DroneWatch: Die Drohnen-Spur über Deutschland – und russische Schiffe
Lesehinweis: Die alarmierenden, recht häufigen Sichtungen von Drohnen über kritischen Orten in Deutschland haben sieben junge Journalisten mal anhand von offen zugänglichem Material überprüft – und sind zu ganz interessanten Ergebnissen gekommen…
Ein ausführlicher Text zu dieser Recherche
They Droned Back
Young journalists expose Russian-linked vessels circling off the Dutch and German coast
… und ein Video dazu:
Ich bin schockiert, überrascht und erschüttert.
Mal im Ernst: Bei der Masse an Sicherheitsvorkommnissen, die immer wieder auf Russland zurückgeführt werden können, sinkt mein bereits nicht vorhandenes Verständnis gegenüber jenen selbsternannten Experten, die Russland nicht als akute Bedrohung für die europäische und deutsche Sicherheit sehen. Insbesondere wenn diese im Bundestag sitzen und durch zahlreiche kleine Anfrage bestens über diese Bedrohung und das deutsche Vorgehen dagegen informiert sind.
Ich habe mir grade die Seite zur Studie durchgelesen und das Video werde ich mir später ansehen.
Berücksichtig man, dass es sich hier um zusammengetragene OSINT Informationen handelt so stellt sich die Frage, was staatliche Stellen noch wissen, bzw. wissen könnten.
Das Beispiel der HAV Dolphin ist bedrückend. Das Schiff wurde zweimal inspiziert und nichts gefunden, weil die Inspektion oberflächlich war und die Container nicht geprüft wurden. Das Schiff fährt unter der Flagge von Antigua und Barbuda, gehört einem norwegischen Reeder. Ich kann mich noch an die Sicherheitshalber-Folge erinnern, warum das alles immer schwer ist und man als Staat da manchmal wenig machen kann (man müsste die Antiguanische Marine – die es nicht gibt (also dann deren Küstenwache – informieren und hoffen das die irgendwas machen….etc).
Wenn wir doch schon so weit waren, dass der Kahn inspiziert wird – warum gehen wir dann nicht einen Schritt weiter. Aufbringen. Danach in einen eigenen Hafen führen und komplett durchsuchen das Dingen.
Ich weiß – das ist radikal und vermutlich gibt es dafür Ärger. Nur einfach das sitzen und sagen „können wir jetzt auch nix dran ändern“ ist wohl kaum die Lösung. Russland ist ein staatlicher Akteur der uns nicht freundlich gesonnen ist und der aktiv die Zersetzung der EU betreibt, Deutschland schwächen will und sich – Selbstbild – im Konflikt mit uns sieht. Dieses Schiff ist demnach ein Vehikel der Spionage, ggf. sogar der Sabotage. Demnach ist ein uns feindlich gesinntes Objekt und sollte so behandelt werden.
Ganz ehrlich: in Russland lacht man sich vermutlich in bestimmten Einrichtungen über uns kaputt.
Die (Klein-) Drohnen, die im Inland und nicht in Küstennähe gesichtet werden, können kaum von den Schiffen gestartet sein. Interessant ist die Herkunft der großen „fixed wing“ Drohnen wobei man diese dann auch wieder aufnehmen können muß.
Wenn die Schiffe beobachtet werden: Drohnenstarts hat man nicht registriert ? Ich erwarte einfach, daß alle Schiffe mit Rußlandbezug 24/7 auch visuell überwacht werden insbesondere wenn sie sich in der Nähe von oder durch deutsche / europäische Hoheitsgewässer bewegen.
Mehr als peinlich ist, daß man nicht einer einzige Drohne habhaft werden konnte, bisher. Und: oftmals existieren wohl auch keine Bildbeweise der Sichtungen.
Ganz kurz:
Was mich am meisten wundert ist das öffentlichwirksam noch keine einzige Drohne sichergestellt werden konnte die nicht zivil war.
Weder an Land noch auf/über dem Meer…
Danke für das Video.
@GolfEcho83
Keine Bange, die Bundesregierung hat den russischen Botschafter einbestellt.
Das wird den Russen eine Lehre sein.
Schön das diese jungen Menschen su h so damit auseinander setzen. Das macht mir Mut, das es in dieser Generation noch viele andere gibt, denen unsere Sicherheit und Freiheit etwas bedeutet.
Es gibt gewiss viele Stellen bei Bundeswehr und Polizeien, die diese Erkenntnisse auch haben, auswerten und die Rückschlüsse ziehen für den Abwehrkampf dem wir uns stellen müssen.
Erst mal ist es sehr verdächtig, wenn eine Besatzung ausschließlich aus Russen besteht, denn normalerweise heuern Seeleute aus aller Welt an.
Ich vermute, auch diese Drohnen sind Wegwerfprodukte, in Falle einer Gefährdung werden die einfach im Meer versenkt und damit sind alle Spuren verwischt.
Sinnvoll wären Flottendienstboote in der Nähe, alle (Steuer-)Signale könnten ausgewertet und lokalisiert werden.
Auch müsste doch mit Radar alles was über dem Meer fliegt erkennbar sein, da es außer dem Horizont keine natürliche Abdeckung gibt.
Aber wenn ich diese Gedanken habe, haben VS, BP und Marine diese ebenso, dh wenn diese russischen Schiffe Drohnenträger oder Signalverstärker waren, dürfte es genügend Beweise geben.
Aber diese Beweise wären zurecht geheim/streng geheim eingestuft.
Daher bleibt uns, dh der Öffentlichkeit, nur die o.g. open source Recherche, die jedoch genügend Indizien liefert, dass man eigtl keine Zweifel mehr haben sollte.
Bei all den Drohnendichtungen, die es angeblich gegeben haben soll, war niemand in der Lage sein Smartphone zu zücken und es auf Video festzuhalten!!!
Ich kann da nur sagen alles Schwurbler und Verschwörungstheoretiker.
Aber, aber…. Russland will doch nur den Frieden(!)
Eine 24/7-Überwachung wäre vermutlich zuviel verlangt. Aber ich gehe davon aus, dass man EM-Spektrumanalyse und ähnliches betreiben könnte. Eventuell haben die Schiffe auch selbst gar keine Drohnen an Bord, sondern sind lediglich die Empfängerstationen für die von den Drohnen gesammelten Daten.
Wie immer dürfte gelten: Die Dienste wissen vermutlich mehr, sagen aber umso weniger.