Der Geheim-Hubschrauber für die Osama-Aktion

Ich seh’ schon, es gibt auch hier genügend Interesse an dem vermuteten Einsatz eines bislang geheim gehaltenen Hubschraubermodells bei der Kommandoaktion gegen Osama bin Laden.

Ich selber habe von Luftfahrttechnik keine Ahnung, deshalb hier die schönsten Internet-Seiten dazu, mit den besten (abgeleiteten!) Infos, den schönsten Fotos und den interessantesten Zeichnungen:

Danger Room: Aviation Geeks Scramble to ID bin Laden Raid’s Mystery Copter

David Cenciottti: The mysterious helicopter involved in the Osama Bin Laden raid und Black Helo down – serial number found on a piece of the broken helicopter

Ach ja, David hat auch eine Zeichnung, wie der geheimnisvolle Hubschrauber ausgesehen haben könnte.

Update: Wie schon in den Kommentaren angemerkt, hat David Cenciotti aufgrund der weiter bekanntgewordenen Details die Fakten noch mal neu zusammengefasst, und der Zeichner Ugo Crisponi hat die Skizze daraufhin überarbeitet:

26 Kommentare zu „Der Geheim-Hubschrauber für die Osama-Aktion“

  • Politikverdruss   |   05. Mai 2011 - 15:56

    Gewisse Ähnlichkeiten mit der RAH66 sind unverkennbar(http://de.wikipedia.org/wiki/Boeing-Sikorsky_RAH-66).

  • chickenhawk   |   05. Mai 2011 - 16:28

    Die Helikopter gehören übrigens zur US Army, dem 160th Special Operations Aviation Regiment (Airborne) aus Fort Campbell, Kentucky:

    http://en.wikipedia.org/wiki/160th_Special_Operations_Aviation_Regiment_(Airborne)

    Die Aufstellung dieser Einheit begann 1980 im Anschluss an die missglückte Befreiung der vom Iran gefangen gehaltenen US-Botschaftsangehörigen.

    Präsident Obama wird Fort Campbell morgen besuchen.

  • Stefan S.   |   05. Mai 2011 - 16:36

    Bei MilitaryPhotos.net gibt es ein interessantes Thread dazu (die Jungs tendieren eher zu einer MH60-Variante):
    http://www.militaryphotos.net/forums/showthread.php?197635-The-mysterious-helicopter-involved-in-the-Osama-Bin-Laden-raid

    Und ein aktuelleres Bild als oben:
    http://img35.imageshack.us/img35/7538/mh60x.jpg

  • dallisfaction   |   05. Mai 2011 - 16:39

    @Politikverdruss

    Welche? Der Heckrotor ist vollkommen anders und das Teil vom Hauptrotor gehört zum einem H-60.

    Die Grafik kommt gut hin:

    http://img35.imageshack.us/img35/7538/mh60x.jpg

  • HW   |   05. Mai 2011 - 16:50

    Hier sind noch ein paar Zeichnungen für “low RCS” Varianten der H-60, die einer Studie von Sikorsky aus dem Jahr 1978 entstammen:

    http://up-ship.com/blog/?p=9714

    Besonders interessant: die Frontansicht der zweiten Variante mit stark geneigten Seitenwänden.

  • StefanS   |   05. Mai 2011 - 18:15

    Dazu auch das:

    http://www.armytimes.com/news/2011/05/army-mission-helocopter-was-secret-stealth-black-hawk-050411/

    “It had “hard edges, sort of like an … F-117, you know how they have those distinctive edges and angles — that’s what they had on this one.”

    ““in order to keep the radar cross-section down, you have to do something to treat the windshield,”

  • MFG   |   05. Mai 2011 - 19:07

    Ich glaube, dass es sich eher um eine Titan-Panzerung absolut flugwichtiger Systeme als um Stealth-Features handeln wird.

    Gegen Stealth spricht z.B. die “Schüssel” auf dem Heckrotorstern mit ca. 1m Durchmesser, was alleine (!) schon einmal 0,75m^2 Rückstrahlfläche fürs Radar ergibt. Weiterhin scheint der Hauptrotor keinerlei Tarnmaßnahmen unterzogen worden zu sein, so weit es auf den entsprechenden Bildern erkennbar ist, und die Hauptrotor- und Heckrotorblätter sehen stark nach den Standardblättern des Blackhawks aus.
    Auch ergibt es keinen Sinn, zwei Stealth-Hubschrauber einzusetzen, gleichzeitig aber zwei riesengroße Chinooks unübersehbar (für Radar) herumfliegen zu lassen.

    Unverzichtbare und daher zu panzernde Systeme wären Heckrotorstern und -blätter, Heckrotorantrieb (Zwischen- u. Heckgetriebe bzw. Antriebswellen) und die Flugsteuerungsorgane (Steuerstangen, Hydraulikservos, Hydraulikversorgung). Theoretisch müsste man noch den Hauptrotor schützen, der aber dafür zu groß ist und zudem große Teile des Rumpfes zwischen sich und den Angreifern hat. Eventuell könnte man noch die Triebwerkseinbauräume nach außen panzern, so dass man zusammen mit selbstdichtenden Tanks einen Hubschrauber hat, der gegen Handwaffenfeuer ziemlich gut geschützt ist.

    Gerade auf einer derartigen Mission, bei der man in unmittelbarer Feindesnähe Personal absetzt, dürfte das sehr nützlich sein.

    Und bevor jemand fragt, warum der Hubschrauber dann zerstört wurde: Weil vermutlich niemand die nötige Muße hatte, nachts in unsicherem Gebiet sämtliche eingestufte Avionik auszubauen (Funkgeräte, Schlüsselgeräte, IFF, Navigationsanlagen, Eloka, etc).

    Ich weiß das alles natürlich nicht, aber es erscheint mir jedenfalls plausibler als ein geheimer Stealth-Hubschrauber, von dem es dann auch nur 4 Stück oder so geben soll. (Zu einem Stückpreis von 5 Mrd $, oder wie?)

    Als US Army oder US Air Force würde ich dann auch ruhig alle spekulieren lassen und einfach nichts sagen.

  • Sebastian S.   |   05. Mai 2011 - 19:32

    “Ich glaube, dass es sich eher um eine Titan-Panzerung absolut flugwichtiger Systeme als um Stealth-Features handeln wird.”

    Seit wann nutzt man denn im Hubschrauberbau “Titan-Panzerung”?

    Ich habe jetzt keine Zeit ihre Theorie vom fliegenden Panzer detailliert zu zerlegen, aber wenn man mit dem Black Hawk als Basis rechnet, dann gibt es absehbare Gewichtsgrenzen.

    Und wer sagt eigentlich das die Chinooks zusammen mit den Stealthmaschinen eingesetzt waren?

  • tt.kreischwurst   |   05. Mai 2011 - 20:28

    Also soweit ich weiß (von dem was ich gelesen habe) wurden von offizieller Seite immer nur BlackHawks erwähnt (lass mich da aber gerne korrigieren). Falls eine neuartige Entwicklung bzw. Modifikation ist die zur Geräusch- und Radarsignaturminimierung dient dann würden Augenzeugenberichte von Anwohner dafür sprechen, die z.B. die Hubschrauber gar nicht oder kaum bzw. spät gehört haben. Auch die verzögerte Reaktion von Pakistanischen Kräften würde dafür sprechen. Wobei man bei letzterem Punkt ja bis jetzt nicht genau weiß wieviel sie denn im Vorfeld gewusst haben oder nicht….die mögliche Verwendung einer Neuentwicklung würde wiederum dafür sprechen, dass die Pakistanis nichts wussten und man deswegen möglichst unauffällig rüberfliegen musste.

    Ich kenn mich technisch nicht aus, aber ich hätte gedacht, dass vielleicht die Schüssel am Heckrotor eher zur Schalldämmung gedacht ist???

    Ich glaube an einer möglichen Reaktion der USA wird man sehen um was es sich handelt. Das Stückchen vom Heck inkl Rotor das die Sprengung überlebt hat könnte leicht seinen Weg in andere Länder finden. China hat Flugzeugträger know how aus der Ukraine bekommen, nachdem die Russen nichts verkaufen wollten. Das selbe war bei dem Russischen Tarnkappenbomber bzw. dessen Prototyp. Da stand auch noch einer einem ukrainischen Hangar rum den sie gekauft haben. Ein paar Jahre später und sie haben davon gelernt wie man selber einen baut (laut Experten sind noch einige Elemente des alten russischen Prototypen im neuen chinesischen Prototyp vorhanden, kann ich aber nicht beurteilen)

  • Niklas   |   05. Mai 2011 - 22:01

    Ein NH-90 auf Steroide?
    Ach nee, geht ja gar nicht.
    Wird vermutlich ein weiterentwickelter Blackhawk sein, oder wirklich eine geheime Neuentwicklung als Blackhawk-Nachfolger. Die Rotorplatten könnten Schutzplatten sein, welche die Widerstandsfähigkeit steigern, wie MFG ja schon angemerkt hat. Da macht ballistischer Schutz Sinn. Gerade relativ tief in feindlichem Gebiet mit tausenden Leuten, die einen umbringen wollen.

    Ein Stealth-Helikopter… Ich denke, das pakistanische Radar kann man auch anders unterfliegen, falls es wirklich niemand wissen soll. Ansonsten würde ein Stealth-Helikopter, wenn überhaupt, in einem konventionellen Szenario nötig werden. Hier war Schutz, Reichweite durch Tankstutzen, Tragfähigkeit und (was wirklich interessant ist) geringerer Lärm wichtig. Grundsätzlich schon Fähigkeiten (außer die Lautstärke), mit denen die bisherigen Spezialversionen des Blackhawk punkten konnten.

    Da die Antriebssysteme so abgeschirmt sind, könnte man sich auch denken, dass die Wärmeabstrahlung reduziert werden sollte.

    Allerdings sind die Bilder nach wie vor Spekulation, außer der Ausschnitt vom Heckrotor.

  • Owe Jessen   |   05. Mai 2011 - 22:10

    Waren nicht 25 Kommandosoldaten im Einsatz? Wie sollen die denn in 2 Blackhawks (auf dem Hinweg) bzw. 1 Blackhawk auf dem Rückweg passen? Oder waren doch mehr als 2 Hubschrauber direkt im Einsatz?

  • HW   |   05. Mai 2011 - 22:30

    Es gibt immer mehr ernstzunehmende Quellen, in denen von 2 Blackhawks plus 2 Chinooks die Rede ist… ich finde gerade leider nur

    http://www.time.com/time/nation/article/0,8599,2069249,00.html

    meine aber, vorhin schon etwas quellen-näher das gleiche gesehen zu haben.

  • Niklas   |   05. Mai 2011 - 22:36

    Macht eigentlich auch am meisten Sinn. Das eine Foto zeigt ein dem Blackhawk ähnlichen Heckrotor, der halt verstärkt ist. Aus welchem Grund auch immer, ob Geräuschreduktion oder ballistischer Schutz. Chinooks einzusetzen macht auch Sinn, da man immer gerne zusätzlichen Raum hat, um eben einen defekten Helikopter auszugleichen oder eventuell Gefangene mitzunehmen. Dafür kann man mit einem Chinook eben nicht wirklich überall landen. Angeblich soll ja ein Blackhawk direkt im Garten (oder eben auf der Mauer^^) gelandet sein, was man mit einem Chinook sicher nicht probiert hätte.

    Irgendeinen futuristischen Geheimschrauber zu vermuten ist reine Spekulation.

  • HW   |   05. Mai 2011 - 22:36

    Was ich mich noch frage: Wie ist der Leichnam von bin Laden so schnell auf den Flugzeugträger im Arabischen Golf gekommen? Von Abbottabad bis zur Küste sind es grob geschätzt 1.000 km. Das ist für einen Direktflug mit den Helikoptern doch etwas weit, oder? Vor allem, wenn direkt nach dem Zugriff die pakistanische Luftabwehr als alarmiert angenommen wird. Aber auch von Afghanistan aus, wo das Team offenbar startete, führt der Weg zum Meer nur durch pakistanischen (oder iranischen) Luftraum.

    Es wundert mich ein wenig, dass die möglichen Schlussfolgerungen hieraus zum Thema “Kooperation/Mitwissen seitens Pakistan” nicht öffentlich thematisiert werden. Entweder muss Pakistan zumindest nach dem Zugriff den Luftraum für einen Transferflug freigegeben haben, oder die US-Streitkräfte haben den Flug erzwungen – ob nun diplomatisch oder militärisch, ist erst einmal egal.

  • Bang50   |   05. Mai 2011 - 22:39

    3 Blackhawks im Anflug…zwei auf dem Rückflug…da ist es wahrscheinlich eng geworden.

    Den Bildern nach zu urteilen, waren es tatsächlich stealth Ausführungen. Was nicht heißt, das diese Hubschrauber leiser sind.

    gepanzert sind Hubschrauber nur in vitalen Bereichen, wie den Triebwerken und der Bordelektronik…alles andere wäre zu schwer. Dabei wird auch kein Titan eingesetzt (da Metalle sich bei hohen Ansprechgeschwindigkeiten wie fluide verhalten) sondern Keramiken wie z.b AMAP-AIR http://www.ibd-deisenroth-engineering.de/Air.html. Wenn man keine Kosten scheut, auch Borcarbid.

    Wirklich erstaunlich finde ich die Tatsache, dass man anscheinend selbst im Internet und Handykamera Zeitalter noch Dinge geheim halten kann.

  • Frederic Schneider   |   05. Mai 2011 - 23:15

    Wg. der Problematik 3 Helikopter hin / 2 zurück: Angeblich sind Reserve-Helikopter nachgerückt, als der eine Helikopter eine “weiche Notlandung” vornehmen musste. Habe ich zumindest gelesen, Quelle kann ich gerade nicht liefern.

    Im Übrigen, bevor diese ganze Stealth-Diskussion aufkam und ich schon wenige Stunden nach der Geheimoperation ein Foto des zerstörten Helikopters sah, kam er mir optisch komisch, neuartig vor. Insofern bestätigen die neuerlichen Stealth-Gerüchte meinen ersten Eindruck.

  • schleppi   |   05. Mai 2011 - 23:32

    Hi, obwohl ich nicht gern an Ratespielen teilnehme,denke ich es könnte sich um eine modifizierte CSAR S 92 handeln oder eine Augusta Westland 101.

  • schleppi   |   05. Mai 2011 - 23:45

    Ich hab noch etwas im Netz gesucht und einen interessanten Artikel unter dem folgenden Link gefunden. Danach wäre es eine Radar Evading Version der MH 60 gewesen. Ups hab überlesen, dass der Link schon oben geposted wurde.

  • Janus   |   06. Mai 2011 - 10:43

    Wilde Spekulationen und man hat bisher doch nur die Bilder des Heckrotors oder?

    Eine schöne Verschwörungstheorie wäre auch, dass sie den Heckrotor absichtlich zurück gelassen haben um (a) zu verschweigen das sie Bin Laden schon hatten (von den Pakistanern oder woher auch sonst) oder (b) es dafür sorgen soll, dass in Zukunft alle ganz groß Angst vor dem amerikanischen Super-Stealth-Helikopter haben. Das sind vielleicht nur Wirre Theorien, aber genauso unbewiesen wie die ganzen Spekulationen anhand von ein paar Bildern und Zeugenberichten, die sich hinterher daran erinnern wollen, dass sie erst spät was gehört haben.

  • McKenzie   |   06. Mai 2011 - 11:03

    Stealth hin – Stealth her!
    Ich möchte nur mal an die F-117 erinnern. Ins Bewusstsein kam dieser Stealth-Jagdbomber 1991 während der Operation Desert Storm gegen den Irak. Einsatzbereit war der Flieger aber schon 1983. Im Jahr 1982 hatten wir Deutschen unseren ersten Radar-unterfliegenden TORNADO einsatzbereit.
    Würde mich also nicht wundern, wenn in Pakistan ein Hightech-Hubschrauber zum Einsatz kam, während wir immer noch auf einsatzreifen Ersatz für unsere musealen Teppichklopfer UH-1D durch den NH-90 warten (Wofür stand nochmal die 90 bei dem NH-90? Hab ich schon wieder vergessen :-).

  • Bang50   |   06. Mai 2011 - 11:17

    Nochmal, stealth hat nichts mit der Reduzierung des Geräuschpegels zu tun, sondern nur mit Entdeckbarkeit durch Radarsysteme.
    Wenn die Leute nichts/spät gehört haben, dann weil die amerikanischen Hubschrauberpiloten schlicht Profis sind und gegen den Wind landen.

    Anhand den Bildern kann man sogar sehr deutlich sehen, das es eine stealth Ausführung war. Es wurden die typischen Desginprinzipien angewendet (das macht man nun einmal nicht um den Blackhawk aufzuhübschen)

    In der amerikanischen Luftfahrt, wurden Geheimprojekte immer erst bekannt nachdem sie das erste mal abgestürzt sind. Die typische Vorgehensweise ist jetzt, das bei irgendeiner öffentlichen Show, zufällig einer von diesen Hubschraubern auftaucht. Wenn das öffentliche Interesse sehr groß ist, könnte dies relativ Zeitnah geschehen.

    P.s einen stealthy Hubschrauber zu bauen, ist keine rocket science. Die Zelle ist kein tragendes Teil welches zur Flugtüchtigkeit beiträgt, wie bei einem FLugzeug. Deshalb hat man sehr große Spielräume in der Gestaltung. Jedoch bekommt man einen Hubschrauber niemals so stealthy wie ein Flugzeug, da die Rotoren die Radarstrahlungen ziemlich verwaschen und so wieder aufgefangen werden können.

  • Sebastian S.   |   06. Mai 2011 - 16:56

    @ Bang50

    P.s einen stealthy Hubschrauber zu bauen, ist keine rocket science. Die Zelle ist kein tragendes Teil welches zur Flugtüchtigkeit beiträgt, wie bei einem FLugzeug. Deshalb hat man sehr große Spielräume in der Gestaltung.

    Das stimmt so nicht. Hubschrauberbau hat in vielen Bereichen mehr mit black magic zu tun als mit rocket science. Da ist man immer noch stark auf empirische Messungen angewiesen und kann nur begrenzt vorausplanen.

    Man kann nicht nach belieben eine Zelle heranschustern, weil das allerhand Vibrationen gibt die durch das Rotorsystem bis zum auseinanderplatzen aufgeschaukelt werden können.

    Viel interessanter ist die Frage wie sinnvoll es überhaupt ist, bei einem Hubschrauber die RCS Signatur zu vermindern. Das fallen gelassene RAH-66 Comanche Programm hat ja die Gründe warum das ein Irrweg ist, deutlich aufgezeigt.

  • Bang50   |   06. Mai 2011 - 18:13

    Zitat:”Das stimmt so nicht. Hubschrauberbau hat in vielen Bereichen mehr mit black magic zu tun als mit rocket science.”

    Das müssen Sie mir erklären wie Sie zu dieser Ansicht gelangen. Im Gegensatz zu einem Flugzeug, muss eine Hubschrauberzelle (um die geht es hier) keinen Auftrieb erzeugen, muss selbst nicht die Richtungsänderung erzwingen oder ist direkt für die Wendigkeit des Luftfahrzeuges zuständig. Sie hängt primär als tote Masse unter den aktiven Systemen (Rotor, Rotorkopf, Triebwerke, Steuerung) und muss dieselbige aufnehmen sowie eine gewisse crashresistenz besitzen. Ansonsten hat man sehr große Freiheitgrade, diese zu gestalten.

    Das ein Hubschrauber insgesamt ein sehr komplexes System ist, will ich keineswegs bestreiten. Dies beschränkt sich aber ehr auf die aktiven Systeme, wie Triebwerke, Steuerung, Mechanik (wie z.b Blattverstellung etc.. )

  • Sebastian S.   |   06. Mai 2011 - 18:29

    Ein Hubschrauber besteht aus Einzelteilen die alle ihre eigene Schwingungsfrequenz haben. Diese Einzelteile müssen so zusammengefügt werden das es nicht zu schädlichen Interferenzen kommt.

  • gento   |   07. Mai 2011 - 11:37

    interessanter Hintergrundartikel:
    http://www.latimes.com/business/la-fi-stealth-chopper-20110507,0,3245795.story?page=1

    Danach geht es um Lärmreduzierung. Bemerkenswert auch die Aussage zum Grund für die Zerstörung des Hubschraubers.

  • vera   |   08. Mai 2011 - 16:58

    Hier sind noch ein paar Bilder, auf einigen sind auch Hubschrauberteile zu sehen: http://www.guardian.co.uk/world/gallery/2011/may/04/osama-bin-laden-compound#/?picture=374271326&index=0