Lesetipp: Hotspot Ostsee

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Die Kollegin Sabine Siebold von Reuters hat einen etwas genaueren Blick auf die Nordostflanke der NATO geworfen – präziser: auf die Ostsee. Ihre Story als Lesetipp:

Militärs ringen um die Ostsee – Der Hotspot vor Deutschlands Haustür

 

(Archivbild, aufgenommen bei der Übung BALTOPS 2016 über der Ostsee: A United States Air Force ‪‎B52‬ Stratofortress leads a formation of aircraft including two Polish air force ‪‎F16‬ Fighting Falcons, four U.S. Air Force F16 Fighting Falcons, two German ‪‎Eurofighter‬ ‎Typhoons and four ‪‎Swedish‬ ‎Gripens over the Baltic Sea, June 9, 2016 – U.S. Air Force photo/Senior Airman Erin Babis)

13 Gedanken zu „Lesetipp: Hotspot Ostsee

  1. „… Käme es zur Krise, könnte das Hauptquartier im Auftrag der Nato den Einsatz aller westlichen Kriegsschiffe in der Ostsee steuern. …“
    Sofern das neue maritime HQ einen Präemptivschlag durchsteht. Insofern liegt in Rostock Wesentliches hoffentlich verbunkert.

  2. In wieweit wird der „böse Russe“ bei dieser Dienststelle mit eingeplant? Miteinander Reden kann ja was bringen.

  3. Klauspeterkaikowsky | 06. September 2018 – 13:04

    Ein Schutzbau in der Hanse-Kaserne war nie vorgesehen.

  4. @Klauspeterkailowsky
    „Insofern liegt in Rostock Wesentliches hoffentlich verbunkert.“

    Wenn man sich die veröffentlichen Bilder der Baugrube und vom kürzlich erfolgten Richtfest ansieht ist da eher weniger verbunkert. Und mitten in der Stadt…

  5. Und was wird von dort gesteuert?

    Wir haben doch für die Bedrohungen in der Ostsee keine Ausrüstung (mehr):

    ASW-Fähigkeit: Extrem geschrumpft
    Schnellboote: Gibt es nicht mehr
    U-Boote: kaum 1 der gerade einmal 6 Boote einsatzbereit
    Schiffsbekämpfung durch die Luftwaffe: Fähigkeit stark eingeschränkt
    Korvetten: eigentlich immer noch in der Erprobung

  6. Auch die Baumaßnahme MHQ folgt der alten Idee das wir keine Schutzbauten mehr benötigen zum einen weil wir nur von Freunden umgeben sind und zum anderen weil zu teuer.

    Der Umzug von Glücksburg nach Rostock ist eine rein politische Entscheidung gewesen die keine haltbare militärische Grundlage hat.
    Dem Buschfunk zur Folge sollen jetzt in Glücksburg Unterkunftsgebäude saniert werden und der ein oder andere ist schon auf die Idee gekommen das die ganzen Funk-Kommunikationsanlagen in Rostock evt. nicht so gut aufgehoben sind.

  7. Wenn ich lese Zitat „Deutschland stellt neben Russland nach wie vor die schlagkräftigste Flotte in der Ostsee“ brauch ich nicht weiterlesen Frau Siebold. Diese Zeiten sind vorbei…

  8. Neben den direkten militärischen Einheiten zeigt sich auch wie falsch die Schließung des Arsenalbetrieb Kiel aufgrund der Struktur 2011 war. Es ist alles nur noch zum Haare raufen was in allen Bereichen an Substanz abgeschafft wurde … sorry für die Polemik

  9. @Steffen Siolek 
    Die Feststellung soll mich jetzt doch nicht etwa beruhigen!
    Da erlebt die Ostsee eine zweifelhafte Renaissance hinsichtlich strategischer „Wertschätzung“ und das ggf führende HQ wird in Rostock oberirdisch, ungeschützt(?) mitten in die Stadt gesetzt, ganz mein Humor.
    Gut, dass die Frontfliegerkräfte in der Oblast Kaliningrad irre weit entfernt sind.

  10. Frontfliegerkräfte in Kaliningrad, da kann ich nur schmunzeln. Deren einzige dauerhaft dort stationierten und einsatzfähigen Offensivwaffen stellen zusammengenommen nicht mehr als ein Dutzend Su-24M und Su-30SM dar. Noch ein halbes Dutzend Su-27 Abfangjäger und eine Handvoll Kampfhubschrauber Mi-24.
    Das ist unter normalen Umständen nichts worum man sich sorgen müsste. Wir können weiter beruhigt im Friedensschlaf weilen.

  11. Klaus-Peter Kaikowsky | 07. September 2018 – 21:43

    Der militärische Bedarf hat sich dem Haushalt zu unterwerfen! Die mahnenden Stimmen, welche einen Schutzbau, schon in der Planungsphase eindringlich, befürworteten ( mit der Begründung der sich verschärfenden Situation in der Ostsee) wurden geflissen ignoriert. Die Riege der Flaggoffiziere >B6 weiß es schließlich besser, als ihr untergeordneter Bereich. Dies soll nicht als Bashing verstanden werden, sondern als reine Feststellung.

    Stefan Büttner | 07. September 2018 – 23:01

    Bears und Backfire die in der Ostsee operieren, mit netten Mitbringseln unter den Tragflächen deren Reichweite bei knappen 500km liegt würden mich doch etwas sorgen…… nicht soviel wie die Iskander Einheiten die von Kaliningrad die halbe Ostsee sperren könnten oder die 3M-54 die an Bord der neuen schwimmenden Einheiten installiert sind, denen wir derzeit nichts entgegenzusetzen haben….. da kann man beruhigt seinen Friedenschlaf abhalten ;)

  12. Zur Erinnerung, es ging um „Frontfliegerkräfte“ im Oblast Kaliningrad. Nicht um Marine und nicht um das Russland noch so alles hat.
    Übrigens, Russland kann bei einem zukünftigen Konflikt keine Lufthoheit über der Ostsee aufrecht erhalten. Und somit dort weder Bear noch Backfire gefahrlos einsetzen.

  13. Die Kieler Nachrichten melden online, das die Ausbildungswerkstatt im Arsenalbetrieb Kiel ab 2020, spätestens 2021 reaktiviert wird

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