Ohne Uran-Munition: Nur hilflose Leos?

Ein Artikel in der gestrigen Welt am Sonntag hat hier im Blog die Debatte ziemlich angefacht: Ohne Munition mit abgereichertem Uran (DU), so die These des ehemaligen Chefs des Planungsstabes im Verteidigungsministerium, Hans Rühle, seien die Leopard-Kampfpanzer der Bundeswehr hilflos gegen russische Panzer:

Der Bundeswehr fehlt für den Kampf gegen russische Panzer T90 wirksame Munition. Das Problem hätte schon in den 80er-Jahren behoben sein können. Doch die Furcht vor Friedensaktivisten war zu groß.

(Link aus bekannten Gründen nicht)

Im Eintrag über die geplante Panzer-Aufrüstung der Norweger wurde (und wird) das heftig diskutiert – und die These, dass nur DU-Munition wirksam sei, auch infrage gestellt. Zumal diese Munition auch andere Nachteile, nicht zuletzt für Soldaten wie die Umwelt, mit sich bringt.

Ich hatte (u.a. wg. Wochenende…) daraus keinen eigenen Thread gemacht, hole das aber hiermit nach und verschiebe die aufgelaufenen Kommentare hierher.

(Foto: Leopard 2A6 des Panzerbataillons 104 bei der Gefechtsübung Grantiger Löwe 2015 im Februar 2015 – Bundeswehr/Vennemann)

 

154 Gedanken zu „Ohne Uran-Munition: Nur hilflose Leos?

  1. Ja, wobei es Gerüchte gibt, nach denen der Panzer bis 2020 sogar besatzungslos (lies: zur Not ferngesteuert) funktionieren soll.

    Der besatzungslose Turm war keine große Überraschung mehr; wohl eher, dass es doch „nur“ eine modernisierte 125mm-BK ist.

  2. 140mm soll in Erprobung gewesen sein, aber wohl wegen notwendiger Überdimensionierung der Gesamtrohrlänge (zu weit in Turmraum hinein) nicht weiter entwickelt worden sein.

  3. [Und wieder sag ich’s gerne: Links zu deutschen Verlagswebseiten hier in der Regel nicht… T.W.]

    Mehr Armata-Details sowie neuer SPz und PzHaub.

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