Berlin-Marathon im Einsatz: Laufen im Camp Marmal (Update)

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Sportlich am Hindukusch: Oberstleutnant Florian Wulf, als Führungsunterstützer im deutschen Stab in der Mission Resolute Support in Afghanistan, wollte trotz seines laufenden Einsatzes in Masar-i-Scharif am Berlin-Marathon am (morgigen) Sonntag teilnehmen. Das wird der Kommandeur des Führungsunterstützungsbataillons 292 in Dillingen nun auch – auf einer Strecke im Camp Marmal.

Das Video des Veranstalters dazu:

Der BMW BERLIN-MARATHON am Hindukusch from SCC EVENTS on Vimeo.

(Danke für den Leserhinweis!)

Nachtrag: Wie die Bundeswehr auf ihrer Facebook-Seite (und bislang ausschließlich dort, dafür nennen sie auch den vollen Namen…) mitteilte, hat Wulf die Strecke in 3 Stunden, 53 Minuten und 57 Sekunden absolviert.

(Foto: Screenshot aus dem Video)

23 Gedanken zu „Berlin-Marathon im Einsatz: Laufen im Camp Marmal (Update)

  1. Kann man nicht einfach still seine Runden drehen wie jeder andere und holt sich dann sein Patch? Ausserdem dachte ich, man solle nicht öffentlich machen, wann man im Einsatz ist.

  2. Das sind doch mal tolle News. Ich wünsche dem Herrn Oberstleutnant eine gute Zeit und wundere mich dennoch ein wenig, weshalb die Leute die sonst immer alles kommentieren müssen, hier nichts schreiben. Es steckt wohl zu wenig „schlechtes“ was man noch schlechter reden kann in der Nachricht.

    Chapeu an unseren Kameraden und kommen Sie gesund wieder.

  3. Na dann will ich mal…
    Wenn dafür soviel Zeit ist, sind da wohl ein paar Leute zuviel im Wasserkopf. Ich hatte dort nie soviel Zeit.

  4. Interessanterweise ist im dazu passenden Bw Video von Florian W. ohne volle Nennung des Nachnamens die Rede.

  5. @Fruity

    dass ist ja schließlich auch eine super Nachricht! In Afghanistan ist endlich genug Ruhe eingekehrt um sich wieder um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern.
    Solche Bilder zeigen, dass es höchste Zeit ist die den AVZ an die neuen Gegebenheiten anzupassen und mindestens auf Stufe fünf, wie im Irak, wenn nicht sogar auf Stufe drei, wie in Incirlik, runter zu gehen. Dort wird durch die technische Gruppe auch mal ein Leistungsmarsch angeboten.

  6. Ist ja von dem OTL i.G. laut seiner Vita auch der erste Einsatz im nahen Osten. 😉 Da hat man schon andere Schwerpunkte nach 2002 Mazedonien. Aber der „Leserhinweis“ für den Bericht hier, kam sicher auch ganz zufällig. 😂 Da scheint ja jemand schon sehr gerne im öffentlichen Rampenlicht zu stehen?!

    @SchmidtM Es gibt tatsächlich noch deutsche Soldaten die sich draußen bewegen und die Advisor „schützen“, in so fern ist dieser qualifzierte Beitrag über ein persönliches Berlin Marathon Erlebnis eines OTL i.G. nicht das Maß der Dinge.

    Die sportliche Leistung ist sicher würdigend aber diese so zu präsentieren im
    Einsatzland hat einen bitten und makaberen Beigeschmack für manch andere.

    Aufmerksamkeit bekommt er jetzt auf jeden Fall. Positiv wie negativ.

  7. @Fruity | 24. September 2016 – 16:22-
    Nun ja, manch einer goutiert sowas. Andere halten anderes für wichtig und bemerkenswerter.

    Sie können es sich denken: Es ist mir vollkommen egal, was Herr OTL i.G. in seiner Regenerationszeit macht und was nicht.

  8. An dieser Aktion gibt es m.E. nichts zu bekritteln. Der Mann hat doch nur ein paar Seiten Papier schwarz gemacht – und läuft seine Runden wie gewohnt. Natürlich macht man so etwas u.a. auch zur Pflege des Ego. Das steht aber auch jedem anderen frei. Also – was soll’s!?
    Und der Kommentar von SchmidtM – geradezu „unterirdisch“.
    Hans Schommer

  9. …und wieder geht das unwürdige Kameraden beschmutzen und alles schlecht reden in den Kommentaren dieses Blogs los :(

    Gibt es eigentlich irgend eine Nachricht, die die feinen Herren Kommentatoren zufrieden stellen würde?

    Außerdem dem Tag des jüngsten Gerichts, meine ich?!

    Mann, Mann, Mann :(

  10. für viele ist es extrem wichtig Sport als Ausgleich für die Einsatzbelastung zu treiben. Ob das nun in den Sporteinrichtungen oder auf der Straße stattfindet ist doch egal. Ich bin morgens, nach der Nachtschicht um 6, wenn die Tempe noch erträglich waren gelaufen. Und es ist wichtig den Kopf mal 1 Stunde freizukriegen, wenn man den ganzen Tag mit den Funkgerät in Charge ist.

  11. Was @Koffer sagt.

    Bei manchen Kommentaren hier (und noch deutlich schlimmer bei Facebook) drängt sich der Eindruck auf: Wer solche Kameraden hat, braucht keinen Feind.

    Wäre nett, wenn das unterbleiben könnte.

  12. @ Hans Schommer
    Was war so unterirdisch an dem Post von @SchmidtM ?
    Er hat was getroffen denke ich …
    Die sonstige Aufmerksamkeit zum Thema hier ist völlig banal und eigentlich keine Nachricht wert …

  13. Also meiner Kenntnis nach hat man im Einsatz bei ISAF 1/2 Tag Regime pro Woche, im Rest der Zeit Dienst. Klar gehört Sport auch zum Dienst jedoch behaupte ich, dass Mannschaften oder Unteroffiziere eben nicht in der Lage wären, das Trainingsniveau für einen Marathon bei den klimatischen Bedingungen zu trainieren. Hut ab vor der körperlichen Leistungsfähigkeit.
    Bei meinen Einsätzen hätte keine meiner Soldaten so viel Energie und Trainingszeit übrig gehabt.

    Deshalb bleibt eben immer ein kleines Geschmäckle bei einer solchen Geschichte.

  14. @all

    Zum Ergebnis siehe Nachtrag oben (die Bw hat das bislang nur auf Facebook publiziert).

  15. @FNU SNU | 25. September 2016 – 18:18
    Aha, neben Missgunst gegenüber dem Kameraden (der neben bei der ÖA der Bw einen Gefallen tut) nun auch noch etwas Feuer für den Dienstgradgruppenneid anfachen?

    Nur um Sie vielleicht etwas auf den Boden der Tatsachen zurück zu bringen.
    Die zu Verfügung stehende Zeit im Camp Marmal ist nicht vom Dienstgrad abhängig, sondern von der konkreten Verwendung.
    –> Es gibt daher genauso Unteroffiziere die bis spät in den Abend aktive „Schichten“ schieben wie Stabsoffiziere. Und genau soviele StOffze wie Uffze die die Zeit haben die Tanzkurse (kein Witz!) und sonstigen Freizeitaktivitäten zu besuchen.
    Hinsichtlich der Landser ist es übrigens im Camp Marmal eher so, dass diese zumeist sogar Regeldienst haben.

  16. @ Koffer
    Als ich habe persönlich eine absolute Hochachtung for jemand der einen Marathon in der o.a. Zeit läuft. RespekT Und Anerkennung.

    Trennung.
    Mehr als 1500 Einsatztage haben bei mir eben den Eindruck hinterlassen, dass gewisse Dienstgradgruppen häufiger VerWendungen

  17. ….Haben die Ihnen so eine Vorbereitung ermöglichen.
    Dass es Tanzkurse (und viele andere sehr komische Dinge) gibt empfand ich immer sehr verstörend. Klar ist eine Betreuung in der dienstfreien Zeit immer gerne willkommen, aber gerade im Hinblick auf die Öffentlichkeitsarbeit und die AVZ Einstufung ist das diskutierwürdig.

    Genauso wie die FlaZ -Milch im SavValley, 0,5l Dienstvergehen bedeutet haben, aber hundertfach am Abend konsumiert wurden, genauso gab es in allen Bereichen Dinge, die nicht Dienstgrad bezogen waren.

    Allerdings ist mir aufgefallen (subjektiv), dass viele Verfahlungen bei Mannschaften und Unteroffizier in EINEM disZi geendet haben, oft mit Heimflug. Während bei höheren Dienstgraden häufiger das ähnliche Verhalten toleriert bzw. Totgeschwiegen wurde.

    Aber das schweift jetzt wieder zu sehr ab.

    MiR fällt es aber trotzdem schwer jemand zu erkären, wieso jemand im Auslandseinsatz Zeit hat, für einen Marathon zu trainieren. Aber das liegt bestimmt nur an mir.

  18. @FNU SNU | 25. September 2016 – 19:01 u. 19:10
    „Mehr als 1500 Einsatztage haben bei mir eben den Eindruck hinterlassen, dass gewisse Dienstgradgruppen häufiger VerWendungen ….Haben die Ihnen so eine Vorbereitung ermöglichen.“

    Dann haben wir offensichtlich genau gegenteilige Erfahrungen in unseren Einsätzen gemacht.

    Um aber auf den konkreten Fall zurück zu kommen:
    Da wir beide weder die genauen Umstände des Trainings kennen (ich kenne z.B. Kameraden, die jeden morgen noch vor Dienst regelmäßig laufen gehen und dann abends dienstlich trotzdem zusätzlich noch länger machen) und auch den spezifischen Dienstposten und die Rahmenbedingungen des konkreten Kontingentes nicht kennen, schlage ich etwas Zurückhaltung vor.

    Insbesondere scheint mir eine solche Zurückhaltung auch aus Gründen der Kameradschaft gegenüber einem Soldaten im Einsatz geboten (der zudem noch offensichtlich mit Billigung der militärischen Führung der ÖA der Bw einen Gefallen tut).

    Von meiner Seite ist damit alles gesagt.

  19. Wir Soldaten sind schon ein sonderbarer Haufen. Da klagen wir Anerkennung im Rest der Bevölkerung ein und zerlegen uns hier schon beim Thema Sport selbst.
    Mir persönlich ist die Meldung über den BMW Marathon in MeS lieber,als Meldungen über die permanente Teilnahme am Bitburger-Marathon. Btw….in MeS hat mittlerweile jeder die Zeit und wenn, im Lager, auch die Möglichkeit, Sport zu betreiben……einzige Bedingung….Wille und Disziplin des Einzelnen…..daher Glückwunsch werter Kamerad

  20. Gratulation Herr Oberstleutnant!
    Warum auch immer…
    er hatte die Zeit zur Vorbereitung / Teilnahme und er hat es getan!
    Der Wille entscheided!

  21. Ich war nie ein Lauftalent, also meinen Neid hat Herr OTL i.G..

    Aber zur Veröffentlichung des vollständigen Namens, Dienstposten usw.: OPSEC, PERSEC, scheißegalSEC.

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