ILÜ Nord 2010: Die B-Roll (Amateurvideo)

Meine nächste Investition, das gebe ich offen zu, sollte dringend ein Stativ sein. Dennoch nehme ich an, dass Videoimpressionen von der Informationslehrübung (ILÜ) Nord des Deutschen Heeres in Munster und Bergen von Interesse sind… (Praxistipp: die Qualität lässt sich bei den Einstellungen am unteren rechten Bildrand auf 720p heraufsetzen.) Und was die hier gestellte Frage nach dem Flugabwehrpanzer Gepard angeht: Der hatte auf der ILÜ seinen letzten großen öffentlichen Auftritt:

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Piratenwatch: Erste Verurteilung in Kenia

On the record: ein kenianisches Gericht hat bereits am Montag sieben somalische Piraten verurteilt, die am 29. März 2009 ausgerechnet ein Kriegsschiff, den deutschen Marine-Tanker Spessart, angegriffen hatten. Nach Angaben der EU-Anti-Piraterie-Mission Atalanta ist das die erste Verurteilung, die auf der Festnahme von Piraten durch EU-Soldaten beruht. (Es war übrigens bei weitem nicht der einzige Versuch der Seeräuber, ein Kriegsschiff zu kapern. Vermutlich aus Unkenntnis.) Eineinhalb Jahre vom vereitelten Piratenangriff bis zum Urteil  – auch in Kenia scheinen die Mühlen

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Train as you fight?

Die große Leistungsschau des Deutschen Heeres, die Informationslehrübung (ILÜ, jährlich wechselnd zwischen Munster/Bergen – Nord – und Hammelburg – Süd) läuft derzeit auf den Truppenübungsplätzen Munster und Bergen. Zum Ablauf gibt es Sonderseiten bei deutschesheer.de. (am kommenden Donnerstag wird sich Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die Lehrübung (teilweise) anschauen Auch Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hatte einen Besuch geplant, den aber aus Termingründen abgesagt.) Augen geradeaus! war am (gestrigen) Montag in Munster und vor allem auch beim (interessanteren) zweiten Teil der ILÜ

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RC N Watch: Distriktgouverneur getötet

Die Hauptverbindungsstraße aus Afghanistans Norden Richtung Kabul in der Provinz Baghlan bleibt ein Hotspot der Auseinandersetzung zwischen Aufständischen einerseits und afghanischen Regierungsvertretern, afghanischen Sicherheitskräften wie internationalen Truppen andererseits: In der Nacht zum Montag wurde dort der Distriktchef des Distrikts Nahrin ermordet. Die Meldungen von Gefechten rund um Kundus gehören mittlerweile fast zur täglichen Routine, wie am gestrigen Montag: Ausbildungs- und Schutzbataillon im Feuergefecht. Übrigens, seit gestern stellt das Regionalkommando Nord eigene Videoberichte auf YouTube ein – wie dieses Video vom

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Betriebsausflug.

Augen geradeaus! geht auf Betriebsausflug bis Montagabend: nach Munster und Bergen, zur Informationslehrübung (ILÜ) Nord. Und kehrt hoffentlich mit vielen Eindrücken, Hintergründen und Bildern zurück. (Bei der Vorübung für die ILÜ Nord 2010. (Foto: Fabrizio Bensch/REUTERS via picapp)

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Petraeus macht Special Operations zum PR-Thema

Interessanter Bericht aus Kabul: ISAF-Kommandeur David Petraeus redet weit offener als seine Vorgänger über die Einsätze von Spezialkräften in Afghanistan. Unter anderem, schreibt die AP-Kollegin, um die skeptische Heimatfront zu überzeugen, dass dieser Krieg Aussicht auf Erfolg hat: Special-ops on show to woo war skeptics. TALOQUAN, NORTHERN AFGHANISTAN – AUGUST 28: U.S. Army Special Forces soldier nicknamed ‚Cowboy‘ secures an airstrip during an operation August 28, 2002 in the town of Taloquan in Northern Afghanistan. U.S. Special Forces have recently

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RC N Watch: 7 Tote in Kundus, japanischer Journalist freigelassen

Bei einem Sprengstoffanschlag sind am (gestrigen) Samstag in Kundus vier afghanische Polizisten und drei Zivilisten ums Leben gekommen – wieder ein einleuchtender Grund dafür, warum die – schlecht geschützte – afghanische Polizei hohe Opferzahlen zu beklagen hat. Heute soll ein japanischer Journalist, der seit fast einem halben Jahr in der Hand der Taliban war, sich als freier Mann bei seiner Botschaft in Kabul gemeldet haben. Die Umstände sind noch ein bisschen merkwürdig. Nachtrag – Sonntagmittag: Deutsche Kräfte westlich von Kundus

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Deutschland hat seine Unschuld verloren…

… und daraus noch nicht die Konsequenzen gezogen, ist der Tenor meines Kommentars zum Jahrestag des Luftangriffs vom 4. September, den ich als Gastbeitrag für theeuropean.de geschrieben habe: Lizenz zum Abwarten. Ein paar weitere Kommentare/Einschätzungen zu diesem Jahrestag, die mir aufgefallen sind (ohne auch nur den mindesten Anspruch auf nur ansatzweise Vollständigkeit): Die taz fragt, wie sich Deutschland seit dem Luftschlag verändert hat: Nie wieder Afghanistan Das ZDF sieht die Angehörigen der Opfer von Deutschland enttäuscht: Es war eine Katastrophe

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Die unerzählten Geschichten aus Baghlan

Als Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg am vergangenen Wochenende am Observation Point North, afghanische Provinz Bahglan, Nordrand des Distrikts Baghlan-e-Jadid, landete, bekamen meine mitgereisten Kollegen deutliche Worte zu hören. Über den harten Einsatz der Bundeswehr in dieser Region, an der Gabelung der beiden wichtigen Verbindungsstraßen Highway 1 und Highway 7, werde in den deutschen Medien ja gar nicht berichtet, klagte Oberstleutnant Jared Sembritzki, Kommandeur der Quick Reaction Force (und sonst des Gebirgsjägerbataillons 231 in Bad Reichenhall). Der Mann hat Recht. Allerdings

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