#KusnetsovWatch: Bilder der Briten

Die (Rück)Fahrt des russischen Flugzeugträgers Admiral Kuznezow (englisch: Kusnetsov) aus dem Mittelmeer in die Heimat stößt nicht nur hier auf Interesse. Deshalb ein paar Fotos vom (gestrigen) Dienstag, die die britischen Streitkräfte am Mittwoch veröffentlicht haben:

 

Image of HMS St Albans (foreground), seen here with the Russian Warships Petr Velikiy (centre) and the Admiral Kuznetsov (background). She was escorting the ships as part of her Fleet Ready Escort duties.
HMS St Albans was joined by three Royal Air Force Typhoon jets while they sailed next to the Russian Aircraft Carrier Admiral Kuznetsov and the Nuclear powered guided missile cruiser Petr Velikiy. (Photo Dave Jenkins/ Royal Navy)
Image of a RAF Typhoon with HMS St Albans seen here in the foreground, with the Russian Warships Petr Velikiy (centre) and the Admiral Kuznetsov (background) (Photo Royal Air Force).
Image of a RAF Typhoon with HMS St Albans seen here in the foreground, with the Russian Warships Petr Velikiy (centre) and the Admiral Kuznetsov (background) (Photo Royal Navy).

(Alle Fotos: UK MOD/Crown Copyright 2017; Aufmacherfoto: Screenshot aus einem Video der Royal Navy, Crown Copyright 2017)

34 Gedanken zu „#KusnetsovWatch: Bilder der Briten

  1. Fleet Readyness Unit.
    Ein Luxus, den sich die Deutsche Marine schon länger nicht mehr leistet.

  2. Das mag zwar sein, aber die Royal Navy ist nun wirklich schon länger nicht mehr das, was sie mal war. Schau dir doch mal die Liste der aktiven Schiffe an – so klein und mit so wenigen Einheiten waren die noch nie.

    Wenn die „Ocean“ 2018 ausser Dienst gestellt wird, haben die auch nur noch zwei amphibische LPDs, wenn sie fertig sind zwei Flugzeugträger (von denen in Friedenszeiten vermutlich immer nur einer aktiv sein wird), 7 Zerstörer, 13 Fregatten, plus diverse kleinere Einheiten, Minensucher und Patrouillenschiffe. Dazu kommen noch die vier großen U-Boote mit den ballistischen Raketen sowie sieben zum Teil veraltete Jagd-U-Boote. Das ist nichts mehr, vor dem man ehrfürchtig in die Knie gehen müsste.

  3. Und was für ein Luxus soll das sein? Kannst gerne ein paar Worte darüber verlieren, was das genau bedeutet.

  4. Ich halte es für schlichtweg peinlich, dass eine Marine mit dem deutschen Anspruch es nicht einmal mehr schafft, ein Schiff für solche „Vorfälle“ in Bereitschaft zu halten. Und zwar seit Jahren.

  5. @Tom Tom

    Das „Schiff der Schande“ wird in ca. 1 Std auf Nordkurs gehen und so ca. 1-2 Std später auf die Fregatte Luebeck von der „peinlichen Marine“ treffen. Wieviel Betriebsstunden sollen wir denn ihrer Meinung nach an diesen russischen PR-Fanfaren-Zug noch verschwenden ?

  6. Derzeit sehe ich, quasi als „Sandwich“ um das AIS-Signal der „Nikolay Chiker“ herum, die HMS „Ocean“ sowie die A1442 „Spessart“….

    Die Lübeck habe ich bisher noch nicht entdecken können.

  7. So, die Luebeck ist gem. AIS bei der K-Gruppe angekommen – Chance auf FOTOEX ;-)

  8. Wenn Deutschland was drauf hat, würde man eine Maritime Woche mit Open Ship auf der Admiral Kuznezow in Wilhelmshaven auf dem JadeWeserPort machen.

  9. So, die Luebeck hat ihre Stippvisite bei der K-Gruppe beendet und läuft mit 23 Knoten Richtung Ost………..hat wahrscheinlich Besseres zu tun als eine sinnlose Furche in die Nordsee zu pflügen.

  10. @klabautermann
    ….. aber immerhin ist ja noch der zivilbesetzte Marinetanker „Spessart“ in der Nähe, und hält tapfer Fühlung.

  11. @Klabautermann: Am Punkt vorbei.
    Die Marine schafft es nicht, ein einziges Schiff durchgehend in Bereitschaft zu halten.
    Dabei ist es egal, ob es nur um den Rücktransit des russischen Schrottplatzes geht oder um ein unerwartetes Eindringen in unsere TTW. Darum geht es.

  12. @TomTom:

    Rückfragen:
    1) Was bedeutet „TTW“?
    2) Welche Aufgaben würde dieses Schiff erfüllen, die nicht schon durch die Küstenwache und die Seenotrettung erledigt werden können?

  13. @Ein Leser

    1. TTW = Territorial Waters, also Hoheitsgewässer des Staates

    2. Was seitens @TomTom angesprochen wurde, war zu Zeiten der Bundesmarine Standard. Damals wurden Bereitschaftseinheiten vorgehalten (in der Nordsee eine Fregatte/ein Zerstörer, in der Ostsee i.d.R. ein Schnellboot) um unidentifizierte, nicht angemeldete Kontakte auf See zu identifizieren und – wenn es sich um Kriegsschiffe, insbesondere des Warschauer Paktes, handelte – zu begleiten, bis sie sich wieder aus den Hoheitsgewässern entfernt hatten oder an die Nachbarmarinen übergeben wurden.

    Außerdem gehörten auch Hilfeleistung in See, z.B. bei Seenotfällen, zur Brandbekämpfung auf Handelsschiffen, die Suche z.B. nach Vermissten, über Bord Gefallenen oder auch abgestürzten Flugzeugen, die Bereitstellung medizinicher Hilfe usw. zu den Bereitschaftsaufgaben. Gerne wurden wir Militärs bei größeren Seenotfällen auch als Kommandoplattform genutzt.

    Heute ist das alles anders organisiert, etwa durch die Mehrzweckschiffe des Wasser- und Schiffahrtsamtes. Und die Marine hat einfach nicht mehr die Flaggenstöcke zur Verfügung, um diese Bereitschaftseinheiten zu stellen.

  14. @Ein Leser | 26. Januar 2017 – 13:17
    „Rückfragen: 1) Was bedeutet „TTW“?“

    Territorial Waters – salopp gesagt: die 12-Meilen-Zone vor der Küste, vulgo Hoheitsgewässer.

    „2) Welche Aufgaben würde dieses Schiff erfüllen, die nicht schon durch die Küstenwache und die Seenotrettung erledigt werden können?“

    eine recht müßige Debatte, da wohl niemandem ein Szenario einfallen wird, in dem ein einzelnes Schiff der Marine irgendwas Sinnvolles gegen irgendeinen Eindringlin veranstalten könnte. Vielleicht fehlt mir aber da auch nur die Phantasie….

  15. TomTom | 26. Januar 2017 – 12:33 Die Marine schafft es nicht,

    Wie und womit sollte die Marine es schaffen können? Es fehlen der Marine doch die Mittel. Und warum ist das so?

  16. @TomTom

    Bereitschaft als Selbstzweck – sie labern hier doch nur Dünnpfiff

    [Bitte nicht in diesen Ton abgleiten. Wir sind hier doch nicht an Bord. T.W.]

  17. @TomTom:
    Vergleichen Sie bitte die Dimensionen der TTW der meisten anderen NATO-Länder mit denen Deutschlands:
    Für das bisschen lohnt das Vorhalten einer Fregatte wirklich nicht.

    Solange deutsche Marineeinheiten sowieso dauernd in Nord- und Ostsee unterwegs waren, sah das anders aus. Jetzt sollten die wenigen Einheiten für sinnvolle Aufgaben verwendet werden, und ein das Vorhalten einer Alarmeinheit gehört für mich nicht dazu.

  18. Falls die N.Chiker die Position der K-Gruppe markiert, dann ankert z.Zt. die Gruppe auf Höhe Husum mitten in der Nordsee. Der Tanker Osipov „rast“ mit 15 Knoten Richtung Murmansk. Sprit-Versorgungs-Probleme ???

  19. @klabautermann | 27. Januar 2017 – 10:02
    „Sprit-Versorgungs-Probleme ???“

    tscha, und die Spessart liegt als Tankstelle direkt daneben und hofft vielleicht auf den großen Deal?

  20. @f28 | 27. Januar 2017 – 10:11

    Na ja, wenn wir die K-Gruppe schneller los werden wollen, dann wäre das gar keine schlechte Idee ;-) Die Blöße wird sich Herr Putin aber nicht geben.

  21. übrigens: die Chiker hat als Status „Restricted Manoeuvrability“ und nicht „Anchored“. Das mit dem Status wird natürlich nicht immer so ernst genommen, eröffnet hier aber doch den Raum für die Phantasie. Könnte ja sein, dass die Chiker sich grade um ihr Kerngeschäft kümmert, nämlich das Schleppen?

  22. @Klabautermann: Vernünftig diskutieren oder gar nicht.
    Wenn Sie das Begleiten von fremden Kriegsschiffen als Zeitverschwendung ansehen, ist das Ihre Meinung.
    Für mich gehört das zur Wahrung der nationalen Integrität.
    Und scheinbar sehen das alle anderen NATO-Länder ähnlich, auch wenn die RAF wohl nur selbst weiß, wozu sie die Eurofighter vorbei geschickt hat.
    Aber zur Zeit ist u.a. auch ein schwedischer Aufklärer (GulfstreM) unterwegs.
    Aber wir haben ja weltpolitische Ambitionen.
    Und die Spessart vor Ort.

  23. irgendetwas Überraschendes muss gestern nachmittag gegen 1500 UTC passiert sein. Zu der Zeit änderte die CHIKER ihren Kurs um ca. 90 Grad von NE auf SE. Die SPESSART fuhr bis dahin ebenfalls Kurs NE, drehte um ca. 1 Stunde später aber ebenfalls um und fuhr mit Gegenkurs zurück.

    Jetzt traversiert die CHIKER mit 0,2 Knoten auf einer Breite von ca. 0,5 SM von West nach Ost hin und her. Interessanterweise mit dem Bug nach Norden, obwohl dort der Wind derzeit mit 5 Bft aus SE blasen müsste. Nach Ankern sieht das nicht aus, jedenfalls nicht bei der CHIKER. Und nennenswerten Tidenstrom sollte es dort auch nicht geben. Seltsam.

  24. @Tom Tom

    Die „Wahrung der nationalen Integrität“ ist natürlich ein unglaublich vernünftiges Argument – gelle ?
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a6/Nordsee_Wirtschaftszonen.png
    —-ist die Karte der Abgrenzungen der „nationalen Integritäten“ in der Nordsee. Den deutschen Anteil nennt man „Entenschnabel“ Warum sollte denn Deutschland jederzeit ein „fremdes Kriegsschiff“, das eine innocent passage gem. UNCLOS durchführt, mittels einer Fr egatte begleiten, wenn es den Entenschnabel außerhalb der deutschen Hoheitsgewässer passiert ? Können sie mir bitte ein wirklich vernünftiges Argument nennen ? Deutschland ist Teil der NATO und da herrscht Arbeitsteilung hinsichtlich der Überwachung der See-und Lufträume des NATO-Vertragsgebietes, und die NATO kümmert sich ja nun um diese „fremden Kriegsschiffe“ da in der Nordsee.
    Sie argumentieren hier mit einer „Vernunft“ aus der Kaiserzeit, scheint mir.

  25. @f28 | 27. Januar 2017 – 11:45

    Hm, könnte natürlich sein, dass die Chiker zwischen den beiden Ankerpoisitionen der beiden Kreuzer quasi als AIS-Markierer fungiert. Frage ist warum hat die K-Gruppe so überraschend „Halt gemacht“. Technisches Problem ?

  26. Die „Wahrung der nationalen Integrität“ ist eine tolle Phrase. Die Konsequenz davon heißt wohl alles abschiessen, was der Wahrung nicht Folge leistet?
    Aber solche „Argumente“ sind ein Grund warum Nationalismus zu Zerstörung führt/führte.

    Zumal die „Grenzen“ auf See, eher eine Frage der wirtschaftlichen Nutzung ist, als eine einer vermeintlichen „nationalen Integrität“.

    Diese Schiffe sind ja nicht plötzlich aufgetaucht und bedrohen irgendein Land, sondern kommen von einem wohlbekannten Einsatz zurück.

  27. vielleicht sollte man zur Klärung des Sachverhaltes Folgendes deutlich machen:
    wenn ein russischer Flugzeugträger (ähm, Kreuzer mit Flugdeck) in die „deutschen“ Territorial-Gewässer einfährt, ist das ein erheblich anderer Sachverhalt, als wenn ein russisches Panzerbataillon bei Schwedt über die Oder setzt. Ersterem darf die Einfahrt nämlich nicht verwehrt werden (Recht auf friedliche Durchfahrt). Letzterem schon.

  28. „Erzählen Sie das doch einmal den Abgeordneten ihres Wahlkreises.“

    Der wird das bald von einem Herrn Trump zu hören bekommen. Wenn der mit den NATO Partnern fertig ist, wird Heulen und Wehklagen sein.

  29. die NIKOLAY CHIKER ist wieder unterwegs, mit Kurs 39°.
    Das wäre dann nicht Murmansk, sondern das Skagerrak….

  30. Zitat f28: „Das wäre dann nicht Murmansk, sondern das Skagerrak….“

    …will sich vielleicht mal ein Bild von der „Nordrhein-Westfalen“ machen, die dürfte kurz vor Hirtshals sein.

  31. Dazu passt dann ja: „Fregatte „Lübeck“ bewacht russische Kriegsschiffe“

    Lübecker Nachrichten Online: 26. Januar 2017

Kommentare sind geschlossen.