18 Gedanken zu „DroneWatch – der Sammler, Februar 2016/II

  1. Die LINKE hat am 22.01. eine kleine Anfrage (DP 18/7426) zur „Auswahlentscheidung zur Beschaffung von bewaffneten Drohnen“ eingereicht.
    Neben einer interessanten Zusammenfassung der jetzigen Lage und der Vorgeschichte werden 31 detaillierte Fragen gestellt, deren Antworten recht interessant sein dürften.
    PS: In der letzten Frage bezieht man sich auf die hiesige „Dronewatch“aus Januar…

    http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/18/074/1807426.pdf

  2. Bzgl. Position (Flug-) Drohnen im U.S. Verteidigungshaushalts für FY 2017. Basis und OCO (Overseas Contingency Operations) summieren sich auf $901,1Mio alleine bei der Air Force – Teilstreitkraft übergreifend $2,4Mrd.. Bei den angestrebten 60 Einsätzen pro Tag wird ein Engpass beim Personal prognostiziert. Die Anzahl der Operator soll von 192 auf 384 p.a. gesteigert werden. Dies, sowie Ausgaben für Autonome Systeme i.A., wie Unterwasserfahrzeuge, nachzulesen unter „Where DOD is planning to spend on unmanned systems in 2017“; 11.Feb. 2016; Mark Pomerleau.

    https://defensesystems.com/articles/2016/02/11/dod-2017-budget-unmanned-systems.aspx?m=1

  3. @T.W. & @Langnase:
    So ein hochgradiger Nonsens von DIE LINKE im Zusammenhang mit der Frage 31 auf „Augen Geradeaus – Drone Watch“ zu verlinken. Kappiert haben diese Spezies wohl noch wie was? Hauptsache man macht auf „heise-Niveau“ Rabbatz und spannt Andere und deren Reputation vor seinen reputations- und expertiselosen Karren, statt das Thema sauber abzuarbeiten, oder es eben zu unterlassen!?

  4. Für die Sammlung: die Zahl der Länder, die bewaffnete Drohnen einsetzen, hat sich in den vergangenen Monaten verdoppelt – um drei überraschende neue Mitspieler, wie die Los Angeles Times berichtet:

    The United States and Britain fly U.S.-made armed MQ-1 Predators or MQ-9 Reapers, and Israel builds its own. But the three newcomers — Nigeria, Pakistan and Iraq — all took advantage of China’s growing exports of the unmanned aircraft systems that are reshaping modern warfare.

  5. Damit haben nun alle unsere Partner bei der (geplanten) europäischen Drohnenentwicklung den Predator B – und sehen das auch nicht als Problem hinsichich einer späteren Eigenentwicklung. Das ist hinsichtlich Interoperabilität mit NATO-Partnern sicherlich auch eine gute Wahl.

    Die Bundeswehr denkt ja immer noch auf ihrer (halbherzigen) Heron TP Entscheidung herum. So richtig entscheiden will man sich dann erst im Sommer (wirklich?). Wenn das aber bis Sommer nix wird, dann sind wir sehr schnell im Wahlkampf 2017 und dann will UvdL bestimmt erst mal nichts mehr von Kampfdrohnen hören. Und irgendwann kommt dann das Argument, dass man jetzt auch noch solange warten kann, bis die europäische Druhne da ist. Da wird ja immer noch eifrig behauptet, dass das 2025 der Fall sein würde.

  6. @Cirrus

    Gerade im Wahlkampf 2017 wird man den Kauf von Kampfdrohnen durchboxen können.
    Es gibt ein Thema welches alle anderen überlagern wird, schon vergessen ?

    Wenn es scheitert dann am Geld und nicht am Wahlkampf. Das könnte nämlich ganz schnell wieder knapp werden….

  7. @Cirrus

    Vermute auch sehr stark, dass Sie mit Ihrer Aussage die Realität treffen.
    Ein weiteres Armutszeugnis der Ankündigungsminsterin bahnt sich schon seit ihrer Amtsübernahme und der ständigen Drohnenphobie an.

    Armes.“Reiches“.Deutschland.!

  8. @ S.Klein | 23. Februar 2016 – 13:41

    Nach Großbritannien, Frankreich, Italien, Niederlande ist Spanien sogar die fünfte europäische Nation die sich für die MQ-9 „Reaper“ entschieden hat.

    Spätestens wenn die amerikanischen Produkte eine Flug-Zertifizierung für den europäischen Luftraum bekommen, werden unsere Entscheidungsträger merken das sie auf das falsche Pferd ( IAI Heron TP ) gesetzt haben.

    Schließe mich mit der Schlussbemerkung von @ Jens Schneider an,

    Armes „Reiches“ Deutschland !

  9. @Milliway | 23. Februar 2016 – 23:45
    Habe nur die Länder gezählt, die schon einen LoA unterschrieben haben. Das ist für die Niederlande (noch) nicht der Fall, obwohl sie sich praktisch für Predator B entschieden haben.

    Den Kommentaren zur Auswahlentscheidung kann ich mich nur anschließen.

  10. Neues vom Protector:

    General Atomics Flies Extended-Range ‚Long Wing‘ Reaper
    General Atomics Aeronautical Systems (GA-ASI) has flown an extended-range, extended-wing variant of its MQ-9 Predator B that is capable of staying aloft for more than 40 hours. Under development as part of the manufacturer’s “Certifiable Predator B” effort, the remotely piloted aircraft (RPA) is being built to NATO airworthiness standards. (…)
    The longer wingspan is a component of the Certifiable Predator B effort to produce a NATO-certifiable production aircraft by early 2018. The certifiable aircraft is the basis for the UK Royal Air Force’s new “Protector” platform, which will replace its current MQ-9 Reaper fleet.

  11. zum Protector:

    Jetzt wird immer deutlicher, warum sich der Generalinspekteur auf Druck der Industrie und der Politik ?) für den Heron TP entscheiden musste. Mit dem Certifiable Predator B in der Bundeswehr hätte es definitiv keine europäische Entwicklungslösung gegeben …. dann hätte die Bundeswehr nämlich in spätestens 3 Jahren schon alles gehabt, was sie mit der Eurodrohne vielleicht in 10 oder 20 Jahren mal bekommen soll.

    Und da der Heron TP ja auf Wunsch von UvdL auch nicht in Deutschland fliegen soll (darf?) wird er wohl auch wie der Heron 1 nur eine engeschränkte Zulassung bekommen. Damit kann sich das BMVg auch weiterhin einreden, dass man ja eine eigene Entwicklung brauche, da die Überbrückungslösung (Heron TP) nur eingeschränkt einsetzbar ist.

    Schätze, dass die UK Royal Air Force uns in Kürze ganz schön vorführen wird …. und mit dem Protector kreuz und quer durch Europa und den Rest der Welt fliegen wird.

  12. Die OSZE in der Ukraine (SMM) ist weg von grossen teueren Drohnen (ich verstehe darunter auch den Camcopter), denn sie werden zu oft beschossen und gestört, und sind bei Verlust zu teuer. Stattdessen kommen nun kleine Drohnen zum Einsatz, auch weil es jetzt mehr OSZE Posten gibt die sich schützen müssen.

  13. Für die Sammlung – aus der New York Times


    Report Cites Dangers of Autonomous Weapons

    A new report written by a former Pentagon official who helped establish United States policy on autonomous weapons argues that such weapons could be uncontrollable in real-world environments where they are subject to design failure as well as hacking, spoofing and manipulation by adversaries. (…)
    In the report, titled “Autonomous Weapons and Operational Risk,” set to be published on Monday, Mr. Scharre warns about a range of real-world risks associated with weapons systems that are completely autonomous.
    The report contrasts these completely automated systems, which have the ability to target and kill without human intervention, to weapons that keep humans “in the loop” in the process of selecting and engaging targets.

    Den Bericht selbst gibt es hier: Autonomous Weapons and Operational Risk

    /edit: Nachdem ich den Hinweis auf diesen neuen Bericht getwittert hatte, kamen weitere Hinweise auf einen Bericht der Washington Post vor einigen Tagen, in dem es um neue innovative Waffensysteme geht. Das Stichwort: Third Offset:

    The exotic new weapons the Pentagon wants to deter Russia and China
    Little noticed amid the daily news bulletins about the Islamic State and Syria, the Pentagon has begun a push for exotic new weapons that can deter Russia and China.
    Pentagon officials have started talking openly about using the latest tools of artificial intelligence and machine learning to create robot weapons, “human-machine teams” and enhanced, super-powered soldiers. (…)
    Within the Pentagon, this high-tech approach is known by the dull phrase “third offset strategy,” emulating two earlier “offsets” that checked Russian military advances during the Cold War. The first offset was tactical nuclear weapons; the second was precision-guided conventional weapons. The latest version assumes that smart, robot weapons can help restore deterrence that has been eroded by Russian and Chinese progress.

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