Mit dem iPad an die Front

Hübsches Lesestück bei Time:

U.S. Men at War: BlackBerrys and iPads on the Afghan Front

Mein Lieblingssatz daraus: The men who started out in 2001 as Generation Kill have transformed into Generation iPod.

(Erfahrungen gefragt: mit wie viel – privater – Technik geht der deutsche Soldat an den Hindukusch?)

U.S. military personnel watch movies on their laptops at Orgun-E Camp, November 6, 2009. REUTERS/Bruno Domingos (AFGHANISTAN POLITICS MILITARY SOCIETY)

U.S. military personnel watch movies on their laptops at Orgun-E Camp, November 6, 2009. REUTERS/Bruno Domingos via fotoglif.com

12 Gedanken zu „Mit dem iPad an die Front

  1. Als die „Totenschädel“ in den DEU Medien auftauchten, dachten einige Generale ernsthaft darüber nach, den Soldaten der Bundeswehr die Handys zu verbieten … diese Überlegungen hat Schneiderhan seinerzeit aber verworfen.

  2. ISAF 2009. Handy mit Roshan Karte, ipod und macbook. Ich werde aber nicht mehr nach Afghanistan gehen. Die Internetverbindung war unter aller Sau… ;-)

  3. Das Notebook ist eigentlich bei fast jedem dabei, das war 2002 noch anders, aber schon 2005 bereits ähnlich. Es ist ja auch das Fenster nach Hause und in die Welt.
    Smartphone bzw Handy ist Standard.
    Kameras, wenn nicht mit dem Handy fotografiert wird hat eigentlich auch fast jeder.

    Ipad’s sah ich im letzten Jahr noch nicht so viele, aber das ist ja auch schon 12 Monate her und das private GPS war auch recht oft , aber nicht überall zu sehen.

    I.d.R. bei den Leuten die viel draussen sind (ich ging auch nie ohne raus), da ein Garmin oder was auch immer, dem dienstlichen Steizeitklotz in fast allem überlegen ist… und die künstliche Signalungenauigkeit gibt es ja auch schon länger nicht mehr.

  4. Also ich gehe immer mit meinem iPhone, Laptop und neurdings iPad in den AFG Einsatz. Ich habe aber auch den Luxus einer guten Internet Verbindung, die mich nix kostet.

  5. Ich selbst habe einen (relativ alten) Laptop in den Einsatz mitgenommen, den ich aber -aufgrund Hitze, Staub und Dingo-Stauraum, immer im PRT gelassen habe. Dazu einen Fotoapperat und eine kleine Filmkamera. Mit letzterer bin ich aber kaum zum filmen gekommen, man braucht halt beide Hände wenn man draußen ist. Möglicherweise besorge ich mir beim nächsten mal eine Helmkamera, wenn der Preis und das Gewicht nicht zu hoch ist.
    Auf ein hochwertiges Handy habe ich verzichtet und mir vor Ort ein billiges inklusive Roshankarte besorgt, was aber gegenüber Smartphones eine wesentlich längere Akkulaufzeit hatte und das kann im Notfall ein wichtiges Backup sein. Wer ein i-Phone in Afghanistan tatsächlich mit raus nimmt, wird meiner Meinung nicht lange was davon haben.
    Laptop+Kopfhörer im Einsatz sind schon fast Pflicht: Schlüsselargumente sind Musik, Filme, Spiele, Lesebücher, Bildbearbeitung und e-mails von und für die Angehörigen daheim.
    Die Masse der Kameraden hatten Fotoapperat, Laptop und ein Handy dabei – viele auch i-Pods in allen Varianten.

  6. Ein Handy gehört zur Standardvariante, allerdings achteten viele bei uns darauf, das Feldlager mit alten Modellen zu verlassen. Wenn ein Smartphone überhaupt mit ins Einsatzland genommen wurde, verblieb es zumeist sicher im Container. Laptops oder Netbooks gehören ebenso zu den alltäglichen Dingen und sei es nur um ab und zu mal eine DVD schauen zu können. iPods waren unerlässlich, sorgten aber auch für Unmut, da sie sich nach einer gewissen Zeitspanne selbst entladen – daher auch das Revival diverser No-Name-MP3 Player.

  7. Wie läuft denn das Internet mittlerweile? Ist das nutzbar?
    Ein Laptop ist schon fast ein „must have“. Gerade für den Kontakt nach Hause und für die Zerstreuung.

  8. Handys gehören nicht mit nach draußen. Angeschalten und mit Roshankarte drinn schon gar nicht. Operationelle Sicherheit fängt mit kleinen Sachen an…

  9. bei uns hat fast jeder alles dabei. laptops zum zocken, ipod, ipad, iphone, cameras in allen größen – und das wichtigste : lademöglichkeiten für alle erdenklichen situationen. autoladekabel ist standard, dann mini auf macro usb, ersatzakkus etc.
    i-net ist top unter dem neuen anbieter – wlan reicht zum chatten, e-mails etc. eigener laptop must have deshalb. tel. klappt über astrium super : 120min freiminuten im monat, etisalat, roshan und awcc funktionieren fürs telefonieren und ganz wichtig : edge-internet wenn man draussen ist…
    min. preise etisalat nach dtl: 14cent/min aufs festnetz und 19cent/min auf mobilfunk

    grüße aus „vacationland“

  10. Die mitgenommene „Technik“ ist meiner Erfahrung auch immer von Truppengattung und Dienstposten abhängig.

    Laptop mit Kopfhörer und Handy sind eigentlich schon normal. Bei uns als Zug der Quasi den ganzen Tag im Feldlager war, war pro Zelt ein Fernsehgerät mit Satellitenschüssel ebenso Standard. Nächste Stufe war dann Radio/Lautsprecher/Musik. Das war zu miener Zeit in vielen der „Drinni-„Abteilungen Standard…
    Teilweise wurden dann noch Spielkonsolen mitgenommen. PSP, Nitendo DS etc. für die ‚Bunker-time‘ bzw. Wartezeiten vor Ort; seltener auch PS3/X-Box etc. (eher in den Betreuungseinrichtungen).
    Digitalkameras wurden zwar auch mitgeführt, wobei (m.W.) sowas aufgrund der ‚Beschäftigung‘ nur selten ‚draußen‘ benutzt wurde (wenn dann meist als angeschaltet-und-hingeworfen-Variante).

    Hier in D. ist die Techniknutzung aber ähnlich. Auf Übungen werden die Laptops i.d.R. auch mitgenommen (und verbleiben dann auf Stube). Private Navi’s haben sich auf vielen Dienstfahrten als nützlich erwiesen (und der Dienstherr die Kosten für die Navi-Miete gespart). Genauso wie hier in D. oftmals mit den Privat-Handys die schnellen/letzten Anrufe getätigt werden (Position/Treffpunkt/Ausfälle/etc.).

  11. @Wladimir
    OpSec ist wichtig – wird aber bei der Zusammenarbeit mit ANA/ANP echt überbewertet ;-)
    Der Mentee hat zumindest 3 Handys mit verschiedenen afghanischen Netzen dabei und man selbst ist ja selten mehr als ein paar Meter von ihm weg…
    Und jemanden zu raten ohne Handy nach draußen zu gehen, halte ich für ausgesprochen gefährlich. Es sind auch schon 9-Liner über Handy abgesetzt worden! Verbindungen zu einigen Bündnispartnern, der ANSF (ANA, ANP, NDS), den einheimischen Sprachmittlern und diversen NGOs stellen sich ohne Handy auch ausgesprochen kompliziert dar. Zumindest habe ich außer Bundeswehr noch niemanden mit Tetrapol rumlaufen sehen…

  12. Geht iPods nicht dauernd der Saft aus was mangels Standardbatterie recht lästig ist? Ausserdem sind Akkus relativ zuverlässig nach zwei Jahren sowieso im Eimer und dann ist ein Austausch teuer und langwierig.

    Ich verwende privat nur mein 40 Euro Mobiltelefon – das kann MP3 von micro-SD bis 32GB abspielen ist aber nacht zehn Stunden leer – sowie einen 10 Euro Trust-MP3-Player der Standard-AAA-Batterien/Akkus und die gleichen micro-SD-Chips frißt.

    Den originalen Sun-MP3-Player hab ich inzwischen als Kuriosum eingemottet. Und ja, das ist/war 2002 ein Original, hab ich so von Sun geschenkt bekommen.

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