(Was ich heute so mache)

Nur zur Info:

 

 

Nachtrag: Kurz vor der Deutschlandfunk-Debatte erreichte mich dieses Foto von Mitdiskutierer Hellmut Königshaus: Aufziehendes Gewitter über dem Parlament, während der Debatte über den VerteidigungsetatKoenigshaus_GewitterA

Die Radio-Diskussion mit Roderich Kiesewetter (CDU), Tobias Lindner (Grüne), Hellmut Königshaus (Wehrbeauftragter) und mir unter Leitung des Kollegen Klaus Remme gibt es hier zum Nachhören.

 

24 Gedanken zu „(Was ich heute so mache)

  1. Ist ja sehr interessant,
    aber wir brauchen Sie hier!
    Insbesondere die Debatte über den Wehretat, ich habe ein klein wenig geweint,
    Werferfehler.
    Ehrlich: Respekt für all die Reisen,
    WF

  2. Ab und zu muss ich doch auch mal raus…

    (Debatte Wehretat kann man nachlesen; Air Policing Baltikum muss man sich anschauen.)

  3. Ja, aber Herr Wiegold! Haben Sie denn überhaupt ein Flugzeug dabei? Wissen Sie denn, wie schnell man da abstürzt ohne Flugzeug? Und wenn nun der Russe kommt?

  4. Super, schon zwei klasse Aussagen innerhalb weniger Minuten:
    1. Zuerst eine Aufgabenkritik durchführen, d.h. was soll die Bw wirklich leisten (Lindner und Kiesewetter) und dann ggf. über „mehr Geld“ reden.
    2. Die Steine, die man sich selbst in den Weg legt könnte man z.T. weg lassen (und kostet dabei eigentlich nichts) (Königshaus)

    Und nun das Beispiel mit den Niederländern… Ach, ich höre mir den Rest nachher irgendwie an.

    @Thomas Wiegold: Danke für Ihren Aufwand =) ;-)

  5. da radelt man Heute mal durch die Uckermark und da brettert so ein Tornado im Tiefflug drüber…near Templin
    Herr Wiegold das geht ja wohl leiser oder???

    weitermachen

  6. Da bin ich aber sehr gespannt was es in Sachen Air Policing („scharfe Einsätze“), Bewaffnung und ROE (darüber wurde zuletzt bei bwtv ganz offen geredet!) Neues gibt.

    Rein logisch kann es ja nicht so „scharf“ sein, denn sonst bräuchte man ein Mandat (siehe AF TUR).

    Machen wir mal wieder proforma mit, aber wenn es „substantiell“ wird sind wir (wiedermal) leider unpässlich – klopfen uns aber für unseren Beitrag besonders laut auf die Schulter?

  7. @TMS

    Hm, nach der Auflage habe ich nicht gefragt… Brief an den BetrFw DtEinsKtgt VAPB schreiben? ;-)

    @elitegärtner

    Das war ich nicht!

    @all

    Stelle den Link zur DLF-Diskussion oben ein.

  8. Habe die Diskussionsrunde komplett verfolgt – die Nettoredezeit dort nach Abzug Intro und Abspann beträgt bei solchen Formaten leider nur etwas über 30 min…viel zu wenig für ein ordentliches Abbilden eines komplexen Themas.
    Selbst wenn man die einzelnen Stimmen nicht zuordnen könnte, man hört schon im ersten Satz die parteipolitische Färbung einzelner Teilnehmer.
    Konzediert werden muss jedoch trotz allem eine größtenteils sachgerechte Argumentation allerorten.
    Sobald es allerdings ans Eingemachte, sprich konkrete Beispiele (Ersatzteil Problematik bzw. Flugstundenkosten, geht, herrscht Schweigen im Walde.
    Abgesehen von der gelegentlichen Übernahme von der Leyenscher Argumentationsnullnummen durch Parteifreunde recht interessant.

  9. @TW
    Wg. der Patches: wahrscheinlich quasi Einzelanfertigung … wie viele DEU Soldaten sind denn in toto im Einsatz?

    Schon toll, was die Lw da immer stylt. Um alles anzubringen bräuchte man „Voll-Klett“-Overalls …^^

  10. Ach, Patches sind immer ein super Thema ;-)

    IAM, so habe ich das verstanden, steht für Immediate Assurance Measures (oder Mission), also die demonstrative Unterstützung der Balten.

  11. Herr Wiegold hat im Interview angesprochen, daß die Bundeswehr für ihre Kasernen und Liegenschaften Miete in Millardenhöhe an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zahlen muss. Im AG habe ich gefunden, daß im Jahre 2013 2,64 Milliarden Euro als Miete im Verteidigungsetat vorgesehen waren.

    Damit wird de Verteidiungsetat künstich aufgebläht, weil der Bund an sich selbst Miete zahlt. Damit wären 2,64 Milliarden mehr für Rüstungsausgaben, Übungen und Instandhaltungsmaßnahmen vorhanden, wenn die Mietzahlungen gestrichen werden, ohne den Etatposten zu streichen.

    Der größte Witz ist aber, daß darüber das 2 % Kriterium der Nato leicht einzuhalten wäre. Wir brauchen die Kasernenmiete nur um 25 Milliarden Euro erhöhen, und schon haben wir einen 58 Milliarden Etat, aber die BW hat keinen Cent mehr zur Verfügung;-).

    Wenn die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben Gewinne macht mit der Verwertung von Ex-Bundeswehrimmobilien, bekommt diesen Gewinn eigentlchlich die BW oder versickert der Gewinn im Bundeshaushalt, wie ich vermuten würde?

  12. Gute Runde, hat sich gelohnt die 45 min zuzuhören.

    Nur vier einzelne Punkte, die richtigerweise angesprochen wurden:

    – Die Rückflüsse aus EP14 an den Bundeshaushalt müssen irgendwie abgestellt werden (durch Überplanung o.ä.).
    – Es ist nicht entscheidend, was die Bundeswehr an Material hat, sondern wie sie damit übt (Kiesewetter). Ausbildung schlägt Ausrüstung – banal, kann aber nicht oft genug erwähnt werden.
    – Und damit die Bundeswehr üben kann, braucht sie nicht unbedingt mehr Geld für mehr Systeme, sondern mehr Geld für mehr Ersatzteile (Wiegold).
    – Wehretat = 35 Mrd. EURO? Das würde nur unnötig das marode System stabilisieren und von Reformdruck befreien.

    Kritische Anmerkungen hätte ich folgende:

    1. Die Personalsituation (insbesondere die Rekrutierungsprobleme) hätte ich als kritischen Faktor für die Einsatzfähigkeit stärker herausgestellt – wichtiger als die Frage nach ein oder zwei Milliarden mehr.

    2. Weil die Niederlande sich bei Kampfpanzern auf uns verlassen, müssen wir ihnen zuverlässig bei Auslandseinsätzen zur Seite stehen? Offensichtlich haben die Niederländer ihre Kampfpanzer ausgemustert, gerade weil sie diese nicht in Auslandseinsätzen brauchen (Disclaimer: Ich kenne die Berichte über Kpz in AFG sowie bei MOUT). Gegen IS und Konsorten sieht man sich mit CV90 gut gerüstet.
    Wir müssen doch nicht jeden war of choice der Holländer mitmachen. Der Status Anlehnungsmacht ist noch lange kein Abo auf die Koalition der Willigen. Dafür haben auch andere Staaten noch ein paar Kampfpanzer in der Hinterhand.
    Wenn die Holländer einen Auslandseinsatz aber so ernst nehmen, d.h. den Krieg so entschlossen führen, dass ihre Streitkräfte ohne Kpz substantielle Verluste erleiden würden, vertraue ich schon auf die Worte „To sit and wait is not an option“. Auch die Niederlände werden substantielle Verluste nur riskieren, wenn es um einen war of necessity geht.
    Das führt uns zum eigentlichen Punkt. Die aktuelle Lage in Europa zeigt eindeutig, dass wir bei uns zu Hause militärisch glaubwürdig aufgestellt sein müssen. Hier liegt die necessity – gerade auch wenn es um Kampfpanzer geht.
    Anlehnungsmacht kann in diesem Kontext heißen: Wir halten euch in Europa symmetrisch den Rücken frei, damit ihr euch auf internationale Einsätze konzentrieren könnt (die ihr in unserem Interesse macht, weil wir politisch zu feige sind…). Wenn wir dafür zusätzlich ein paar Enabler zur Verfügung stellen (traditionell SAN, Lufttansport und Stabsoffiziere), wäre den Holländern doch schon geholfen. Natürlich kann man es als verlogen bezeichnen, wenn wir uns zu fein sind, selber substantielle Fähigkeiten in Mali bereitzustellen. Aber besser wir übernehmen über unser SALIS- und EATC-Kontingent die holländischen Transportflüge oder übernehmen deren QRA von Wittmund aus, als gar nichts zu machen.
    Vor diesem Hintergrund stelle ich mir die Frage: Was erwarten die Holländer eigentlich konkret von uns? Vielleicht ist es das, worauf wir warten. Dass uns einfach mal jemand sagt, wo es langgehen soll…

    3. Langsam würde ich mir wünschen, dass es konkreter wird.
    Die öffentliche Diskussion über (verteidigungs-) politische Ziele, daran ausgerichteter Konzeption und Aufstellung der Bundeswehr sowie entsprechender DTIB fordern, ist das eine.
    Wirklich Farbe bekennen, was die Bundeswehr konkret können soll und vor allem was nicht, ist das andere.
    Wann folgt dieser Schritt 2 der Debatte?
    „To sit and wait is not an option“ – gefolgt von 5 Stabsoffizieren nach Mali. Soll es das gewesen sein?
    Meinetwegen können wir diese Debatte auch umdrehen. Wir können zuerst schauen, was wollen wir an Rüstungsindustrie erhalten und daran die Schwerpunktsetzung der Bundeswehr orientieren. Nur irgendwie müssen wir langsam loslegen, wenn man das Haun-Interview liest.

    „Q. Could KANT lead to the relocation of jobs and production from Germany?
    A. Sometimes I think this would be the utmost favor we could do for both the French and the German governments: shut down KMW in Germany completely and move it to France.
    […] However, if you take a sober look at today’s German politics, even the unthinkable cannot be excluded.“

    Das hört sich für mich nicht nach Aufbau politischen Drucks, das hört sich für mich nach vollständiger Resignation an.
    Einen wesentlichen Pfleiler der Landsystemindustrie wären wir damit los, nachdem wir die Komponentenindustrie in diesem Bereich durch den Exportstopp für Nachtsichtgeräte schon international verbrannt haben. So langsam bleibt nicht mehr viel für eine Schwerpunktsetzung, die sich an den Stärken orientieren soll…

  13. Möchte mich mal bei Ihnen für den tollen Blog und die guten aktuellen Informationen bedanken,
    Herr Wiegold.

    Super Engagement, machen Sie so weiter !

  14. @Closius |

    Herr Wiegold hat im Interview angesprochen, daß die Bundeswehr für ihre Kasernen und Liegenschaften Miete in Millardenhöhe an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zahlen muss. Im AG habe ich gefunden, daß im Jahre 2013 2,64 Milliarden Euro als Miete im Verteidigungsetat vorgesehen waren.
    Absolut unverständlich, zudem übernimmt die BW die Kosten für das Gebäudemanagement ( Personal ) d.h. Miete und Facilitymangement belasten monitär die BW.

  15. @Focusliner

    Ist identisch wie die Hereinnahme der Pensionszahlungen in den Einzelplan 14: Nominell erhöht, substanziell erodiert aufgrund der steigenden Pensionslast.

  16. Elitegaertner3 | 10. September 2014 – 20:34

    da radelt man Heute mal durch die Uckermark und da brettert so ein Tornado im Tiefflug drüber…near Templin

    Ein Tornado? Echt? Ich habe schon ewig keinen Tornado mehr in freier Wildbahn gesehen… (der Auftritt bei der ILA zählt nicht).

  17. Hier @TrübPl Bergen sieht man Tornado weit aus häufiger als Eurofighter.
    Aber was ist heutzutage schon häufig…

  18. Ironiemod an:
    @ht_ und @h.wilker
    Der Tornado bringt 2 Mann Flugstunden und kostet pro Stunde nur die Hälfte; wahrscheinlich ist auch die Verfügbarkeit deutlich besser :)

    @K.B. u.a.
    EPl 14 wurde in den vergangenen Jahren nominell aufgestockt und nicht wie geplant gekürzt, um die BIMA Zahlungen zu kompensieren.

    Es gab auch 2013 eine Überplanung – die römisch II Projekt – aber selbst mit deren Hilfe war die Fehlplanung beim Mittelabfluss nicht auszutarieren – weil der Haushaltsausschuss für 2014 ein ähnliches Desaster vorhersah, kürzte er prophylaktisch 400 Mio aus dem Entwurf.

    Im Verbund mit der sicher lohnenden Antwort auf die Anfrage wie sich die Preise bei bestellten Sanitätstüchern 40×60 von denen 60×40 in den letzten 24 Monaten unterschieden haben, dürfte sich eine Schlussfolgerung aufdrängen: Mehr Geld sollte es erst geben, wenn sichergestellt und nachgewiesen werden kann, dass das Vorhandene sinnvoll ausgegeben wird.

    Ironiemod aus

  19. also hier im noerdlichen barnim und uckermark sieht man gefuehlt jeden monat(bevorzugt an nem dienstag oder donnerstag) zwei jaeger im tiefen flug durch die landschaft fliegen. keine ahnung ob das tornados sind, dazu hab ich zu wenig ahnung. frueher hiess es mal, dass die scheinangriffe auf irgend nen uebungsplatz bei prenzlau fliegen, um die abwehrbereitschaft der dortigen truppe zu testen

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