Neues Waffen-Paket für den Kampf gegen ISIS: 4.000 G36 für die Peshmerga

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Für den Kampf gegen die islamistischen ISIS-Milizen hat die Bundesregierung weitere Waffenlieferungen an die kurdischen Peshmerga-Kämpfer im Nordirak beschlossen. Vor allem Sturmgewehre, Milan-Panzerabwehrraketen und Munition seien vorgesehen, bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am (heutigen) Donnerstag entsprechende Medienberichte.

Die Liste der nächsten Lieferungen, die im ersten Vierteljahr 2016 aufgenommen werden sollen:

• 4.000 Sturmgewehre G36

• Sechs Millionen Schuss im Kaliber 5,56 für G36

• 200 Milan-Panzerabwehrraketen plus Material für die Ausbildung

• Fünf gepanzerte Fahrzeuge Dingo 1

• 15 Feldlafetten für das Maschinengewehr MG3

Deutschland hatte zuletzt im Juni dieses Jahres eine umfangreiche Waffenlieferung an die Peshmerga auf den Weg gebracht. Die ersten Lieferungen waren im August vergangenen Jahres beschlossen worden; inzwischen haben die kurdischen Kämpfer unter anderem mehr als 20.000 Sturmgewehre der Typen G3 und G36 erhalten. Besonders interessiert sind die Peshmerga aber an den Milan-Raketen, die einzige erfolgversprechende Waffe gegen die mit Sprengstoff vollgestopften gepanzerten Fahrzeuge von ISIS-Selbstmordattentätern.

(Foto: Peshmerga-Kämpfer mit deutschen G36 – mit freundlicher Genehmigung von Campbell Macdiarmid)

31 Gedanken zu „Neues Waffen-Paket für den Kampf gegen ISIS: 4.000 G36 für die Peshmerga

  1. @Alarich
    Sie sind nicht der Einzigste, dem der radikale Abbau der Substanz der Bundeswehr langsam unheimlich wird.. In der Truppe fehlt es hinten und vorne an Munition und Handwaffen. – so wird uns gemeldet, wenn es ans Üben geht. Auch ich suche nach Erklärungen, in denen hervor geht, wie die massenhafte Abgabe von Munition und Waffen kompensiert werden soll.

  2. @ Zimdarsen

    Hoffentlich doch!
    Oder finden Sie es gut, dass der Rest von unserer Bonsaiarmee auch noch total ausgehöhlt wird?

  3. Weiß jemand mehr zu den 200 MILAN, sind tatsächlich allein die LFK betroffen?
    Wirklich Sinn machte es nämlich nur, wenn gleichzeitig die Zahl verfügbarer Waffenanlagen erhöht würde. Dadurch kann die taktische Flexibiltät der Einheiten, besonders unter Nutzung der Dingo 1, deutlich gesteigert werden.

  4. Zwei Fragen des Verständnisses wegen:

    1) Werden 200 Raketen (Flugkörper) oder Raketen-Starter geliefert?
    2) Material zur Ausbildung: Bedeutet dies, dass Peshmerga nun unabhängig Ausbilden?
    I.d.S die Frage: Ist bekannt welche Verbände unter den Peshmerga die Ausbildung und
    Verteilung der Systeme sowie Wirkkörper überblicken und verwalten?

  5. AoR:
    Der ganze Laden wird aus einem Peshmerga-Ministerium geführt/organisiert. Parrallel gibt es aber auch Parteimilizen der beiden größten (und um politischen Einfluss ringenden) Kurdenparteien, diese Milizien sollen zukünftig dem Peshmerga-Ministerium unterstellt werden, so sie die Parteien wirklich hergeben wollen.

  6. Moin,

    auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Aber warum schickt man nicht die RGW 90, nach Moeglichkeit finanziert von ausserhalb des Wehretats, z.B. ueber das Kanzleramt/Aussenministerium?
    Die Gefahr der Proliferation ist deutlich geringer, da es die Munition nicht an jeder Strassenecke gibt, dafuer ist der Effekt gross. Ausserdem liegt die Produktion in Deutschland

    https://de.wikipedia.org/wiki/MATADOR

    Die Jordanier haben doch auch juengst welche von uns bekommen. MfG

  7. Also die BW will/darf/soll das G36 nicht mehr in heißen Klimazonen nutzen, aber nun schicken wir die Waffen nach Syrien, wo im Sommer ähnliche Temperaturen herrschen wie in AFG? Okay, kann man machen.

    1500 Schuss Munition pro Waffe dürften nicht lange reichen, da muss dann auch bald wieder nachbesteuert werden, denn das Kaliber dürfte nicht so einfach zu bekommen sein wie 7,62×39.

    Na zum Glück ist es derzeit Winter.

  8. Denke mal Zimdarsen geht es darum, dass nicht 1 zu 1 getauscht wird. Also keine neuen G36, Dingo 1 und Milan LFKs für die Abgegebenen.

    Hoffe mal es werden die ältesten G36-Baureihen abgegeben und die sollten nach meinem Verständnis sowieso in naher Zukunft ausgephast und durch ein neues Sturmgewehr ersetzt werden. Ca. 170.000 hat die BW angeschafft, das sind nach meinem Verständnis ein paar 1000 zu viel für eine Berufsarmee von ca. 185.000, oder? Z. B. ist der Nachschub und Kampfpanzerbesatzungen eh überwiegend mit Maschinenpistole ausgestattet. Die Quote bei Luftwaffe und Marine ist sicher noch niedriger.

    Dingo-1 ist auch älter und wird sicher bei der BW nicht mehr in den Einsatz gehen. Milan ist auch ein Auslaufmodell und wenn parallel der Puma mit neuem LFK eingeführt wird kann man die auch abgeben.

    … so what?

    Munition wird immer künstlich knapp gehalten, war immer so!

  9. @FlaOffz: Vulgo, über die Teile der Peshmerga – ein weeeiter Begriff – der wirklich im Süden in Kämpfe verwickelt ist und das G36 nicht als […]Verlängerung sieht und mit unserem Dingo vor den Nachtklubs parkt um russisch/ukrainisch/kasachisch zu lernen. /SCNR

    P.S: Das erhöht die Chance dass das zeug weder weitergegeben wird noch in Baghdad veil geboten wird. Eine gute Nachricht.

  10. @AoR, zu Ihrem 2)
    Zur umfassenden Ausb an der MILAN wird materiell gebraucht
    – Trainingslenkflugkörper MILAN DM19 i
    – AGDUS MILAN Übungsgerät
    – Übungslenkflugkörper MILAN DM88 (103 mm Gefechtskopfdurchmesser, Gefechtskopf mit Farbpulverladung). Auf den ÜbLFK kann ich natürlich verzichten, sofern ich solche mit Gefechtskopf einsetzen will. Dies stellte allerdings Verschwendung von finanziellen und materiellen Ressourcen dar.
    – eine „Schießbahn“, die unterschiedliche Gefechtslagen abbildet. Man mag darüber lächeln, weil „Annahme: dort kann ich ja überall feuern …“. Dies trifft sicherlich fast zu, beinhaltet aber keine qualitativ anspruchsvolle Ausb. Die hohe Schule im Feuerkampf mit LFK ist die Bekämpfung beweglicher Ziele in Zu-, Quer-, Schräg- und Wegfahrt in durchschnittenem Gelände.
    – Ausbilder (in Schießlehrerqualität), die Schießlehre ausbilden können.
    Kurzzusammenfassung: Die ersten zwei Aufzählungen sind ein MUSS in der Ausbildung. Sind die bei den Peschmerga vorhanden, kann’s losgehen. Ohne Begleitung erfahrener deutscher Schießlehrer sollte es allerdings nicht exerziert werden.
    Es fehlt mir etwas Wesentliches:
    Das <b=Wärmebildgerät MIRA, mit dessen Hilfe der Feuerkampf bei Nacht und eingeschränkter Sicht wie unter Tagesbedingungen erfolgen kann. In keiner bisherigen Information (mag es über lesen haben …), wurde MIRA genannt.
    Der Feuerkampf bei Nacht auf weite Kampfentfernung (ca. 2.000 – ca. 4.000/MILAN/TOW/HOT) hat auf Feind nachhaltige Wirkung. Auch wenn Feind – im Grundsatz – weiß dies geht; die reale Gefechtssituation ist verheerend.
    In Afganistan sind Taliban nach ersten Nachtkampfauseinandersetzungen mit (CDN) Leopard 2A6 des Nachts in ihren Bergen geblieben. (Habe 2005 mit dem ersten kanadischen KpChef einer 18 Wagen umfassenden 2A6 Kp sprechen können).
    Kurzzusammenfassung: Ohne MIRA ist MILAN nur die Hälfte wert.
    Zu Ihrem 1), hatte gleiche Frage zuvor gestellt. Ggf kriegt @T.Wiegold dazu ja offiziell eine Information, ebenso zu den MIRA.
    Zuletzt, eine meiner Korinthen: weder sind es „Panzerabwehrraketen“ noch „Raketen (Flugkörper)“, sondern <b=Panzerabwehrlenkflugkörper (PzAbwLFK).
    Dieser Begriff trifft alle Waffensysteme dieser Technik im deutschsprachigen, militärischen Raum.
    Der Unterschied hängt mit Lenkung, Geschwindigkeit, Flugverhalten (orbital/nicht orbital) und dem Zielspektrum zusammen, dies zu erläutern, hier nicht erforderlich. Hauptsache, der zutreffende Begriff wird angewendet, egal ob bei SPON, ZON oder in anderen Medien ein Luftgewehr nicht von einer Gatling differenziert werden kann. AG kann, oder?

  11. @ Essener:

    Das die Logistiktruppe mehrheitlich mit MP ausgestattet sein soll ist definitiv nicht so.

  12. @KPK: Daaaanke supi… ah bei mir als Zivilist reicht Rakete. Laut, Ding mit Feuer hinten dran … #aufdenbodenleg

    Da mir der Begriff MIRA neu ist war er noch auf keiner der Listen bisheriger Lieferungen enthalten ;(

    P.S: Und nicht wie die SY Panzergrenadiere aufn Truck stehen bleiben während die FSA brüllend so n TOW abfeuern.

  13. @AoR
    Nee, ne?‘ „Rakete“ ist ab sofort nicht mehr zu tolerieren. Die fliegen auch zum Mond etc.
    Der PzAbwLFK, den Sie jetzt ja auch kennen, fliegt nur gegen Pz und andere lohnende, geschützte Ziele.
    AG kann besser als andere, teuer zu bezahlende Hochglanzmedien am Kiosk um die Ecke …!

  14. @Essener
    Meine Wahrnehmung ist, dass die Bundeswehr nicht mal mehr bei den Handwaffen eine Vollausstattung vorzuweisen hat. Von Ersatzwaffen ganz zu schweigen.
    Aus dem Bestand der BW wurden bis zum Jahr 2007 400000 G3 vernichtet (UNICEF) und jetzt werden insgesamt 20000 neuwertige Sturmgewehre abgegeben und es erfolgt wohl keine Ersatzbeschaffung. Mich verwundert diese Handlungsweise.
    @all
    Was wurde eigentlich aus dem Deal mit Bulgarien, von dem der Spiegel 2014 berichtete? Hierbei ging es um einen möglichen Tausch bulgarischer AK47 an die Kurden gegen deutsche G36 (?) für Bulgarien ?

  15. @erzgebirger

    … ups, anscheinend schlechtes Beispiel von meiner Seite (obwohl ich meinte sowas gelesen zu haben) – sorry

    Was ich sagen will, ein großer Teil der Truppe hat eben kein Sturmgewehr zu Hand oder braucht dieses für den Dienst.

  16. Essener | 17. Dezember 2015 – 20:44

    Wir sind nicht in den 90er mehr leider
    Wir sind im Kalten Krieg 2.0
    und wenn man Gestern auf NTV Wahlkampf der REP Angeschauen hat wird das so schnell nicht Ändern wenn mehr Geld in der Armee gefordert wird und Härte gegen Russland

    Spike ist noch nicht im Einsatz
    DINGO sind jetzt schon zu wenig da wenn auch der DINGO 1 nicht mehr in den Einsatz sollte braucht man ihn noch zur Ausbildung weil Neues wird nicht beschafft

    Wenn man was Raus nimmt sollte man wieder Auffüllen aber das bekommen die nicht hin

    USA werden die Fahrzeuge Ausgetauscht bei uns nicht

  17. Wie heißt es doch so schön im Winterschlussverkauf: „Alles muss raus!

    Damit dürften ja fast alle „Milan“ der ersten Generation kostengünstig entsorgt worden sein!?

    Mal davon ausgehend, dass die 4.000 G36 dem Bestand der Bw entstammen (und ohne weitere Instandhaltung (z.B. durch den Hersteller), also ohne zusätzliche Kosten zu verursachen direkt an die Kurden gehen!);- dann dürfte sich doch wohl auch noch ein Anlass zur kostengünstigen Entsorgung der anderen Bestände G36 der Bw finden lassen …

  18. @mwk
    Wir haben inzwischen eine Berufsarmee für die Ausstattung vorgehalten werden muss. Von 70%-Ausstattung halte ich nichts, für jeden eingeplanten Soldaten sollten die vorgesehenen Waffen/Geräte beschafft und vorgehalten werden – gern auch mit entsprechender Reserve. Darüber sind wir uns einig, oder? Bei den Handwaffen und der Munition bin ich mir sicher, dass dort eine künstliche Verknappung durchgeführt wird. Für den Ausbildungsbetrieb sind eben nur x Gewehre oder x Schuss vorgesehen und die werden dann „abgenudelt“.

    Im kalten Krieg sollte die BW im Ernstfall (theoretisch) auf knapp 2.000.000 aufwachsen, dafür wurde entsprechend Material gelagert und ich denke die 400.000 verschrotteten G3 waren ein Überbleibsel aus dieser Zeit. Andererseits bin ich mir sicher (rein subjektives Empfinden) liegen noch ein paar 1.000 G3 in den Depots der Bundeswehr, dazu gibt es leider keine offiziellen Aussagen.

    Wenn ca. 170.000 G36 (laut verschiedenen Quellen) angeschafft und bis zu 15.000 abgegeben wurden sollte immer noch ein Stock von gut 150.000 existieren. Mag sein, dass ich mich irre aber für unsere Armee (dazu noch für alle drei Teilstreitkräfte und die verschiedenen Waffengattungen) sollte die Anzahl an Sturmgewehren ausreichend sein. Das G36 ist nicht das einzige Gewehr im Arsenal (G3, verschiedenen MP-Varianten, HK-416 und HK-417) aber eben das mit der größten aber ausreichenden Stückzahl.

    @Alarich
    Das ist aber eine andere Baustelle, es werden auch „alte“ Fregatten außer Dienst gestellt bevor neue zu Verfügung stehen. Diese (anscheinend) politisch gewollten Fähigkeitslücken sind nichts Außergewöhnliches und äußerst ärgerlich :(
    Spike ist gesetzt und wird kommen (mein Kenntnisstand) – in ein, zwei aber spätestens in drei Jahren sollte es beim Puma eingerüstet und Verfügbar sein. Bis dahin sind noch genügend Milan vorhanden wenn ich zurückblicke, dass die Waffe (unter anderem) für eine Marder-Flotte von 2.000 Fahrzeugen angeschafft wurde.
    Aktuell sehe ich keinen Ersatzbedarf für Dingo-1, mag sein, dass ich mich irre. Aber gerade speziell für Afg. wurde eine Vielzahl von Dingo-2 (Einsatzbedingter Sofortbedarf) angeschafft die zu gut 50% nach Haus kommen. Sicher, die müssen überholt (grundsaniert) werden und dann wieder an die Truppe gehen zwecks Ausbildung. Hier würde ich eher bei einem größeren Einsatz über das Verfahren des schnellen Sofortbedarfs neue Dingos bestellen.

  19. Hmm waren die G36 nicht angeblich in diesem Klima zu schlecht für die BW oder können kurdische Kämpfer damit nur besser umgehen oder sollte es sich nur um viel Rauch um Nichts gehandelt haben? Ich bin verwirrt.

  20. @ IstEgal:

    Die ‚Kämpfer‘ werden ja von Experten geschult. Insofern lernen sie wohl einfach, dass man das G36 nicht als MG36 verwendet um es gleich danach für DMR-Ziele heran zu ziehen…
    Abgesehen haben sie vermutlich auch nicht genug Munition pro Schütze um das zu tun auch sonst wohl den erforderlichen Waffenmix…

  21. Essener | 18. Dezember 2015 – 10:52
    Frau v.d.L ist nicht Jesus was ausgeben wird ist weg und taucht nicht mehr auf
    Milan wurde nach Afg schon verlegt und nicht Nachbeschafft irgend wann ist Schluss
    und Erdukan hat heute wieder ein Satz für den 3ten Abgelassen und in 2 Jahren wen sich nicht noch was Ändert sind die REP an der Macht und dann steht die Bw mit Soldaten ohne Waffen da
    Alles was Versprochen wurde 2014 und nichts kam bis auf die 131 Spar Boxer die 4 Jahre gebaut werden
    Berlin ist eine Schlaf……….. und nicht weiter

  22. Es gibt auch noch quasi fabrikneue G36, die anlaßbezogen – z.B. zu Übungen – ausgegeben werden. Gut, anschließend sind sie natürlich nicht mehr „neu“.

  23. re: Essener

    Ich denke es ist realistischer davon auszugehen, dass man/frau im BMVg absolut konsequent ist in der Umsetzung politischer Ideen (Pardon: Entscheidungen!) der politischen Führung!

    Das gilt, wie wir gesehen haben (und immer noch sehen: Z.B. hat man die Konversionen von ehemals militärisch genutzten oder noch genutzten Bundeswehr Liegenschaften immer noch nicht gestoppt!) im Umgang mit (fehlgeleiteten) „Reformen“, genauso wie für die (völlig fehlgeleiteten) „Kostenoptimierungen“!

    Da dürften mit der üblichen Konsequenz („Kosten runter“,- koste es was es wolle!) alle überzähligen Bestände entsorgt worden sein. Und dazu gehörten vermutlich auch die Bestände der Waffen der „Verteidigungsreserve“!?

    Beispiel: Von den einst 139.000 beschafften MG3 sollen in 2010 noch rund 10.000 Stück im Bestand gewesen sein. Allein rund 70.000 Stück MG3 sollen u.a. aufgrund der Abrüstungsbestimmungen, darunter Neuwaffen aus der „Verteidigungsreserve“, bis 2010 vernichtet worden sein

    Die Logik sagt uns also: Da sind keine G3 mehr vorhanden und der Bestand G36 ist so wie er ist! (D.h., nicht jedes dereinst beschaffte G36 dürfte noch im Bestand sein!)

    Oder anders ausgedrückt: „Es gibt keine „Verteidgungsreserve“ mehr!- Und daher auch keinen zusätzlichen Waffen und Geräte im Bestand!- Alles konsequent verschrottet!- Der Kosten wegen …“

  24. re: Alarich

    Auch wenn im „Berliner Schlafwagen“ noch zu viele PolitikerInnen sich einem komatösen Schlaf in Sachen Bundeswehr hinzugeben scheinen (oder ist es nur politische Unfähigkeit?), sollten wird die Hoffnung dennoch nicht aufgeben!

    Jetzt folgen einige besinnliche Tage an denen möglicherweise auch einige PolitikerInnen aus ihrem (Tief-)Schlaf erwachen und für sich feststellen: „Hier läuft doch in Sachen Bundeswehr irgendetwas total schief!“ und „Wofür bin ich eigentlich gewählt worden!?“ (Letzteres ist eine ganz wichtige Erkenntnis;- aus einer Frage, die sich PolitikerInnen offensichtlich gar nicht mehr stellen wollen!- Die Angst vor der Antwort ist vermutlich riesengroß!)

    Und die, ein bis zwei erwachenden PolitikerInnen, wären doch schon mal ein guter Anfang …

  25. re: Alarich

    Stichwort: „Milan-Bestände“!- Denken Sie einfach bitte mal daran, dass sich im „Papierbestand“ gerne auch mal „überlagerte Bestände“ verstecken!

    Von „veralteten Beständen“ an Milan mal ganz abgesehen (wir können ja mal überlegen, welche gepanzerten Ziele, z.B. aus der Produktion russischer Rüstungsbetriebe, noch mit der Milan (welcher Generation!) „bekämpfbar“ wären?

    Insoweit wäre auch die Frage: Welcher Bestand an Milan ist tatsächlich noch für die Bw einsatzfähig verwendbar,- mit oder ohne Marder …

    PS: Ich denke übrigens nicht, dass die Zeit des Marders vorbei ist.- Der wird, vor dem Hintergrund des verzögerten Zulaufs der (einsatzfähigen!) PUMA, noch eine Renaissance erleben,- und über Nutzungsdauerverlängerung und Modernisierung noch länger der Bw erhalten bleiben (müssen)!

  26. @Alarich
    „Frau v.d.L ist nicht Jesus was ausgeben wird ist weg und taucht nicht mehr auf …“

    … soll es auch nicht :-)

    – G36 und andere Sturmgewehre sind in ausreichender Stückzahl vorhanden. Das G36 wird zudem in den kommenden 10 – 15 Jahre ausgephast!
    – Dingo-1 wird ebenfalls nicht mehr benötigt, die Ausbildung kann man auf älteren Dingo-2 durchführen welche nach dem Afg.-Einsatz in die Einheiten kommen sollten.
    – Über die Haltbarkeit von Milan LFKs hab ich bei einigen Online-Medien gelesen, dass die Lager mit älterer Munition gut gefüllt ist und die Milan-LFKs fast am Ende der Lagerfähigkeit angelangt sind. Von daher würde diese Munition so oder so aus dem Bestand gehen …

    Lese immer „Verteidigungsreserve“ – welche Reserve (Soldaten und Soldatinnen) würde denn das vorgehaltene Material im Ernstfall bedienen? Diese riesigen Arsenal-Bestände aus den 70ern und 80ern braucht kein Mensch mehr. Niemand in der NATO redet davon den Umfang der Landstreitkräfte signifikant (subjektiv gesehen für mich sind das mehr als 15%) zu erhöhen, die Diskussion dreht sich doch eher darum die Positionierung diverser Einheiten weiter in den Osten zu verlagern.

  27. Essener

    Zitat; „Diese riesigen Arsenal-Bestände aus den 70ern und 80ern braucht kein Mensch mehr.

    Es gibt keine „Verteidigungsreserve“ mehr,- insoweit auch keine „riesigen Arsenal-Bestände“ mehr!

    Die „Verteidigungsreserve“ ist final einer der letzten Reformen der Bundeswehr aus Kostengründen zum Opfer gefallen!- Der Bestand an Waffen und Gerät ist der, der für die derzeitig bekannte Gliederung der Bw ausreicht!- Mehr ist nicht …

  28. @audio001

    … nicht klar genug von mir ausgedrückt. Wollte sagen, wir brauchen aktuell bzw. in der heutigen Zeit nicht mehr die „riesigen“ Arsenal-Bestände wie wir sie in den 70ern und 80ern vorgehalten haben.

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