So wirbt man für die “Patriot”

Durch Zufall bin ich auf diesen offensichtlich etwas betagten US-Army-Film über das Flugabwehrsystem Patriot gestoßen. Der stammt aus einer Zeit, als an die Abwehr ballistischer Raketen mit diesem System noch nicht zu denken war – aber diese amerikanische Werbefilmästhetik ist so beeindruckend, dass ich ihn meinen Lesern nicht vorenthalten möchte…

(Nein, laut Abspann stammt der Clip nicht von der Herstellerfirma.)

8 Kommentare zu „So wirbt man für die “Patriot”“

  • Flow   |   30. November 2012 - 19:40

    Der ganze Film ist doch an die Operateure des Systems gerichtet, also eher ein Ausbildungs-/Motivations- und kein Werbefilm.

    Solche Filme sind übrigens einer der Gründe warum die absolute Mehrheit der amerikanischen Soldaten zufrieden mit ihrer und vollkommen überzeugt von der Wichtigkeit ihrer Arbeit sind, egal wie “anspruchsvoll” diese ist.

    Die Bundeswehr könnte sich da durchaus auch mal ein Beispiel dran nehmen.

  • chickenhawk   |   30. November 2012 - 20:00

    Das ist in der Tat ein Ausbildungsfilm der US Streitkräfte. Von denen findet man übrigens auf Youtube eine große Anzahl zu allen möglichen Themen, zurückreichend bis zum Zweiten Weltkrieg.

  • MK   |   30. November 2012 - 23:39

    Anscheinend werden die Patriot-Systeme nicht den türkischen Streitkräften unterstellt, sondern werden wohl von Ramstein aus geleitet. (Quelle: der Spiegel)

  • Mariner   |   01. Dezember 2012 - 1:36

    “Turbine engine” … die spinnen die Amis … aber es wundert mich nicht, fahren doch fast auch alle Schiffe ausschließlich mit Turbinen und auch der Strom wird so erzeugt … das “normale” Diesel-Aggregate viel Effizienter sind, interessiert bis heute keinen (Ja, ich verstehe, dass der Schulungsfilm schon seeehr alt ist!)

  • Chris   |   01. Dezember 2012 - 11:44

    @Mariner: Gasturbinen haben auch ihre Vorteile: Der wichtigste ist, dass man die mit allem befeuern kann, was einem in die Hände fällt. Die Amerikaner fahren ihre Panzer mittlerweile z.B. teilweise mit Flugzeugtreibstoff. Das hat in der Logistik insbesondere bei beweglichen Truppen enorme Vorteile. Da die Bundeswehr eine Vorbereitungszeit und Durchhaltefähigkeit wie Nordkorea besitzt, ist das hier irrelevant. Wir bauen die perfekte Logistikkette in Vorbereitung für den Einsatz auf, wenn alle anderen schon wieder abziehen. (Das ist hier ironisch gemeint, bitte nicht aufregen.)

  • iltis   |   01. Dezember 2012 - 12:16

    Gasturbinen sind zudem vergleichsweise federleicht, können aus dem Stand heraus ohne übermäßigen Verschleiß auf Vollast gehen. Man braucht aber immer einem Tankwagen in der Nähe, der relativiert den Gewichtsvorteil wieder.

    Auch Diesel können vielstoffähig sein. Das erreicht man leicht mit einem hohen Einspritzdruck und Mehrfachdüsen. Dann frißt er alles, was etwas dicker (schmierfähiger) ist als Benzin.

    Es gibt aber noch einen taktischen Unterschied: Die Turbine produziert deutlich größere Menge an detektierbarer Abwärme.

  • Ranger   |   01. Dezember 2012 - 14:32

    Die Amerikaner sind mit dem EPP II aber mittlerweile bei der deutschen Version der Stromerzeugern für den Feuerleitbereich angekommen. Die amerikanischen Turbinen waren wohl nicht so zuverlässig wie die deutschen Diesel-Aggregate. Der Film ist wirklich schon sehr alt….

  • Terra   |   02. Dezember 2012 - 19:35

    @Flow Jeder Soldat ist so stolz auf “seine” Armee, wie es auch seine Gesellschaft ist. Steigt man in ein amerikanisches Flugzeug, so wird jeder amerikanische Soldat an Bord mit Beifall begrüßt. Haben Sie so etwas einmal in einem Flieger von AirBerlin an einem Montagmorgen erlebt?? Na also!