Mogadischu: Die Milizen gehen, die Probleme bleiben

Unbedingte Leseempfehlung: Der Bericht von Thomas Scheen mit Fotos von Helmut Fricke aus Mogadischu in der FAZ:

Somalia: Die Frucht des Hungers

mit dem Stossseufzer eines ugandischen AMISOM-Generals: Ich wünsche mir, ich hätte einen Bruchteil der Summe zur Verfügung, die jeden Monat für die Anti-Piraten-Mission vor der somalischen Küste ausgegeben wird.

4 Gedanken zu „Mogadischu: Die Milizen gehen, die Probleme bleiben

  1. „The NYT article postulates that the withdrawal from Mogadishu is due to a reported disagreement within Shabaab’s leadership hierarchy. But the Somali official told The Long War Journal that Shabaab could not have pulled off a successful retreat if its leadership was split. Keep in mind that Somali and African Union forces were caught off guard and were completely unaware of Shabaab’s planned pullout.“

    Allzu häufig scheinen einige Journalisten das kritische Nachfragen und auch das Hinterfragen verlernt zu haben. Da ist mir der FAZ-Artikel zu einseitig und naiv.

  2. Shaabab hat sich schon einmal aus Mogadischu zurückgezogen (als die Ethiper da waren) nur um später gestärkt wieder zu erscheinen. Ich sehe nur als taktisches Spiel an.

    Die Hungersnot ist jetzt das Problem der Regierung deren „Soldaten“ schon fleissig dabei sind sich gegenseitig zu bekämpfen und die Lebensmittellieferungen zu plündern: Ten dead as Somali troops, residents loot famine aid.

    Die Ugander wären besser dran wenn sie ihre Truppen tatsächlich bezahlen würden. Das Geld geht aber nicht an die Truppe die deshalb gezwungen ist ihre Waffen an Al Shabaab zu verkaufen: UN Report Determines AMISOM Provides Up To 50% Of Ammo Sold in One Market Alone.

    Schon merkwürdig das der FAZ Bericht nichts davon erwähnt. Die gewaltigen Schäden die der Bericht beschreibt gehen auch zu einem großen Teil auf die Ugander zurück die häufig Flächenfeuer gegen auch bewohnte Gebiete wie den Bakara Markt eingesetzt haben.

    Es ist durchaus möglich das die jetzt „befreiten“ Gebiete in Kürze die Nase voll haben von der Willkür der „Regierungs“-Warlords Truppen und dan Al Shabaab wieder zurückbitten.

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