Geld ausgeben in Afghanistan: Neues Verteidigungsministerium nicht erdbebensicher

Afghanistan_MoD_feb2016

Die USA haben der afghanischen Regierung ein neues, schickes Verteidigungsministerium spendiert. Das sollte ursprünglich 48,7 Millionen US-Dollar kosten und innerhalb von 18 Monaten fertig sein. Am Ende dauerte es fünf Jahre länger und kostete 154,7 Millionen US-Dollar, also gut das dreifache. Und dann noch der Knaller: In Kabul, einer immer wieder von Erdbeben geplagten Stadt, ist das neue fünfstöckige Gebäude noch nicht mal erdbebensicher.

Herausgefunden hat das der Special Inspector General for Afghanistan Reconstruction (SIGAR), eine Art Spezial-Rechnungshof der USA für die ganzen Ausgaben in Afghanistan, der in den vergangenen Jahren immer wieder Fälle von offizieller Verschwendung am Hindukusch aufgedeckt hat (hier und hier und hier schon mal erwähnt). Aus dem jüngsten Bericht vom (heutigen) Donnerstag:

We found other deficiencies (…) that could affect the building’s structural integrity during an earthquake or prolonged periods of rain. These include issues with building separation joints needed for seismic activity, lateral bracing of equipment needed for seismic activity, inadequate roof drains to remove storm water, and stairway handrails that were installed below the required height.

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