Korvette ‚Erfurt‘ zu EU-Antipirateriemission in Djibouti eingelaufen

Es läuft wie (um)geplant: Am (gestrigen) Montag ist die Korvette Erfurt der Deutschen Marine in Djibouti eingelaufen, um den deutschen Beitrag in der EU-Antipirateriemission Atalanta zu stellen. Das vorerst letzte AIS-Signal aus Djibouti (Screenshot oben)  zeigt die Erfurt, NATO-Kennzeichnung F262, im Hafen des ostafrikanischen Landes. Damit ist, nach größeren Umplanungen, die Bundeswehr wieder an Atalanta beteiligt – nach einer mehrmonatigen Lücke, der ersten seit Beginn der EU-Mission 2008, in der Deutschland zuvor ununterbrochen Schiffe (und zusätzlich Flugzeuge) stellte.

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Kriegsschiffe die beste Abschreckung gegen Piraten

Auch wenn es zunächst wie eine Selbstverständlichkeit klingt, ist die Aussage dennoch ein bisschen überraschend: Piraten vor der Küste Somalias werden vor allem von der Präsenz der Kriegsschiffe aus verschiedenen Ländern abgeschreckt – und weniger von bewaffneten Sicherheitsteams an Bord von Frachtschiffen. Zu diesem Ergebnis kam eine gemeinsame Umfrage des UN-Büros für Drogen und organisierte Kriminalität (UNDOC) und der Organisation Oceans Beyond Piracy unter inhaftierten Piraten in Somalia. Bislang war in der Debatte über den deutlichen Rückgang der Piraterie vor[…]

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Fürs Archiv: Antipiraterie-Einsatz verlängert, neuer Bundeswehreinsatz in Liberia

Der Bundestag hat am (gestrigen) Donnerstag den Einsatz der Deutschen Marine in der EU-Antipirateriemission Atalanta verlängert und erstmals die Beteiligung der Bundeswehr an der UN-Mission in Liberia (UNMIL) gebilligt. Die wesentlichen Details der beiden Mandate gab’s schon hier; die Abstimmungen: Für die Verlängerung des Atalanta-Einsatzes vor Somalia sprachen sich in namentlicher Abstimmung 461 Abgeordnete aus, 72 stimmten dagegen  und 49 Parlamentarier, darunter fast alle Grünen-Abgeordneten, enthielten sich der Stimme. Die neue Mission in Liberia billigten ebenfalls in namentlicher Abstimmung 522[…]

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Bundeswehr-Einsatz in Afrika: Neue Mission bei UNMIL, Antipiraterie-Mission fast unverändert verlängert

Die Bundesregierung hat am (heutigen) Mittwoch Pläne für das weitere Engagement der Bundeswehr in Afrika auf den Weg gebracht: Erstmals sollen sich deutsche Soldaten an der UN-Mission in Liberia in Westafrika beteiligen. Zugleich beschloss das Kabinett eine Verlängerung des deutschen Engagements in der Antipiraterie-Mission Atalanta der Europäischen Union vor Somalia. Beide Vorschläge gehen an den Bundestag zur endgültigen Entscheidung.

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Piraten vor Somalia: Erstmals seit Monaten wieder aktiv

Erstmals seit einem Dreivierteljahr sind die Piraten vor Somalia wieder aktiv geworden: Am Donnerstag wurde ein Handelsschiff angegriffen, das dicht vor der somalischen Ostküste vor Anker lag (siehe Karte oben). Der Angriff scheiterte jedoch; den Seeräuber gelang es nicht, über die Ankerkette das Schiff zu erklimmen, wie die NATO meldete: While at anchor in a merchant vessel was reported to be approached by two skiffs with 15 POB who attempted to board the vessel climbind up the anchor chain without[…]

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Krach in der GroKo: Außenministerium will Änderung bei Pirateriebekämpfung

Das Bundeskabinett hat am (heutigen) Mittwoch erwartungsgemäß das Mandat der Bundeswehr für die Antipirateriemission Atalanta vor der Küste Somalias verlängert, das nun dem Bundestag zur Zustimmung vorgelegt wird. Hinter den Kulissen der großen Koalition scheint es bei diesem Einsatz der Deutschen Marine aber gewaltig zu krachen: Während das Mandat fast unverändert bleibt (nur die Personalobergrenze wird leicht von 1.400 auf 1.200 Soldatinnen und Soldaten gesenkt), will das SPD-geführte Auswärtige Amt in den Gesprächen mit den anderen EU-Staaten erreichen, dass über[…]

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Piraterieangriffe: Weltweit niedrigster Stand seit 2007

Angesichts des drastischen Rückgangs der Piraterie am Horn von Afrika interessiert dieses Thema hierzulande nur noch die wenigsten – auch wenn seit Ende 2008 ununterbrochen deutsche Marinesoldaten im Kampf gegen die Seeräuber vor der Küste Somalias im Einsatz sind (oben Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei ihrem Besuch des deutschen Atalanta-Kontingents auf der Fregatte Brandenburg). Und die Statistik scheint einen guten Grund für das Desinteresse zu liefern: Im ersten Quartal dieses Jahres war die weltweite Zahl der Piratenangriffe so niedrig[…]

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Übung vor Nigeria: Deutsche Soldaten lehren Piraten-Bekämpfung

Die Piraterie vor der Küste Somalias ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen (auch wenn es in den vergangenen Tagen erneut Angriffsversuche gab) – nicht zuletzt eine Folge der massiven Marinepräsenz, an der sich seit 2008 auch die Deutsche Marine in der EU-Mission Antalanta beteiligt. Auf der anderen Seite des Kontinents, an der Westküste Afrikas, im Golf von Guinea, nehmen dagegen die Angriffe von Piraten zu. Eine ständige maritime Präsenz von EU, NATO und anderen Nationen (insbesondere der USA) ist[…]

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Deutscher Admiral führt Antipiraterie-Mission vor Somalia

For the record: Der deutsche Flotillenadmiral Jürgen zur Mühlen (Foto oben links) hat am (heutigen) Sonntag das Kommando über die europäische Antipirateriemission Atalanta vor Somalia übernommen. Deutschland folgt auf Frankreich; die nächsten vier Monate wird zur Mühlen von Bord der Fregatte Brandenburg als Force Commander die Operation führen, der derzeit Schiffe aus Frankreich, Griechenland und Spanien unterstellt sind. Nach Angaben des Admirals werden auch die Niederlande erneut ein Schiff für Atalanta stellen, die Deutsche Marine hat zur Unterstützung zunächst den[…]

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