Der DBwV-Vorsitzende bekommt keinen Sold

Das Thema hatte hier im Bällebad schon mal ’ne Rolle gespielt, und es scheint weiterhin einige zu beschäftigen – jedenfalls bekomme ich  Mails mit der Frage: Wenn der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, trotz seiner gewerkschaftlichen Tätigkeit zusätzlich sein Gehalt als Polizeibeamter kassierte – wie sieht das denn beim Deutschen Bundeswehrverband (DBwV) aus? (Ironie am Rande: Das Foto oben zeigt Wendt bei einer Veranstaltung des Bundeswehrverbandes…)

Um diese etwas merkwürdige Debatte gleich zu klären, habe ich offiziell sowohl beim Verteidigungsministerium als auch beim DBwV nachgefragt. Die gleichlautende Antwort: Der DBwV-Vorsitzende ist unter Wegfall der Geld- und Sachbezüge freigestellt. Also generell, nicht nur der derzeitige Vorsitzende Oberstleutnant André Wüstner.

(Das hatte auch ein Kommentator hier schon geschrieben, aber das scheint einige noch nicht überzeugt zu haben.)

Das Thema spielte auch in der Bundespressekonferenz am (heutigen) Montag eine Rolle; das Bundesinnenministerium verwies darauf, dass es bislang keinen Hinweis auf eine ähnliche Praxis im Bereich des Bundes gebe, vor allem aber: da seien wohl spezifische Landes-Regelungen im Beamtenrecht angewandt worden.

(Foto: Wendt bei der Kommandeurtagung des DBwV Mitte Februar 2017 – Foto DBwV)

6 Kommentare zu „Der DBwV-Vorsitzende bekommt keinen Sold“

  • closius   |   06. März 2017 - 14:32

    Damit ist alles ordentlich geregelt und Verteidigungsministerium und Bundeswehrverband ersparen sich damit einen Skandal.

    Gegen eine Freistellung ohne Bezahlung ist nichts zu sagen, da man eine Gewerkschaft/Bundeswehrverband nicht wird führen können, wenn man daneben seinen normalen Dienst noch leisten müsste.

  • politisch inkorrekt   |   06. März 2017 - 14:34

    …endlich mal ein Fettnäpfchen ausgelassen. Puh.

    pi

  • huey   |   06. März 2017 - 14:49

    Ich verstehe die Aufregung um Wendt nicht…..

    Im öffentlichen Dienst ist es doch nicht so, das er „einfach so“ Geld bekommt…..ohne die entsprechenden Verwaltungsakte wird kein Geld geflossen sein…..

    Das Einzige, was man ihm vorwerfen kann ist, in einem Interview nicht (sofort) die Wahrheit gesagt zu haben….

    Für mich ist dies eine Hetzjagd auf jemanden, der „politisch unbeliebt“ geworden ist, weil er anspricht, was nicht sein darf…..

  • T.Wiegold   |   06. März 2017 - 14:56

    @Huey

    Eine Hetzjagd, weil ein Gewerkschaftsvorsitzender sich sein Gehalt für eine Beamtentätigkeit auszahlen lässt, die er nicht ausübt? Come on… auf diese Ebene sollten wir uns hier nicht begeben.

  • Glown   |   06. März 2017 - 15:01

    Wieso trägt er Uniform, wenn er freigestellt ist ?

  • T.Wiegold   |   06. März 2017 - 15:04

    Hui, das geht ja jetzt ab… Also: bei Wendt ist es ne Hetzjagd, weil es gegen jemanden, sagen wir vorsichtig, am rechten Rand geht. Beim DBwV-Vorsitzenden müssen wir jetzt klären, warum er trotz Freistellung Uniform tragen darf…

    Mal ganz ehrlich: Ich habe schon den Eindruck, dass es Leute gibt, die ihre politischen Ansichten und/oder Zu- und Abneigungen gegen die Positionen bestimmter Verbände und ihrer Einrichtungen auf diesem Wege austragen wollen. Ist nicht besonders hilfreich. Und hier kein Thema.

    Ich habe einem offensichtlichen Informationsbedürfnis Rechnung getragen und die Info abgefragt & hier mitgeteilt. Dann belassen wir es dabei; die Kommentare mache ich zu.