an „innovative Taktiken z. B. mit PzAbwLenkWa u. Scharfschützen“?
    Wie soll der Satz verstanden werden?
    Die erste große Stunde von LFK-gestützter PzAbw war der Sechstagekrieg oder Junikrieg zwischen Israel und einer arabischen Koalition im Juni 1967.
    Die Nutzung des HEAT-Prinzips im Kampf gegen Feldstellungen mit Bunkern, ebenfalls altgedient und bewährt.
    Und Scharfschützenverwendung kennt die Kriegsgeschichte spätestens seit Nutzung von Armbrüsten.
    Nichts für ungut, aber was ist Ihre – neue – Idee des Gefechts diesbezüglich?

  5. Interessant fand ich, dass auf die Frage nach der monate-/ jahrelangen Verlegeplanung und den Im Kriegsfall zu erwartenden Friktionen bei der Verlegung die Antwort erfolgte, dass die Verlegung nur 30 von 45 vorgegebenen Tagen dauerte.

    Man hätte also im wahren Leben 15 Tage für die Verlegeplanung gehabt und hat Monate dafür gebraucht?

  6. @Memoria
    Die Übung hält sich an ein Drehbuch, das freie Spiel der Kräfte ist stark eingeschränkt.
    Zweck der Übung ist vermutlich weniger das realistische Üben des Gefechts. Das wird hier durch Schiedsrichter und nach Drehbuch gespielt.
    Die im Link erwähnten OPFOR sind solche in Gefechtsübungszentren, in denen Gefecht realitätsnah simuliert wird. Hier will US stets aktuell bleiben.

    Die ersten deutschen Erfahrungen vor Jahrzehnten in einem GefÜbZ waren ernüchternd.
    Innerhalb kürzester Zeit, wenn ich mich recht erinnere weniger als 1 Std, verlor ein PzGrenBTL 80 % seiner GefFz.

  7. @Escrimador | 29. Oktober 2018 – 11:47:
    Bei der ganzen Diskussion muss man aber verschiedene Zeitvorgaben sauber trennen.

    Notice to move (NTM): Das ist das Zeitfenster, in dem die VJTF sich marschbereit macht (personell und material moeglichst nah an den 100%) , also am letzten Tag des Zeitfensters bildlich mit allen Fahrzeugen und Personal mit laufenden Motoren am Kasernentor der Heimatstandorte stehen muss. Das ist, meiner Vermutung nach, wovon der General redet wenn er mit den 45 und 30 Tagen um sich wirft. Wobei man eben hinterfragen kann, ob im Fall Trident Juncture die Truppenteile VJTF wirklich erst vor 30 Tagen erfahren haben, dass sie nach Norwegen muessen.

    Zeitbedarf fuer die Verlegung. Das ist die Zeit, die die VJTF vom heimischen Kasernentor bis ins Einsatzgebiet braucht. Dieses Zeitfenster kann sehr unterschiedlich sein. Als NATO Reaktion auf eine Krise in Afrika oder Asien vermutlich deutlich groesser als beispielsweise eine Verlegung nach Norwegen oder Polen oder den 3Bs (auch wenn es da auch noch knirscht im erhofften „NATO-Schengen-Raum“). Vielleicht meint der General ja auch diesen Zeitbedarf, wenn er sagt „wir haben es in 30 statt 45 geplanten Tagen geschafft“.

    Zeit fuer die Verlegeplanung ist das Zeitfenster, dass die NRF-Hauptquartiere haben um auszuplanen wie verlegt wird, sprich wer muss wie, wann, wohin gehen.
    Grob gesprochen steht das ganze NTM-Zeitfenster (und grundsaetzlich zusaetzlich die Zeit vor Aktivierung der VJTF, also vor dem Beginn NTM) fuer diese Planungen zur Verfuegung. Sprich, wenn am Tag, wo die VJTF „losfahren“ soll, alles ausgeplant und koordiniert ist reicht das vollkommen aus.
    Und dann sollte man einfach davon ausgehen, dass es fuer eine Verlegung (Verlegeplanung) im Rahmen NATO Kollektiver Verteidigung die (logistischen) Planer nicht mit einem weissen Blatt Papier beginnen, sondern vorbereite Plaene auf Tasche (bzw. im Panzerschrank) haben. Sprich die Verlegeplanung innerhalb des Buendnisgebietes, als Reaktion auf eine vorhersehbare Bedrohung/Eskalation ist bereits vorgeplant und schneller zu koordinieren als einen „Non Artikel 5 Krisenreaktion, out of Area Einsatz“ in eine Ueberraschungskrise („Explosion in Lampukistan“).

    Die moegliche Verlegeplanung VJTF sollte man auch nicht gleich setzen mit der Verlegeplanung Trident Juncture 18 LIVEX. Ja, die VJTF (und Teile NRF) nimmt dran teil, ist aber weniger als die Haelfte der Gesamtumfangs. Transportkapazitaet fuer die anderen Teilnehmer hat moeglicherweise auch den Zeitplan der Verlegung VJTF beeinflusst (verlangsamt).

    Wenn der General also von 30 oder 45 Tagen spricht muesste man eigentlich nachfassen, ob er die NTM meint, den Zeitbedarf fuer die Verlegung oder den Zeitplan fuer die Verlegeplanung.

    [Ich sitze gerade an einer längeren Geschichte zum Gesamtzusammenhang. Hier erst mal nur ein Hinweis: In der Stand by-Phase soll die VJTF innerhalb von zwei bis fünf Tagen abmarschbereit sein. T.W.]

  8. @Thomas Wiegold 29. Oktober 2018 – 12:52 :
    Ja, in der Stand by-Phase 2 (und weniger) bis 7(!) Tage (Sprich die VJTF hat nicht eine NTM-Vorgabe sondern gestaffelte, von Voraus- und Erkundungskommandos ueber das „Spearhead“ – Bataillon bis zum letzten Truppenteil).

    Allerdings ist die VJTF 19 (mit deutschem Anteil / unter Fuehrung PzLehrBrig 9) heuer, 2018, eben nicht in der Stand by sondern der Stand up-Phase. Wenn also Brigadegeneral Matz die Bundeswehr dafuer feiert, etwas in 30 Tagen geschafft zu haben, wofuer „eigentlich“ 45 vorgesehen sind, sieht das fuer mich verdaechtig nach den NTM Zeiten in der Stand up-Phase aus. Oder er drueckt sich einfach missverstaendlich aus und meint tatsaechlich den Zeitbedarf um von Munster nach Lillehammer zu verlegen…

    Recht eindeutig erklaert werden die Alamierungszeiten uebrigens hier:
    https://augengeradeaus.net/wp-content/uploads/2018/06/20180413_Laubenthal_VJTF_Intvu.pdf

  9. @Escrimador:
    Soweit ist das verstanden. Aber wenn es nicht freilaufend ist sollte die „Gliederung Rot“ die aktuellen Entwicklungen berücksichtigen – nicht nur bei TRJE2018.

    Der Blick in die Ostukraine und nach Syrien hilft da genauso wie dereinst nach Spanien 1936-1939.

    Staaten führen nunmal Kriege entsprechend der jeweiligen gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung.

    So wie einst beim Übergang zur Industriegesellschaft der mechanisierte Krieg neu war, entwickelt sich nun der Krieg erneut weiter – parallel zu den sozialen und technologischen Trends unserer Zeit (Privatisierung, Robotik, Digitalisierung, etc.). Diesen Wandel umgänglich zu verstehen und die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen gelingt Streitkräften seit jeher nur, wenn Querdenker genug Raum gelassen wird.
    Die Panzerwaffe ist dafür ein prägnantes Beispiel im letzten Jahrhundert und nun stehen wir wieder an so einem Umbruch.

    Aber wo ist der neue Burstyn, Guderian, Fuller, de Gaulle?

  10. @Escrimador | 29. Oktober 2018 – 12:02
    @Escrimador | 29. Oktober 2018 – 15:58:

    Man sollte aber mit Folgerungen solchenr OPFOR-Erfolge in Gefechtsübungszentren oder selbst im SIRA (Simulationssystem zur Unterstützung von Rahmenübungen) sein.
    Von einem Angreifer (OPFOR) der jahrelange Geländekenntnisse des Übungszentrums bis ins Detail hat, während der Verteidiger, die Übungstruppe das Gelände seit wenigen Tagen kennt, über eine nicht ausreichend von der Leitung gesteuerten/kontrollierten, übermotivierten OPFOR, die mit den detaillierten Operationsplänen der Übungstruppe in der Hand „spielt um zu gewinnen“ bis zum OPFOR-Leo 2 in sogenannter GÜZ-Stellung, wo er in bester Wittmann-Manier ganze Kompanien der ÜbTruppe vernichtet, weil seine eigenen AGDUS-Sensoren durch Gelände und Vegetation so abgedeckt sind, dass man ihn nicht durch Beschuss (simuliert) zerstören kann hat es da genug Übungsdurchgänge gegeben die wenig aussagen.
    In den meisten Gefechtsübungszentren finden eben genau keine Zwei-Parteien-Übung statt, wo beide Seiten mit dem „Fog of War“, Friktion und nur vermuteter Feindabsicht kämpfen müssen…
    Und dann sind wir wieder bei der Frage Übung oder Könnung?!

  11. @Memoria
    Danke.
    Hört sich innovativ, neu an, ist es aber nicht.
    Von der Infanterie der Wehrmacht gibt es ähnliche Ansätze, ob Vorschriften getrieben, weiß ich nicht. Jedenfalls allein in der Defensive, gleichfalls vom Vietcong in Hinterhaltoperationen.
    Zur WH: Nachzulesen in „Die Kriegstagebücher des Theodor Habicht“, ZgFhr, KpChef und BtlKdr im InfRgt 27, 12. InfDiv, II. Armeekorps, Ostfront. Im Netz auffindbar.

  12. @ FlaOffz

    Volle Zustimmung bei Ihren Ausführungen zu OPFOR (und deren… äh… „Heimvorteil“).

    Andere Möglichkeiten zur Einsatzvorbereitung bekommt man da aus diversen Büchern: So entschied sich der KpChef einer US-Panzerkompanie, die später an einem der sog. „Thunder Runs“ auf Baghdad im Jahre 2003 teilnahm, generell immer zwei Züge gegeneinander im Übungsgebiet antreten zu lassen – so bekam er selbst einen Überblick über seine Kommandanten und Zugführer und diese zudem einen Einblick in reale Probleme auf dem Gefechtsacker.

    Bei OPFOR gibt es immer eine Tendenz zum „show-off“, man will den blöden Wald- und WiesenBtl halt beweisen, dass man selbst auch voll eisenhart ist und so…

  13. @FlaOffz – wie realistisch ist die Annahme, dass der Angreifer bessere Geländekenntnis hat als der Verteidiger? Das mag 41 im Baltikum der Fall gewesen sein, wo die Rote Armee auch erst kurz vorher eingezogen war und man dann auf das ggf. bessere Kartenmaterial zurückgreifen konnte, aber i.A. doch wohl eher nicht. Normalerweise bedeutet Verteidigung doch, dass man zu Hause ist {- außer natürlich am Hindukusch}.

  14. @KPK:
    Ich sage ja nicht dass es alles ganz neu ist, sondern dass man sich mit neuen Handlungsweisen möglicher Gegner ernsthaft auseinandersetzen muss. Nach meinem Eindruck wird das in der Ausbildung der Bw oftmals zu wenig getan.

    Hilft nämlich wenig, wenn es Opa noch wusste.

  15. Die „Simulation“ im GÜZ o.ä. ist sicher nicht völlig realistisch, aber vermutlich realistischer als die allgemein in der Bw angenommenen eher geringen Verlustzahlen.
    Natürlich ist dabei Kräfteansatz (reguläres Gefecht der verbundenen Waffen, Geplänkel, irreguläre Kräfte etc./ Gefechtsintensität) zu berücksichtigen. Die Geländekenntnis des Angreifers ist oft schlechter als die des Verteidigers (s. GDP).
    Wenn wir zum Vergleich den Munitionsverbrauch betrachten, dann bewegt sich die Annahme zwischen 1 bis 3 Munitionssätzen pro Tag. Seit einiger Zeit habe ich festgestellt, dass die Erläuterung: „für Großverbände. Bei tatsächlich im Gefecht stehenden Verbänden 8-12 MS“ gerne vergessen wird. Mit Verlustraten dürfte es ähnlich sein. Hohe Verlustraten sind ja auch nicht motivierend. Für die HFla erinnere ich mich an eine Annahme von 35%.
    (Munition: Der Großverbraucher Artillerie verschoss auf Übungen allerdings gerne Munitionsmengen, die deutlich zu groß waren, um nicht untätig rumzustehen.)

  16. @justanick | 29. Oktober 2018 – 21:35:
    Hab ich irgendwas anderes behauptet?
    Eine OPFOR die selbst im Angriff in der Letzlinger Heide jede Bodenwelle und jede Buschgruppe aus dem FF kennt, bewegt sich selbst als Angreifer eher fehlerfrei wie der Verteidiger, der seine Verteidigung seit Tagen oder Wochen vorbereitet.

    @Escrimador | 30. Oktober 2018 – 8:07:
    Aus meiner Sicht gibt es die „allgemein in der Bw angenommenen eher geringen Verlustzahlen“ nicht. Wer ist denn aus Ihrer Sicht „allgemein“ in der Bundeswehr?
    Niemand erwartet bei einem Gefecht mit einem Gegner, der vergleichsweise modern ausgestattet (Umfang und Qualitaet), professionell gefuehrt und gut ausgebildet, eigene Verluste wie in den Stabilisierungsoperationen, an denen die Bundeswehr in den letzten 25 Jahren teilgenommen hat.
    Wir haben einfach in den letzten 25 Jahren eher Szenarien und entsprechend Uebungen und Ausbildungen durchgefuehrt die von den damals als wahrscheinlich betrachteten Einsatzszenarien (und politischen Rahmenbedingungen incl. der Vermeidung eigener Verluste als Prioritaet bei der eigenen Operationsplanung) ausgegangen sind.
    Also eher das „kurze“ Feuergefecht mit marodierenden Freischaerlern auf dem Balkan oder Insurgenten in Afghanistan, vielleicht das „konventionelle“ Gefecht mit einem Dritt-Welt-Staat ala Irak in Desert Storm oder „Iraqi Freedom“.
    Das Problem ist heuer weniger das „Mindset“ sondern das unsere Strukturen und Resourcen auf diese Einsatzszenarien ausgerichtet ist. Wir haben heuer eine hervorragende Sanitaetsunterstuetzung schon auf Bataillionsebene, mit der Rettungsstation, nur halt eben fuer maximal weniger als ein dutzend verwundeter Soldaten gleichzeitig. Fuer alles darueber hinaus, wenn ich die (Schwer-)Verwundeten nicht schon auf dem Weg in das Rettungszentrum, Feldhospital oder zivile Krankenhaeuser im Heimatland verlieren will, brauch ich eigentlich AirMedevac in grosser Anzahl mit der zugehoerigen guenstigen Luftlage (oder Luftueberlegenheit/Luftherrschaft).
    Vom Standard der Sanitaetsversorgung will niemand wieder runter, defacto hat aber weder die Bundeswehr noch NATO Sanitaetskraefte (und Transportkapazitaeten) um diesen Standard gegen einen near peer oder peer opponent aufrecht zu erhalten. Und die Kapazitaeten zu erhoehen ist eben extrem teuer.

  17. Die allgemein in der Bw angenommenen eher geringen Verlustzahlen werden in Taktik und Logistik ausgebildet.
    Über StabOp lohnt es sich in der Hinsicht nicht zu reden. (Die Versorgung der Verwundeten ist allerdings tatsächlich von besonderer Bedeutung, grade weil es wenige sind)

  18. @Escrimador | 30. Oktober 2018 – 12:29:

    Starke Behauptung! Haelt aber vermutlich einer Ueberpruefung nicht stand.

    Wo wird das denn ausgebildet? An der Offizierschule des Heeres? An der Fuehrungsakademie der Bundeswehr? Am Ausbildungszentrum Infanterie oder Munster?
    Mal ein paar Beispiele vielleicht?

  19. @FlaOffz
    Wirklich (Fla-)Offz, und auch mal den OffzLg besucht? H oder Lw?
    Die vermutl. aktuellen Zahlen stehen wie schon seit Jahren z.B. in der UMT des TZH der OSH. Sogar etwas realistischer als ich vermutet hätte, sind in den letzten Jahrzehnten wohl angepasst worden.
    (Unterrichtsmappe Taktik/ Taktikzentrum H/ Offizierschule H)

    [Hm, das driftet jetzt bitte nicht in Richtung einer persönlichen Auseinandersetzung ab? T.W.]

  20. @Escrimador | 30. Oktober 2018 – 15:27:
    Sie sollten die Unterrichtsmappe Taktik schon aufmerksam lesen! Die Zahlen (personelle Verluste) sind eindeutig als Planungshilfe und Anhalt (!) gezeichnet und mit dem Hinweis dass es sich hier um die Werte aus dem Zweiten Weltkrieg handelt. Die UMT sagt klar, dass fuer die jeweilige Operation/Konflikt diese neu errechnet werden muessen, unter Nutzung von Simulationstools.

    Mit anderen Worten, es gibt keine befohlenen Zahlen. Aehnlich wie beim Intensitaetsfaktor beim Verbrauch von Nachschub ist eben eine Aufgabe der Planer den Unterschied zwischen den zu erwartenden pers. Ausfaellen im Einsatz gegen einen drittklassigen Gegner im Unterschied zu einem gleichwertigen (ggf. sogar ueberlegenen Gegner) zu erkennen und bei den Planungen zu beruecksichtigen.
    Und dann sind interessanterweise die Zahlen recht dicht an den Anforderungen der NATO (Allied Force Standard) fuer die Einsatzunterstuetzung/Sanitaetsdienst.

    Aber genug, Sie haben vermutlich einfach oefter als ich einen Lehrgang an der OSH „besucht“, also mehr als 4 Jahr 2 Monate in der Summe.

  21. Trident Juncture: Deutscher Soldat in Norwegen bei Verkehrsunfall gestorben (link: http://dlvr.it/QqvjrL) dlvr.it/QqvjrL
    Passt hier nicht unbedingt, sollte aber nicht unerwähnt bleiben.

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