Schlagwort: UN

Rekordzahl an toten afghanischen Zivilisten – vor allem durch IED

In den gewaltsamen Auseinandersetzungen in Afghanistan sind im ersten Halbjahr 2011 nach Angaben der UN-Mission UNAMA fast 1.500 unbeteiligte Zivilisten ums Leben gekommen, ein neuer trauriger Rekord. 80 Prozent der Opfer gehen nach den UN-Angaben auf das Konto der Aufständischen, 14 Prozent kamen durch Kampfhandlungen der afghanischen Sicherheitskräfte und der ISAF-Truppen ums Leben (sechs Prozent lassen sich nicht zuordnen). Was aufhorchen lässt: Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 starben 28 Prozent mehr Unbeteiligte durch die Aktionen von Taliban und anderen

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Indien holt seine Blauhelme heim

Während der deutsche Verteidigungsminister Thomas de Maizière in seinen Reden und Interviews darauf hinweist, dass Deutschland (mehr) internationale Verantwortung übernehmen muss, für die Vereinten Nationen gegebenenfalls auch ohne direkte deutsche Interessen, haben andere genug davon: Indien, seit langem einer der ganz großen Truppensteller für Blauhelmmissionen,will raus. India threatens to pull plug on peacekeeping, schreibt Foreign Policy. (Übrigens könnte sich, nach diesem Bericht, die neue indische Zurückhaltung zuerst auf bevorstehende Präsidentschaftwahlen im Kongo auswirken. Kongo? War das was? Erinnert sich noch

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Somalias Piraten verursachen Kosten von 7 Milliarden Dollar – pro Jahr

Noch ein Hinweis zur Piraterie am Horn von Afrika, ehe heute der Wehrbeauftragte mit seinem Jahresbericht und damit Bundeswehr-Themen in den Mittelpunkt des Interesses rücken: Die Aktionen der Seeräuber kosten nach Einschätzung eines UN-Sonderbeauftragten mehr als sieben Milliarden US-Dollar – pro Jahr. Dabei eingerechnet sind unter anderem die Militäreinsätze, die erpressten Lösegelder, verlorene Ladungen und höhere Versicherungsprämien. Zu dieser Einschätzung kommt der frühere französische Minister Jack Lang in einem Bericht für den UN-Sicherheitsrat, der heute in dem Gremium debattiert wird.

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Schönes hohes Ansehen

Wenn man die ganzen offiziellen Stellungnahmen zur Wahl Deutschlands in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen liest, könnte man fast glauben, das sei etwas ganz Neues. Die überzeugende Wahl Deutschlands ist eine Anerkennung für die auf internationalen Interessenausgleich bedachte und an klare Werte gebundene Außenpolitik der christlich-liberalen Koalition, freut sich die CSU-Landesgruppe, und Außenminister Guido Westerwelle lobt im Deutschlandfunk-Interview: Ich bin erfreut über das hohe Ansehen, das unser Land genießt, und es ist ja auch so, dass wir sehr als Bürger

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