Deutsch-amerikanischer Journalist aus Geiselhaft somalischer Piraten frei

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Der deutsch-amerikanische Journalist Michael Scott Moore, der seit zweieinhalb Jahren in der Hand somalischer Piraten war, ist wieder frei. Das berichtet Spiegel Online unter Berufung auf das Auswärtige Amt.

Moore, der unter anderem für Spiegel Online tätig war, nicht aber bei der Reise nach Somalia, war im Januar 2012 gekidnappt worden. Ein letztes öffentlich bekanntes Lebenszeichen hatte es im Mai 2012 gegeben:


(Direktlink: http://youtu.be/cmMJCPHm-BI)

Im vergangenen Jahr hatte die Bild-Zeitung erneut über Moore berichtet, was beim Spiegel auf harsche Kritik gestoßen war.

Nachtrag 26. September: Für Moore sollen 1,6 Millionen US-Dollar Lösegeld gezahlt worden sein – und beim Streit um die Verteilung des Geldes, berichtet AP, gab es drei tote Piraten:

Three Somali pirates were killed in a fight over the ransom paid to free the German-American journalist who was released this week after two years and eight months of captivity, a police official said Friday.
The gunfight broke out in the central town of Galkayo late Thursday when some of the pirates who held Michael Scott Moore attacked their comrades, accusing them of conducting a secret deal with negotiators, said Mohamed Hassan. A top pirate commander was among three people killed after Moore was freed on Tuesday, he said, adding that one camp of pirates accused the other of betrayal.
The clash started after one group of pirates appeared unwilling to share the cash with others, said Bile Hussein, a pirate commander in the coastal town of Hobyo, told The Associated Press on Friday. He said earlier that a ransom of $1.6 million was paid by Somali intermediaries acting on behalf of Germany.

7 Gedanken zu „Deutsch-amerikanischer Journalist aus Geiselhaft somalischer Piraten frei

  1. Wurden die Verhandlungen intensiviert, um nicht bald den ersten Deutschen ohne Kopf auf Youtube zu sehen?
    Eine fröhliche Nachricht in düsteren Zeiten.

  2. wollte es noch editieren, aber zu langsam :

    nein, auf der homepage war heute auch nichts, auch nicht zu den im jemen umgekommenen geiseln.
    ist also vertretbar anzunehmen, dass wieder gezahlt wurde, oder ?

  3. Die Freilassung ist eine gute Nachricht, aber ich fürchte es ist nur eine Frage der Zeit, bis der erste Deutsche vor laufender Kamera enthauptet wird von ISIS.

    Interessant ist hier auch der Streit zwischen Bild und Spiegel über die Berichterstattung in diesem Falle. Hatten die Medien nicht mal versprochen nach dem Gladbecker Geiseldrama zurückhaltender zu sein mit ihrer Berichterstattung!

  4. Michael Scott Moore war nicht in der Hand von fundamentalistischen Islamisten, sondern von „gewoehnlichen“ Kriminellen, denen es nur um Loesegeld ging. Daher war es wenig wahrscheinlich, dass er vor „laufender Kamera“ den Kopf abgeschnitten bekommt. Dennoch freut es mich, dass er nach so langer Zeit aus der Geiselhaft befreit warden konnte…auf welchem Wege auch immer.

  5. @Thomas Melber
    Stimmt! Das wurde ja in diesem Fall wohl auch mehrfach angedroht, um den Druck zu erhoehen. Ist aber letztendlich nicht passiert.

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