Kategorie: Freunde&Verbündete

AWACS, ein deutsches Schicksal (2)

Der Vollständigkeit halber bleibt zu dem AWACS-Eintrag vom vergangenen Donnerstag noch nachzutragen: Die Bundeswehr lässt zwar ihre Soldaten nicht in den Überwachungsflugzeugen über Afghanistan mitfliegen. Indirekt aber, berichtet die Süddeutsche Zeitung, sind die Deutschen dennoch dabei: Mit Wartungstrupps der Bundeswehr auf der Basis Konya in der Türkei und in Masar-i-Scharif in Afghanistan. Und: Auswärtiges Amt und Verteidigungsministerium sind ganz offiziell unterschiedlicher Ansicht, ob die deutsche Nicht-Beteiligung am AWACS-Einsatz am Hindukusch nun mindestens für ein Jahr gilt oder nach 90 Tagen

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AWACS, ein deutsches Schicksal

Was ist wohl das umstrittenste Waffensystem der jüngeren deutschen Militärgeschichte? Welches System, an dem Bundeswehrsoldaten Dienst tun, führte in den vergangenen 20 Jahren zum heftigsten Streit bis hin zu mehrfachen Urteilen des Bundesverfassungsgerichts? Vielleicht Kanonen oder Raketen, weitreichende Artillerie oder sicherlich die Tornado-Jagdbomber der Luftwaffe mit der Ausrüstung zum Abwurf von (amerikanischen) Atombomben? Weit gefehlt. Den meisten Streit gab es um eine unbewaffnete Flugzeugflotte mit Luxemburger Zulassung, die nicht von der Luftwaffe betrieben wird und für das Soldaten (und Soldatinnen)

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Afghanistan: „Der Feind verliert“

Es klingt ein bisschen nach Wunschdenken. In Washington sagt U.S.-Stabschef Mike Mullen, die Taliban und andere Aufständische seien auf der Verliererstraße. The enemy in Afghanistan is losing, the U.S. military’s top officer declared Wednesday in an unusually upbeat assessment on the war. Mullens schlechte Nachricht: Das bedeutet noch lange nicht, dass die Gewalt zurückgeht. Und im Norden, in der Provinz Baghlan, verkündet ein afghanischer Fernsehsender die gute Nachricht der afghanischen Sicherheitskräfte: At present the “New Baghlan Operation” continues in some

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RC N Watch: Arbaki – die falschen Freunde?

Die internationalen Truppen im Norden Afghanistans arbeiten zunehmend mit den Arbaki zusammen, Stammesmilizen – die Sicherheitsaufgaben übernehmen, gemeinsam mit U.S-Truppen und auch der Bundeswehr gegen Aufständische kämpfen und zum Teil wohl in die neue Afghan Local Police übernommen werden. Diese Kämpfer können allerdings ein Problem werden – oder sind es schon, wie ein Bericht über deren Vorgehen in den Nordprovinzen Baghlan und Kundus bei  Al-Jazeera zeigt: Rogue militias abuse rural Afghans Dieses Bild habe ich schon öfter hier gezeigt: Before

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RC N Watch: 15 Aufständische bei Angriff auf Taliban-Distriktchef nahe Kundus getötet

Bei einer gemeinsamen Aktion von afghanischen und internationalen Truppen sind in der Nacht zum Montag im Distrikt Dasht-e-Archi bei Kundus 15 Aufständische getötet worden, darunter vermutlich auch ein Taliban-Distriktchef.  Nach Angaben der afghanischen Polizei wurde bei der Operation auch Air Power, also Kampfjets oder Kampfhubschrauber, eingesetzt. Dabei sei der Taliban-Kommandeur Zabit Murcha ums Leben gekommen. Nach Darstellung von ISAF galt der Angriff dem Taliban-Anführer des Distrikts Khanabad. Einen Namen nannte die NATO-Truppe nicht; auch gibt es von ISAF-Seite bislang keine

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RC N Watch: Operation Gor Tepa – Zwischenstand

Die Operation in Gor Tepa nordwestlich von Kundus ist hier schon ein paar Mal Thema gewesen, die U.S.-Sicht ebenso wie die deutsche Sicht. Von den Deutschen ist ja offiziell nichts dazu zu hören. Von den U.S.-Soldaten gibt’s dafür einen (natürlich positiven) Zwischenstand: Partnership Key for Mission Success (Die vorangegangene Meldung aus dieser Quelle hier.)

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RC N Watch: „Night Raid“ in Kundus – drei Versionen

In der vergangenen Nacht hat es in Kundus erneut einen der Night Raids, der nächtlichen Kommandooperationen gegen Aufständische, gegeben. Das scheint relativ klar. Was passiert ist, dazu gibt es drei etwas unterschiedliche Varianten: Laut ISAF haben afghanische und internationale Truppen einen der Drahtzieher des Anschlags vom 19. Dezember 2010 auf ein Armee-Rekrutierungszentrum in Kundus festgenommen. Insgesamt seien fünf Aufständische arretiert worden. Der Anführer sei auch involviert in den tödlichen Anschlag auf den Gouverneur der Provinz Kundus im Oktober vergangenen Jahres.

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RC N Watch: Oranje boven (2)

Inzwischen ist das geplante niederländische Engagement in Kundus in den meisten deutschen Medien angekommen. Und wie schon vermutet sollen die F-16-Kampfjets für Close Air Support in Masar-i-Scharif stationiert werden. Ein Blick auf die Stimmung im Nachbarland gibt dieser Fernsehbeitrag, der dem nationalen Publikum signalisiert: so ruhig, wie ihr bisher glaubt, ist es im Norden Afghanistans nicht mehr.. Zu den niederländisch-deutschen Absprachen gibt’s hier was. Das niederländische Verteidigungsministerium hat die Art und den Umfang des Einsatzes präzisiert (danke an GvG für

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RC N Watch: Oranje boven

In den Niederlanden haben in den vergangenen Jahren die Regierungen und die Regierungskoalitionen zu oft gewechselt, als dass ich den Überblick behalten hätte (ich bin da auch nicht besonders versiert). Deshalb weiß ich auch nicht mehr, welcher niederländische Außenpolitiker es war, der vor zwei oder drei Jahren den Vorschlag machte, die Deutschen und die Niederländer könnten doch mal ihre Einsatzgebiete in Afghanistan tauschen: Die Holländer sollten in den – damals noch relativ ruhigen – Norden gehen und die Bundeswehrsoldaten dafür

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