Kategorie: An der Heimatfront

Ausländer in der Truppe? Deutscher U.S.-Soldat wird Amerikaner

Das mal als Kontrapunkt zu der hier zu Lande teils erbittert geführten (wenn auch inzwischen weitgehend erledigten) Debatte, ob Ausländer in der Truppe dienen können sollten: Ein Deutscher aus Fulda, derzeit mit den U.S.-Truppen im Afghanistan-Einsatz, wird Amerikaner: TF Phoenix crew chief earns US citizenship KANDAHAR PROVINCE, Afghanistan – U.S. Army Sgt. Andreas Buttner (right), a 34-year-old crew chief with Company C, “Dustoff”, Task Force Phoenix, 10th Combat Aviation Brigade, 10th Mountain Division, Task Force Falcon, proudly displays his certificate

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„Bis heute ist die Personallage gut“

Es war schon klar, dass Bundeswehr-Generalinspekteur Volker Wieker die Meldung über den Brandbrief von Heeresinspekteur Werner Freers, der Truppe gehe der Nachwuchs aus, so nicht stehen lassen durfte. Also hat der GI auch am Samstagnachmittag reagiert. Dabei fällt auf, wie der GI (beziehungsweise sein Sprecher im Presse-Info-Stab des Ministeriums) den Brief ein wenig, sagen wir mal, herunterzuspielen versuchen: Der Inspekteur des Heeres hat in seinem Brief an den Generalinspekteur lediglich auf mögliche Folgen hingewiesen, falls es nicht gelingt, genügend Nachwuchs

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Strafverfahren gegen Oberst Klein abgelehnt

Heute ist genug los, das sollte aber nicht untergehen: Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat ein Klageerzwingungsverfahren wegen des Kundus-Luftangriffs am 4. September 2009 abgelehnt. Mit der rechtskräftigen Entscheidung ist damit zumindest die strafrechtliche Aufarbeitung des Luftschlags beendet; ein Strafverfahren gegen den damaligen PRT-Kommandeur Georg Klein und gegen Hauptfeldwebel Wilhelm (nach meiner Erinnerung der JTAC, also der Fliegerleitoffizier) wird es damit nicht geben. Die Mitteilung des Gerichts mit den Ablehnungsgründen hier.

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Die Guttenberg-Erklärung

Verteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg hat heute mögliche Fehler in seiner Doktorarbeit eingeräumt, will seinen Titel bis zur Klärung der Vorwürfe nicht mehr führen, sonst aber keine Konsequenzen ziehen. Da es den einen oder anderen interessiert, hier die Guttenberg-Erklärung im Wortlaut zum Nachhören: (Direktlink für iPad/iPhone: http://audioboo.fm/boos/281532-guttenberg-erklarung-18-februar-2011) Mittlerweile auch von Bw-TV als Videospot: An Guttenbergs Aussage fällt mir zuerst auf, dass er ganz am Schluss, in einem Halbsatz, den schweren Zwischenfall mit einem gefallenen deutschen Soldaten indirekt andeutet – Stunden

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Die Bundeswehr-Probleme reichen auch so

Das ist doch mal was: Oberst Ulrich Kirsch, Vorsitzender des Bundeswehrverbandes, scheint heute der einzige zu sein, der über die aktuellen Probleme der Bundeswehr reden kann, ohne die Worte Guttenberg und Doktorarbeit in Verbindung zu bringen (ja, wenn ich richtig hingehört habe, sogar ohne diese beiden Worte auch nur zu erwähnen). So was von sachorientiert. Interessiert doch keinen.

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Attraktiv auf YouTube

Aus dem Attraktivitätsprogramm für die Bundeswehr, das Verteidigungs-Staatssekretär Rüdiger Wolf bereits Anfang Januar unterzeichnet hat (erstaunlich, dass es erst jetzt in den Medien hochkam), darf sich jeder was aussuchen: Die Aufregung um eine mögliche Einstellung von Inländern ohne deutschen Pass in die Streitkräfte oder das Familienprogramm der Truppe. Ich suche mir aus: Die Bundeswehr will ihre Maßnahmen zur Werbung und Image-Bildung verstärken – nicht zuletzt in sozialen Netzwerken im Internet: Maßnahme 3 Basierend auf dem derzeit hohen gesellschaftlichen Grundvertrauen in

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Der Minister, die Marine…

Am gestrigen Montag besuchte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die Marineschule in Mürwik und die Unteroffiziersschule der Marine in Plön. Hinterher redete er mit der Presse, mit rein durfte leider kein Journalist (und schon im Vorfeld hatte die Marine darauf verwiesen, dass Pressearbeit nur reaktiv stattfinden solle). Der Kollege Leo Walotek-Scheidegger, spezialisiert auf Maritimes, lässt deshalb auf seinem Blog einen Teilnehmer des Ministerauftritts in Mürwik zu Wort kommen. (Der nicht so richtig begeistert ist.) Nachtrag: Mich hat mittlerweile eine Punktuation der

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Die deutsche Fremdenlegion kommt nicht

Das hat am Wochenende für ein bisschen Aufsehen gesorgt: In Deutschland lebende Ausländer, so eine Überlegung aus dem Verteidigungsministerium, sollten freiwillig Dienst in der Bundeswehr leisten können. Ehe die Wellen zu hoch schlagen: die deutsche Fremdenlegion wird es wohl nicht geben. Diese Überlegung konzentriert sich auf EU-Ausländer – und vielleicht noch Ausländer aus einigen anderen Staaten wie der Schweiz, mit denen es Abkommen über die Anerkennung von Berufsabschlüssen gibt. (Ich kann es gerade nicht finden, aber es gibt wohl ein

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