Afghanistan: Unverändert hohe Zahl getöteter und verwundeter Zivilisten

Die Zahl der zivilen Opfer des Krieges in Afghanistan bleibt unverändert auf einem Höchststand. Im ersten Halbjahr 2017 wurden 1.662 Zivilisten getötet und 3.581 verwundet, teilte die UN-Mission in Afghanistan (UNAMA) bei der Vorlage ihres regelmäßigen Halbjahresberichts am (heutigen) Montag in Kabul mit. Damit hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Zahl der Toten um zwei Prozent leicht erhöht, die Zahl der Verwundeten ging um ein Prozent zurück.

Die zahlenmäßig stärkste einzelne Ursache für die zivilen Opfer waren Bombenanschläge und Sprengfallen der Taliban und anderer Gruppen, die gegen die Regierung in Kabul kämpfen. weiterlesen

Dokumentation: Merkel zum Streit mit der Türkei über Besuchsrecht in Konya

Zur Dokumentation: Am (gestrigen) Sonntagabend hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im ARD-Sommerinterview auch zum aktuellen, weiteren Streit mit der Türkei über das Besuchsrecht von Bundestagsabgeordneten bei deutschen Soldaten auf dem AWACS-Stützpunkt Konya Stellung genommen.

Die entsprechende Passage aus dem Interview:

Frage: Nun dürfen auch unsere Bundeswehrsoldaten im AWACS-Einsatz im türkischen Konya nicht von Abgeordneten des Deutschen Bundestages besucht werden. An Konya ist speziell, dass es ein NATO-Stützpunkt ist. Es ist jetzt nicht mehr ein Konflikt alleine zwischen Türkei und der Bundesrepublik, sondern zwischen zwei Bündnispartnern der NATO. Gilt für Konya dasselbe wie für Incirlik, dass wir sagen, wir müssen dort raus und unsere Soldaten abziehen?

Antwort: Es gilt erst mal dasselbe, was für Incirlik galt, dahingehend, dass unsere Bundestagsabgeordneten natürlich ein Recht haben, die Soldatinnen und Soldaten zu besuchen. Dennoch hängt bei Konya sehr viel mehr dran. weiterlesen