Neues Luftverteidigungssystem: CSU-Abgeordneter bestätigt Entscheidung für MEADS

MEADS launch 3

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Rüstungs-Staatssekretärin Katrin Suder und Generalinspekteur Volker Wieker wollten es eigentlich erst am (morgigen) Dienstag mitteilen, jetzt hat es der CSU-Verteidigungspolitiker Florian Hahn bereits bestätigt: Das neue Taktische Luftverteidigungssystem (TLVS) der Bundeswehr wird auf Basis des von den USA, Deutschland und Italien entwickelten MEADS (Medium Extended Air Defense System) beschafft. Damit hat die US-Firma Raytheon mit der angebotenen neuen Version ihres Patriot-Flugabwehrsystems das Nachsehen.

Hahn bestätigte die Entscheidung tagesschau.de:

Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios hat der Generalinspekteur der Bundeswehr, Volker Wieker, die Auswahlentscheidung getroffen, ein neues Boden-Luft-Abwehrsystem zu beschaffen. Grundlage für die Beschaffung soll das von der deutsch-italienischen Rüstungsschmiede MBDA und dem US-Unternehmen Lockheed Martin entwickelte System MEADS (Medium Extended Air Defense System) sein.
Der Bundestagsabgeordnete Florian Hahn, außen- und sicherheitspolitischer Sprecher der CSU, bestätigte der ARD den Vorgang.

Dass die Spitze des Ministeriums MEADS gegenüber Patriot den Vorzug gibt, war schon spätestens seit Mitte Mai absehbar. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte dazu am Montagabend keinen Kommentar abgeben.

Details des milliardenteuren Deals dann wohl eher morgen.

(Foto: Ein Testschuss des MEADS-Systems mit einer PAC3-Rakete 2013 in White Sands – Lockheed Martin)

45 Gedanken zu „Neues Luftverteidigungssystem: CSU-Abgeordneter bestätigt Entscheidung für MEADS

  1. Damit ist ein Baustein für die, nennen wir es mal „strategische Luftverteidigung“, gelegt worden ( an dem sich Frau vdL zukünftig messen lassen muss).

    Wichtig wäre, jetzt auch die Lücke in der „taktischen Luftverteidigung / -abwehr“ zu erkennen und zu schließen, die u.a. auch die Ausphasung der FlakPz Gepard gerissen hat. So ganz unwichtig ist dieser Baustein im „System Fla“ näcmlich auch nicht, auch wenn das die Lw nicht so gerne hört ;-)

  2. @voodoo, Sie sprechen mir aus dem Herzen. Strat- und taktische Luftverteidigung sind verzahnt zu betrachten. Der taktische Zahn wurde vom InspH aber herausgeschlagen.
    Also, „back to where we started from“
    Ohne HFla brauch(t)en wir nämlich keine strategische Luftverteidigung, da es im Bedarfsfall nichts mehr zu verteidigen gäbe.

  3. nun…ich wäre auch noch für eine Weiterentwicklung MEADS und Berücksichtigung der Marine und nicht nur Luftwaffe….ist als Luftverteidigungssystem der nächsten Generation (Luftverteidigungsverbund 2020) ja noch ein wenig Zeit.
    nachdem die USA und Frankreich ja raus sind, weiß jemand ob italien ( MBDA-Italien) eigentlich noch mit im Boot ist?

  4. Kleindrohnen sind billig und werden in immer mehr Konflikten eingesetzt. Wie will die Bundeswehr Kleindrohnen bekämpfen ? Mit MEADS wohl kaum, die Bekämpfung wäre zu teuer. Es fehlt ein Nachfolger für den Flugabwehrpanzer Gepard.

  5. Kleine Medienkritik, gerade bei den Themen Militär und Rüstung ist die Kompetenz der Medien m.E. mangelhaft:
    Die Tagesschau , link oben, bezeichnet MBDA als „deutsch-italienische Rüstungsschmiede“, das stimmt so nicht. National betrachtet haben die Briten an MBDA den größten Anteil, die Struktur der Eigner sieht so aus:
    MBDA has three major aeronautical and defence shareholders – Airbus Group (37.5%), BAE Systems (37.5%) and Finmeccanica (25%), and is the first truly integrated European defence company.

  6. Stimme meinen Vorkommentatoren Zu 100% zu!!!
    Wir benötigen in ERSTER LINIE einen Gepard/Roland/Ozelot-Nachfolger.

    Schon mit Blick auf die Ukraine etc.??

    Und zwar schleunigst!!!

  7. @ Hohenstaufen: Da haben Sie natürlich recht. Allerdings wird MEADS von MBDA Deutschland und MBDA Italien entwickelt, zwei eigenständige Tochtergesellschaften von MBDA.

  8. Gibt es in Deutschland eigentlich noch einen einzigen Politiker, der angesichts einer Kamera einfach mal den Mund halten kann ? Auch wenn das hier keine superkritische Geheiminformation war, es gehört sich einfach nicht dem betreffenden Ressortchef so vorzugreifen. Wie solche Leute mit wirklich sicherheitsempfindlichen Dingen umgehen, kann man sich vorstellen. Erbärmlich.

  9. Um mal zur taktischen Ebene herabzusteigen.

    Es gibt wohl eine Initiative dazu. Die Zuständigkeit liegt aber nicht beim Heer.

  10. Zu den bisherigen acht Beiträgen kann doch ganz bestimmt @Hans Schommer als ehem. Insider Dezidiertes sagen, samt Geheimhaltungspflicht. Oder?

  11. Aus Wikipedia über den CSU Bundestagsabgeordneten Florian Hahn, Stimmkreis München – Land, in Putzbrunn

    Zitat: Beruflicher Werdegang:

    „Hahn war Mitarbeiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Rüstungsunternehmens Krauss-Maffei Wegmann.“

    Zitat. „Ehrenämter:
    Florian Hahn engagiert sich seit 2002 als Mitglied des Vorstandes bzw. Beirat des Vereins der Freunde und Förderer der Realschule Neubiberg e.V.. Zudem ist er seit 2010 ehrenamtliches Mitglied des Beirates der Zeitschrift „Wehrtechnik“, herausgegeben von der Mönch Verlagsgesellschaft mbH Bonn und seit 2013 Vizepräsident der Interessengemeinschaft Deutsche Luftwaffe e.V.. Seit 2014 ist er Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e.V.. Seit 2014 ist er stellvertretender Vorsitzender der Soldaten und Veteranen Stiftung (SVS).

    Ist dies nun ein ehemaliger Lobbyist der Wehrtechnischen Industrie, ein Freund der Bundeswehr, ein besorgter Außen- und Sicherheitspolitiker, oder wie soll man den Herrn MdB Hahn einordnen ?

    Unnötig zu sagen, dass die MBDA Deutschland mit Sitz im bayrischen Schrobenhausen eine 100 % Tochter von MBDA ist und die gehört zur Airbus Group, ex EADS D&S.

  12. Benötigt wird doch sowohl „strategische“ Luftverteidigung, als auch die „taktischen“ Systeme. Wobei ich mich ein wenig an der Wortwahl („strategisch“ vs. „taktisch“) störe. Letztlich handelt es sich bei MEADS um ein verlegbares, taktisches LV System größerer Reichweite. Eine Unterscheidung von „Anti-Access Area Denial“ (A2AD) vs. mobile Systeme ist da etwas präziser.

    „Ohne HFla brauch(t)en wir nämlich keine strategische Luftverteidigung, da es im Bedarfsfall nichts mehr zu verteidigen gäbe.“ –
    Das habe ich nicht verstanden. Schützt LV ausschließlich Landstreitkräfte? Wirken Langstrecken- und Kurzstreckensysteme nicht gemeinsam besser als alleine? (Stichwort: Cluster bzw. Layered Defense).
    Meinem Verständnis nach kann ich mit Kurzstreckensystemen nur bestimmte Bedrohungen abwehren (v.a. Hubschrauber, evtl. UAS). Gegen Strahlflugzeuge mit Präzisionswaffen aus mittlerer bis hoher Höhe richten Ozelot, Gepard etc. wenig aus.
    Sie treiben die Angreifer höchstens in den Erfassungsbereich von Systemen wie PATRIOT bzw. MEADS. Kleindrohnen sind da noch das geringste Übel. A2AD Systeme werden mit einem symmetrischen Mindset gegen symmetrische Bedrohungen beschafft.

    Auch wenn es einige Flieger nicht gerne hören. Mit Systemen wie S-300/S-400, in Kombination mit guten Kurzstrecken Systemen, verwehre ich meinenm Gegner Zugang in einen bestimmten Luftraum. Ich kann Luftüberlegenheit oder gar Luftherrschaft mit bodengebundener Luftverteidigung herstellen. Doktrinär ist das noch nicht überall angekommen.

    Insofern ist die Beschaffung von MEADS als Nachfolger für ein seine Lebensdauer erreichendes System (PATRIOT) doch nur folgerichtig. Aber ich stimme zu, dass die grauen Kameraden ebenfalls adäquaten Schutz gegen Luftziele benötigen. Das gilt insbesondere im Segment mittlerer Reichweite. Spontan fällt mir da kein westliches System, ausser vielleicht NASAMS, ein.

    Aber: freuen wir uns und harren der Dinge die da kommen (Anzahl Systeme, LFKs, Kosten etc.).

  13. Endlich eine Entscheidung von strategischer und politischer Entscheidungen in diesem wichtigen Bereich. Die Messlatte bei der bisher geäußerten Kritik wird sich nun an diesem Projekt auch anlegen lassen müssen. Wir dürfen gespannt sein und hoffen dass die oben gezeigten Fähigkeitslücken erkannt und behoben werden.

  14. @ ChairForce | 08. Juni 2015 – 21:17
    „… Sie treiben die Angreifer höchstens in den Erfassungsbereich von Systemen wie PATRIOT bzw. MEADS.“
    Genau, diesen Effekt gilt es zu erkennen und durch den von Ihnen angesprochenen Waffenmix (Stichwort System Flugabwehr) zu erzeugen. Derzeit ist die DEU LV-Kuppel im tiefen Flughöhenbereich unbewehrt. (Die in den Simulationsübungen mit SIRA und GUPPIS zur Erhöhung der Überlebensfähigkeit eingebauten ROU FlakPz GEPARD (Rüststand B2L) ignorier ich mal geflissentlich.
    „Ich kann Luftüberlegenheit oder gar Luftherrschaft mit bodengebundener Luftverteidigung herstellen.“ M.E. nicht. Hier können fliegende Plattformen mit abstandsfähigen SEAD – Mitteln noch gegenhalten. Zudem bestünde für die ILV des NATO-Bündnisses gegenüber RUS die Gefahr der „Übersättigung“ . Was die Zukunft bringt – wer weiß.

  15. Wolfsmond | 08. Juni 2015 – 20:58
    Gibt es in Deutschland eigentlich noch einen einzigen Politiker, der angesichts einer Kamera einfach mal den Mund halten kann ? Auch wenn das hier keine superkritische Geheiminformation war, es gehört sich einfach nicht dem betreffenden Ressortchef so vorzugreifen. Wie solche Leute mit wirklich sicherheitsempfindlichen Dingen umgehen, kann man sich vorstellen. Erbärmlich.

    Dem kann man nur zustimmen. Ist wirklich schlimm geworden. Auch wenn dieser Blog davon lebt ;)

    MANTIS auf BOXER dürfte bereit stehen. So fern man denn will…

  16. ht_ | 08. Juni 2015 – 21:39:
    „MANTIS auf BOXER dürfte bereit stehen. So fern man denn will…“
    Da wären wohl noch zwei techn. Voraussetzungen zu erfüllen, an deren Lösung man nach Auflösung der HFlaTr meines Wissens nicht mehr gearbeitet hat: 1. Fahrwerksversteifung und 2. Zielfolgeausstattung des „Kanonenwagens“ (war unser Arbeitsbegriff zur Unterscheidung vom „Sensorwagen“ und vom „Gruppentransportwagen mit LTSB“ (letzteres Kürzel stand für Lager-, Transport- und StartBehälter für den LFK NG).

  17. @ChairForce u.a.
    Keineswegs stehe ich für strategisch vs. taktisch, im Gegenteil. Und ja, die ‚grauen‘ brauchen Schutz gegen Luftfeind. Aber einen auf sie und die betreffenden Gegner zugeschnittenen.
    Die Luftbedrohung, VOR dem Notnagel Fliegerabwehr aller Truppen, sind tief und tiefst fliegende JaBo, KHubSchr und UCAV. Ist dieser Luftfeind im Zielspektrum TLVS? Falls ja, prima, reicht jedoch nicht! – Warum? – Zusätzlich bitte bedenken, Wesen der – zumindest Kampftruppe – des Heeres um Erfolg zu haben, ist die Bewegung. Das bedeutet, der stationäre Schutz, auch der im Raum, ist keine wesentliche Leistung. Dazu wird der Schutz erst durch Systeme, die befähigt sind Panzertruppen in Marsch und Angriff nicht nur zu folgen, sondern auch in der Bewegung gegen Luftfeind zu schützen. Diese Systeme müssen selbst adäquat geschützt, flexibel mit MK bewaffnet und natürlich mit Radar ausgestattet sein. Die Bewaffnung muss Feuerkampf gegen gepanzerte Ziele, auch bei Eigenbewegung in Zweitprio so zulassen, dass SPz durchschlagen werden.

  18. @ht_

    MANTIS auf Boxer wäre eine Lösung. Nur müssten neue Boxer beschafft, haben ja jetzt schon zu wenig (werden eigentlich diese zusätzlichen 171 Boxer beschafft von denen im letzten Jahr die Rede war?), und das Mantis System umgebaut werden. Hinzu kommt kaum oder schlecht eingesetztes Geld für neues Material. Nur als Erinnerung Mantis wurde damals auch verzögert ausgeliefert… Bezweifele das es bei einer mobilen Variante zur pünktlichen Auslieferung kommt…
    Wäre es nicht sinniger den Gepard zu reaktivieren? Bzw. zu modernisieren?

  19. MEADS war und ist bislang m.W. nicht entscheidungsreif, da nicht ausreichend geklärt ist, ob alle bisherigen Entwicklungsergebnisse für die weitere Arbeit genutzt und dafür ausreichend vollumfänglich dokumentiert wurde – gerade bzgl des größten, nämlich des amerikanischen Entwicklungsanteils.
    Verstärkend wirkt: Zwischen Auslandsaufgaben, der Beteiligung an Landes- und Bündnisverteidigung sowie an künftiger Raketenabwehr regt das als offenes System konzipierte MEADS sicher zu vielerlei konzeptionellen Gedankenspielen über eine wünschenswerte eierlegende Wollmilchsau an, die dann sehr teuer, sehr zeitraubend und sicher weniger leistungsfähig ausfallen wird, als es uns die Industrie erzählen wird. Motto: Besser schnell vertraglich binden als erst gründlich nachdenken.
    MaW.: Hier wird industriepolitisch motiviert von einer großen Koalition der Beschaffer ein absehbarer künftiger Beschaffungsskandal „angesetzt“, der auf ungeklärten, vielfältigen Fähigkeitsforderungsprioritäten aufsetzt und absehbar technisch wie finanzplanerisch mit großen Risiken behaftet sein wird.

  20. @ Wolfsmond:
    Zustimmung! Bei mir hat sich Herr Hahn damit erneut disqualifiziert. Kaum raus aus dem BMVg, wo es in der KoA-Runde um den vertraulichen Sachstandsbericht samt Entscheidung ging, schon wurde die ARD angestimmt. Ich erinnere mich noch an die letzte Legislatur, als ein MdB aus einer vertraulichen Sitzung die Koordinaten der Patriot-Stellungen in der Türkei simste. Weine könnt ich, weine!

  21. @der junge neue
    Gepard, NEIN. Wäre wie aus GOLF I einen GOLF VII, GTI/VRS zu basteln.
    Boxer, NEIN. Trägt nicht erforderliche Gefechtsmasse und ist RadFz.
    „Partner“ für künftigen FlaPz sind Leopard, Puma und PzHaub, KettenKfz mit taktischer Beweglichkeit, die nur (!) KettenKfz haben.
    Also, keine nach- umgerüsteten Halbheiten.

  22. @ Der junge neue | 08. Juni 2015 – 22:05:
    „Wäre es nicht sinniger den Gepard zu reaktivieren? Bzw. zu modernisieren?“
    Der Drops ist gelutscht. Der GEPARD ist ausgephast – und zwar „physisch“ komplett. Wobei man mit KMW sicher noch verhandeln könnte.

  23. @Voodoo die Luftwaffe braucht diese Lücke nicht zu Erkennen, wenn das Heer ein taktisches Flugabwehrsystem haben möchte, dann muss es sich selbst darum kümmern. Dazu braucht es Flak und Flarak. Das Konzept dazu ist bekannt und nennt sich FlaSys, scheinbar ist da Hans Schommer bekannt mit. Ist aber OT denke ich.
    Die Luftwaffe hat ein TLVS gewünscht, damit sie u.a. taktische ballistische Flugkörper abwehren kann.

    Die Luftwaffe muss sich also nicht vorwerfen lassen sich nur um „Groß und Schnell“ bzw. um sich selbst zu kümmern. MEADS kann wesentlich besser taktische Heeres-Elemente schützen als es Patriot je konnte. In diesem Sinne ist MEADS darauf ausgelegt Teilstreitkräfte übergreifend, Optimierungen zu ermöglichen.

    Taktische Luftverteidigung und der Schutz von taktischen Heeres-Operationen sind zwar miteinander verwoben, aber trotzdem zwei verschiedene paar Schuhe.

    Der springende Punkt ist nur: es wird auf BASIS von MEADS beschafft, keinesfalls ist sicher ob es sich bei TLVS tatsächlich um das MEADS handelt:
    http://meads-amd.com/

    Das ist das Problem. MEADS liefert eine Auswahlentscheidung, aber für was?

    Welche Interoperabilität haben wir am Ende integriert, und zu welchen Systemen?
    Zu Patriot, zu AWACS, …..?

    Welche Effektoren und Sensoren werden Beschafft, weiterbetrieben, integriert?

    Um nur einige ziemlich oberflächliche Fragen aufzuwerfen. Die offene Architektur von MEADS als Entwicklungsbasis mach TLVS für die Öffentlichkeit nicht transparenter, sondern uneinschätzbar.
    Es ist ja noch nicht mal ansatzweise nach außen gedrungen wie viele Batterien geplant sind.
    Nur eins ist bekannt , die geschätzten Kosten.

  24. @Hans Schommer

    Mit Sicherheit könnte man mit denen über gebrauchte Gepards verhandeln. ;)
    Aber @Klaus-Peter Kaikowsky hat recht Gepard ist schon alt und sein verglich ist einleuchtend und überzeugend. War ja auch nur eine Frage meinerseits.
    Was ich aber denke ist das ein Flugabwehrpanzer auf Radbasis schon einen gewissen Vorteil gegenüber einem Kettenfahrzeug hat. Z.B. Leichtere und schnellere Verlegung hohe Reichweite gute Gelände- und Straßefahrteigenschaften und trotzdem ein gutes bzw. hohes Schutzniveau.

  25. @axel_f. Ich habe nichts gegeg den Gepard. Zu seiner Zeit toll, aber eben damals. Bedrohung und Zielspektren sind gewachsen. Aber es gibt eben auch keine mehr, alles entsorgt.
    Und, das Leo 1 Fahrgestell war auch gut, aber eben damals, seit Ende der 60er.

  26. Das System wird gebraucht
    und es kann IRIS eingebunden werden und Pat
    das System wird jedoch schon Gestern gebraucht , nach dem Russland mehre Raketen gegen Europa aufgestellt hat
    und nicht jede trifft

  27. Das hatten wir doch alles schon mal, das Waffensystem ROLAND! Sei es auf Rad oder Kette, schnell und Effizient! Interactive mit anderen FlaSys und fliegenden Waffensystemen wie der E3-A AWACS….

  28. Ram sollte auch schon längst mobil sein da von hört man nicht mehr

    Nur das der Boxer damals 90 C beinahe umgefallen soll sein ( ob das stimmt weis ich nicht ) aber der Puma könnte das System Vertragen aber politisch nicht gewollt

  29. Und Leo 2 Wannen hätte man ja wohl auch genug. Den GEPARD auf dieser Wanne gab es ja auch mal als Firmen- oder WTD-Studie.

  30. MBDA muss jetzt erst mal bis mitte 2016 ein Angebot abgeben und dann sieht man 2017 weiter.

  31. Ich habe die Diskussion überflogen und bitte um Verzeihung, falls ich es übersehen habe.

    Gibt es schon eine Aussage oder ist eine zu erwarten, ob die bodenbasierte IRIS T als billigere Alternative auch beschafft werden soll, perspektivisch? So dass man die Wahl hat je nach Bedrohung?

    Wie ist es mit den Eigentumsrechten? Die Software gehört der Bundeswehr, aber was ist mit der MEADS Rakete? Ist das eine Blackbox oder kann man da rummachen?

    MEADS ist ja auch zur ballistischen Raketenabwehr entwickelt. Ist die deutsche Beschaffung jetzt explizit Teil einer ballistischen Nato Raketenabwehr?

    Der Puma ist ja keine universelle Plattform, aber der Gedanke ihn auch als Luftabwehrpanzer auszustatten, wurde ja zumindest schon formuliert.

  32. @ Frank

    Wieso wird neuerdings(?) ein Beitrag immer überflogen und dann sofort in den Rage-Mode geschaltet?

    Ich habe nicht gefordert, dass die Lw „etwas erkennen soll“, sondern nur, dass die Lw die „taktische Fla-Geschichte“, also das was früher HFla war, offensichtlich nicht sonderlich interessiert, weil es eben nichts Cooles ist.
    Und dass die Lw nichts damit zu tun habe, weil es Heeresangelegenheit wäre, ist insofern schon der falsche Ansatz, da eben jene Lw sich alles was um Fla dreht augenscheinlich unter den Nagel gerissen hat – spätestens seit Auflösung HFla ist der Drops für´s Heer gelutscht.

    Ihre Aussage zu MEADS und dem Schutz der Heeresverbände brachte mich zum Schmunzeln, ich kann mir schon lebhaft den Gesichtsausdruck des MEADS-Kdr der Lw vorstellen, dem man sagt, er möge jetzt die PzBrig XY auf ihrem Marsch von A- mach B-Dorf schützen… Sie merken selber, dass diese Vorstellung albern ist, oder – vor allem, wenn man bedenkt, was ein Flugkörper des Systems im Verschuß kosten wird?

    Ihre weitergehenden Fragen finde ich allerdings sehr interessant, es scheinen also noch diverse Hintertürchen offen zu stehen bzw. noch längst nicht alle Fragen geklärt. Und: Sind die Geräte jetzt Made in USA oder profitiert der deutsche Arbeitsmarkt von der Entscheidung? Wenn wir nämlich dieses technologisch heftige Waffensystem in den USA kaufen, sehe ich keinen wirklichen Grund mehr, dass das bei Hubschraubern oder Flugzeugen nicht geht… ;-)

  33. @Felix
    Das auf MEADS basierende flugabwehrsystem soll ja offen strukturiert sein, das heißt es soll um andere Launcher und Radare erweitert werden können ohne große Probleme, das heißt auch das es möglich sein sollte die von Diehl entwickelten IRIS-T SLM Systeme einzubinden. Aber die Betonung liegt auf sollte, sicher ist nur das nichts sicher ist.
    Und die verwendeten PAC-3 Flugkörper haben wohl, wie man hört, eine Black Box in der die Bw mit Sicherheit keinen Einblick bekommt..
    Raytheon ist auf jedem Fall mit im Geschäft auch wenn MEADS ausgewählt wurde..

  34. Für das Heer könnte man doch IRIS-T SLM vorsehen.
    Das müsste doch kompatibel, und somit mit in das komplette System inegrierbar,sein !?
    Die Flugkörper sind jedenfalls deutlich günstiger – womit man dann auch (kostengünstig) Drohnen abschrießen könnte.

  35. @Wait&C:

    Zielkspektrum ist mir mehr als bekannt. Deswegen auch „Erprobung“ und nicht „im Angebot“.

    Zeitgleich muss man aber feststellen, dass die reale Bedrohung von Streitkräften, nocht nicht so richtig greifbar ist. Es sind einfach zu viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten denkbar.

  36. Also überspitzt: Eine „Baumarkt-Drohne“ für 500€ mit einer Rakete für 1,2 Mio € bekämpfen, während man einen Schuß X0mm für 100€ haben kann? ;-)

    Ich frage mich, woher die Raketen-Fixierung in letzter Zeit kommt – gar ein Fall für den guten alten Sigmund? ;-)

  37. Der junge neue | 09. Juni 2015 – 9:11

    „Raytheon ist auf jedem Fall mit im Geschäft auch wenn MEADS ausgewählt wurde..“

    Warum?
    PAC3 MSE ist von LM, nicht Raytheon.

  38. Wie oft noch?
    Schutz von Heeresverbänden in der Bewegung nur mit MK auf gleich geschützten und gleich beweglichen gepanzerten Fz. Maschinenkanonen, sonst nichts.

  39. Ich lese immer, dass das neue TLVS auf Basis von Meads beschafft wird. Wird Meads nun 1:1, oder wirklich „nur“ auf Basis dieses beschafft? Und wenn es auf Basis von Meads ist, welche Komponenten werden dann davon genutzt. Das habe ich hier noch nicht so ganz verstanden! Könnte hier einer für Klarheit sorgen? Bedanke mich bereits mal im Voraus.

  40. Wenn ich hier schon wieder was von Anteil der Airbus-Group lese… Warum verbrennen wir die Milliarden nicht direkt? NH90, A400, Tiger… Alles erstklassiges Wehrmaterial! Bleibt dieser Blog die nächsten Jahre auf jeden Fall lesenswert! :-)

  41. > Zeitgleich muss man aber feststellen, dass die reale Bedrohung von Streitkräften, nocht
    > nicht so richtig greifbar ist. Es sind einfach zu viele unterschiedliche
    > Einsatzmöglichkeiten denkbar.

    Vieleicht sind zukünftige Bedrohungen nicht für Politiker erkennbar, für SciFi-Leser allemal:

    Man nehme eine Handgranate, befestige daran zwei Flügel, Solarzellen, einen Motor, Prozessor und Kamera aus einem Mobiltelefon, baue davon eine Millionen Stück für je 200 Dollar und fertig ist die Weltherrschaft. Ich will mal sehen wie Büchel oder Ramstein betrieben werden wenn davon auch nur 10.000 in der Gegend sind…

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