Kategorie: Einsatz in aller Welt

Für Afghanistan: australische Panzer nein, französischer Flugzeugträger ja

Zwei Meldungen der vergangenen Tage zum Thema Afghanistan-Einsatz, die in Deutschland ein bisschen untergegangen sind: Die neue australische Premierministerin Juli Gillard hat bei einem Kurzbesuch in Afghanistan auf die Forderungen ihrer Opposition reagiert, auch Panzer an den Hindukusch zu schicken: Das mache in dem Terrain in Uruzgan keinen Sinn. In dieser Ansicht wurde sie, laut dem australischen Medienbericht, vom U.S.-Kommandeur des Combined Team Oruzgan bestätigt. (Der afghanische Präsident Hamid Karzai soll übrigens bei einem Treffen mit Gillard der NATO vorgeworfen

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RC N Watch: Soldat in Baghlan gefallen – kein Deutscher

Bei einem Feuergefecht mit Aufständischen in der Provinz Baghlan ist am Sonntag ein Soldat der internationalen Truppen ums Leben gekommen. ISAf teilte lediglich den Tod mit, ohne die Nationalität zu nennen. Nach Angaben der Bundeswehr waren allerdings deutsche Truppen nicht betroffen. Neben Deutschen sind in der Provinz südlich von Kundus vor allem Amerikaner und Ungarn im Einsatz. Nachtrag: Xinhua hat ein paar Details: American soldier killed, 2 injured in N. Afghanistan Und: anderer Bereich, aber auch RC North: Afghan, Coalition

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Pakistan vs. ISAF

Die Situation ist verworren, die Folgen noch unklar, aber möglicherweise dramatisch: Pakistan hat den wichtigsten Nachschubweg für die ISAF-Truppen in Afghanistan dicht gemacht, nachdem ISAF-Hubschrauber – lies: US-Helikopter – bei einem Einsatz im Grenzgebiet pakistanische Grenztruppen beschossen und drei Soldaten getötet haben sollen. (In Kommentaren zu einem anderen Eintrag hier im Blog wurde schon darauf hingewiesen.) Die Meldungen der internationalen Agenturen sind weitgehend identisch (hier Reuters, hier AFP). Was den Zorn der Pakistanis erklärt: es handelt sich um den dritten

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RC N Watch: „Clearing Operation“ in Char Darrah (mit Update)

Das Vorgehen der ISAF im Distrikt Char Darrah bei Kundus, einer Taliban-Hochburg, scheint eine neue Qualität zu bekommen. Erstmals, wenn ich das richtig sehe, spricht ISAF bei den Aktionen in dieser Region von einer deliberate clearing operation – bislang war immer von gezielten Aktionen gegen einzelne Führer der Aufständischen die Rede. Ob die Meldung der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua, in Char Darrah sei ein wichtiger Taliban-Kommandeur festgenommen worden, zu dieser clearing operation gehört oder eine separate Aktion ist, ist noch unklar.

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Demnächst am Himmel über Kundus

Als die Bundeswehr vor sieben Jahren ihr erstes Camp in Kundus bezog, damals noch mitten in der Stadt gelegen, nahmen die Soldaten Rücksicht auf ihre Nachbarn. Auf dem Wachtturm mitten im Feldlager bauten sie eine blaue Bretterwand auf, die den Blick in den Garten des Wohnhauses neben dem PRT versperrte: Die Damen des Hauses sollten sich dort geschützt vor den Blicken fremder Männer aufhalten können. Wie die heute undenkbare Lage eines Camps mitten in der nordafghanischen Stadt ist auch so

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RC N Watch: Mörserangriffe werden Standard?

Am Samstag wurden deutsche Soldaten in der Provinz Baghlan erneut mit Mörsern angegriffen, nahe der Ortschaft Shahabuddin bei Pol-e-Khumri. Auch wenn es keine Verwundeten und keine Schäden gab – es macht den Eindruck, dass in dieser Region neben der Kalaschnikow und der RPG-7 (Panzerfaust) Mörser zur Standardwaffe der Aufständischen werden. Bislang kann ich das noch nicht belegen, aber das sollte man sicherlich im Auge behalten.

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RC N Watch: Selbstmordanschlag bei Masar-i-Scharif

Die Provinz Balkh im Norden Afghanistans, wo in Masar-i-Scharif auch das Hauptquartier des ISAF-Regionalkommandos Nord (und die meisten deutschen Soldaten) stationiert sind, gilt bislang als recht sicher. Jedenfalls kein Vergleich mit Kundus oder dem Norden der Provinz Baghlan. Deshalb lässt einen die Meldung heute aufschrecken, deren Details langsam bekannt werden: Ein Selbstmordattentäter hat mit seinem Wagen heute einen Konvoi der schwedischen ISAF-Truppen angegriffen. Die Soldaten in ihren geschützten Fahrzeugen blieben unverletzt – aber im nachfolgenden Bus mit einer Hochzeitsgesellschaft kam

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Vollzugsmeldung: Die deutschen Tornados werden abgezogen

Bin heute unterwegs, deshalb nur der Hinweis auf die Vollzugsmeldung: Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat entschieden, dass die deutschen Aufklärungs-Tornados aus Afghanistan abgezogen werden. Damit folgt er, wie das Ministerium so nett formuliert, einer Empfehlung des ISAF-Kommandeurs David Petraeus. Ein Wort noch zu der scheinbaren Diskrepanz, dass damit nur rund 90 Dienstposten frei werden, während doch im Mandat für die Jets bis zu 500 Soldatinnen und Soldaten genannt sind: Zum einen ist diese Obergrenze für die sechs Flugzeuge nicht ausgeschöpft

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RC N Watch: Deutsche Spezialkräfte stellen Taliban-Führer

Über die Festnahme von Maulawi Roshan, einem Taliban-Führer in der Provinz Kundus, hatte bereits am (gestrigen) Dienstag die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, die ihn allerdings unter Berufung auf die örtliche Polizei als Taliban-Richter bezeichnete. Heute kommt dazu nicht nur von ISAF mehr – sondern auch von der Bundeswehr: Die berichtet (nach meiner Erinnerung erstmals in dieser Offenheit), dass Roshan von deutschen Spezialkräften der Task Force 47 gestellt wurde. Das ist eine neue Qualität – bislang blieb in der Regel unklar,

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