Der Hubschrauber-Deal: Jetzt beim Haushaltsausschuss

Der German Deal, die zwischen dem Verteidigungsministerium und Airbus aus- und nachverhandelte Einigung über den Kauf von verschiedenen Hubschraubern, ist jetzt beim Haushaltsausschuss angekommen. Den Verhandlungsstand und die Kosten hatte der Grünen-Haushälter Tobias Lindner bereits im Dezember vergangenen Jahres abgefragt (als pdf hier 141209_Antwort_Änderungen Hubschrauber MoU,  da ich die Bundestagsdrucksache noch nicht gefunden habe.)

Aufgrund der bisher bekannten Details ist deshalb der Oppositionsabgeordnete auch nicht so glücklich:

An zahlreichen Punkten bleiben trotz der umfangreichen Vorlage offene Fragen, etwa zu Kostenaufstellungen, Zulassung, oder den technischen Problemen. Diese müssen bis zu Abstimmung im Haushaltsausschuss geklärt werden. Ob die Bundeswehr mit dieser Vereinbarung wirklich ein gutes Geschäft macht, lässt sich doch sehr bezweifeln. Dies gilt im Besonderen, wenn man den Finanzbedarf ins Verhältnis zu der Zahl der Hubschrauber setzt: Insgesamt sollen 40 NH90-Hubschrauber weniger gekauft und dafür 927 Millionen Euro eingespart werden; das sind 23 Millionen Euro für jeden der 40 eingesparten Hubschrauber. Für die verbleibenden 82 NH90-Hubschrauber wird hingegen ein Stückpreis von 46 Millionen Euro fällig. Ursula von der Leyen hat den unter de Maiziere ausgehandelten Global Deal nun zwar in Rahmenvereinbarung umgetauft, ihn aber inhaltlich nicht wesentlich verbessert. Alles in allem bleibt der Global Deal ein schlechter und fragwürdiger Deal. Wer die Rahmenvereinbarung vor zwei Jahren schlecht fand, sollte ihr auch heute nicht zustimmen.

Mal sehen, was noch ein Einzelheiten hochkommt (aus Zeitgründen muss ich es erst mal dabei belassen). Aber die Tendenz war schon im Dezember klar und scheint sich nicht geändert zu haben.  Außerdem wird noch eine Stellungnahme des Bundesrechungshofes erwartet. Und: einige Haushälter dürften auch sehr genau nachfragen, inwieweit die erkannten Probleme nach dem NH90-Zwischenfall in Termez im vergangenen Jahr, der Designfehler beim verschmorten OHCP-Panel und das Aussetzen des Routineflugbetriebs des NH90 sich in einem neuen Vertrag niederschlagen (müssten).

125 Gedanken zu „Der Hubschrauber-Deal: Jetzt beim Haushaltsausschuss

  1. @hg butte: Noch ist kein Nachfolger Sea Lynx in der Beschaffung, jedoch hat man den Bedarf wohl erkannt. Gerade im Hinblick auf die Vorlaufzeiten.
    Leider hat AH noch nichts entsprechendes im Portfolio, sonst könnte man seinen Favoriten schon benennen.

  2. @hg butte
    Na ja, indirekt… Stichwort „Schwanzfäule“. Die Sea Lynx werden wohl kaum noch 30 Jahre fliegen.

    @sar8959
    (Ehrwürdiger Nick..)
    Ich hoffe der „Fraktionszwang macht bald Fracksausen“…

  3. @ Georg
    Das ist doch genau der Punkt, den ich seit längerem versuche deutlich zu machen:
    Es ist völlig egal, was in den Verträgen steht! Die machen das nur um ihre Rechtsabteilungen zu rechtfertigen und für zivile Verträge braucht AHD die ja auch.
    Für das Basismodell Tiger sind 90% des Kaufpreises fällig, wenn das die Linie verlässt. Für verspätete Lieferung sind 6% fällig. Das heißt für 4 % des Kaufpreises reißt AHD sich ein Bein aus um dem Besteller das gewünschte Produkt perfekt hinzustellen. Das ist so, als wenn Sie beim Hausbau 96 % des Kaufpreises als Rohbaurate zahlen. Wann Ihr Haus dann fertig wird, können Sie sich ausrechnen.

    Es bringt nichts bei der Bw oder beim Hersteller anzusetzen. Entscheidend sind die Politiker. Die bestimmen wo was gekauft wird. Die Ministerin darf dazu nur freundlich lächeln.

  4. @all

    AH erweitert in Polen – so eine Presseinfo von heute. Vielleicht können ja die jungen Ingenieure dort helfen, die akuten Probleme zu beseitigen:

    “ Airbus Helicopters extends its research & development capabilities in Europe by opening a new design office in Łódź, Poland
    Łódź, Poland, 19 February, 2015 – Building on a decade of cooperation in Poland, Airbus Helicopters today expanded its in-country presence by opening an engineering design office at Łódź, which will employ approximately 100 engineers.
    This new Airbus Helicopters Polska facility is to be assigned a wide variety of mechanical design activities, with a focus on future breakthrough technologies in such areas as rotorcraft drive systems and equipment. Design work in the office will cover military and commercial helicopters, new-design platforms, and modernization of existing rotorcraft types.
    “We see a significant potential from Poland, particularly with its young and skilled engineers who can contribute to a new way of bringing innovation to our products and systems,” said Guillaume Faury, the President of Airbus Helicopters. … “

  5. @sd 19. 02. 01:13 Uhr und @all der Interressierten

    Eine Erklärung der Flug-Leistungsklassen von Hubschraubern findet sich in den Begriffsbestimmungen in der AVV Hubschrauberflugplätze.
    In dieser Verwaltungsvorschrift ist auch erklärt, was es braucht um einen Landeplatz z. B. an Bord eines Schiffes zulassungsfähig zu bekommen und was der Hubschrauber dafür können muß.

  6. „“We see a significant potential from Poland, particularly with its young and skilled engineers who can contribute to a new way of bringing innovation to our products and systems,” “

    I see-eine Firma, die versucht, ihre Lohn(neben)kosten weiter zu drücken, um ihre Gewinn-Margen erhöhen zu können….man muss die Aktionäre zufrieden halten……und wenn das durch Absatzzahlen nicht zu erfüllen ist-dann muss das Geld eben eingespart werden….

    Ihr glaubt doch nicht im Ernst, das es darum geht, das „junge, polnische Ingenieure“ auf einmal das Rad neu erfunden haben?

  7. @huey:

    „Ihr glaubt doch nicht im Ernst, das es darum geht, das “junge, polnische Ingenieure” auf einmal das Rad neu erfunden haben?“

    Schon mal an Offsetverpflichtungen oder hier besser an die prophylaktische Begegnung zur Erhöhung ebenjener gedacht? Das ist gängige Praxis in dieser Branche.

  8. @bwgrisu
    Danke fuer den Hinweis auf AVV Hubschrauberlandeplaetze. Darin ist etwas zu den unterschiedlichen Anforderungen fuer die unterschiedlichen Flugleistungsklassen (FLK) und auch eine Definition der FLK. Diese scheint nach der Notwendigkeit einer Notlandung bei betrieb in unterschiedlichen Klassen zu gehen. Es ist allerdings nicht klar was das konkret auf den NH90 bedeutet. Wann wird dieser in der jeweiligen Klasse betrieben, haengt das vom Startgewicht ab? Oder aendert sich das waehrend des Fluges, wenn sich Leistung/Masse verhaeltnisse verbessern?

  9. @huey

    Wie Sie glaube ich auch nicht, dass es um das Rad geht. Aber dass AH wenn’s um andere Märkte/Produkte geht, weder Ideen noch Mühen der Zulassung etc. scheut. Der Ausflug ins NH-Tigerland nur noch eine lästige Leiche aus der MBB-Epoche?

  10. @Schorsch52, @Huey: Ein alter „Airbus-Bart“ aus 04.04.2013 der mal wieder mit großen Tönen aufgewärmt wurde (vgl. http://press.airbushelicopters.com/de/press-release/eurocopter-turbomeca-und-wzl-1-vereinbaren-einrichtung-zweier-montagelinien-fur). Die entsprechenden beiden Ausschreibungen (Kampfhubschrauber & Transporthubschrauber) wollen erst einmal von AIRBUS Helicopters gewonnen sein. Die träumen bei Airbus vom Theo und Łódź.

    Den NH90 bietet AIRBUS weder als TTH noch NFH (SAR-Version) dem MON / MOD in Polen erst gar nicht an. Man will EC725 (Super PUMA) und Makilla-Engines produzieren, sofern man denn einen Stich gegen PZL Milec (Sikorsky, Blackhawk Serien), PZL Swidnik (AW, AW139-, AW149- & AW101-Serien) und Boeing (in Partnership mit AW beim AH 64 Apache) in den Ausschreibungen machen sollte. Nur von den Jungingenieuren Polens wird keiner nach Łódź in die tiefste Provinz gehen, schon gar nicht bei dem dortigen Lohnniveau. Man vgl. mal Łódź mit der Kultur-, Universitäten- und Wirtschaftsstadt Lublin und die Lage von WZL Nr 1 mit der der PZL Swidnik SA samt aller Infrastrukturen und Anbindung an den Flughafen Lublin samt eigenem Werksplatz.

    Das WZL Nr 1 in Łódź (vgl. http://www.wzl1.mil.pl/en_index2.htm) ist eines der früheren ca. 12 und ziemlich heruntergekommenen staatlichen militärischen Luftfahrzeug-Instandsetzungswerke, welche den direkten Weg in die Privatisierung über die ARP / IDA (Industrial Development Agency PL = „Polnische Treuhand“) nicht geschafft haben und eben in dem „Auffang- bzw. Zwischenkonstrukt der PGZ SA (ex BUMAR-Gruppe)“ aufgingen.

    Die Sahnestücke, sprich die echten Entwicklungs- und Herstellerbetriebe, wie aus den berühmten Państwowe Zakłady Lotnicze (PZL) hervorgegangen (dt. Staatliche Luftfahrt-Werke zunächst in Warschau) sind längst privatisiert, so, PZL Warszawa-Okęcie S.A. (EADS / AIRBUS, Produkte: PZL-130 Orlik TC-II, Aerostructures Assemblies), PZL Świdnik S.A. (AgustaWestland, Produkte siehe HomPage), PZL Mielec (Sikorsky, Produkte dito), PZL-Rzeszów S.A. (United Technologies Corporation / Engines, Triebwerke, Getriebe, u.a.), PZL-Hydral S.A. in Breslau (UTC, Hydraulik) und Allstar PZL Glider Sp. z o.o. in Bielsko-Biała (u.a. Stemme & PZL-Swidnik SA).

  11. @schleppi: „Entscheidend sind die Politiker“.

    Dann müßten eigentlich bis nächsten Mittwoch dem VA und HA schriftlich durch das BMVg vorliegen, so daß jedes der Ausschußmitglieder bzw. die der Regierungskoalition wirklich ruhigen Gewissens der BMF-Vorlage und der HS-Rahmenvereinbarung zustimmen können, die folgenden Dokumente:

    1.) Ein Gutachten bzw. eine Expertise – am besten gemeinsam von der Abteilung Recht des BMVg, dem LufABw, de LBA und/oder der EASA erstellt und publiziert durch StSin-AIN bzw. durch den parlamentarischen Staatssekretär für den Bereich AIN -, daß der NH90-TTH und der SEA LION mit ihrer Entwicklungs- und Zulassungsbasis FAA-FAR Part-29 Amdt 31 (Stand 1990), _a_l_l_e_n_ Anforderungen des Heeres und der Marine, der SAR-Dienste Land & See sowie den _a_k_t_u_e_l_l_e_n_ Sicherheitsstandards im Öffentlichen Luftraum zu Lande und zur See, in vollem Umfang entspricht und über genügend Leistungsreserven sowie Aufwuchspotentiale verfügt, diese Sicherheitsstandards auch über einen Lebenszyklus von mindestens _3_0_ _J_a_h_re_n_ _z_u_ _h_a_l_t_e_n_.

    2.) Eine Auflistung aller derzeit noch gegebener Mängel sowie der noch abzuarbeitenden Anpassungs- und Optimierungsentwicklungen an den derzeitigen und zukünftigen NH90-Varianten der Bundeswehr bis hin zur deren Zulassungen, einschließlich der zeitlichen, qualitativen und quantitativen Parameter, nebst Kostenschlüsselung „AG vs. AN“ bzw. „Goldrandlösungen und Aufgelder vs. Produkthaftungen und Schadensersatz“.

    3.) Die terminliche Fixierung der Wieder-Freigabe der Flotte,am besten noch vor dem 25.02.2015, deren befristete Vorläufigkeit, nebst Konkretisierung aller Sofortmaßnahmen (OHCP und Engines) und aller finalen Mängelabstellungen (dito), einschließlich aller Befristungen unter weiterer Androhung von Pönalen (Datum, FlgStd bzw. Zeit, what ever comes first, Summen je Fall und Maschine, für TTH und SEA LION).

    4.) Die Risiken bis zur finalen Mängelabstellung und deren „Wahrscheinlichkeiten“ konkret verifiziert sowie absolut plausibel dargestellt und zwar derart, daß das jede(r Bundestagsabgeordnete, egal ob z.B. gelernte Hausfrau (-mann), Arzt ohne FA-Abschluß, Sozialpädagoge oder Jurist und z.B. auch der Bund der Steuerzahler sowie die Soldaten- und Beamtenverbände samt aller Interessensverbände verstehen sowie ihren Wählern bzw. Mitgliedern plausibel darlegen können.

    5.) Die Risiken, auch die der befristeten und/oder auch zunächst vorweggenommen Maßnahmen, samt deren Realisierungsfristen sowie die Fristen für finale Maßnahmen, wären ebenfalls in Bulletins bzw. ADs zu (er)klären und zu publizieren (zu OHCP und Engines, letztere auch im Sinne des EASA-TCDS zur Engine).

    Auf http://easa.europa.eu/system/files/dfu/decision_ED_2_2003.pdf und http://www.flightglobal.com/blogs/the-dewline/2013/10/nh90-variants-a-surprise-total/ darf verwiesen werden. Bei derzeit ausgelieferten Anzahl von ca. 232 Mascinen des Typs NH90 in 38 Sub-Varianten dürften die 500* Alert-, AD- und Service-Bulletins wohl bereits überschritten sein (*recurring Bulletins inbegriffen).

    Ich gehe mal davon aus, dass ein Mehrheit der Abgeordneten im VA und im HA eher nach dem jüngsten Werbeposter zum SEA LION abstimmen könnte und damit wären wir bei der Crux „Prospekthaftung“ vs. „Ignorantia legis non excusat“ bzw. §17 StGB (und nicht § 31 (1) LuftVG).

  12. @ Frank | 18. Februar 2015 – 22:45

    Richtig, wo bleiibt der Aufschrei?! Die Fakten werden doch hier auf dem silbernen Tablett serviert!!! Von de GroKo ist nichts zu erwarten, die Beißhemmung der Opposition erkläre ich mir so: Wer von deren Abgeordnetenn möchte sich vor der eigenen Basis dafür rechtfertigen müssen, dafür zu kämpfen, dass fürdie böse Rüstung nicht untaugliches Zeug, sondern so richtig gutes Material rangeschafft wird? Teufelszeug!!

    Kompliment an alle, die sich hier einen Wolf bloggen!. Uns bleibt nur die Hoffnung auf Das Sturmgeschütz der Demokratie und alle anderen Medien, die einen A. in der Hose haben.

  13. re: flossi

    Richtig, wo bleibt der Aufschrei der Politiker?!- Aber warum sollten Politiker denn aufschreien: „Denn das alles bezahlt doch der Staat!“ (Und was sind in der Denke eines Politikers im Jahre 2015 schon ein paar hundert Millionen mehr oder weniger,- für ein Rüstungsprodukt das ohnehin politisch gewollt ist und im Grunde genommen „kosten darf was es will“!?)

    Warum sollte man/frau sich als Politiker gegen den „Meinungs-Mainstream“ in der GroKo wehren!?- Ist doch ohnehin „schon beschlossene Sache!- Die Fraktionsspitzen der GroKo werden das schon in den Fraktionen geregelt haben;- und wenn nicht, dann wird man das schon regeln!

    Denn keiner will eine Bundesverteidigungsministerin der GroKo – die sich so schon so weit zu dem Thema „German Deal“ medial aus dem Fenster gelehnt hat – alt aussehen lassen!

    Das kostet doch nur Kraft für einen Politiker, erfordert ein Mindestmaß an Fachlichkeit (zumindest um ein dedizierte Sachthema tatsächlich zu durchdringen!), eine grundsätzliche politischer Befähigung;- und irgendwie müßte man als PolitikerIn „auch einen Arsch in der Hose haben“ der einem sagt: „Nö,- da mache ich nicht mit!“

    Auch zu dem „German Deal“ werden sich (fast) alle im „Meinungs-Kollektiv“ ihrer GroKo- Fraktionen verstecken, das Ding „Abnicken“ und ihre Hände in Unschuld waschen!- Halt so wie immer …

  14. @ audio001
    Guter Artikel. Interessant auch das New Zealand zufrieden ist mit ihren NH90 .
    Mag vielleicht an den 1,4 Billionen US $ Kompensation liegen, die sie fuer 3 Jahre Lieferverzug bekommen haben…
    Ist ja aehnlich wie in Deutschland…

  15. Nichtsdestotrotz gibt es anscheinend Nationen, die mit den gelieferten NH-90 zufrieden sind. Neuseeland hat 8 Stück bestellt und bekommen. Ein Neunter ist quasi als Ersatzteilteilpaket mit bestellt worden. 2006 für 600 Millionen US $ bestellt.
    Neuseeland ist offensichtlich zufrieden und fliegt ihn u.a. im SAR-Einsatz.

    http://airheadsfly.com/2014/12/27/ahf-special-new-zealand-nh90-success-story/

    @ schleppi

    Interessantes Detail am Rande. Aufgrund eines dreijährigen Lieferverzuges musste Airbus eine Vertragsstrafe (1,4 Millionen Dollar) zahlen. Anscheinend können die neuseeländischen Politiker vernünftige Verträge machen im Gegensatz zu unseren Politikern. Ist zwar keine große Vertragsstrafe aber immer noch viel besser, als Aufpreis bei Lieferverzug zu bezahlen, wie DEU es gemacht hat.

    Zitat:

    „Downsides
    New Zealand’s NH90 story also had its downsides. There was a delivery delay of 3 years, compensated with 1,4 billion US dollars by NHIndustries. And one of the brand new NH90s was damaged up to 9 million dollars in September 2013 after a lightning strike damaged its tail and main rotors plus parts of the fuselage while the machine was on the ground. But the delay and lightning strike that didn’t have an impact on the operational capabilities of the New Zealand armed forces as a whole, like it did in Sweden.“

  16. @SEAKING @Georg
    Die im Artikel genannten „1,4 billion US dollars“ wären 1,4 Milliarden US-Dollar. Das erscheint dann doch – auch angesichts des Kaufpreises von 600 Millionen recht viel. Ich vermute hier einen Fehler. Auch das für das englische falsche Dezimalzeichen deutet darauf hin (Punkt statt Komma). Hier wäre eine weitere Quelle ganz interessant.

  17. @sd 19.02. 21:14 Uhr

    Die Leistungsklasse ist die grundsätzliche, entscheidende Größe wenn es um die Einsatzmöglichkeiten eines Hubschraubers geht, unabhängig von den sich verändernden Werten im Flug (z. B. verflogener Sprit=weniger Gewicht).

    Und der NH 90 und seine Verwandschaft sind derzeit nicht wirklich zulassungfähig im Sinne einer Kategorie A, Leistungsklasse 1, der geltenden Bestimmungen (Internationales Recht!).

    Dies ist aber aus Sicherheitsgründen, z. B. für Start/Landung auf Schiffen oder Dachlandeplätzen und auch sonst, für einen Hubschrauber mit einem solchen Einsatzprofil vorgeschrieben.

    Da sich die BW im Rahmen der Rechtmäßigkeit (auch Zivilrecht) bewegen muss, kann der NH 90 eigentlich nicht für eine Aufgabe wie SAR See oder SAR Land zugelassen werden (siehe Bestimmungen der AVV und Festlegungen zum HEMS bei Rettungs-hubschraubern, z. B. im Wikipedia nachlesen).
    Und das alles erstmal unabhängig von der max. Zuladung oder ähnlichen Dingen. Diese technischen Fehlleistungen müssen auch erst noch erfüllt sein für einen ordentlichen Betrieb des NH.

    Im Grunde genommen kann das Fluggerät grad mal ein wenig mehr wie die gute alte Bell UH 1, z. B. moderner Aussehen.

  18. Was spricht eigentlich dagegen, die Abgeordneten im Verteidigungs- und im Haushaltsausschuss per EMail zu befragen?
    Zwar rechne ich nicht mit einer Antwort, vielleicht aber dringt die eine oder andere Frage doch durch die Abwehrphalanx aus jungen Assistenten und Bürokräften.

  19. @ TomTom

    An die Abgeordneten im VA habe ich mich Ende Dezember gewandt. (Mit Ausnahme von Frau Buchholz und anderen Mitgliedern von Die Linke, da mir dies allgemein eher aussichtslos erschien).

    Mit Ausnahme von Herrn Dr. Lamers und Florian Hahn (deren Antworten ich hier auf AG in Teilen wiedergegeben habe) habe ich bis jetzt keine Antworten erhalten. Auch bestanden die bisherigen Antworten aus verallgemeinerten Aussagen ohne Bezug zu den von mir angesprochenen Problematiken. „Läuft nicht alles schlecht“, „Auch mal auf die positiven Entwicklungen achten“ etc.
    Oberst i.G. Henne, der Referent von Herrn Otte hat mir zumindest den Erhalt und die Auseinandersetzung mit meinen Fragen bestätigt.

    Wobei, wäre einen Versuch wert wenn sich andere AG-Kommentatoren und Leser derartig betätigen würden. Ich kann nicht einschätzen welchen Effekt E-Mail-technisches „Carpet Bombing“ hätte.

  20. @sd & @bwgrisu: Sie nähern sich langsam dem, was wir hier schon im Juni 2013 in den DF-Threads hatten. Beim NH90 ist das Ende der Fahnestange hinsichtlich Leistungsreserven und Aufwuchspotential seit ca. 1990 erreicht und da geht nicht mehr mit nachentwickeln (Es sei denn man konstruiert einen komplett neuen Hubschrauber für 2050, den man „NH20-Evolution“ nennt). Das wurde explizit in zig Tabellen professionell dargelegt und mit zig Urkundbeweisen untermauert! Sind wir hier bitte auf einer Wahlkreisveranstaltung in Celle, Reutlingen oder Donauwörth?

    Was wollen Sie denn bitte mit dem „alten Mist“ aus 2005/2006 Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Genehmigung der Anlage und des Betriebs von Hubschrauberflugplätzen im Zusammenhang mit Zulassungskategorien und Leistungklassen von Hubschraubern in 2015 bis 2022+?

    Wir sind bei einer Verwaltungsrechtslage aus 2008 und einer Gesetzes- bzw. Verordnungslage aus aus 2012 und nicht umsonst wurde seitens des früheren Leiters ML der WTD 61 eine Zulassungs- und Entwicklungsbasis für den NH90 / den SEA LION gemäß FAA-FAR Part-29 Amdt 55 (Stand 2012) gefordert!

    Wenn man sich in ZDv A-271/1 (Flugbetriebsordnung der Bw, vormals ZDv 19/2). Kapitel 8.3 „Erläuterungen zu § 30 Luftverkehrsgesetz durchliest und anschließend die JAR-OPS 3, wie in die VERORDNUNG (EU) Nr. 965/2012 DER KOMMISSION vom 05.10.2012 zur Festlegung technischer Vorschriften und von Verwaltungsverfahren in Bezug auf den Flugbetrieb gemäß der VERORDNUNG (EG) Nr. 216/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates übergeführt, dann sind die Definitionen der Zulassungs- und Leistungsklassen samt aller flugbetrieblicher Durchführungsbestimmungen inhaltlich absolut identisch, eindeutig und für die Bundeswehr rechtsverbindlich.

    Ferner basierten die JAR-OPS 3 samt Anhang HEMS und der HHO zu mehr als 80% auf ICAO-Empfehlungen. Damit ist auch die Verbindlichkeit der entsprechenden weltweit geltenden ICAO-Empfehlungen und der europäischen JAR-OPS 3 für die Bundeswehr gleich vierfach gesetzlich abgesichert und jegliches „Aufweichen mittels § 30 (1) LuftVG“ absolut ausgeschlossen (vgl. auch http://augengeradeaus.net/2015/02/der-hubschrauber-deal-jetzt-beim-haushaltsausschuss/comment-page-2/#comment-179744 und http://augengeradeaus.net/2015/02/der-hubschrauber-deal-jetzt-beim-haushaltsausschuss/comment-page-3/#comment-179952 .

    Und AFG sowie USB sind auch ICAO-Staaten und dort flogen wir im „Friedensflugbetrieb“!

  21. @TomTom zu http://augengeradeaus.net/2015/02/der-hubschrauber-deal-jetzt-beim-haushaltsausschuss/comment-page-3/#comment-180183:

    Na dann laßt uns doch das Ganze samt einer Sammlung an Goldkörnchen aus den Drehflüglerthreads von AUGEN GERADAUS durchziehen und in einem Team realisieren. Es sind ja noch 4 Tage Zeit. Das aber bitte unter Nennung von Klarnamen, Position, Amt und/oder Dienstgrad, Funktion und Qualifikaton, ferner mit Kommunikationskoordinaten und Business-Card (egal ob Aktiver, Ehemaliger, In- oder Outsider)!

    Und bereits damit dürfte sich Ihre Idee erschöpfen, obwohl ich überzeugt bin, diese Hexenjagd würde das BMVg mangels Expertise und Fehlerkultur nie überstehen, denn das System würde sich selber schlagen!

  22. Nachtrag: Man google doch einfach mal nach „Bundeswehr-Helikopter Rüstung Marine-Hubschrauber nicht seetauglich“ oder kaufe sich das E-Paper oder morgen die Printausgabe an der Tanke.

    Dann erübrigen sich die E-Mails, aber nicht die dazugehörigen Goldkörnchen au AUGEN GERADEAUS.

  23. Guten Morgen @vtg-amtmann,

    ich für meine Person bin da schon etwas länger mit der Problemstellung vertraut, wie mein Nickname leicht erahnen lässt. So als Grisu mit Fluggerät am Platz, macht man sich schon so seine Gedanken, wenn so ein Teil mal auf der Flight liegen sollte, weil die Leistungsparameter des Stücks nicht so wirklich im „Grünen Bereich“ sind für die zu erwartende Aufgabe.

    P.S.: Wer Grisu nicht kennen sollte, einfach mal goggeln.

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