Es begann als ‚Insel der Stabilität‘: Zehn Jahre Bundeswehr in Kunduz

Fast exakt zehn Jahre, vom Oktober 2003 bis zum Oktober 2013, war die Bundeswehr in Kundus in Nordafghanistan stationiert. Was als ISAF-Insel in einer der damals ruhigsten Regionen am Hindukusch begann, wurde für die Deutschen zum Sinnbild Afghanistans – und kennzeichnete für die Bundeswehr die Entwicklung von einer Stabilisierungsmission zu einem Kriegseinsatz. Ein kurzer, naturgemäß (weil auch viel aus meiner subjektiven Erinnerung) unvollständiger Rückblick. weiterlesen

Mittendrin statt nur dabei

Nur kurz angerissen (weil im Zug die Internetverbindung so wackelig ist), aber es könnte Diskussionsbedarf geben: Die Kommandozentrale für den geplanten – sprich: verabredeten – NATO-Raketenabwehrschirm soll auf deutschem Boden stationiert werden:

Kommando für Raketenschild kommt nach Ramstein

Und sie steht ja dann nicht nur auf deutschem Boden: Befehlshaber des Allied Air Command ist zwar ein US-General  –  doch  sein Stellvertreter ist ein Deutscher (derzeit Luftwaffen-Generalleutnant Friedrich Wilhelm Plöger – übrigens, durch Verlängerung seiner Dienstzeit, zurzeit der lebensälteste aktive deutsche Soldat…) Obwohl ich einschränkend sagen muss, dass ich noch nicht herausgefunden habe, ob die deutsche Besetzung auf diesem Posten auch in der künftigen NATO-Kommandostruktur so bleibt.

Fast noch bedeutsamer – aus deutscher Sicht – scheint mir allerdings die Frage, was mit den nach den Berichten angebotenen deutschen Patriot-Raketen als Teil des Abwehrschirms ist. Welche, vor allem: in welchem Upgrade-Zustand? Da dürfte doch noch ein bisschen Geld in die Hand genommen werden müssen. Und ist dann überhaupt die vorgesehene Reduzierung von 29 auf 14 PatriotBatterien Systemen sinnvoll?

Nachtrag: Dazu die heutige Pressemitteilung aus Ramstein: weiterlesen