Noch keine Entscheidung über F126 – aber schon mal „Projektstart“ MEKO200
Fakten schaffen noch ohne Waffen: Das Schicksal der Fregatte F126 der Deutschen Marine ist noch offen – aber das Konkurrenzprodukt, die MEKO200-Fregatte, läuft sich schon mehr als warm. Jedenfalls verkündete das Werftunternehmen TKMS (früher mal: Thyssen Krupp Marine Systems, so wollen sie aber nicht mehr genannt werden) den Projektstart für seine Kriegsschiff-Version für die Bundeswehr.
Aus der Mitteilung von TKMS vom (heutigen) Dienstag:
TKMS und das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) haben heute einen Vorvertrag für das Projekt MEKO A-200 DEU unterzeichnet. Der Vorvertrag dient dazu, die Ablieferung des ersten Schiffes bis Ende 2029 zu ermöglichen und zentrale vorbereitende Maßnahmen einzuleiten. Der Start der vorbereitenden Maßnahmen ist für Februar 2026 vorgesehen. (…)
Über den Vorvertrag sind zunächst Beschaffungen und Arbeiten mit einem Umfang von bis zu 50 Millionen Euro bis Ende März abgedeckt. Soweit erforderlich, besteht darüber hinaus die Möglichkeit, den Vertrag schrittweise zu verlängern.
Die Unterzeichnung des Vorvertrags markiert den offiziellen Projektstart der MEKO A-200 DEU. Damit ist noch kein offizieller Bauvertrag verbunden. Die
Entscheidung hierzu steht noch aus.
Das ist nur ein Zwischenstand im Hickhack um den Bau der neuen Fregatten für die Marine. Einst galt die F126 als Vorzeigeprojekt, weil europäisch ausgeschrieben – und dann an die niederländische Damen-Werft als Generalunternehmer vergeben. Die hielt allerdings etliche Meilensteine beim Bau nicht ein, das Vorhaben ist arg in Verzug. Und offen ist derzeit, ob es fortgeführt wird oder durch die Meko200-Fregatten ergänzt oder gar ersetzt werden könnte. Eine Entscheidung wird aber wohl noch in diesem Frühjahr fallen (müssen). Für die Fortführung ist NVL im Gespräch, einst der Kriegsschiff-Zweig der Lürssen-Werft und derzeit im Prozess der Übernahme durch Rheinmetall.
(Archivbild Mai 2022: Die für Ägypten bestimmte MEKO200-Fregatte Al-Aziz vor Indienststellung bei der magnetischen Vermessung an der Wilhelmshavener Wiesbadenbrücke – Ein Dahmer, AL-AZIZ 2651, CC BY-SA 4.0)
Guter und wichtiger Schritt.
Das MEKO200 Design ist erprobt und wird bereits seit Jahren gebaut. Bedeutet es ist relativ schnell lieferbar und die Fertigung kann vermutlich auch hochskaliert werden.
Wir nähern uns also dem „von der Stange“-Gedanken, auch wenn der bei Schiffen immer relativ ist. Zum F126-Drucheinander (um das Wort Desaster zu umschiffen) muss man aktuell glaube ich nicht so viel sagen.
Hier wäre die Frage ob man die bestehenden Hüllen in irgendeiner Form und Weise zu einigermaßen sinnvollen Marineschiffen gebaut bekommt.
Deutschland und Marinerüstung war irgendwie schon immer eine Geschichte voller Missverständnisse (von U-Booten und ein paar schweren Einheiten in WK1 abgesehen).
Da sieht man es mal, verantwortlicher Umgang mit Steuergeld ist nicht so die Sache der Bundeswehr… ein wenig wie das Kind, dass über Nacht im Süßwaren Laden eingesperrt ist.
Als ehemaliger Marine Mann begrüße ich natürlich das die Flotte wächst und wieder zu alter Schlagkraft gegen mindestens ebenbürtigen Gegner zurück finden soll….
F-126 / Niedersachsen Klasse ist gescheitert es will aber noch keiner wirklich wahr haben. Ja NVL hat es jetzt geschafft die Konstruktionsunterlagen auf die eigenen Server zu bekommen… bravo! Aber wer glaubt das Damen jetzt einfach bei Seite tritt und sagt… „OK liebe Bremer Freunde nehmt unser Design und baut die Schiffe“, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann. Die Rechte am niederländischen Design werden natürlich für teuer Lizenz verkauft. Oder NVL müsste dann komplett neu planen was nochmals Jahre an Verzug bedeuten würde oder Vergaberechtlich eigentlich unmöglich sein sollte ohne erneute Ausschreibung…. die Frage ist dann wozu an der Niedersachsen Klasse festhalten wenn die Flotte zeitnahe kampfstarken Ersatz für ihre 123’er U-Jäger braucht! Die 126’er werden nicht mehr ansatzweise rechtzeitig zulaufen… da sollte man sich jetzt ehrlich machen. F126 streichen, besser 8 x MEKO’s beschaffen für weniger Geld mehr Eisens ins Wasser bringen und die F-127 dann im Umfang und Leistung als zukünftige Standart Plattform der Marine ausplanen oder auf gleichem Rumpfdesign eine Mehrzweck Fregatte mit Schwerpunkt Über- & Unterwasser Seekriegsführung bauen.
Auf jeden Fall ist es kein guter Weg jetzt zwei Projekte parallel laufen zu lassen. Die Marine hat Jahrzehnte lang drei Fregatten/Zerstörer Klassen parallel betrieben. Mit der Doppel Beschaffung würde man parallel vier Klassen betreiben… F-124/F-125/F-126/MEKO-A200… logistisch und personell nur schwer zu stemmen. Natürlich könnte man auch 3 Milliarden Euro die Toilette herunter spülen und dann die F-125’er ausmüstern und vielleicht eine als Schulschiff behalten. Da die Schiffe nur mit viel Aufwand und erheblichen Umbau für die Landes-& Bündnisverteidigung zu gebrauchen wären.
Das Ministerium muss jetzt Farbe bekennen! F126 kündigen, MEKO A200 bauen und F127 als Standard Plattform ausplanen… da wäre NVL ja auch wieder mit am Kuchen beteiligt.
Sollte man doch an den Niedersachsen aus Bremen festhalten. Sollte zumindest die Gelegenheit genutzt werden das VLS deutlich zu steigern mindestens auf 32 Zellen. Dann sollte es aber sinnvoller sein statt die MEKO’s zu bauen die F125’er umfassend Kampfwert zu steigern… VLS Werfer in den Sportraum, Bug-& Schleppsonar nachrüsten sowie ein paar Torpedowerfer drauf… ab mit den Einheiten nach Rostock. Da passen auch zwei parallel ins Dock des Marinearsenals und man hat dahinter trotzdem noch Platz einen EGV zu docken.
@GolfEcho83: Es gibt noch gar keine „bestehenden Hüllen“ …
Modul – und Baukastensystem in der Produktion ist immer besonders herausfordernd und schwierig. In der Schifffahrt und in der Luftfahrtindustrie.
Wahrscheinlich wäre die Überlegung einer Vergabe auch außerhalb von Europa sinnvoll gewesen. Also nach Süd – Korea.
Aber bei allen Projekten der Rüstungsindustrie schaut der Steuerzahler mit über die Schulter und die Politik erwartet wirtschaftliche Synergieeffekte für unsere Heimat. Und das ist ja auch durchaus völlig verständlich.
Zum Verständnis und zur Förderung der Akzeptanz unserer Streitkräfte in unsere Gesellschaft ist es sehr wichtig, dass hier produziert wird.
Während der letzten Jahre waren die Streitkräfte eher außerhalb des Fokus der öffentlichen Debatte und öffentlichen Wahrnehmung. Jetzt ist es genau anders herum und das Selbstverständnis für die Akzeptanz der Streitkräfte, welches bis zur Wiedervereinigung in der Gesellschaft verankert gewesen war, muss jetzt ebenfalls einen Aufwuchs vollziehen.
Insoweit sollte halt eben so genau geschaut, vorbereitet und kontrolliert werden, dass Rüstungsprojekte nicht gegen die Wand gefahren werden, weil die negative Wirkung in der Öffentlichkeit dem Aufwuchsprogamm der Bundeswehr schaden kann.
Mit dem Rückzug der USA sowie deren Auswirkungen ist allen bewusst, dass zum einen die bisherigen, eingeplanten Mittel nicht ausreichen werden und noch weitere Mittel (in unbestimmter Höhe) für die Zukunft zur Verfügung gestellt werden müssen. Hierbei ist eine kluge Öffentlichkeitsarbeit gefragt, bei der die Gesellschaft mitziehen kann und dem Ansehen der Bundeswehr nicht geschadet wird.
Ich selbst befürworte und begrüße natürlich auch, dass die Produktion der neuen Fregatten in Deutschland erfolgt und die Bundeswehr sich zumindest mittelbar als Auftraggeber und Arbeitgeber in der öffentlichen Wahrnehmung positionieren kann. In dem o. g. Fall wäre wahrscheinlich eine Auftragsvergabe an Werften in Süd – Korea besser gewesen ( HD Hyundai Heavy Ulsan)
Was ich so gelesen habe, ist die MEKO 200 DEU kein adäquater Ersatz für das aktuell geplante F126 Schiff, sondern nur eine Notlösung um wenigstens einen Teil der benötigten Fähigkeiten verfügbar zu haben, wenn die F123 in Rente gehen.
Schade, dass die ehemaligen großen seefahrenden Nationen Europas hier nichts passendes hinbekommen.
Jedes Land macht ein bisschen was selbst. Hier und da gibt’s mal für ein Modul oder Modell Kooperation zwischen ein paar Nationen. Alles weit weg von gemeinsamer Rüstung.
So kann die immer wieder genannte wirtschaftliche Stärke Europas sich nicht entfalten, da es doch immer wieder nur um nationale Interessen geht.
NVL hat Ende Januar die erfolgreiche Übernahme der Konstruktionsdaten der F126 von Damen ins eigene System gemeldet. Das sichert den Weiterbau.
Trotzdem hoffe ich auch auf den zusätzlichen Aufrag von MEKO A200, die schneller zur Verfügung stehen und später das 1. Los K130 ablösen können.
Für militär-maritime Laien in diesem Zusammenhang interessannt ist die Farbdefinition ( Blue- , Green- und Brown-Water-Navy ). Kannte ich bis vor kurzem noch nicht:
https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/aktuelles/maritime-farbenlehre-5473030
Die Marine der BW ist also eine Green-Water-Navy auch wenn sie bis China rumschippert ;-)
Bei dieser neuen „MEKO200“- Klasse gibts lt. Wikipedia diverse Versionen für verschiedene Länder.
Ich vermute auch für Deutschland unter 4000 t Verdrängung und 30 +X Knoten Geschwindigkeit.
Für eine „Green-Water-Navy“ ist vermutlich keine allzu grosse Reichweite vonnöten, oder ?
Und die Vergabe geht so einfach, weil der Marineschiffbau 2020 zur nationalen Schlüsseltechnologie erklärt wurde?
@ TW: Vielen Dank für dieses Thema.
Wenn die technische Auslegung der F126 gut ist, sollte man die Schiffe auf jeden Fall bauen. Insbesondere da jetzt NVL signalisiert hat, beim Datentransfer sehr gute Fortschritte gemacht zu haben. Man hat grundsätzlich nicht schneller Fregatten dadurch zur Hand, wenn man eine seit Jahren laufendes Programm, bei dem zudem auch bereits einige Leistungen bereits erbracht wurden, storniert.
Was die Zeitleiste anbelangt: Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir die erste Meko-Fregatte bis Ende 2029 – also in weniger als vier Jahren in einsatzfähigem Zustand ausgeliefert bekommen. Gerne lasse ich mich da aber eines besseren belehren. Wenn das geht, sollte es auch gehen, die erste F126 noch früher fertig zu stellen. Wenn beide Verfahren gleich intensiv unterstützt werden sollten, glaube ich fest daran, dass die F126 aufgrund ihres Montagevorsprungs zuerst kommen wird.
Mal angenommen, es läuft auf zwei parallele Fertigungslinien hinaus. Wie sind es dann um die Anzahl der Schiffe pro Linie aus? Wenn man bei 6 Einheiten „Seekrieg über Wasser“ bleibt könnte man ja auf die Idee kommen, 3 bereits beauftragte F126 zu stornieren und 3 MEKOs zu beauftragen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man jetzt insgesamt 12 Fregatten oder gar 14 in Auftrag gibt. Was ich mir allerdings sehr gut vorstellen kann und was ich auch vorschlagen würde, ist dass man drei F126 in Optionen herunterstuft, drei MEKOs fest bestellt und drei weitere MEKOS ebenfalls in Optionen verwandelt. Diese Optionen würde ich dann bis Ende 2029 offen halten. Wer dann die erste Fregatte liefert bekommt halt den Zuschlag für das nächste Los. Damen sollte man in Anbetracht der massiven Verzögerungen die Umwandlung in Optionen „zum Nulltarif“ rausverhandeln können.
Die MEKOs sehe ich bisher im Schwerpunkt Randmeere Nordsee und Ostsee (Mittelmeer geht natürlich auch). Die F126 könnten weiter „draußen“ im (Nord)-Atlantik operieren. Insofern können sich beide Schiffsentwürfe ergänzen. Es wurde ja irgendwo auch schon einmal lanciert. dass die MEKOs anstelle des dritten Loses der Korvetten in den Einsatz gebracht werden. Wenn man diese Linie verfolgen sollte, wären natürlich auch größere Stückzahlen sinnvoll.
Fakten schaffen ohne Waffen. Wunderbar. ist quasi Motto unserer Marine.
Kann mir jemand helfen? Wo sind genau die besonders herausstechenden Nachteile der Meko gegenüber der F126? Raum für Module? Seeausdauer? Besatzung/Einschiffung? Automatisierung? Sensoren (z.B. Radar)? Führungs-/Waffeneinsatzsystem? Denn wenn man auf die Kriterien des Quartett-spielenden Armchair-Admirals s haut, ist die Meko ja nicht so schrecklich schlecht. Und die Wikipedia-Lektüre hat mich jetzt nicht so irrsinnig weitergebracht.
@Küstengang
Ihre Einschätzung zum Verhalten von Damen teile ich in keiner Weise. Die Holländer können froh sein überhaupt noch Sauerstoff zu atmen und nicht durch Vertragsstrafen in den Bankrott getrieben worden zu sein. Immerhin waren sie es, die gültige Verträge nicht eingehalten haben.
Die Verhandlungen zwischen Damen, NVL und der Bundesregierung laufen schon seit dem Spätsommer und bin mir relativ sicher, dass die Frage des geistigen Eigentums in diesem Zuge geklärt wurde. (und dass man an der Schelde dabei ganz kleine Brötchen gebacken hat)
Ich persönlich halte die F126 für einen Folgefehler der F125. Auch wenn immer wieder betont wird dass es sich um einen „kampfstärkeren“ Entwurf handelt, so ist die grundsätzliche Konzeption über 10 Jahre alt und mitlerweile von der Realität überholt worden. Kosten und Abmaße dieser Schiffe stehen in keiner Relation zur Schlagkraft die damit erkauft wird.
Braucht es wirklich einen 11.000 t Pott um 8 Flugkörper und 16 VLS-Zellen zu transportieren? Ich habe da so meine Zweifel.
(Fast)Alles was die F126 können soll, kann die MEKO200 mindestens genauso gut, oder sogar besser – und das zu erheblich geringeren Kosten. Einzig Seeausdauer und der zweite Hubschrauber sprechen für den aktuell im Bau befindlichen Entwurf.
Ich kann nicht einschätzen wie die Politik entscheiden wird, aber ich sehe für F126 in ihrer derzeitigen Form eigentlich keine Zukunft.
Die Besatzungen der algerischen und ägyptischen MEKO 200 wurden doch in Deutschland (z.T. zumindest) ausgebildet. Diese Expertise sollte man nutzen können, um die Schiffe schneller einsatzbereit zu bekommen. Langzeit-RDL lässt grüßen…
Kennt man mittlerweile mehr Ausstattungsdetails: neues Führungssystem aus Canada oder das von Saab (F 123 Upgrade); RBS 15 oder NSM, welches Sonar, ein oder zwei Helikopter?
Trennung.
Was mich echt wurmt ist die Annahme, dass die F125 dermaßen stark auf „Kolonialkreuzer“ getrimmt sein sollen, dass es nahezu unmöglich erscheint sinnvoll einsetzbare Fregatten daraus zu machen. Sorry, das kann ich kaum glauben. Wäre das teurer als zusätzliche 8 MEKO 200 anzuschaffen?
Ein Scheich lässt sich eine ehemalige F122-Fregatte (HNLMS Piet Hein) zur Luxusjacht Yas umbauen statt eines Neubaus, aber außer der grauen Farbe sollen die F125 quasi „Friedensfregatten“ sein?
Wie weiter oben von Alfred Maynad angesprochen wird in verschiedenen Medien davon gesprochen, dass die F126 Leistungsfähiger ist wie die MEKO a200 und damit die MEKO kein gleichwertiger Ersatz.
Kann das hier jemand bestätigen und mal ausführen? Reines Kartenquartett: Von der MEKO gibt es Versionen mit 32 VLS, Torpedowerfer, 127mm, Schleppsonar. Die f126 ist ein Kind der Zeit vor dem Krieg und nicht auf LuB optimiert, eher auf lange Einsatzzeiten, zusätzliche Marinesoldaten(Piratenjagt) etc., überdimensioniert und unterbewaffnet nach heutigen Maßstäben. Als ASW Fregatte erscheint mir die MEKO kein schlechtes Boot zu sein und zusammen mit der f127 ein veritabler Gegner. Oder soll hier medial vorbereitet werden, dass das bmvg an der f126 festhalten will, da man nicht eingestehen will, 1,8 Mrd. Bisherige Ausgaben Abzuschreiben (+ Forderungen von Damen die sicherlich kommen)?
(google) Sehr interessant! Ehrlich gesagt wirkte die gewaltige F-126 in Israel zunächst etwas unbewaffnet. Aber wie heißt es so schön: „Auch die Reichen haben ihre Eigenheiten.“ (Smiley) Die israelische Marine wurde kürzlich offiziell zum strategischen Bestandteil der Streitkräfte erklärt und wird künftig gleichberechtigt mit der Luftwaffe finanziert. Angesichts der Entwicklungen in den Nachbarländern benötigen wir vier weitere Fregatten mit einer Verdrängung von bis zu 5.000 Tonnen, ausgestattet mit modernster israelischer Ausrüstung und Bewaffnung, ähnlich dem bewährten SA’AR-6-Programm. Wir diskutieren derzeit die amerikanische „Legend“-Klasse und ein an unsere Anforderungen angepasstes TKMS- Modell. Das Ergebnis könnte eine neue und einzigartige Fregattenklasse sein.
Dank an den Hausherrn, dass er die neuste Entwicklung hier veröffentlicht.
Seit Wochen kursiert das Thema Meko A200 in der Presse als wäre es ohne Sinn und Verstand, rein politisch (und von Industrie und Küsten-Lobbyisten) gepuscht.
@ Küstengang01 (03.02.2026 um 16:31 Uhr):
Ich bin zwar kein Seemann, aber die Meko A200 als Alternative zur F126 zu präsentieren, wirkt auf den ersten (!) Blick wie ein schlechter Witz. Was soll man mit diesem veralteten (2001) LowBudget-Export-Design, das bislang nur die gewiss niedrigeren Anforderungen und begrenzten Budgets auf dem afrikanischen Kontinent (Südafrika, Algerien und Ägypten) ansprechen konnte?
Richtig, auch die F126 erscheint nach ihrem Design Freeze und den darauf folgenden Entwicklungen im Ukrainekrieg mit den neuesten Bedrohungen (fliegende, schwimmende, halbtauchende und tauchende Drohnen, erst recht Drohnenschwärme) nicht mehr ausreichend geschützt. Eine Nachrüst-Möglichkeit für mindestens 4 vier SeaSnake30-Geschütze und/ oder Laser usw. ist bislang nicht in Sicht, und ohne das wird man sich zukünftig wohl nur schwer über Wasser halten können. Und der Gewichtsklasse der F126 entsprechend wirken lediglich 16 VLS-Zellen eher weniger kampfstark, wenig flexibel und somit wenig zukunftssicher. Die F126 erscheint somit auch nicht perfekt. Aber das ist nicht der Punkt.
Die F126 ist (wohl den Anforderungen an die F125 folgend) auf hohe Automation / geringe Besatzung, Redundanzen, hohe Zuverlässigkeit, lange Standzeiten im Einsatz und möglichst wenige Werftaufenthalte ausgelegt, und das führt zu einem sehr großen Schiff. Bei großen Schiffen lässt sich ein Treffer besser wegstecken, die Sensoren besser verteilen (Überlebenschancen) und Reserven für Anpassungen und Steigerungen der Kampfkraft über den Lebenszyklus erwarten.
Die F126 muss im Rahmen der LV/ BV u.a. Seewege sichern, Truppenverlegung nach Europa auf See eskortieren und vorrangig feindliche U-Boote aufspüren und bekämpfen können. Wenn ich die im Internet veröffentlichen Grafiken richtig zuordne, sind für diese Aufgabe im komfortabel breiten Heck u.a. ein passives Schleppsonar und zusätzlich ein tiefenvariables aktives Schleppsonar vorgesehen (?).
Wesentliche Voraussetzung um damit feindliche U-Boote überhaupt aufspüren zu können, sind wohl möglichst geringe Eigengeräusche durch den Antrieb. Und darauf erscheint mir das Antriebskonzept der F126 optimiert. In Veröffentlichungen wurde die Möglichkeit beschrieben bei langsamer Fahrt nur mit den direkt auf die Welle wirkenden und geräuscharmen E-Motoren die Schiffsschrauben anzutreiben. Zudem sollte wohl ein großer Akku in die Stromversorgung integriert werden (?). Theoretisch würde das einen Hybridantrieb ergeben mit dem die F126 auch kurzzeitig ohne Diesel-Stromaggregate, Antriebsdiesel und deren Geräusche fahren könnte (theoretisch). Und selbst ohne den Hybridantrieb wäre die F126 wohl der perfekte U-Jäger.
Die Meko A200 spielt jedoch in einer ganz anderen Gewichtsklasse und Liga. Die F126 soll rund 10.000 t verdrängen. Die Meko A200 lediglich 3.700 t, und dort ist mit Sicherheit kein Platz für alles oben beschriebene. Der Antrieb der Meko A200 verfügt über keine E-Motoren und erscheint auch für die U-Jagd weniger geeignet. Im erheblich schlankeren Heck mit dem unnützen, zentral angeordneten WARP (Wasserstrahlantrieb) werden die beiden o.g. Sonar-Anlagen wohl kaum Platz finden.
Damit erscheint mir die Meko A200 gegenüber der F126 eher rückständig und für die wesentliche Aufgabe (U-Jagd) weniger geeignet. Und jetzt mal ehrlich, mit der absehbaren Germanisierung einer Meko A200 kommen auch hier erhebliche Kostensteigerungen und Verzögerungen. Euphorie über eine mögliche Beschaffung der Meko A200 fällt mir daher schwer.
Aber die Sichtweise von Küstengang01 (spätere Ablösung der Meko A200 durch F-127 als zukünftige Standard-Plattform auch für U-Jagd) gefällt mir und könnte mich überzeugen. Daumen hoch.
Ich denke dass es auf jeden Fall Sinn macht mindestens 4 x MEKO A200 DEU zu beschaffen…
Die Unsicherheiten bzgl F126 sind weiterhin viel zu groß…
so bleibt man flexibel… wenn F126 in 2-3 Jahren doch den Bach runter geht…kann man einfach 2-4 weitere MEKO A200 bestellen…
wenn F126 super läuft dann kann man trotzdem mit den MEKO A200 ab Mitte der 2030er das 1. Los K130 ablösen…
In den nächsten Monaten wird sich hoffentlich noch einiges klären bzgl beiden Projekten:
Wie wird eine MEKO A200 DEu aussehen? vermutlich sehr nahe am setup der F123B
Wie geht es mit F126 weiter? Zeitplan? Anpassungen?
Wäre das nicht ein super Zeitpunkt, um ASW (und allg. Seekrieg) neu zu denken und entsprechende Plattformen für die Zukunft zu bauen? Ich habe den Verdacht, dass der Seekrieg in wenigen Jahren nur noch mit Drohnen (Luft, Überwasser& Unterwasser) ausgefochten wird, weil sich teure große, bemannte Plattformen nicht mehr aufs Wasser trauen können außerhalb der Abdeckung durch eigene Drohnen.
Ich stelle mir kleine (2000t) semi-zivile Plattformen vor, mit Eisklasse, optionally unmanned, mit der Fähigkeit auch in 20 Jahren noch die zu diesem Zeitpunkt aktuell modernsten Drohnen automatisiert auszusetzen und zu recovern. Ein System, bei dem die Plattform spottbillig ist, das Geld daher fast ausschließlich in den Wirkmitteln steckt, d.h. statt 1 Plattform für 1.500 Mio lieber 10 Plattformen und für 1000 Mio modernste Wirkmittel (Drohnen) beschaffen.
Das hätte auch den Vorteil, dass wir die heimische Rüstungsindustrie in Richtung „Drohnen“ entwickeln, da gäbe es sicher Synergien zu Luft/Land.
Reiten wir gerade ein totes Pferd, oder übersehe ich etwas?
@Hans II
Niedrige Besatzungsstärke und personelle Durchhaltefähigkeit beißen sich aber. Ich hoffe man berücksichtigt dabei auch die Schadenabwehr / Leckabwehr wenn gleichzeitig noch der Auftrag weiter ausgeführt oder gekämpft werden muß.
Wenn die F125 aufzurüsten gewesen wäre, hätte wir dir F126 bestimmt nicht beauftragt. Angeblich hat sie nur 12, 5 Tonnen Gewichtsreserve. Das ist weniger als das Leergewicht eines MK 41 VLS. Hinzu kommen Probleme beim dt. FÜWAS ( analog K130 ). Deshalb auch die Test mit der IRIS-T ohne MK 41. Bei der F126 setzt man auf Module und ein zusätzliche Radar für die ESSM. Solange die Marine IKM als Aufgabe hat braucht sie so ein Schiff. DIe Einsatzzeit von 2 Jahren wird von der F127 nicht gefordert! Die A200 ist wegen des leisen Antriebs und der guten Seefähigkeit ein sehr gutes ASW Schiff und in den rauhen Gewäsern um Südafrika erprobt.
Aktuell prüft Saudi-Arabien die Beschaffung. Früher haben große Marinen kleine Schiffe nicht zur Ergänzung beschafft. Jetzt treiben die Kosten diese Entwicklung (Type 31 bei RN) Demnach ist auch Platz für die A200 bei der Marine.
Guter Schritt.
Masse ist irgendwann auch eine Qualität.
Mal ein subversiver Nebengedanke:
Da DAMEN auch nach 2,5 Jahren offenbar nicht in der Lage ist, die Zeichnungen zu portieren, gehe ich eher davon aus, dass dies nur vorgeschobene Gründe sind und DAMEN ganz andere Probleme mit dem Design hat.
Das BAAINBw sollte die F126 bei DAMEN kündigen, DAMEN insolvent gehen lassen und zusehen, wie Pappberger zugreift.
Danach die F126 als „Fegatte 2040“ wiederaufleben lassen.
Wäre auch eine Variante….
Clemens Speer zitiert auf X griephan Brief 05/26:
„Das BMVg will an der F126 festhalten und plant sogar eine weitere Aufstockung der Klasse von sechs auf acht Einheiten. Mit geplanten acht F127 und vier F125 sowie möglicherweise vier MEKO A-200 DEU als Brückenlösung könnte die Deutsche Marine auf mehr als 20 Fregatten kommen.“
pi
@Bauklo
China experimentiert mit modifizierten zivilen Schiffen, z.B. als Flugkörper- und Drohnenträger, z.B.
https://asiatimes.com/2026/01/chinas-drone-carriers-hide-in-plain-sight-among-merchant-ships/
Hans II sagt:
04.02.2026 um 2:50 Uhr
„[…]Ich bin zwar kein Seemann, aber die Meko A200 als Alternative zur F126 zu präsentieren, wirkt auf den ersten (!) Blick wie ein schlechter Witz. Was soll man mit diesem veralteten (2001) LowBudget-Export-Design, das bislang nur die gewiss niedrigeren Anforderungen und begrenzten Budgets auf dem afrikanischen Kontinent (Südafrika, Algerien und Ägypten) ansprechen konnte?[…]“
Wait – what?
Die MEKO200 wird neben den von Ihnen genannten Staaten auch von Portugal, Neuseeland, Australien und Griechenland genutzt. Ebenso von der Türkei.
Wieso also die Verkürzung auf Afrika?
Dann – als Gedankenanstoß – warum soll ein Design, dass für mehrere Nationen mit klarem Fokus auf Seemacht ausgerechnet für Deutschland nicht ausreichen?
Es ist doch egal was F126 auf dem Papier können könnte, aktuell ist das Dingen weder da, noch wird es zeitnah da sein. Und aktuell ist Zeit DER Faktor.
Zuerst einmal schade, dass die F-126 durch den Hauptauftragnehmer Damen solche Verzögerungen haben, denn das Projekt war politisch damals sehr wichtig, um endlich einmal mehr europäische Zusammenarbeit im.Bau von Fregatten zu erreichen.
Gleichzeitig wurde es nur an die Niederlande vergeben, weil man davon ausging, dass diese unsere 212CD kaufen.
Das ist nicht passiert und hat zu einer merklichen Abkühlung der Politik am Wunsch. weiterhin die F126 von Damen bauen lassen zu wollen, geführt.
Zur A200:
Ja, vermutlich die einzig schnell verfügbare Lösung, um überhaupt ein deutsches Schiff zu beschaffen.
Aber ein sehr kleines Schiff, sogar kleiner als die damalige Bremen-Klasse, mit deutlich weniger Fähigkeiten und Einsatzmöglichkeiten wie die F126.
Unser neuer Fokus ist der nördliche Atlantik.
Dafür ist sie wenig geeignet.
Von daher unterstütze ich zwar den Ansatz, schnell 3-4 Schiffe als Ergänzung unserer jetzigen Schiffe zu kaufen, aber auf keinen Fall als Ersatz der großen F126.
Parallel müssen wir die Anpassung der F125 beschleunigen, da wir mit dieser Klasse ein Schiff im Bestand haben, was auf Zusatzaufgaben wie weitreichende Luftabwehr und sogar ASW umgerüstet werden kann und damit auch unsere neuen Einsatzgebiete abdecken kann.
@Bauklo: Treffer, versenkt. Hier werden die lange etablierten Strukturen weitergeritten ohne Blick nach vorne. Wobei die Bundesmarine damit nicht alleine ist. Es sollte allen zu denken geben, dass vor einigen Wochen China gewollt gezeigt hat, wie schnell man einen kleinen Containerfeeder zu einem Drohnen- und Arsenalcarrier ausrüsten kann. Waren alles containerisierte Lösungen im Plug & Play-Format. Kann überall mobilisiert werden wo man mit einem LKW und vernünftigen Autokran an eine Kaje und ein Schiff kommen kann.
Lasst uns eine Rumpfform für hohe Geschwindigkeiten nehmen, diese mit kleineren Aufbauen im vorderen Bereich ausstatten, hart mit Flugabwehr absichern und vor allem mit leistungsfähigen Datenlinks absichern. Hinter der Brücke ist dann ein Vielzweckdeck von ca. 60 x 20 Metern. Und dann kann alles draufgestellt werden, je nach Mission. Von Drohnen über Helios, vom Werkstattmodul hin zu Versorgungsmodulen bis hin zu containerisierten Raketen. Einsatz als Begleitung von einigen wenigen F126/127., die als Mutterschiffe agieren und mehrere Begleiteinheiten als Schirm um sich haben.
Damit wird der schiffbauliche Teil vom Missionsmodul entkoppelt. Die schwimmende Plattform kann in Serie gebaut werden (> 20 Plattformen) und in dem Zuge gleich die Korvetten und kleinen Versorger der Mosel-Klasse ersetzen. Die Missionsmodule sind eh einer viel schnelleren Entwicklung unterworfen als der schiffbauliche Teil. Und man schafft erheblich Redundanz durch die mögliche Vorhalten von vielen Missionsmodulen.
Gibt es nicht? Jeder möge mal nach „Plattformversorger“ googeln und sich anschauen, wie viele Einheiten vom z.B. PX121- oder UT755-Design gebaut worden sind. Sowas als Marineplattform entwickelt würde sehr schnell sehr viel Kapazität generieren können.
Die F126 (obwohl der Entwurf toll aussieht) ist ein Schiff aus den 2000ern.
Da wird auf 10.000 Tonnen weniger Fähigkeit in Sensorik und Waffen verteilt wie die Meko A200 auf 4000.
Noch dazu wie bei der F125 ohne organische ASW-Fähigkeit (ASW nur als Modul). Und vom Modulgedanken sind inzwischen auch die Dänen abgekommen, von der US Navy beim LCS ganz zu schwiegen.
Was Innovation angeht, es fällt auf, dass vieles von dem, was im Zivilschiffbau seit langem Standard ist, immernoch bei der Marine weltweit nicht benutzt wird. Z.B. Pod-Antrieb wie bei modernen Kreuzfahrtschiffen (oder auch Plattformversorgern). Bei Kriegsschiffen hält man auch bei Hybridantrieb an konventionellen Wellen/Schrauben/Rudern fest.
@Realist
Der Plattformversorger ist als Gedanke bei der NL Marine schon verworfen worden. Der Trend ist jetzt: Unbemannte LRMV. Die niederländischen Depot Schiffe eignen sich für die Nordsee. Die deutsche Marine will 3 LRMV für den Nordatlantik in Zusammenarbeit mit der F127. Außerdem werden weitere 18 unbemannte FCSS für die „Ostsee Korvetten“ beschäftigt.
ich bin kein Marineexperte, aber die F126 folgt meiner Meinung nach der Fehlkonzeption der F125: zu schwer, zu teuer und zu schwach bewaffnet.
Meko A200 scheint mir das gelungener Gesamtkonzept.
Ich mag den Schwan!
@ Der Realist
welche Fähigkeiten sollen das konkret sein, die Sie der F126 zusprechen, bei der MEKO aber vermissen?
Erschliesst sich mir nicht, warum die A200 für den Nordatlantik nicht geeignet sein sollte. Royal Navy hat im kalten Krieg jahrzehntelang ASW-/AsuW Fregatten in der gleichen Größenordnung in grosser Zahl für die Rolle im Nordatlantik eingesetzt, genauso DEU mit F122/123. Die F126 ist dafür eigentlich viel zu fett. Das A200-Design soll sehr seetüchtig sein, ist mit Vmax 32Kn schnell und kann Schleppsonar tragen, womit die für Ägypten und Algerien gebauten Einheiten auch ausgerüstet wurden.
A200 ist weit auch kaum abhängig von US-Zulieferern. Sowas brauch nicht endlos Stau- und Bunkerrraum und Luftraum, sondern Beherrschtbarkeit und Verfügbarkeit der Einheit und der Technik. Ausreichend Seeausdauer haben die, die Standzeit im Einsatzgebiet funktioniert sowieso über Replenishment-at-Sea.
@Landmatrose3000
Stichworte Eis und Stehzeit plus Seetaugli hkeit.
Das Schiff ist die Hälfte einer F125 und ein gutes Drittel der F127…
@ GolfEcho83 (04.02.2026 um 11:36 Uhr):
Seit 2001 wurden ausschließlich Meko A200 mit dem neuem Stealth-Design und mit neuem Antriebskonzept (u.a. WARP) gebaut und an Südafrika, Algerien und Ägypten geliefert.
Die von Ihnen angesprochenen Nationen (Portugal, Neuseeland, Australien, Türkei und Griechenland) haben im letzten Jahrhundert (in den 1980ern und 1990ern) Meko A200 mit eher klassischem bis nostalgischem Design und anderen Antriebskonzepten erhalten. Aber ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass sich die Bundeswehr mit der F126-Alternative auf dieses nostalgische Niveau begeben möchte.
Hier herrscht viel technische Unkenntnis der Materie.
Ich weiß nicht, ob der Hausherr das gern hört, aber er, wer voll Infos haben will möge sich die Diskussion im entsprechenden Thread auf Forum Sicherheits politik erlesen.
Nun zur Korrektur von viel Falschen hier und updates des bis jetzt bekannten:
– Die F-126 ist KEINE vollwertige Kampf Fregatte, da ihre ASW Fähigkeiten nur durch Container. Module erreicht wrden und nicht nativ vorhanden sind… Davon sind bislang nur 2 bestellt worden (!!) plus 2 Inhaftierung Module für nette IKK Polizei Boot Quatsch… Kommentar überflüssig.
– F-126 besitzt nur Mittrkstrecken Flugsbwehr mit ESSM, kann somit weder Begleitung für zivil Schiffe fahren, noch sich selbst schützen gegen Ballistic anti Ship Missiles der Russen.
– F-126 bekommt, stand jetzt, NULL ELOKA (!!!), NULL TORPEDOS, NULL BUG SONAR… Völlig untauglich für BV/LV International Standards.
– F-126 soll ein fragwürdiges Holland Radar in V2 bekommen (APAR) was auf F-124 in V1 extrem schlecht funktioniert.
– F-126 ist deshalb so riesig, weil es den neuen und mal wieder weltweit einzigartig (dämlichen) deutschen Marine Vorschriften für Redundanz von Systemen (2-4 fach) doppelte Rollstuhl breite Gängen, Doppelt und dreifachen Brandschutz und Kabinen mit Ocean liner Komfort entsprechen muss.
F-126 wird aber nach nicht vor 2031 in Dienst gehen können… Dadurch entsteht eine Fregatten Lücke für die NATO von 5 Jahren zur ursprünglichen Planung.
Mit einer Beschaffung von F-126 ohne deutliche KWS ist sie bereits jetzt Hunde Futter In WK3…
…
– eine stop gap Lösung muss aber sein, sonst haben wir ab 2027 nur noch 2-3 Fregatten fahrbar, da F-123 im Umbau ist und alle vier erst ab 2029/30 bereit sind. Und F-124 veraltet ist und F-125 kein Kampfschiff, sondern ein Polizei Kreuzer!
A200 hat :
-Torpedo Rohre
– Bugsonar
– Festes towed array Sonar
Somit für ASW ganz ok nsch International Standards nutzbar…. Allerdings nur mit 1 NH 90 (F-126 = 2) + Drohne
– ebenso hat es 16 VLS für ESSM analog F-126
Aber…
– ggf nur unterlegenes Rotation Radar TRS-4D wie die K-130,, somit Schwache AAW Sensoren.
Es sei denn TKMS bietet eine Abart der Version an, die Australien angeboten wurde (so wurde es von TKMS bestätigt)… Es könnte somit ggf die selben Sensoren tragen, wie F-123B (Saab) oder Australien Sensoren.
– A200 ist um Welten kleiner als F-126 weil ohne deutschen Marine standard Unsinn (Export Standard = NATO Standard)… Das will Kaack aber nicht und Pistorius persönlich auch nicht… Es muss ja ocean liner Komfort haben….
– A200 kann kein IKM, da es kein UUV Flex Deck oder große RHIB zulässt.
– A200 ist somit zwar gut als stop gap… Aber für mich nicht für F-126…
Sondern für eine Wahrhaft Kampf starke F-128 mit…
– 64 VLS
– Festes Bug Sonar
– long Range AAW Radar aus F oder I, und Sylver / Aster Systeme gegen Ballistic anti Ship missiles
– fest eingebautes TAS Sonar
– große RHIB buchten und Container Flächen
Da sich die Marine zukünftig für CMS330 als taktisches System als Standard entschieden hst, ist sowohl A200 als auch F-126 bereits jetzt veraltet, da beide das garantiert nicht haben. (F-123B = Saab 9LV,…F-126 = Tacticos)
Eine A200 aber mit Saab Sensoren und Saab 9LV Kampf System wäre zumindest identisch zum F-123B Upgrade eingerichtet und könnte ab 2035 (bei Ankunft von „vernünftigen Kampf Fregatten“ ) das erste Los K-130 in der Ostsee ersetzen.
Wer glaubt, die F-126 läuft nun mit dem Übertragen der DAMEN Daten an NVL pünktlich ab 2031 zu, wird garantiert enttäuscht werden…!
Noch nie seit F-122 in den 1970ern/80ern sind NEUE deutsche Kriegsschiffe mit weniger als 2 Jahren Verspätung in Dienst gestellt worden!
Es könnte also sogar bei F-126 auf 2035-36 rauskommen!
A200 ist aber laut TKMS durch konstruiert, bewährt und kann ohne Herstellung Risiken in 3 Jahren gebaut werden.. Mit Zulauf alle 9 Monate ab 2029.
Um bis 2029 überhaupt ASW „Stahl im Wasser“ zu haben (zitst Kaack in Youtube vorgestern im Bundeswehr Kanal) Ist A 200 für mich ALTERNATIVLOS.
Aber F-126 als reale Ersatz Lösung untauglich von Geburt!
Da wäre eine um AEGIS abgespeckte F-127 nur mit EU Systemen viel besser geeignet.
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[Nun ja, „viel technische Unkenntnis beklagen“ und dann auf dem Niveau
F-126 soll ein fragwürdiges Holland Radar in V2 bekommen (APAR) was auf F-124 in V1 extrem schlecht funktioniert.
argumentieren ist auch nicht viel besser. T.W.]
Der Realist sagt:
04.02.2026 um 21:08 Uhr
Ja, die 126 soll E-Klasse 1C bekommen. Das reicht für „leichte Eisverhältnisse“ also bis zu 40 cm Stärke der Eisdecke. Für die U Jagd ist das aber völlig irrelevant. Man macht keine U Jagd von einer Überwasserplattform in Gewässern mit geschlossener Eisschicht. Soll man die Wirkmittel aufs Eis schmeißen? Oder erst mal ein paar Jungs absetzen die Löcher ins Eis sägen, damit das Dipping Sonar vom Helo kunstvoll dort eingefädelt werden kann? Oder zugucken wie die Eisschollen am Heck das Schleppsonarkabel beschädigen? Hören am Sonar kann man da sowieso nicht so viel, durchs Eis fahren macht extrem viel Krach in der weiteren Umgebung und die sich unter Eis ausbildenden Salzschichten im Wasser reflektieren Schall so wie sich das ein U-Boot Kommandant, der nicht gefunden werden will, wünscht.
A200 sind ausreichend seetauglich. Niemand hat es jemals vorher als erforderlich erachtet ASW Einheiten in 10.000 t Verdrängung zu bauen.
@ Hans II sagt:
04.02.2026 um 21:57 Uhr
Es geht ja um Meko A200, nicht um die „alten“ Meko 200 „ohne A“.
Zur Info ( dt. Schiffe und Eis-Durchfahrt ), aus den Nachrichten:
„…bildete sich rund um die Insel Rügen eine dicke Eisschicht. Stellenweise soll sie laut dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) bis zu 30 Zentimeter dick sein. Am Wochenende musste dann sogar das Mehrzweckschiff „Arkona“ in seiner Funktion als Eisbrecher ausrücken…“
Ich vermute mal daran richtet sich die ( Eis ) – Fähigkeit aktueller Marine-Schiffe aus…
Ist ja derzeit ein kalter Winter…
@Hans II sagt:
04.02.2026 um 21:57 Uhr
@ GolfEcho83 (04.02.2026 um 11:36 Uhr):
„Seit 2001 wurden ausschließlich Meko A200 mit dem neuem Stealth-Design und mit neuem Antriebskonzept (u.a. WARP) gebaut und an Südafrika, Algerien und Ägypten geliefert.
Die von Ihnen angesprochenen Nationen (Portugal, Neuseeland, Australien, Türkei und Griechenland) haben im letzten Jahrhundert (in den 1980ern und 1990ern) Meko A200 mit eher klassischem bis nostalgischem Design und anderen Antriebskonzepten erhalten. Aber ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass sich die Bundeswehr mit der F126-Alternative auf dieses nostalgische Niveau begeben möchte.“
Wie @Landmatrose3000 ja schon anmerkte geht es hier um die modernere Ausführung der MEKO200-Familie. Davon ab – ja, Australien etc. fahren noch die „ältere“ Variante. Was aber überhaupt nichts daran ändert, dass das Design von – traditionell auf maritime Macht bedachten Nationen – als gut empfunden wurde.
Auf welches Niveau die Bundeswehr sich mit der F126 begeben will ist für die MEKO-Frage unerheblich, Denn diese haben wir nur, weil F126 sich verspäten wird und einfach eine einzige große Fähigkeitslücke ist.
Und mich stört dieser „für andere ja, aber für uns nicht gut genug“-take der bei Ihnen mitschwingt.
Denn aktuell brauchen wir einfach Dinge die schwimmen und funktionieren. Und das nicht irgendwann sondern am besten gestern.
Und das Dinge für Deutschland nicht gut genug sein sollen, die woanders relativ problemlos gut funktionieren schockt mich immer und immer wieder.
Für alle die hier wieder die Eierlegendewollmilchsau mit Goldrand wollen und hier schreiben was eine A200 alles nicht kann im Gegensatz zu einer F126…
ich hatte im Dezember 2024 das Vergnügen an Bord der indischen Fregatte INS Tushil (F70) sein zu dürfen als die durch den Nord-Ostsee Kanal fuhr. Modernste russische Technik für den Top Kunden Indien gebaut ohne schnick schnack ein potentes Kriegsschiff… deren COGAG Antrieb hatte Probleme die vorgeschriebenen 6,5 Knoten zu laufen. Das war einfach zu langsam für die Wellengasturbinen. Der Kommandant war auch reichlich stolz auf die 32 Knoten spitzen Geschwindigkeit die sie in der Ostsee bei der See Erprobung gelaufen sind. Einen RBU-6000 Smerch-2 Raketenwerfer für die U-Jagdt aus der nähe zu sehen hatte auch was… da will man als U-Boot Fahrer nicht drunter sein wenn die ihren Segen abregnen lassen.
Und das ganze in den Abmessungen einer MEKO A200.
Die A200 mag etwas unbequem für die Besatzung sein aber sie kann das wofür sie Gebaut wird gut. Deshalb wird sie gerne im Ausland gekauft und viel wichtiger TKMS zusammen mit den Werften der Rönner Gruppe haben bewiesen daß sie so schnell Bauen und auch abliefern können… wir brauchen jetzt fähige Schiffe und nicht erst in Jahren.
Zitat (Küstengang01): „Ja NVL hat es jetzt geschafft die Konstruktionsunterlagen auf die eigenen Server zu bekommen… bravo! Aber wer glaubt das Damen jetzt einfach bei Seite tritt und sagt… „OK liebe Bremer Freunde nehmt unser Design und baut die Schiffe“, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann. Die Rechte am niederländischen Design werden natürlich für teuer Lizenz verkauft.“
Meine erste Reaktion; Verständnisloses Kopfschütteln.
Sollte es für unsere Beschaffer wirklich unmöglich sein, solches Treiben durch die Vertragsgestaltung auszuschließen? Sollte es tatsächlich unmöglich sein, ein Design als Komplettpaket zu ordern, unter Androhnung von Regressforderungen, bei Verzug?
Vielleicht sind das ja einfach rethorische Fragen, für alle die mit unserem Bürokratiemonster „Beschaffung“ und den politischen Spielchen unserer Abgeordneten vertraut sind.
Was mir bei der MEKO 200 Beschaffung Bedenken verusacht, dass sind vor allem zwei Umstände. Zum einen stammt das MEKO Design aus den 80’ger Jahren.
Ist es, trotz Modularität noch zeitgemäß? Ich lese da viel über Flugabwehr und Verteidigung gegen U-Boote aber was ist mit See-Drohnen?
Das andere ist die Modularität an sich. Ich habe das vor einiger Zeit einen Artikel über die Probleme der Litoral Combat Ship Entwicklung in den USA gelesen, bei denen die Module von verschiedenen Herstellern einfach nicht zusammenpassten.
Und wenn wir da schon beim Thema sind. Was ist eigentlich der Stand bei den vom Bund völlig überteuert georderten Flottendienstbooten?
Und hat eigentlich jemand vom MAD geprüft, ob der Schwan im Vordergrund wirklich ein Schwan ist und keine russische Drohne in Form eines Schwans?
(just kidding)
Wir haben doch gar keine andere Wahl, als jetzt 3-4 A200 zu kaufen, von denen die erste schon 2029 geliefert wird.
Zum Überblick:
2 der derzeit 3 Fregattenklassen sind in Umrüstungen, die noch Jahre dauern.
Die dritte Klasse, die F125, braucht ebenfalls dringende Anpassungen an heutige Einsätze..
Die neuen geplanten F126 und F127 brauchen noch Ewigkeiten, bis wir sie bekommen. Vielleicht wird es am Ende auch nur eine große, modulare Klasse ab Mitte der 2030er Jahre.
Ich gehe fest davon aus, dass die A200 sehr schnell bestellt werden. Besser sie, als gar nichts zu haben.
Andreas Bovenschulte
@AndreasBovensc1 (Bremer Bürgermeister)
„Das ist sicherlich einer der größten Aufträge für eine Bremer Werft in den letzten Jahrzehnten“.
Bremerhavener Rönner-Gruppe erhält Bauauftrag für Marine-Kriegsschiffe.
Den Auftrag für die Rönner-Gruppe bestätigte ein Sprecher von Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) gegenüber „buten un binnen“. TKMS hat Rönner beauftragt, die Schiffe an ihrem Standort im Fischereihafen zu bauen. Zur Anzahl der Schiffe wollte der Sprecher keine Angaben machen. In Medienberichten ist von mindestens vier Schiffen die Rede, Meko A 200.
Quelle: „buten un binnen“. Verlinkung sicher nicht zulässig?
@Schlammstapfer
Zum Thema Flottendienstboote:
Laut ESUT und hartpunkt befindet sich das erste Schiff voll im Plan und das Zweite wurde sogar mehrere Monate vor(!) dem Zeitplan auf Kiel gelegt.
Scheint also bestens zu laufen.
Was 80er Jahre Design angeht, die erwähnte INS Tushil (Talwar-Klasse) ist letztlich auch nur eine konsequente Weiterentwicklung der sowjetischen „Kriwak“ Klasse (NATO-Code, die russischen Projektnummern verwirren mich immer) aus dem kalten Krieg.
Die Grigoriewitsch-Klasse wurde ja von der Yantar-Werft für den Export nach Indien entworfen. Im Prinzip war Russland in den 2010ern in derselben Situation. Teure Gorschkow-Klasse verzögerte sich, als Alternative stand der Exportentwurf für Indien auf bewährter Plattform aus den 70er Jahren sofort zur Verfügung und so ging derselbe Entwurf als Admiral Grigoriewitsch-Klasse für die Russische Marine in Dienst.
Schlammstapfer 05.02.2026 um 19:24 Uhr:
Jeder bei der Vertragsgestaltung berücksichtigte Fall ist wieder ein paar § und ggf. Anhänge mehr.
Und wieder ein Anlaß sich über die Bundeswehrbeschaffung und den riesigen Verträgen aufzuregen.
Formuliert man allgemeinere Klauseln, dann hat man weniger §, aber Auslegungsmöglichkeiten also folgt der Gang vor Gericht. Und wieder ein Anlaß sich über die Bundeswehrbeschaffung und den komischen Verträgen aufzuregen.
Kurz: Man muss immer schauen den goldenen Mittelweg zwischen Detailiertheit und Praktikablität zu finden.
Wenn man nach einer ordentlichen Referenz Ausschau hält, dann finde ich die nagelneuen FDI-Fregatten sehr passend. Die kommen mit einem 76mm-Geschütz und einem Bordhubschrauber daher. Nur in diesem Bereichen verfügt die F126-Auslegung mit einem 127mm-Geschütz und zwei Bordhubschraubern über eindeutig mehr Kampfkraft. Dafür kommt die FDI mit 4500t Verdrängung aus. Die MEKO A 200 spielt in derselben Klasse.
Ich halte die grundsätzliche Auslegung für die ägyptischen Fregatten schon recht nah an dem was Deutschland benötigt. Warum nicht 3 Fregatten nach „Plänen aus der Schublade“ bestellen und dann ein zweites Los mit einer „Germanisierung“ vorbereiten und zügig nachbestellen?
@ Nachhaltig
Weshalb nicht jetzt 4 A200 bestellen und dann endlich zusammen mit europäischen Partnern ein großes multinationales Fregattenprogramm auflegen, was dann bei uns eben die F127-Klasse mit zwei Ausrichtungen wird.
Die Zeit dafür ist gekommen.
@ Der Realist:
1. Zum Thema 4 A200. Ich bin bei der Anzahl verwirrt. Bei den F125 wurden 4 bestellt und das Mehrbesatzungskonzept propagiert. Mittlerweile ist die einkassiert und es gilt wieder die Regel 3 Schiffe – 1 im Einsatz, 1 in der Wartung, 1 in der Qualifizierung. Da war es auch sinnvoll 6, d.h. 2 x3 F126 zu bestellen. Und jetzt?Ist diese Regel wieder aufgehoben? Warum werden jetzt 4 oder 8 in Diskussion gebracht.
2. Zu den F127. Das wir Luftverteidigungsfregatten zur Nachfolge der F124 benötigen ist klar. Wenn dies in internationaler Kooperation gelingt – umso besser. Allerdings sehe ich da eine Menge Fragestellungen, Wieviel „USA“ sollte darin stecken? Wie ernsthaft sollte die Ballistic Missile Defence ausgeprägt sein, wo doch die Landesverteidigung diesbezüglich jetzt über landgestützte Systeme absichert werden soll?
Was ich nicht verstehe ist was Sie mit zwei Ausrichtungen meinen. Einmal den Schwerpunkt „Luftverteidigung“ und einmal den Schwerpunkt „U-Boot-Abwehr“? Könnte man so machen. Allerdings bleibt dann dennoch die Fragestellung, ob wir nicht auch kleinere und günstigere Fregattentypen für den Schwerpunkt Nord- und Ostsee ausbilden sollten
Dauerhaft also so etwas wie MEKO A200 Deu in Luftverteidigungs- und U-Boot-Abwehr Ausführung sowie MEKO A400 Deu in Luftverteidigungs- und U-Boot-Abwehr Ausführung. Tendenziell von den kleineren Einheite mehr als von den großen.
@ Nachhaltig
4 deswegen, weil wir 2 im Einsatz brauchen, statt 1.
Schließlich sind F123, F124 und F125 in längeren Lieferzeiten in der Werft in den kommenden Jahren.
@ Nachhaltig (google) Das Raketenabwehrsystem des Schiffes ist in der Lage, ballistische Raketen während ihres Aufstiegs (aus der Ostsee) abzufangen. Für Israel gilt dies neben den Mk41-Systemen und den Abfangraketen „Arrow N“ und „Sky Sonic“ als beste Option. Aus dem Weltraum ist es natürlich noch besser (Smiley).
@Der Realist: Für 2 Fregatten im Einsatz benötigt es nach der Logik der Marine aber insgesamt 6 Schiffe und nicht 4.