Schlagwort: Munition

Munition für die Bundeswehr: Einkauf läuft an

Die Engpässe der Bundeswehr vor allem bei großkalibriger Munition sind schon lange kein Geheimnis mehr. Nachdem der Haushaltsausschuss des Bundestages in den vergangenen Wochen Geld für die (Nach)Beschaffung von Artillerie- und Panzergranaten freigegeben hat, wurden nun die entsprechenden Verträge unterzeichnet. Zur Dokumentation und fürs Archiv ein Überblick mit Firmenangaben aus dieser und der zurückliegenden Woche:

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Haushaltsausschuss billigt lange Liste von Bundeswehr-Beschaffungen – und macht neue Vorgaben

Angesichts von Zeitenwende, russischem Angriffskrieg gegen die Ukraine und Sondervermögen für die Bundeswehr nimmt die Zahl der Beschaffungsvorhaben für die Truppe, die das Verteidigungsministerium dem Parlament vorliegt, deutlich zu. In der letzten Sitzung vor der Sommerpause billigte der Haushaltsausschuss des Bundestages zwar die lange Liste, machte aber auch – mit den Stimmen der Koalitionsabgeordneten – Kritik am Vorgehen des Wehrressorts und vor allem an Preissteigerungen deutlich.

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Munition für die Panzerhaubitze: Weniger als zehn Prozent im Depot

Dass die Bundeswehr mehr als 20 Milliarden Euro für die Beschaffung von Munition einplanen muss, ist ein länger bekanntes Problem. Wie dramatisch das aber in bestimmten Bereichen ist, hat die Truppe bislang nicht kommuniziert – jetzt wird klar: Bei bestimmten Arten von Artilleriemunition sind weniger als zehn Prozent des nötigen Vorrats vorhanden.

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Protokollnotiz: Kein Gipfel, kein Ergebnis

Zum, nun ja, Spitzentreffen von Vertretern der Rüstungsindustrie und der Bundesregierung am (gestrigen) Montagabend im Kanzleramt ist wohl eine Protokollnotiz nötig. Die Vorhersage von Regierungssprecher Steffen Hebestreit scheint sich da bewahrheitet zu haben: Das ist aber ein Treffen auf Beamtenebene – dazu kommunizieren wir gar nicht – und auch eher ein Informationsgespräch. Ergebnisse gab es jedenfalls nicht.

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Mehr als zehn Jahre Probleme mit überalterter Mörser-Munition

Das Deutsche Heer hat ein Problem mit der Ausrüstung seiner Eingreiftruppe. Für die Mörser, die im Umkreis von mehren Kilometern punktgenau Granaten verschießen, fehlt nutzbare Munition. Die veralteten Geschosse des 120-Millimeter-Mörsers Tampella aus Zeiten des Kalten Krieges könnten schon mal kräftig neben dem Ziel liegen oder gar über eigenen Soldaten detonieren. „Keine Freigabe der Munition für einen Einsatz“, erklärte die Heeresspitze knapp: Zu groß ist die Gefahr, dass nicht nur die Truppe gefährdet, sondern Unbeteiligte getroffen werden. Diesen Bericht schrieb

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Zu heiß in Mali: Niederlande sperren Munition im UN-Einsatz

Angesichts der Sicherheitsprobleme wegen der hohen Temperaturen haben die Niederlande einen Teil ihrer Munitionsvorräte im UN-Einsatz in Mali gesperrt. Verteidigungsminister Klaas Dijkhoff und Außenminister Bert Koenders informierten das Parlament am (heutigen) Montag über diesen Schritt, wie mehrere niederländische Medien berichteten. Die Vorsichtsmaßnahme ist auch Folge eines Unfalls mit Mörsermunition im vergangenen Jahr, bei dem zwei niederländische Soldaten in dem westafrikanischen Land ums Leben kamen und der zum Rücktritt von Verteidigungsministerin Jeanine Hennis-Plasschaert geführt hatte. Betroffen von der Sperrung sind insbesondere

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Geringe Beschaffung, leere Depots: Der Bundeswehr wird die Munition knapp (Update)

Die Bundeswehr hat nicht nur mit Problemen bei ihrem Material zu kämpfen – sondern auch mit zunehmend leeren Munitionslagern. Unter dem Titel Leere Munitionsdepots gefährden Einsatzfähigkeit der Truppe hat die Kollegin Sabine Siebold das für Reuters sehr ausführlich aufgeschrieben. (Update: Jetzt ist auch die – längere – deutsche Fassung online.) 14 Milliarden Euro, so die Berechnung, würde allein die Aufstockung der Vorräte kosten. Aus der bereits zuvor veröffentlichten englischen Zusammenfassung ein paar Kernaussagen: Germany needs to spend 14 billion euros

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Geklaute Munition aus Seedorf ist wieder da

Vor gut einem Jahr wurden den Fallschirmjägern in Seedorf Zehntausende Schuss Munition gestohlen Jetzt ist sie wieder da, die Munition, wie unter anderem Radio Bremen meldet: Fast 30.500 Schuss Munition der Bundeswehr sind wieder aufgetaucht. Sie waren im Februar 2014 aus der Fallschirmjägerkaserne in Seedorf im Landkreis Rotenburg (Wümme) gestohlen worden. Polizisten stellten das gefährliche Diebesgut in einer Lagerhalle in Delmenhorst am 20. April sicher, wie die Staatsanwaltschaft Bremen erst jetzt mitteilte. (…) Der Hinweis sei von einem Angeklagten in

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Wenn ISAF geht: Blindgänger in Afghanistan

Wie in allen Konflikten weltweit ist mit dem Schweigen der Waffen oder dem Abzug von Soldaten der Krieg für die Bevölkerung nicht vorbei. Blindgänger, nicht explodierte Munition, oder im Militärjargon: UXO (unexploded ordnance), bleibt zurück und gefährdet vor allem Zivilisten. Ronja von Wurmb-Seibel (auf deren Geschichten aus Kabul ich hier im Blog schon mal hingewiesen habe) und Niklas Schenck sind über Monate den Spuren solcher Hinterlassenschaften gefolgt.

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