Mein bisschen Journalismus

Manchmal müssen es gedruckte Medien sein… Britische Soldaten in einer Übungspause (Foto: Ministry of Defence/Corporal Kellie Williams via flickr unter CC-BY-NC-Lizenz)

Wer sich auch nur am Rande für Medien(themen) interessiert, hat die Hiobsbotschaften der vergangenen Tage aus dem Journalismus mitbekommen. Größere, wie die Insolvenz der Frankfurter Rundschau und die absehbare Einstellung der Financial Times Deutschland. Vielleicht auch kleinere, wie die Planung des Bonner General-Anzeigers (der Zeitung aus der Stadt mit den meisten Bundesbeamten außerhalb Berlins), seine Parlamentsredaktion zu schließen. Oder die Einstellung der Szene-Monatszeitschrift Prinz. Die Nachricht: für den Journalismus sieht es nicht gut aus. oder?

Die Gründe, warum vor allem gedruckte Medien ums Überleben kämpfen, werden an anderer Stelle von Berufeneren geführt. Aber es muss nicht zwingend eine Krise des Journalismus selbst sein – denn Journalismus existiert nicht nur in Form bedruckten Papiers.

Mein bisschen Journalismus ist vor allem dieses Blog – das Experiment, zu einem bestimmten Sachgebiet Informationen zu liefern und die Debatte darüber zu ermöglichen. Also seit ein paar Jahren schon das, was in diesen Tagen ein Blogger so formuliert: Wieviel ist es mir wert, dass ich bei einem Blog Nachrichten in einer Tiefe bekomme, die andere Online-Medien nicht leisten können?

Dazu ein kurzer Blick auf die vergangenen Tage: Die geplante Patriot-Stationierung in der Türkei war bei Augen geradeaus! schon am 4. November ein Thema – da hatte das die breite Medienfront noch lange nicht erreicht. weiterlesen