Deutsche Grönland-Erkundungsmission beendet; gemeinsame Erklärung der betroffenen Europäer
Die Bundeswehr hat ihre Erkundungsmission im Rahmen gemeinsamer Planungen mit Dänemark und anderen NATO-Partnern auf Grönland beendet. Die acht europäischen Länder, die US-Präsident Donald Trump wegen ihres Grönland-Engagements mit Strafzöllen bedroht, wiesen den Vorstoß aus Washington in einer gemeinsamen Erklärung zurück.
Das 15-köpfige Erkundungskommando der Bundeswehr flog am (heutigen) Sonntag mit einer Linienmaschine aus der grönländischen Hauptstadt Nuuk ab, wie ein Sprecher des Operativen Führungskommandos (OFK)der Bundeswehr mitteilte. Die Erkundungsmission sei weitgehend planmäßig abgelaufen, auch wenn wegen des Wetters eine ursprünglich vorgesehene Station außerhalb von Nuuk nicht habe besucht werden können. Auf Grundlage der Erkenntnisse würden nun gemeinsam mit Dänemark und den anderen beteiligten europäischen Ländern die weiteren Planungen besprochen.
Das Team unter Führung von Flotillenadmiral Stefan Pauly, dem Abteilungsleiter J5 (Planung) im OFK, startete am Mittag (Ortszeit) von Nuuk zunächst zur isländischen Hauptstadt Reykjavík. Von dort sollte ihre Reise über Kopenhagen weiter nach Deutschland führen.
Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Großbritannien veröffentlichten unterdessen eine gemeinsame Erklärung zu der Drohung des US-Präsidenten am Vortag – Trump hatte auch genau diese acht Länder wegen ihrer Beteiligung an der Erkundungsmission in Grönland angegriffen und angekündigt, gegen sie würden Strafzölle verhängt. Der Wortlaut in der vom Bundespresseamt veröffentlichten deutschen Höflichkeitsübersetzung:
Erklärung von Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Norwegen, Schweden und des Vereinigten Königreichs
Als Alliierte der NATO sind wir der Stärkung der Sicherheit in der Arktis verpflichtet. Dies ist ein gemeinsames transatlantisches Interesse. Die von Dänemark koordinierte Übung „Arctic Endurance“, welche gemeinsam mit Alliierten durchgeführt wird, ist eine Antwort auf die Notwendigkeit größerer Sicherheit in der Arktis. Die Übung stellt für niemanden eine Bedrohung dar.
Wir stehen in voller Solidarität an der Seite des Königreichs Dänemark und der Bevölkerung Grönlands. Aufbauend auf dem letzte Woche begonnenen Prozess sind wir bereit in einen Dialog einzutreten, auf Grundlage der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität. Wir stehen fest zu diesen Prinzipien.
Zolldrohungen untergraben die transatlantischen Beziehungen und bergen das Risiko einer Eskalation. Wir werden weiterhin geeint und koordiniert reagieren. Wir sind entschlossen, unsere Souveränität zu wahren.
„…Das Team unter Führung von Flotillenadmiral Stefan Pauly, dem Abteilungsleiter J5 (Planung) im OFK, startete am Mittag (Ortszeit) von Nuuk zunächst zur isländischen Hauptstadt Reykjavík….“
Auf Island können sie ja direkt die nächste Exkursion machen, die sind wohl als nächstes dran…
Irgendwie erinnert das alles an diese „5000 Helme“-Geschichte… :-)
Ich frage mich, was man in der kurzen Zeit dort erkunden oder besprechen konnte, netto war das ja nur ein Arbeitstag, dabei vielleicht noch etwas Kohäsion. „Und schon weg sein“
Mag ja sein, dass die Mission erfolgreich war. Rein politisch ist der Abzug ein echter Fehler, weil der Abzug zum Zeitpunkt der US-Zollerpressung als falsches Signal eines deutschen Appeasements verstanden werden kann und wird.
Sinnvoller wäre es gewesen, direkt noch einen Zug Gebirgsjäger hinterher zu schicken. Wir deutschen agieren immer noch viel zu sehr nach Lehrbuch und zuwenig strategisch-symbolisch. Man merkt immer wieder, die fehlenden 30 Jahre Übung in Sicherheitspolitik der Deutschen.
Wir sollten unsere Export-Wirtschaft auf Indien und China ausrichten.
Wir brauchen die USA nicht, Europa kann alleine bestehen. Auch in der Verteidigung.
Die USA dagegen sind langsam ziemlich isoliert.
Wen haben sie denn tatsächlich noch außer Japan, Südkorea und Australien?
Sie verschmerzen es sich mit einem Staat nach dem anderen.
Zitat:“Erklärung von Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Niederlande, Norwegen, Schweden und des Vereinigten Königreichs.“
Was wurde aus der immer wieder erklärten Standpunkt, keine Grenzverschiebungen zuzulassen? Russland wurde als Reaktion auf seinen Angriffskrieg und den Anschluss der Krim mit einem Wirtschaftskrieg überzogen.
Wenn die EU und ihre Mitgliedsstaaten und assoziierten Mitglieder tatsächlich ernstgenommen werden wollen, dann nur wenn sie geschlossen Trump entgegentreten. Deshalb ist diese Erklärung von nur acht Staaten kein Zeichen von Stärke, sondern von Schwäche.
Die Nation, deren Fehlen am deutlichsten auffällt, ist Kanada, dessen Souveränität von Trump ja ebenfalls in Frage gestellt wurde.
Die USA sind durchaus angreifbar. Die Aufkündigung des Zollabkommens, wie von Frau von der Leyen als eine Gegenmaßnahme angekündigt, wäre kaum eine starke Botschaft. Der Dollar ist als Währung unter Druck, seit die BRICS Staaten die Währung meiden. Ein Verkauf der von EU-ropäischen Staaten gehaltenen US-amerikanischer Staatsanleihen würde die Inflation in den USA anheizen. Wenn die US-Regierung ihre Kreditzinsen dieses Jahr nicht bedienen kann, droht eine weitere Herabstufung der Kreditwürdigkeit. Den meisten US-Amerikaner wissen vermutlich nicht mal wo Grönland liegt, aber eine Wirtschaftskrise wird sie nicht kalt lassen.
Für die Regierungen Europas geht es um Souveränität und Glaubwürdigkeit. Wenn sie jetzt einknicken, werden sie entgültig zum Bettvorleger der USA.
@StMarc, welcher Abzug? Das war ein Erkundungsteam das jetzt nach erfolgter Erkundung zurück kommt.
Oder haben sie allen ernstes erwartet das ein Erkundungsteam unter Führung eines 1-Sterner komplett ausgerüstet ist um wochenlang Guerilla-Aktionen nach erfolgter Besetzung auszuführen?
@Thomas Melber, die Zeit dürfte gereicht haben um sich in und um Nuuk die wichtigsten Infrastrukturen für eine Übung dort anzugucken. Wobei ich vermute die Erkundung war von Anfang an eher symbolisch geplant. Ohne die Drohungen hätte man das vermutlich per Videokonferenz geklärt.
Der Hausherr rät zur Gelassenheit in Sachen Abzug. Aber drei Fragen verstehe ich noch nicht. Da laut Verteidigungsministerium noch eine Erkundung geplant war, die wegen dem Wetter heute nicht möglich gewesen sein soll, warum wurde die Erkundung nicht verlängert, bis das Wetter besser ist und diese erfolgen könnte? Und nachdem die Anreise unbedingt zusammen mit den Dänen als Zeichen der Geschlossenheit erfolgt ist, sind denn die Dänen & die Soldaten der anderen Länder auch zusammen mit der Bundeswehr abgereist oder sind die Dänen und anderen Soldaten noch vor Ort? Denn zur Geschlossenheit würde doch auch eine gemeinsame Abreise gehören! Dass jetzt die Heimreise über den Umweg Island erfolgen soll, frage ich mich natürlich, ob eine Heimreise mit einem A 400 m nicht doch einfacher gewesen wäre? Und ich würde vermuten, dass die Piloten des LTG 62 auch gerne nur zur Abholung nach Grönland geflogen wären.
Frage mich, was man in 2 Tagen erkundet hat?
Lufttemperatur: Check, Wassertemperatur: Check, Schneehöhe: Check, Arctic Gin: – Hicks – check.
Auftrag ausgeführt!
Die schwedischen Militärs sind weiterhin vor Ort:
https://swedenherald.com/article/swedish-military-remains-in-greenland-germans-leave
Ich finde die Reaktionen Deutschlands bisher völlig okay.
Der Gegner ist aktuell die autokratisch agierende Regierung der USA, nicht die Opposition und nicht die Bevölkerung.
Solange die Möglichkeit besteht, dass die Trump Administration demokratisch ihre Macht verliert, ihnen also die Unterstützung im eigenen Land fehlt, solange sollten wir dieses Ziel verfolgen.
Eine Eskalation wird erstmal wirtschaftlich teuer und politisch sind die Folgen nicht kalkulierbar.
Aufgrund steigender Preise und Arbeitslosigkeit könnten auch in Europa und Deutschland autokratische Kräfte die Oberhand gewinnen und am Ende kommt ein echter Krieg. Ich glaube viele verstehen nicht, wie gut es uns die letzten 70 Jahre ging.
Der Auftrag wurde erledigt und der Befehl zum Abzug erteilt, mehr gibt es dazu auch von Bundeswehrseite nicht zu kommentieren. Im Gegensatz dazu wie es ein bekanntes deutsches Revolverblatt tut, was ausschließlich für reißerische und faktenfreie Berichterstattung bekannt ist. Das eine dauerhaft Stationierung von Einheiten im Rahmen der NATO oder eines europäischen Kontingents unter Eurokorps Führung sinnvoll und notwendig ist, dürfte klar sein.
@Closius, warum die Erkundung nicht verlängert? Ist doch einfach, dafür hätte man eine neue Dienstreise beantragen müssen und klären müssen wie sich das dann mit der Arbeitszeit und Abrechnung der Reisekosten verhält wenn wetterbedingt heute keine dienstlichen Tätigkeiten verrichtet werden konnten.
Achtung, der Kommentar kann Spuren von Sarkasmus enthalten.
@Der Realist: Leider sind wir zu fast 100 % von irgendwelchen US-„Digitalprodukten“ abhängig…
Sehr anschaulich ist diesbezüglich das Beispiel Nicolas Guillou.
@Flo
Man hätte auch die Amerikaner in PITUFFIK besuchen können, wenn das politisch von beiden Seiten gewollt wäre. Aber: herzlich wäre der Empfang vielleicht nicht gewesen, s. untenstehenden Verweis,
@Schlammstapfer
Die Grenzen der Insel sollen ja gar nicht verändert werden 😎
Kurz zur Erinnerung wie auch dort das Militär auf Linie gebracht wird:
„US fires Greenland military base chief for ‚undermining‘ Vance“
https://www.bbc.com/news/articles/creq99l218do
Wir sollten ein paar Tage Geduld zeigen. Da kommt noch viel mehr.
Mittlerweile ist die Bundeswehr mit Sicherheit sehr froh, dass sie sich vor ein paar Jahren doch dazu entschieden haben, alle A400M abzunehmen.
Das Flugzeug könnte eine Schlüsselrolle bekommen, falls nötig.
1. Vorbereitung für das Schlimmste sind nun angeraten!
2. „Total defence“ sollte (auch) in DEU vorbereitet werden. Mit allen Notwendigkeiten wie Wehrpflicht für Männer und Frauen, Planungen im Haushalt und im Gespräch mit den Partnern.
3. Kleine Arbeitsgruppe sollte (geheim) nukleare Überlegungen aus DEU Sicht anstellen/erarbeiten.
4. Der (neue) Nationale Sicherheitsrat sollte ziv./mil. Forderungen erarbeiten (lassen) und dann umsetzen (wollen).
„Si vis pacem, para bellum“ – sonst nimmt uns niemand ernst: Xi, Putin, Trump (?)
Gem. BILD – wohl Info vom OFK – hätte der dänischen Stützpunkt Kangilinnguit besucht werden sollen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kangilinnguit
was allerdings einer Erklärung bedarf, da gem. Artikel der Stützpunkt aufgelassen ist. Bzw., dieser Artikel beschreibt ihn / die Base als aktiv:
[Link gelöscht. T.W.]
Schon damals waren Rohstoffe der Grund für die Amerikaner den Ort zu besetzen.
[Tja, wenn man offenkundig am Telefon nicht richtig zuhört… die Bundeswehr wollte sich noch diese Station angucken
https://de.wikipedia.org/wiki/Kangerlussuaq
Was aber dann am Wetter scheiterte.
Und: die andere Pseudo-KI-Enzyklopädie hier bitte nicht verlinken. Danke.
T.W.]
Am Ende ist es egal, wann oder warum die BW abgereist ist.
Viel wichtiger ist, welche Konsequenzen man denn jetzt endlich aus dem Verhalten der USA und Trump zieht. Es ist aus meiner Sicht völlig klar, dass man in Europa militärisch unabhängig von den USA werden muss – das bezieht insbesondere die atomare Abschreckung mit ein bzw. ist die Basis für alles. Erst dann wird man handlungsfähig in alle Richtungen, seien es eigene Zölle gegen die USA, fiskalische Maßnahmen gegen den Dollar oder auch die Abzugsforderung für die US-Truppen aus DEU und Europa. Ansonsten ist man erpressbar und Trump weiß das und scheut sich auch nicht das zu nutzen.
Nachdem auf EU-Ebene alles eine Ewigkeit dauert und es jetzt wirklich eilig ist, muss DEU selbst handeln, egal was aktuell irgendwelche Verträge sagen, die niemals für den aktuellen Fall vorgesehen waren. Der Atomwaffensperrvertrag kann gekündigt werden. Bein 2+4 Vertrag war auch nicht vorgesehen, dass die USA kein Bündnispartner mehr sein will.
Man muss aber nicht rein national vorgehen, sondern kann sich Gleichgesinnte suchen: SWE, FIN, POL z.B. machen sich auch gerade entsprechende Gedanken. Auf FR kann man leider meines Erachtens hier nicht bauen – FR wird auf eine vollständige, unabh. nationale Kontrolle niemals verzichten und das hilft niemanden, wie wir ja gerade sehen.
Es zählt aus meiner Sicht nur eines, und das ist die Sicherheit der deutschen und europäischen Bevölkerung. Es würde mich ehrlich gesagt wundern, wenn es im Hintergrund nicht bereits Überlegungen gibt oder sogar Planungen stattfinden.
@Thomas Melber
Die Kolleginnen und Kollegen in Pituffik hätten sich ziemlich sicher gefreut! Auf der Arbeitsebene sind die Amerikaner immer noch unsere Alliierten, die stehen auch sehr klar zur NATO! Das vergessen wir gerne mal, wenn wir nur einen Eindruck über die Medien haben und keine direkten Einblicke/Kontakte haben…
Cool down! Die „Erkundungsmission“ war rein symbolisch, ein politischer Vorgang ohne jeden echten militärischen Wert. Oder glaubt jemand wirklich, dass wir Europäer den USA auf Grönland etwas entgegenzusetzen hätten? Und ob das überhaupt wünschenswert wäre. Sollen europäische Soldaten auf amerikanische Soldaten schießen? Soldaten, mit denen sie vielleicht noch vor kurzem gemeinsam im Manöver geübt haben? Bitte vernünftig bleiben. Der aktuelle Dissens mit den USA wird politisch und ökonomisch ausgetragen, aber doch hoffentlich nicht militärisch. Das heißt nicht, dass wir uns nicht unabhängig machen sollen. Ganz im Gegenteil. Doch wir müssen darauf bauen, dass die amerikanischen Wähler dem Spuk ein Ende bereiten, sobald sie merken, in welchen Schlamassel sie durch Trump geraten sind. Die Selbstheilungskräfte der Demokratie. Wenn es schiefgeht, wird Grönland sowieso unser geringstes Problem sein.
[Common misperception: wo kommt die Ansicht her, die Erkundungsmission der Europäer hätte der Vorbereitung des Kampfs gegen US-Streitkräfte gedient? Das ist schon ein bisschen Trump-Denken. T.W.]
Erklärung aus Ottawa:
@EdKrassen
Canadian Prime Minister Mark Carney just confirmed that if the US was to invade Greenland, Canada would view it as an attack on Canada, would be obligated to assist in Greenland’s defense, and could use military force against the United States.
“The future of Greenland is a decision for Greenland and for the kingdom of Denmark. We are NATO partners with Denmark and so our full partnership stands. Our obligations on Article 5, an Article 2 of NATO stand and we stand fully squared behind those.”
https://x.com/i/status/2012924630223163542
DJT ist erst am Ende des ersten Amtsjahres.
Wenn ihn das nicht anfasst, was dann?
@BongoKing
„Auf der Arbeitsebene sind die Amerikaner immer noch unsere Alliierten, die stehen auch sehr klar zur NATO! Das vergessen wir gerne mal, wenn wir nur einen Eindruck über die Medien haben und keine direkten Einblicke/Kontakte haben…“
Die Frage ist, wie lange noch – denn wie Thomas Melber bereits verlinkt hat, die Kommandantin der US Kräfte in Grönland war tatsächlich anders – und wurde entlassen – und da war sie nicht die Einzige. Das Militär in den USA wird schon seit einiger Zeit auf Linie gebracht.
Dennoch, weil manche hier jetzt China als Alternative vorschlagen – die USA sind immer noch keine Diktatur. Sie bewegen sich zwar darauf zu, aber die Verhältnisse in China sind dann doch nocheinmal ganz andere.
Die Geschichte mit dem schlechten Wetter bei Kangerlussuag und der daraus resultierenden früheren Abreise der dt.. Soldaten fällt schwer zu glauben.
Warum?
Weil laut ArktiskKommand aktuell über 200 Soldaten auf Grönland sind, davon 100 in K. und die bereits in Grönland angekommenen französischen Kräfte von K. aus trainieren werden
„Over 200 soldater i Grønland lige nu
Der er lige nu over 100 soldater i Nuuk og 100 soldater i Kangerlussuaq.
Det siger generalmajor Søren Andersen, der er chef for Arktisk Kommando, til det grønlandske medie KNR.
Han vil dog ikke sætte præcist tal på, hvor mange soldater der er ankommet til Grønland. Antallet vil også ændre sig i løbet af året, siger han.
– Nogle gange så vil der være nul, udover dem vi normalt har til stede heroppe, og nogle gange vil der være flere.
Generalmajoren fortæller også, at de franske specialstyrker, der er ankommet til Grønland, starter med at træne i Kangerlussuaq.“
Quelle:
https://nyheder.tv2.dk/live/2025-01-06-kampen-om-groenlands-fremtid/over-200-soldater-i-groenland-lige-nu?entry=c342b2d3-e01d-4f60-b1dc-8df98fdac85b
Also, FRA,SWE,NL,DK sind mindestens noch da, für uns war morgens das Wetter zu schlecht. Come on.
@ Marcus sagt, 18.01.2026, 18:52 Uhr:
„Der Auftrag wurde erledigt und der Befehl zum Abzug erteilt,.“
Der Befehl zum Abzug wurde erteilt, ist sicher nicht falsch, aber der Auftrag wurde nunmal wetterbedingt nicht vollumfänglich erfüllt. „… sei weitgehend planmäßig abgelaufen, auch wenn wegen des Wetters eine ursprünglich vorgesehene Station außerhalb von Nuuk nicht habe besucht werden können….“
Entweder die Erkundung der Station außerhalb Nuuk ist nicht so wichtig, oder die Erkundung erfolgt später, wenn das Wetter es wieder zuläßt.
Die Presseabteilung des Ministeriums wird sicher nicht zugeben „…hätten wir gerne noch erkundet, aber aus Gründen mußten wir diesen Plan aufgeben.“
Es wird immer als Erfolg dargestellt werden.
@lukan
Mit der NATO sollte mE auch der „Wertewesten“ untergehen. Je eher wir alle lernen, Interessen und nicht Illusionen zu verfolgen, desto besser. Nur wenn wir unsere Interessen durchsetzen können, besteht die Möglichkeit unsere Werte hier bei uns zu leben. Machen wir sie zur Maxime all unseres Handelns, werden wir unsere Interessen nicht durchsetzen können. Mit Kant kommen Sie nicht über den Urzustand hinaus. In puncto rationaler interessengeleiteter Politik können wir viel von China lernen.
@Fox1
„Es zählt aus meiner Sicht nur eines, und das ist die Sicherheit der deutschen und europäischen Bevölkerung.“
Zustimmung.
Ich denke bei der gesamten Situation hilft es, nicht, dass wir versuchen sollen Grönland bis zum letzten Mann zu verteidigen.
Vielmehr sollen die politischen Kosten in die Höhe getrieben werden.
Wenn DT eins nicht mag, dann ist es Komplexität.
Je mehr Variablen wir schaffen, auf die Zölle nicht die einfache Antwort sind, um so schneller langweilt ihn das.
Vielleicht sollte man auch in den USA Werbespots schalten, wie toll der Abbau von seltenen Erden ist. Aus denen aber auch unterschwellig hervorgeht, dass das technisch extrem aufwändig, sehr kapitalintensiv und eine riesen Umwelt Sauerei ist. Wobei letzteres wohl eher wieder ein Grund für ihn ist.
@Michael Schöfer So brutal es klingt und auch wenn es keiner wirklich will, ja wenn die Amis Grönland besetzen wollen, sollten die Europäer schießen.
Auch wenn das Ergebnis vorhersagbar sein wird, bei einem werden die Amis innenpolitisch keinen Spaß verstehen. Wenn nämlich in Andrews die C130 mit Flaggen bedeckten Särgen landet
[Common misperception: wo kommt die Ansicht her, die Erkundungsmission der Europäer hätte der Vorbereitung des Kampfs gegen US-Streitkräfte gedient? Das ist schon ein bisschen Trump-Denken. T.W.]
Dass die Erkundungsmission der Europäer der Vorbereitung des Kampfs gegen US-Streitkräfte gedient hat, habe ich weder geschrieben noch gemeint. Ich bezog mich auf Kommentare, in denen etwa „der Abzug zum Zeitpunkt der US-Zollerpressung als falsches Signal eines deutschen Appeasements“ bezeichnet wird und die Forderung, „einen Zug Gebirgsjäger hinterher zu schicken“. Und das richtet sich ja unmissverständlich gegen die USA, nicht wie laut BMVg gegen „russische und chinesische Bedrohungen in der Arktis“. Mein Fehler, wenn das nicht deutlich wurde. Sieht man sich die Leserkommentare auf anderen Websites an, beispielsweise beim Bayerischen Rundfunk, scheint das übrigens ein häufig aufzutretendes Missverständnis zu sein, viele haben die Erkundungsmission offenbar als militärische Reaktion auf das Begehren von Trump interpretiert.
Wie doof muss man sein?
Trump hat mit seinem Zoll-Gedöns die eigene Wirtschaft schon arg gebeutelt. Die EU sollte hier eindeutig reagieren. Einfach die Zölle matchen, plus 5% als Trump-Zusatzzoll.
Mal sehen, wie lange er das durchhält. Man kann sich auch beim nächsten US-Government shutdown nochmal drüber unterhalten, wie er die Sicherheit in Grönland gewährleisten will. Denn es mag sein, dass die EU dort nur ein paar Hundeschlitten dauerhaft stationiert hat, aber die können wir wenigstens bezahlen!
Und die bummelig 600 Mio. p.a. die Dänemark an Subventionen nach Grönland pumpt, hat Trump sicher auch noch nicht auf dem Schirm. Das müsste dann nämlich der US-Kongress bewilligen.
DT ist angefressen, weil er den Nobel-Preis nicht bekommen hat und denk jetzt zuerst daran, was für Amerika wichtig ist, sagt er, so in etwa:
https://x.com/nickschifrin/status/2013107018081489006
„ Dear Ambassador:
President Trump has asked that the following message, shared with Prime Minister Jonas Gahr Støre, be forwarded to your [named head of government/state]
“Dear Jonas: Considering your Country decided not to give me the Nobel Peace Prize for having stopped 8 Wars PLUS, I no longer feel an obligation to think purely of Peace, although it will always be predominant, but can now think about what is good and proper for the United States of America. Denmark cannot protect that land from Russia or China, and why do they have a “right of ownership” anyway? There are no written documents, it’s only that a boat landed there hundreds of years ago, but we had boats landing there, also. I have done more for NATO than any other person since its founding, and now, NATO should do something for the United States. The World is not secure unless we have Complete and Total Control of Greenland. Thank you! President DJT”
Wie ein Kleinkind, bloß mit Atomwaffen.
Vielleicht sollte man im direkten und vertraulichen Gespräch DT vor die Alternative stellen: „NATO or Greenland – you can’t have both. Make a choice“.
Ich gebe zu, eine gefährliche Frage. Aber: der Ball läge dann bei ihm und wir wüßten, woran wir sind. Wobei die Sicherung der Insel ja durchaus möglich ist, auch mit amerikanischen Stützpunkten.
@Metallkopf: Die USA müssen jedes Jahr (?) ihre Schulden rollen.
@AoR: Ja, und das ist dann nochmal eine (etwas knappe) Mrd. mehr. Auf Jahre. Nur für den dick-swinging-contest von DJT.
Ich rechne jedenfalls nicht damit, dass der US-Aufwand für Grönland mit der dänischen Effizienz vergleichbar sein würde. Aber womöglich haben sie recht und die aktuelle aggressive Politik ist der einzige Weg raus aus der sonst unausweichlichen Staatspleite. Jedenfalls der Durchschnittsamerikaner ist vermutlich wenig besorgt über die Schuldenlage des US-Haushalts, weil er sich dran gewöhnt hat.
Die einzige Sprache, die Trump aber versteht, ist, wenn man seine großmäuligen Bluffs herausfordert. Und so langsam wäre es auch angezeigt, ihm nicht mehr ständig goldene Brücken zu bauen, über die er halbwegs gesichtswahrend zurückrudern kann.
@brainstormer: dem Kleinkind traue ich im Gegensatz ja noch zu, die Ironie zu sehen, wenn man das als Präsident einer durch Kolonisation entstandenen Nation so schreibt…
@GWDL9
Ist zwar off topic aber die Abhängigkeiten sind nicht so einseitig, wie man diese im ersten Moment wahrnimmt. Die EU hält auch 8 Billionen US $ (von insgesamt 37 Billionen US $) an US Staatsanleihen . Macron liebäugelt wohl damit, diese auf den Markt zu werfen. Das würde die Inflation des US $ sofort anheizen und auch bei der US Bevölkerung wahrgenommen werden.
Ich hab nen anderen, cleveren Kommentar gelesen:
„Einfach Grönland in Epstein Island umbennen, schon wird DT das Interesse verlieren!“
@Thomad Melber
„NATO or Greenland – you can’t have both. Make a choice“.
Doch doch, er könnte beides haben, wenn er die Grönländer im Einklang mit dem Selbstbestimmungsrecht dazu bringt, dafür zu stimmen. Sieht nur nicht danach aus.
Aber ja, er kann nicht Grönland gewaltsam annektieren und die Nato weiter als Asset (gegen China) haben
@Brainstormer
„The World is not secure unless we have…“
Seien Sie unbesorgt!
Wir können uns zwar nicht mehr auf die USA verlassen aber die NATO bleibt trotzdem handlungsfähig (Rowekamp) und es gibt zahlreiche sicherheitspolitische Schnittmengen mit den USA, etwa im Blick auf die Ukraine.
/s
Michael Schöfer sagte: „Sollen europäische Soldaten auf amerikanische Soldaten schießen? Soldaten, mit denen sie vielleicht noch vor kurzem gemeinsam im Manöver geübt haben? Bitte vernünftig bleiben.“
Ich denke, andersherum, amerikanische Soldaten sollten sich jetzt überlegen, ob sie auf europäische Soldaten schießen wollen, mit denen sie vor kurzen noch zusammen gedient und geübt haben. – Ja, ich kaue immer noch auf der Sache mit den illegalen Befehlen herum … Mir blutet da das Herz, weil ich annehme, wer in einem NATO-Mitgliedsstaat ins Militär eintritt, tut das, weil er gerne zu den „Guten“ gehören möchte. Da glaube ich fest daran. Und jetzt müssen die amerikanischen Militärs mit ansehen, wie das US-Militär vor ihren Augen zu den „Imperialen Sturmtruppen“ unfunktioniert wird? … um mal einen Star-Wars Begriff zu strapazieren. Da ist zwar leiser Widerstand zu erkennen – doch viel zuuuu leise.
Und noch ein anderer Punkt: Der Wunsch Grönland zu besitzen, scheint auch von den Tech-Milliardären auszugehen. Diese wollen dort anscheinend ein „Freedom City“ errichten, was für mich klingt, als würden sie Grönland gerne nutzen wollen, um einen eigenen libertären Staat jenseits klassischer Staatlichkeit zu errichten. (Meine Interpertation. Sollte ich das alles ungeschickt ausdrücken, entschuldigt bitte, ich mache dieser Tage auch erst einen für mich ganz ungewohnten Schnellkurs in Geopolitik. Ich danke TW jedoch sehr für dieses Forum! Es ist gut mitzulesen und Einordnungen zu bekommen, denn die Entwicklungen derzeit machen mir Angst.)
@Ausguck 18.01.2026 um 17:46 Uhr
> Frage mich, was man in 2 Tagen erkundet hat?
Man hat gelernt, dass es dort nicht nur politische kräftige Stürme gibt, sondern dass Wetterereignisse sich auch für Rechtfertigungen eignen.
Die „Erkundungsmission“ sollte eine symbolische Botschaft an die Feldherren im Weißen Haus senden. Der hat sich kräftig geärgert, womit die Mission als voller Erfolg gewertet werden kann, denn er ließ sich zu Drohungen mit „Strafzöllen“ hinreißen. Das wiederum hat in Brüssel zu wertvollen Erkenntnissen geführt, die man zuvor nicht wahr haben wollte.
Zum Wetter-Framing: Die Wettervorhersagen des DWD lagen bei der Planung selbstverständlich vor, und das zu erwartende Wetter war vorher bestens bekannt. Auch ist es üblich, für richtig schlechtes Wetter eine Ersatzprogramm in der Stube vorzuhalten, und nicht abzuhauen, wenn der Wind mal kräftig pfeift.
Was den Abzug unseres Erkundungstrupps anbelangt, samt seiner Melodie von weichgespülten Erklärungen, das ist ein PR-Desaster, weil es nach sang- und klanglosem aus dem Staub, ähm. Schnee machen aussieht. Wer das so ohne Marschmusik befohlen hat, sollte künftig an anderer Stelle Verwendung finden.
Was nun im medialen Gedächtnis übrig bleibt ist, dass der Zöllner im Weißen Haus nur mal „tarifs“ stottern musste, und schwupps flieht die Truppe zurück in die Heimat, während Erkundler anderer Entsendestaaten dem Sturm offenbar besser trotzen konnten und blieben. Nein, nein, nein! So soll das nicht sein!
@Schlammstapfer
Die Sanktionen klingen ja nett, z.T. sogar heroisch. Aber in Wirklichkeit sollte man da nicht zu viel erwarten. Zumal das immer Folgen für die Wirtschaft der verhängenden Staaten nach sich zieht.
Zu den BRICS: Die BRICS sind Entwicklungsländer. Auch, wenn sie im Welthandel eine Rolle spielen, haben sie nahezu keine Macht.Es sind zerstrittene, herrische Staaten, die höchst abhängig sind von Industrie- u. Postindustrieländern. Wenn die in Dollar zahlen wollen, können die BRICS nichts machen. Der Wert des Dollars steigt auch seit ca. einem Jahr.
Zum Thema:
Ich finde es interessant, dass Trump zwei Batallione der Fallschirmjäger in Bereitschaft versetzt hat. Soldaten, die für akrtische Kriegsführung ausgebildet wurden. Lt. des USA sollen sie in Minnesota eingesetzt werden. Vielleicht eher ein Vorwand, um Fallschirmjäger für Grönland parat zu halten. Fallschirmjäger der Arktis für Mittleren Westen der USA wäre ziemlich unsinnig.
@Metallkopf,
warum zahlt DK 600Mio jährlich an GRÖ?
Ich hab mir mal bei Wiki [irgendwo muss man ja anfangen] die Geschichte Grönlands und seiner Bevölkerung durchgelesen. Ab 1921 bis heute. [Extra nochmal USA -GRÖ Wk II.]
Irgendwie kommt mir das alles ein bisserl zu kurz in der Gesamtbetrachtung. Denn das ist schon ein ausgesprochen klägliches Bild, was sich da DK geleistet hat. Wird abends in den Nachrichten komplett ausgeblendet.
Was ich gut finde: Grönland wird nun geostrategisch medial ernster genommen. Wenn die NATO & EU sich verpflichten dort erheblich mehr zu tun, dann hat Trump was erreicht.
Ich erinnere an die jahrzehntelange 2% Diskussion BIP/Wehretat. Die hat Okel Donald auch durchgesetzt trotz üblicher Tricksereien aller Beteiligten.
Wer glaubt, die EU könne gegenhalten, wird in der vordigitalen Zeit mit Faxgerät aufwachen. Oder verharren.
Frage man mal in der Fussgängerzone, ob das jeder so weiss. Oder im Forum hier:
》Grönland ist weder Teil der Europäischen Union noch des Schengen-Raums. Die grönländische Mitgliedschaft in der Europäischen Union wurde 1982 durch ein Referendum beendet.《
》Die Verteidigung Grönlands obliegt dem dänischen Militär […] De facto übernehmen die Vereinigten Staaten jedoch ebenfalls Verteidigungsaufgaben in Grönland über ihre Präsenz auf der Pituffik Space Base.《
@Thomas Melber:
Sie fragen also ihren Kumpel, der Ihre Frau anbaggert, ob er sie entweder haben will, oder weiter mit Ihnen befreundet ist?
Eigenartige Strategie.
Dass DT keinen Wert auf die NATO legt, ist offenkundig und mit dem angestrebten Militärhaushalt mit einer Steigerung von 900 Mrd$ auf 1,5 Billionen $ untermauert er das finanziell.
Da muss man nicht noch Land und Leute für verkaufen, um auch wirklich sicher zu sein.
@BongoKing sagt:
18.01.2026 um 22:01 Uhr
„@Thomas Melber
Die Kolleginnen und Kollegen in Pituffik hätten sich ziemlich sicher gefreut! Auf der Arbeitsebene sind die Amerikaner immer noch unsere Alliierten, die stehen auch sehr klar zur NATO! Das vergessen wir gerne mal, wenn wir nur einen Eindruck über die Medien haben und keine direkten Einblicke/Kontakte haben…“
Die Arbeitsebene ist nur leider der aktuellen Administration komplett egal. Sowohl Trump als auch sein Verteidigungskriegsfrühstücksfernsehenminister Hegseth halten von Bündnissen, Absprachen und Arbeitsbeziehungen nichts. Offiziere die Befehle hinterfragen werden entlassen. Schön das die zur NATO stehen, nützt aber nichts wenn sie aus der Armee fliegen.
Die USA sind auf dem Weg in die Autokratie und wie das ausgeht steht in den Sternen.
Aktuell sollten wir uns drauf besinnen was wir tun können:
1. Herstellung der eigenen und europäischen Wehrfähigkeit
2. Bildung von Bündnissen und Freihandelsgebieten ohne die USA
3. Stärkung der europäischen Idee und Integration
4. Aufbau eigenen digitaler Systeme, Infrastrukturen und Kommunikationskanäle
5. Trump klar machen, dass Handeln nie folgenlos ist – Problem: seine Auffassungsgabe ist massiv beschränkt
Parallel dazu: hoffen, dass der größte, beste, schlauste, stärkste und gesündeste Präsident aller Zeiten bald unfit for office ist und es derart auffällt, dass selbst das Weiße Haus es nicht mehr verhüllen kann. Dann hätten wir zwar JD Vance im Oval Office, aber er ist nicht der Kultgründer und sein Rückhalt in der MAGA-Bewegung und der demokratischen Partei ist wirklich überschaubar.
Spannend ist natürlich, was jetzt aus P-8/MQ-9B wird. Das Letztere ist ja fangfrisch vom BAAINBw erst auf den Gabentisch gekommen….. und wäre medienwirksam wieder zurückzuweisen.
Wären wir wieder beim GHTP mit Seeradar kombiniert dann mit Airbus A321 MPA.
Glaube nicht, dass das passiert.
Die jüngsten Vorgänge triggern den Themenkomplex um gesteigerte Unabhängigkeit von den USA um als Europa und DEU zukünftige politische Spielräume und Handlungsmöglichkeiten zu erhalten.
Dazu gehört u.a. die gegenwärtige Abhängigkeit von US- betriebener Aufklärung für militärische und polizeiliche Zwecke.
Die US- Digital bzw. Cloud Acts besagen u.a., dass US- Behörden auf Daten zugreifen können, die von Betreibern wie Google, Microsoft, Meta etc. gesammelt werden bzw. von Dienstleistern wie Palantir (PLTR) in Abstützung auf US- Nachrichtendienste und deren Fähigkeiten Dritten ( = Nato, Staaten und deren Behörden etc.) kommerziell angeboten werden.
Diese Kontrollfunktion schränkt europäische/ deutsche Datensouveränität ggf. fundamental ein, wenn die US- Administration dies mit nationalem Sicherheitsinteresse verknüpft.
Unter DT kann das jederzeit geschehen; das Abschneiden von US- nachrichtendienstlicher Unterstützung ist ein Hebel sui generis.
Eine Erkenntnis der letzten Monate muss sein,
a) die nachrichtendienstliche Abhängigkeit zu reduzieren,
b) das Risiko über unkontrollierbaren Datenabfluss ( über die o.a. Acts) „gläsern“ und „vorhersehbar“ in unseren Entscheidungen zu vermeiden und
c) in Methodik und ideologischer Ausrichtung anzweifelbare Dienstleister wie PLTR aus der täglichen operativen Arbeit unserer exekutiven Behörden wie ND und Polizeien fernzuhalten.
Konkret: keine weiteren Aufträge an PLTR, die durch deren Software über alle operativen Schritte und Maßnahmen der jeweiligen Nutzer Kenntnis durch Mitlesen erhalten bzw. über US- Gesetzgebung zur Herausgabe gezwungen werden können. Keine Verlängerung bestehender Verträge (v.a. durch einzelne Bundesländer)
DEU hat hier fähige Alternativen im eigenen Land, die freilich einem geradezu übermächtigen Platzhirschen PLTR gegenüberstehen. Auch hat die Diskussion um PLTR ja durchaus schon begonnen, allerdings sollten nun im Lichte aktueller Entwicklungen und Perspektiven Entscheidungen getroffen werden, die größtmögliche Souveränität und Unabhängigkeit von US- Ressourcen ermöglichen.
DT und seine (Folge-) Administration sollten also nicht für immer in die Lage versetzt werden, mitlesen zu können, woran deutsche Behörden gerade arbeiten.
@Metallkopf: Nun der Finanzdinstleister Pimco hat die Lunte gerochen und zieht Kapital aus den USA ab. Als Ökonom muss ich das nochmal lesen. Pimco zieht Kapital aus den USA ab und es gab noch nicht mal Gerüchte darüber, es könnte Probleme beim Schulden Rollen geben.
@Eric Hagen
OT, aber: zu PLTR gibt es eine (Spoiler: ablehnende) Stellungnahme des eidgenössischen Verteidigungsdepartements:
https://cdn.repub.ch/s3/republik-assets/repos/republik/article-wie-palantir-hartnaeckig-den-schweizer-staat-umwarb/files/505a33d5-adbd-49f8-baca-5864df625564/armeestaab-evaluation.pdf
Umso unverständlicher, daß z.B. unser BMI darauf setzt.
Seit 2025 existiert sogar ein US Gesetzentwurf zur Ermächtigung des Präsidenten zur Führung von Verhandlungen zum Erwerb von Grönland, unterstützt von 16 Republikanern:
H.R.361 – Make Greenland Great Again Act
https://www.congress.gov/bill/119th-congress/house-bill/361/cosponsors
War mir bei dem ganzen Trubel noch gar nicht klar muss ich gestehen.