DroneWatch: Nach vielen Vorfällen mehr Druck auf dem Kessel (Nachtrag: Drohnen-Verbot in Dänemark)
Wenn das Bundesministerium der Verteidigung an einem Samstagabend kurz vor Mitternacht eine Pressemitteilung raushaut, die eine Ankündigung für die nächsten Tage enthält – dann ist da offenkundig Druck auf dem Kessel: Die Drohnen-Sichtungen über mehreren europäischen Ländern in den vergangenen Tagen haben hierzulande wie bei den NATO-Partnern die Nervosität im Hinblick auf – vermutlich – russische Drohnen massiv heraufgesetzt.
Aus der Mitteilung des Berliner Ministeriums vom späten (gestrigen) Samstagabend:
Bundeswehr unterstützt bei der informellen Tagung der Staats- und Regierungschefs der EU in Dänemark mit Counter- small Unmanned Aircraft Systems (C-sUAS) Fähigkeiten
Dänemark hat verschiedene Nationen, darunter auch Deutschland, um Unterstützung bei der Absicherung des informellen Treffens der EU-Staats- und Regierungschefs am 1. und 2. Oktober 2025 in Kopenhagen gebeten. Hintergrund sind in der vergangenen Woche massiv aufgetretene, flächendeckende Vorfälle mit nicht identifizierten unbemannten Luftfahrzeugen, insbesondere im Umfeld ziviler und militärischer Infrastruktur in Dänemark.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer, haben heute entschieden, dem dänischen Unterstützungsersuchen nachzukommen und einen Beitrag im Bereich C-sUAS zu leisten.
Die Bundeswehr wird vor Ort unterstützen. Vorauskräfte verlegen in Kürze nach Dänemark, um gemeinsam mit der dänischen Seite den genauen Einsatzort und Ablauf abzustimmen. Die Hauptkräfte folgen dann zeitnah.
Unabhängig davon plant die NATO im Rahmen der Mission BALTRIC SENTRY den Einsatz der Fregatte HAMBURG sowie gegebenenfalls weiterer Einheiten.
Mit welchen Fähigkeiten die Bundeswehr unterstützt, bleibt da sicherlich bewusst offen – wie das Ministerium bei früheren ähnlichen Anlässen auf Nachfrage mitteilte, könne man dazu aus Gründen der militärischen Sicherheit keine Auskunft erteilen. Tatsächlich aber sind die deutschen Streitkräfte bei den Möglichkeiten, kleine Drohnen auch kinetisch abzuwehren, also abzuschießen, noch weitgehend blank. Waffensysteme, die für den Abschuss kleinerer unbemannter Fluggeräte optimiert sind, hat die Bundeswehr praktisch nicht.
Beim Thema Drohnenkampf brauchen wir uns nicht verstecken!, erklärte zwar Generalinspekteur Carsten Breuer Mitte September bei einer Vorführung der Drohnenabwehr durch das Objektschutzregiment der Luftwaffe auf dem Truppenübungsplatz Bergen. Doch die bestehenden Abwehrmöglichkeiten beruhen vor allem auf elektronischen Gegenmaßnahmen, also insbesondere Störsendern und so genannten Jammern, um die Drohnensteuerung zu unterbrechen und/oder das Fluggerät zur Landung zu bringen.
Hinzu kommen inzwischen Abfangdrohnen, die auch an die Bundeswehr geliefert wurden. Fun Fact: Das grundlegende System wurde an der Bundeswehruniversität Hamburg entwickelt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Vor fünf Jahren (nur um deutlich zu machen, in welchen Zeiträumen das immer noch in Deutschland abläuft).
Auch die Ankündigung von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt vom (gestrigen) Samstag, jetzt schnell das Luftsicherheitsgesetz zu ändern und der Bundeswehr in Amtshilfe den Abschuss von Drohnen im Inland zu erlauben, kommt nicht ganz so rasant daher wie es scheint: Bereits am 15. Januar hatte die damalige Bundesregierung einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg gebracht. Der blieb dann wg. Neuwahl des Bundestages halt ein bisschen liegen. Mal ganz davon abgesehen, dass die Bundeswehr, s. oben, auch bei entsprechender Befugnis noch(!) nicht die nötigen Waffensysteme dafür besitzt.
Eine hübsche Übersicht zum aktuellen Drohnenproblem mit seinen rechtlichen Schwierigkeiten aus den vergangenen Tagen vom IT-Experten und Fachmann für kritische Infrastruktur, Manuel Atug, im ZDF:
Drohnenabwehr: Zu langsam, zu wenig
Nachtrag: Dänemark verbot inzwischen für die ganze kommende Woche die Nutzung privater Drohnen im Königreich, wie das Verkehrsministerium in Kopenhagen mitteilte:
Von Montag, 29. September, bis Freitag, 3. Oktober, sind im Zusammenhang mit dem EU-Gipfeltreffen alle zivilen Drohnenflüge im dänischen Luftraum verboten. (…)
Angesichts der jüngsten Drohnenvorfälle an mehreren Flughäfen hat Verkehrsminister Thomas Danielsen in Absprache mit dem Verteidigungsminister und dem Justizminister daher beschlossen, von der im Luftverkehrsgesetz vorgesehenen Möglichkeit Gebrauch zu machen und den dänischen Luftraum in dieser Woche für den gesamten zivilen Drohnenflug zu sperren.
Die Sperrung tritt am Montag, dem 29. September, in Kraft und gilt bis einschließlich Freitag, dem 3. Oktober. Das Verbot gilt rund um die Uhr.
„Wir können nicht akzeptieren, dass fremde Drohnen Unsicherheit und Störungen in der Gesellschaft verursachen, wie wir sie in letzter Zeit erlebt haben. Gleichzeitig ist Dänemark in der kommenden Woche Gastgeber für die Staats- und Regierungschefs der EU, weshalb wir uns besonders auf die Sicherheit konzentrieren müssen. Deshalb sperren wir von Montag bis Freitag den dänischen Luftraum für alle zivilen Drohnenflüge. Auf diese Weise beseitigen wir das Risiko, dass feindliche Drohnen mit legalen Drohnen verwechselt werden können und umgekehrt“, sagt Verkehrsminister Thomas Danielsen. (…)
Der Zweck des Verbots des zivilen Drohnenflugs besteht unter anderem darin, die Sicherheitsarbeit der Polizei zu vereinfachen, damit diese keine Kräfte für zivile Drohnen aufwenden muss, die für die Sicherheit und die Polizeiarbeit nicht relevant sind, sagt Justizminister Peter Hummelgaard.
Das Luftfahrtgesetz gibt dem Verkehrsminister die Möglichkeit, den gesamten oder Teile des Luftraums für verschiedene Arten von Verkehr zu sperren, wenn dies für die öffentliche Sicherheit erforderlich ist oder besondere Umstände vorliegen.
Ein Verstoß gegen das Verbot kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet werden.
(Archivbild 18. September 2025: Soldaten des Objektschutzregiments der Luftwaffe führen Generalinspekteur Carsten Breuer auf dem Truppenübungsplatz Bergen Möglichkeiten der Drohnenabwehr vor, hier den STörsender HP47 – Jankowski/Bundeswehr via Instagram)
Drohnen über Drohnen am Deutschen Himmel. Sorry, warum sollte der „Iwan“ mit eingeschalteten Positionslichtern über unsere sicherheitsrelevante Infrastruktur kreisen? Ich glaube eher, dass die massive Anzahl von Drohnensichtungen in letzter Zeit, eher darauf zurückzuführen ist, dass irgendwelche „Spinner“ ihre „Amazon-Spielzeugdrohen“ aufsteigen lassen. Nach dem Motto, wann meldet der „NDR“ den Flug meiner Drohne, wie zu den Zeiten, als die ersten Idioten mit dem Fahrrad auf der Autobahn unterwegs waren, nur um als Meldung in das Radio zu kommen. Eine MAVIC Drohne macht tolle Bilder, mit dem es sich vortrefflich angeben lässt. Wie auch immer! Ich will nicht behaupten, das der „Iwan“ noch nicht bei uns geflogen ist und spioniert hat. Aber was in letzter Zeit an „DROHNENALARMSICHTUNGEN“ durch die Presse geht, ist mir für Spionageversuche einfach zu viel. Man sollte mal bei AMAZON Nachfragen, wie viel „Billigdrohnen“ im letzten Jahr verkauft wurden.
Was ist eigentlich mit EMP-Waffen? Davon hört man erstaunlich wenig. Dabei sollte ein solches, nichtletales System doch zahlreiche Vorteile bieten, gerade auch in wirtschaftlicher Hinsicht (keine sauteure High-Tech-Munition etc.) und effektiver als reine Jammer.
Oder ist der Einsatz in bebautem Gebiet zu gefährlich, da zu viele „technische Kollateralschäden“ zu befürchten wären?
Aber selbst wenn, für die Ukraine wäre eine solche Waffe doch ein Segen.
Von Diehl scheint es zumindest was zu geben (HPEM SkyWolf C-UAS Effektor), was auch bestellt werden kann:
https://www.google.com/amp/s/www.military.africa/2022/05/african-country-orders-skywolf-c-uas/%3famp=1
Die Schwachstelle der Drohnen, zumindest jener in Privatbesitz, dürfte die Fernsteuerung sein. Genauer gesagt, die benutzte Frequenz. Als ich vor langer Zeit bei der EloKa war, erkannten wir das Signal für ferngesteuerte Flugzeuge schon am Geräusch: Es hört sich nach dem an, was es ist. Die Sendeleistung ist sehr schwach. Wir hätten mit unserem SEM25 nur auf deren Frequenz gehen und einmal kurz die Sendetaste drücken müssen. Unser Signal hätte gereicht, um das Fluggerät zum Absturz zu bringen. Drohnen, die sich jeder kaufen kann, werden hauptsächlich auf den Frequenzen 2,4 und 5,8 GHz gesteuert, mit 25 mW. Wer damit in der Nähe von Flughäfen hantiert, wird in diesem Frequenzbereich sowieso aktiv. Diesen elektronisch zu stören, benötigt keinen 2000 Watt Jammer. 1-5 Watt sollten reichen und auf Grund des sehr engen Frequenzbereichs kann man es einen chirurgischen Eingriff nennen. Zudem könnte man Flughäfen mit Funkpfeilern und Funkdetektoren ausstatten, dies öffentlich bekannt machen und ‚dumme Jungen Streiche‘ hochriskant machen.
Darf ich eine Vermutung zum 2. Kommentar anstellen? Bestimmt sind die EMP wirkungsvoll. Aber das Problem wird sein, „die richtige Waffe, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort“ zu haben und dann noch einen guten Bediener da zu haben. Dann sollte es sich mit den Drönchen erledigt haben! Das ist das Problem, vor dem alle stehen. Oder liege ich da falsch?
@Der Uhrmacher „Zudem könnte man Flughäfen mit Funkpfeilern und Funkdetektoren ausstatten, dies öffentlich bekannt machen und ‚dumme Jungen Streiche‘ hochriskant machen.“
Ich glaube nicht, dass dumme Jungs (und Mädels) für die Strafbarkeit ihrer Handlungen überhaupt ein Risikobewusstsein haben. Ich hatte dieses Jahr schon vier Fälle, in denen „Kinder“ (O-Ton Zugansage) Steine auf Gleise gelegt hatten – wahrscheinlich irgendein dämlicher TikTok Challenge Trend oder so. In einem Fall teilte uns der Lokführer nach einer guten Stunde Stillstand fröhlich mit, dass die Polizei ein Handy nebst Schülerausweis gefunden hatte. Ich denke nicht, dass dem „Kind“ (oder den meisten Erwachsenen) § 315 StGB „Gefährliche Eingriffe in den Bahn-, Schiffs- und Luftverkehr“ bekannt sind und eine höhere Aufklärquote für einen spürbaren Rückgang des Unfugs sorgen würde. Von interessierten Kräften, die disruptieren wollen ganz zu schweigen.
#Der Uhrmacher:
„Wir hätten mit unserem SEM25 nur auf deren Frequenz gehen und einmal kurz die Sendetaste drücken müssen. Unser Signal hätte gereicht, um das Fluggerät zum Absturz zu bringen…)
Interessanter Punkt.
Ich hatte früher sowohl eine Genehmigung für 35 Mhz Fernsteuerungen für Flugmodelle, als auch als W15 bei der Bundeswehr ein SEM 25 im Einsatzfahrzeug ( Feldjägereinheit ).
Ist in der Tat mitten im Frequenzbereich. Das SEM 25 hatte bis zu 15 Watt Sendeleistung, es gab aber mehrere Sendekanäle damals für Flugmodelle im 35 Mhz-Band…. konnte man durch Sendequarzwechsel ändern. Aber ja, bei Störung der richtigen Frequenz mit dem SEM 25 wär der Flieger sicher abgestürzt.
Die Variante erst mal den Flug aller privaten Drohnen zu verbieten ist auch interessant…
Dummerweise ändert das nichts an der Fähigkeit eigentlich aller Staaten ausser der Ukraine. Man ist da einfach blank.
Aber was willste machen… Abschiessen ist schwierig und gefährdet mit runterkommender Munition Personen, Störst du die Drohnenfrequenzen hilft das nicht gegen modifizierte Drohnen die stumpf ihre GPS-Waypoints abfliegen. Und GPS-Störsender im Frieden geht nicht.
Und eine Stufe gibt’s immer noch: Steuerung und Video über SIM-Karte bei modifizierten Drohnen.
Den Mobilfunk müsste man auch noch stören…
Wie soll das alles gehen ???
Die Lw hat in Bergen nicht nur gejammt Einfach mal bei den Kollegen von der BILD nachfragen. Die waren vor Ort
Ich denke die SRE der. Lw werden gute Arbeit leisten, mit der gesamten Bandbreite der verfügbaren technischen Mittel.
[Ich mag ja diese Hinweise „fragen Sie mal die Kollegen“. Da Sie ja Kenner sind, könnten Sie vielleicht sinnvoll was inhaltlich beitragen und erzählen, womit „nicht nur gejammt“ wurde. Smartshooter, in homöopathischer Dosis? T.W.]
T.N. sagt: 28.09.2025 um 13:01 Uhr
„Drohnen über Drohnen am Deutschen Himmel. Sorry, warum sollte der „Iwan“ mit eingeschalteten Positionslichtern über unsere sicherheitsrelevante Infrastruktur kreisen? Ich glaube eher, …. “
Äh, … nein.
Es wurde berichtet, daß die Drohnen mehrere Stunden über den Flugplätzen unterwegs waren; dazu kommen An- und Abflugzeiten – also insgesamt um die 5 Stunden.
Große kommerzielle Drohnen fliegen um die 45 – 60 Minuten. Zusätzlich waren mehrere Standorte betroffen; die Aktion war koordiniert.
Das waren mit Sicherheit keine normalen keine Spinner. Drohen dieser Größe sind viel zu teuer.
zum „so genannten Jammern, um die Drohnensteuerung zu unterbrechen und/oder das Fluggerät zur Landung zu bringen.“
Ist das wirklich eine korrekte Beschreibung? Das ist aus juristischen Gründen wichtig. In diesem Kontext ist die Frage, wer jeweils die „Herrschaft“ über das Fluggerät ausübt, wenn es zu einem Schaden kommt.
a) Wird durch Jammen „das Fluggerät zur Landung gebracht“, dann ist wohl eindeutig, dass der Abwehrende, der jammt, die Herrschaft ausübt (= vom ursprünglichen „Herren“ die Herrschaft übernimmt) und für allfällige Schäden bei der Landung verantwortlich ist.
b) Beim Fall „die Drohnensteuerung unterbrechen“ wird die Drohne steuerlos gemacht – das ist dann wie Abschießen, es kann irgendwo unkontrolliert zu einem Absturz und Schaden kommen. Der Jammernde hat keine Herrschaft über das Fluggerät – zur Haftung herangezogen kann er wohl dessen ungeachtet.
Wir haben in Deutschland funktionierende Abfangdrohnen? Dann gibt es primär eins zu tun: Eine Serienbeschaffung für die Polizei in Gang setzen und zusätzlich die Personal- und Infrastrukturmittel um dann auch in der Fläche kritische Bereiche im bewohnten Umfeld damit schützen zu können.
Zusätzlich sollte man regeln, dass über Zuständigkeitsgrenzen hinweg, Drohnen verfolgt und gefangen werden dürfen.
@T.N
„Bestimmt sind die EMP wirkungsvoll. Aber das Problem wird sein, „die richtige Waffe, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort“ zu haben und dann noch einen guten Bediener da zu haben. Dann sollte es sich mit den Drönchen erledigt haben! Das ist das Problem,“
Ich weiß nicht, ob ich Sie richtig verstehe, aber es sollte doch eigentlich machbar sein, die wichtigsten Punkte der kritischen Infrastruktur, wie Flughäfen, mit so einem Gerät auszustzatten?
Und scheinbar erzeugt solch ein Gerät eine recht große „Keule“, was auch allein schon die Bauform der Antenne nahelegt, insofern würde ich als Laie vermuten, dass an den Bediener keine allzugroßen Anforderungen gestellt werden – zumindest in Fällen wie in Dänemark, wo sich das Objekt gut sichtbar in recht niedriger Höhe befindet.
Vermutlich werden sich die Firmen so eine Gerätschaft gut bezahlen lassen, aber wenn ich sehe, was z.B. eine einzelne Patriot-Rakete kostet, sollte so etwas doch stemmbar sein? Instandhaltungskoten sollten sich „eigentlich“ auch in Grenzen halten.
P.S. Mir ist jetzt erst aufgefallen, dass ich oben einen seltsamen Google-Link gepostet habe…
Dasher hier noch mal eine hoffentlich „langzeitsichere“ archive.org-Version:
https://web.archive.org/web/20250424222736/https://www.military.africa/2022/05/african-country-orders-skywolf-c-uas/
@Nachhaltig sagt: 28.09.2025 um 22:38 Uhr
„Eine Serienbeschaffung für die Polizei in Gang setzen und zusätzlich die Personal- und Infrastrukturmittel um dann auch in der Fläche kritische Bereiche im bewohnten Umfeld damit schützen zu können.“
Sprechen Sie von der Bundespolizei oder den 16 Landespolizeien? Bei der Bundespolizei ein reines Personal- und Geldproblem, das ließe sich lösen. Die 16 Landespolizeien? da wird erstmal nach Geld verlangt und dann müssen alle Länder die gleichen Standards beschließen und tatsächlich mal das selbe Material beschaffen.
Da fange ich lieber an, Lotto zu spielen, das hat mehr Aussicht auf Erfolg.
Laufen wie die Hühner, wenn der Habicht kreist. Ehrlich, kein Mitleid mit denen, die solange gepennt haben und sich jetzt über Zuständigkeiten streiten. Und was ist jetzt mit den Schläferzellen, die sich im Bedarfsfall um die kritische Infrastruktur „kümmern“ werden? Die hat Putin mit Sicherheit auch schon installiert. Der Heimatschutz sollte mal darüber nachdenken die alten MK20 und Zwillings-MG auf Laffete flächendeckend im Land zu verteilen. Aber haben wir wahrscheinlich gar keine mehr. An der Börse hört man schon wieder, dass es mit der Auftragserteilung durch den Bund an Rheinmetall schon wieder hackelt.
Drohnen mit gehärteter Elektronik dürften selten und teuer sein. Ich möchte jetzt nicht den Hobbybastler von nebenan motivieren mit Experimenten zu beginnen – aber ein 2kW Magnetron für ca. 2GHz ist in jeder Haushaltsmikrowelle enthalten, und deren Strahlung lässt sich hervorragend und einfach abschirmen. Jeder Funkamateur kann dafür eine Sendeantenne mit 3 bis 9dB Gewinn (d.h. Richtwirkung) anfertigen. Damit toastet man jede Elektronik auf 2000m Distanz. So viel zur technologischen Komplexität.
Die Sicherheit und Allgemeinverträglichkeit einer solchen Abwehrwaffe mitten in bewohntem Land sicherzustellen ist schon schwieriger. Das geht nur über Ausbildung und entsprechende RoE (wann, wo und gegen was?). Ich hätte nicht gerne, daß unser Dorfsherriff mit einem solchen Gerät hier anfängt, Drohnenspanner zu bekämpfen – dazu gibt es zu viele junge Menschen, die gerne noch Kinder bekommen würden.
Thema EMP (aus Wikipedia):
‚Die Schutzkommission beim Bundesminister des Innern schrieb 2011:
„Der EMP kann alle elektronisch gestützten Maschinen vom Flugzeug bis zum Herzschrittmacher stören oder zerstören, er gefährdet die zentralen Systeme von Rundfunk, Rettungswesen, Krankenhäusern, Energieversorgung und Bahntransport – mit entsprechender Gefahr für das Warnwesen, die Patientenversorgung und Evakuierungen.“‘
Da wir hier über das Szenario Drohnen über Zivilem Gebiet in Friedenszeiten reden, kann man mit der Einstellung auch Mini Atombomben auf Drohnen feuern, Da wird dann auch EMP erzeugt … mit anderen Worten, dass ist schon weitaus mehr als mit Kanonen auf Spatzen schießen. Denn eine EMP Schockwelle ist kein zielgerichteter Laserstrahl, der breitet sich normalerweise allseitig aus.
Netzdrohnen als Gegenmaßnahme scheinen da wesentlich Vernünftiger zu sein. Man kann sie wiederverwenden und sie minimieren das Risiko von Kollateralschäden. Und im Gegensatz zu Jammern wirken sie auch, wenn die Drohnen autonom agieren. Und letzteres wird zunehmend günstiger umzusetzen und bald Standard werden.
Sind das eigentlich Tarnkappendrohen, oder warum hat bis jetzt keiner rausgefunden wohin die Drohnen entschwunden sind?
@Pio-Fritz
Bei Flughäfen und Bahnanlagen wäre die BPOL gefordert, da kann man sicher Drohnenabwehr recht einfach einführen – je Schicht müßten eben 1-2 geschulte Bediener anwesend sein (Drohnenstör-/abwehrgerät oder ggf. Abfangdrohne).
Bei den Länderpolizeien eben der Personalansatz je Revier, wobei das Thema im jeweiligen Polizeirecht verankert werden muß.
Und bei der Aufklärung und Abwehr von „großen“ UAS muß wohl die Bw ‚ran. Hier sollte die Amtshilfe institutionalisiert sein wobei die Bw hier eben auch (noch) schwach aufgestellt ist (und Eigenschutz vorgeht !), so daß bei „normalen“ Drohnen die zivile Seite (öffentlich und privat – Betreiber von KRITIS) gefordert ist.
Schluss mit der Verharmlosung. Es geben eben explizit nicht um „Amazon-Spielzeugdrohnen“, wie gleich der erste Kommentator meint. Es geht, am Beispiel von Deutschland, um Apparate von 1-2 Metern Spannweite, die über Industrieanalagen kreisen. Da dort auch nichts passiert und solche Fälle in der Vergangenheit bewusst heruntergespielt bzw. gar nicht erst erwähnt wurden, sucht Russland jetzt augenscheinlich gezielt die Öffentlichkeit über kritischere Infrastrukturen wie Flughäfen. Die psychologische Wirkung ist schließlich ein besonderes Faible der Russen …
@Pio-Fritz:
Neben der Bundespolizei natürlich auch alle Landespolizeien. Und natürlich wegen der Bundeswehrstandorte auch die Bundeswehr. Wahrscheinlich auch Wasserschutzpolizei, Zoll oder so.
Letzendlich geht kein Weg daran vorbei, eine Auflistung samt Priorisierung von kritischen Infrastrukturen vorzunehmen. Dann muss Liegenschaft für Liegenschaft geklärt, werden wie das Schutzkonzept aussehen soll und wer welche Zuständigkeiten hat. Das ist beim Hamburger Hafen (wo sich ja schon die großen europäsischen Häfen selber organisieren) anders als beim Frankfurter Flughafen und wiederum anders als beim einem Truppenübungsplatz mitten im Wald.
Wichtig ist aus meiner Sicht jedoch, dass man loslegt, ausprobiert und das Gute behält und weiterverbreitet. Wenn Deutschland als Gesellschaft resilient (der schöne neudeutsche Begriff) werden möchte, dass müssen auch seine Intitutionen diese gesamtgesellschaftliche Verantwortung neu verinnerlichen und wo nötig besser zusammenarbeiten. Einen gleichen Standard könnte man erreichen, wenn man wie bei vielen aktuellen militärischen Beschaffungen einen Rahmenvertrag auf Bundesebene mit Optionen finanziert und schließt, bei dem sich die diversen deutschen Sicherheitsinstitutionen dann anhängen können.
@Ökonom sagt: 28.09.2025 um 21:10 Uhr
> zum „so genannten Jammern, um die Drohnensteuerung zu unterbrechen …
Was für ein großartiger, freud’scher Tippfehler! Danke dafür, und ich lache immer noch.
@ TW: Leider kann ich Ihnen auch keine Details geben, weil alles eingestuft ist. Die Bw hat und wird ihre Fähigkeiten qualitativ und quantitativ weiter ausbauen. Das schließt auch Fähigkeiten im Bereich von Direct Energy Weapons ein. Die Bw ist da nicht blank, wie hier kolportiert wird. C-UAS wird allerdings nicht ausreichen. Die Bw benötigt auch offensive Fähigkeiten, um einen potentiellen Gegner auf Distanz zu halten. Fähigkeiten von der Gruppenebene bis zur Korpsebene. Das ist bereits alles auf dem Weg, mit dem Ziel einer kriegstüchtigen Bw. Die Bw bereitet sich nicht erst auf eine Aggression in 2029.vor. Ziel muss die Vorbereitung für den Fight tonight sein.
[Tut mir leid, die Nummer „nein, die Bw ist nicht blank, aber ist alles geheim“ zieht nicht – zu oft wird das als Vorwand benutzt. Ich bin also bis auf weiteres äußerst skeptisch. Und natürlich wird die Bundeswehr „ihre Fähigkeiten qualitativ und quantitativ weiter ausbauen“, alles andere wäre angesichts der massiven Summen an Steuergeld, die der Laden bekommt, sowohl eine Frechheit als auch ein Offenbarungseid. T.W.]
@lukan Wir reden hier nicht vom großflächigen EMP, wie er beim Einsatz einer Nuklearwaffen entsteht, sondern von einem gezielten Einsatz konventionell erzeugter gebündelter elektromagnetischer Wellen.
Wie @Usn richtig schrieb, steckt die benötigte Technik prinzipiell in jedem Mikrowellenherd.
Man muss hier endlich voran gehen!
1) Bestellung von Abwehrmitteln:
a) Skyranger30/35 beschleunigen
b) Abfangdrohnen (kinetisch, Netz) beschaffen
c) Störsender beschaffen
d) sonstige kinetischen Wirkmittel beschaffen
2) gesetzliche Regelung der Zuständigkeiten klären (BW vs Polizei)
a) Abwehr über militärischen Anlagen -> Bundeswehr
b) Abwehr über Städten
@Obibiber
SKYRANGER soll große technische Probleme haben – Software aber auch Stabilität, s. WELT Online unter:
„„Erfolgsquote mangelhaft“ – Pistorius im Irrgarten der Aufrüstung“
Bei allem was hier im Forum und auch seitens der Politik zur Drohnenabwehr gefordert wird, frage ich mich schon wer soll denn die ganzen Wirkmittel durchhaltefähig einsetzen? Hier ist es egal ob Bundeswehr, Bundes- oder Landespolizei. Alleine dei Bundeswehr hat laut Internet 275 Liegenschaften. Selbst wenn nur diese mit jeweils einem Drohnenabwehrtrupp 24/7 im Friedensbetrieb im Drei-Schicht-System geschützt werden sollen, benötigt man ohne Urlaub/ Krankheit fast schon 2.500 Personen. Wenn man das dann noch auf alle anderen Standorte mit kritischer Infrastruktur (zusätzlich Großveranstaltungen/ Fußballspiele etc.) hochrechnet, muss man sich wohl eingestehen, dass ein halbwegs vernünftiger Schutz vor Drohnen in der Fläche nicht leistbar ist.
Also kann man vermutlich nur mit hochmobilen Anti-Drohnen-Einheiten arbeiten, die bundesweit verteilt sind und schnell verlegbar sind (Helikopter?). Aber auch da wäre man m.E. schnell bei einem Personalansatz von 1.000 +
Kurzum. Selbst mit ausreichenden finanziellen Mitteln scheitert eine entsprechende Drohnenabwehr zumindest mittelfristig am Personal.
@SanHg93
Dann macht das eben die – zu qualifizierende – zivile Wache unter Aufsicht des OvWa. Der hat ja i.d.R. auch einen KvD.
Selenskij verbreitet jetzt die Geschichte, dass die Russen Schiffe ihrer Schattenflotte einsetzen um Drohnen gegen europäische Staaten zu starten.
Ich frage micht, woher er das wissen will. Wird hier gerade ein neuer Narrativ gestrickt um das Anhalten und die Durchsuchung von verdächtigen Schiffen zu rechtfertigen?
[Wir bleiben mal bei den Fakten – die Aussage von Selenskyj im Wortlaut:
„If tankers used by Russia are indeed being used to launch drones that are troubling Europe, then it is clearly time to close the Baltic Sea and other seas to these tankers.“
https://www.president.gov.ua/en/news/planuyemo-kontrakti-ta-virobnictvo-tak-shob-nashi-arsenali-b-100449
Konjunktiv und so. T.W.]
T.W schreibt : [Ich mag ja diese Hinweise „fragen Sie mal die Kollegen“. Da Sie ja Kenner sind, könnten Sie vielleicht sinnvoll was inhaltlich beitragen und erzählen, womit „nicht nur gejammt“ wurde. Smartshooter, in homöopathischer Dosis? T.W.]
Ich weiss aus sicherer Quelle dass das Objektschutzregiment der Luftwaffe bereits mit Schrotflinten schießt zur Drohnenabwehr (2024). Kleine kugeln machen auch nur kleinen Schaden wenn sie runterkommen.
Aber auch gibt es bei der Marine ein System an zwei Standorten das tatsächlich im Einsatz ist worüber man tatsächlich nicht sprechen darf.
Spannend zu lesen wie technisch, als auch personell, gegen Drohnen vorgegangen muss, sowohl auf Landes-, als auch Bundesebene.
Wurde denn mittlerweile die Herkunft verifiziert?
Ich bezweifel mittlerweile stark das man nicht in der Lage ist eine Drohne zu tracken. Große Drohnen über einem Flughafen und man schafft es nicht diese Drohne mit einem Helikopter zu verfolgen? Eine eigene Drohne zum tracking verwenden? Für mich hat das einen sehr komischen Beigeschmack.
Solange dies nicht geklärt ist benötigt es gar nicht viel Phantasie um die Herkunft den Russen, den Ukrainern, den Dänen, der NATO allgemein oder der Rüstungsindustrie zuzuordnen.
Man muss dem Kind nur einen Namen geben. Gibt es denn Erkenntnisse zur Herkunft? Ich befürchte nicht.
SanHg93 sagt:
29.09.2025 um 17:59 Uhr
+1
Ergänzend noch zum Thema und zur Debatte:
Diese illegalen Drohnenflüge oder sogar etwaige Sprengstoffanschläge mit Drohnen als Tatmittel sind Straftaten. Die Größe der Drohne macht keinen Unterschied. Straftaten werden teilweise verhindert, in der Regel aber erst nach Taterfolg bekannt und dann ggf. geahndet. So wie es keine flächendeckende Sicherheit vor Autos als Tatmittel gibt, so gibt es keine vor Drohnen, die irgendwo hinfliegen, wo sie nicht hin sollen. Der Anti-Drohnen-Trupp, egal mit welchen Wirkmitteln ausgestattet, ist wie die Straßensperre nur ein lokales Hindernis. Für VIP-Veranstaltungen kann man so etwas machen, darüber hinaus oder gar flächendeckend aber nicht.
Luftangriffe mit Drohnen, also zurechenbare kriegerische Handlungen, sind Luftangriffe und Krieg. Die Bundeswehr sollte mE danach streben, einen Krieg durch abschreckende Fähigkeiten zu verhindern oder danach, einen solchen schnell beenden, also die Fähigkeiten des Gegners zum Krieg zerstören zu können. Es ist mE dafür enorm einschränkend, wenn die Bundeswehr selbst den Anspruch hat oder ihr der Anspruch aufgezwungen wird, Bevölkerung und Infrastruktur vor den Zerstörungen des Krieges zu bewahren. Damit meine ich nicht, dass sie gar nicht (Angriffe auf systemrelevante Einrichtungen) abwehren oder (eigene Truppen) schützen soll, sondern wo der Schwerpunkt mE liegen sollte.
Es droht sonst eine doppelte Gefahr: Resilienz bedeutet Kontinuität einer Leistung zu wahren, auf einem bestimmten niedrigen Level, trotz drastischer Verschlechterung der gewohnten Umstände. Ein Staat, der den Anspruch hat, die gewohnten Umstände bestmöglich zu wahren, schwächt die Ausprägung von Resilienz. Sind seine Leistungen nicht resilient, wird er noch mehr Ressourcen für deren Schutz aufwenden müssen. Es droht eine “Defensiv-Spirale”.
Die Ukraine gibt s hob längst Wechselmagazine aus Mut spezial Schrotpatronen die aus einem herkömmlichen Sturgewehr verschossen werden .Jede Polizeistreife bekommt ein g3 mit entsprechender Murmel an bord- ohne 4tägige Einweisung vom Multi sicherheitsbeauftragten und der jeweilige Innenminister holt einmal tief Luft-und fertig ist der Lack.
Neu denken!
Fangen wir mal mit dem an, was vorhanden ist:
Nach den Luftterror-Fällen im 11.9.2001 in den USA kam es auch in Deutschland zu kleineren vergleichbaren Zwischenfallen über Deutschland (Fachbegriff. „Renegade“), die eine hohe politische Betroffenheit auch bei Spitzenpolitikern in der Bundes- und Landespolitik auslöste. Dies führte im Jahr 2003 zu einer Sofort-Aktion in Form der AG Renegade mit Beteiligten aus der Luftwaffe, der Bundes- und der Landespolizeien und der bundeseigenen Deutschen Flugsicherung. (DFS) Im Ergebnis entstand innerhalb weniger Wochen das Nationales Lage- und Führungszentrum für Sicherheit im Luftraum, in dem die einzelnen Fähigkeiten der Beteiligten „zusammengeschraubt“ wurden (DFS; ziviles Luftverkehrsmanagement, Luftwaffe: militärische Luftraumüberwachung und Alarmrotten der Luftwaffe als Wirkmittel, (Bundes-)polizei: polizeiliches Lagebild und Fallkoordination über das Kommunikationsverbundnetz der Polizeien bzw. der Polizeielemente für den „Bodenanteil“ von Renegade-Lagen). Auf dieser Struktur lässt sich aufbauen.
Das Aufkommen von Drohnen und deren Missbrauchsmöglichkeiten wurden zunächst als „Safety“ Bedrohung des Luftverkehrs wahrgenommen und die – ursprünglich für den nicht-kontrollierten Luftverkehr vorgesehenen – Regelung (Stichwort: Ballonaufstiege, Modellflugzeug-Betrieb) für Drohnen weiterentwickelt. Im Ergebnis wurden für Drohnen u.a. die Pflicht zur Abstrahlung einer sog. Remote ID eingeführt, die von jedermann mit Hilfe von Mobiltelefon-Apps empfangen werden kann. Außerdem entstand in Form der Troniq GmbH – einem Gemeinschaftsunternehmen der DFS und der Deutschen Telekom für den Drohnenbereich. Sie betreibt eine Infrastruktur, die – wenn auch mit anderen Mitteln als denen der „bemannten Luftfahrt“ – ein Luftlage-Bild der mit Remote ID ausgestatteten „Good Guy“ Drohnen unterhält. Sie wird von deren Besitzern über Apps genutzt . Die – Safety-orientierte – Philosophie dieses Systems ist die des „Sehen und gesehen werden“ aus dem, unkontrollierten Luftverkehr. (Die Diskussion der Details würde die Grenzen dieses Beitrags sprengen).
Zu möglichen nächsten Schritten und Bedrohungsszenarien
Was die „klassischen“ Radar-Anlagen der zivilen und auch militärischen Luftraum-Überwachung nicht zuverlässig können, ist die Erkennung von Drohnen im Sinne von „nicht kooperierenden Zielen“.. Dazu sind sie zu klein. Moderne Spezialradare wie sie inzwischen teilweise in Kriegsschiffen und Flugabwehr-Systemen verbaut sind, können das leisten. Für einen flächendeckenden Einsatz dürften sie allerdings zu teuer sein. Immerhin sollte es möglich sein, die von ihnen gewonnenen Informationen auch in weiterentwickelten Versionen von Systemen wie dem von Troniq „einzuweben“.
Eine nette Idee ist sicher die des Einsatzes von Einrichtungen, die die externen Drohnen-Steuerungen stören sollen („Eloka“ usw.). Sie greifen allerdings meist nicht bei fortgeschrittenen Systemen, die autonom fliegen.
Weitere bekannte Entwicklungen bilden „Covert“-Einsätze von Drohnen-Schwärmen und der gezielte Einsatz gegen einzelne Personen, beides Szenarien, die aus anderen Konflikten bereits bekannt sind. Nicht vergessen werden darf auch das „Container“-Szenario, bei dem größere Drohnen-Bestände – in Standard-Containern versteckt – bis in die unmittelbare Nähe von Hochwert-Zielen verbracht und dann – ohne Vorwarnzeiten – eingesetzt werden.
Gerade in Bezug auf die viel zitierten KRITIS Anlagen wird auch ein „Mengen-Dilemma“ deutlich: Allein die – sehr konservative – Zahl des BBK nennt über 2.100 Anlagen. Damit wird der Ansatz einer Heimatschutz-Division heillos überfordert sein, die – bei Licht betrachtet – auch nur für die kleine „Teilmenge“ der verteidigungswichtigen Anlagen im Sinne des OPPlanBw vorgesehen ist. Entsprechend bedürfte es neuer Ansätze bedürfen, die mit realistisch darstellbaren Mitteln umsetzbar sind. Dazu zählen die der vor Ort verfügbarer Milizen im Stil der estnischen Kaitseliit, die KRITIS-Selbstverteidigung in Anlehnung an die Betriebskampfgruppen der ehemaligen DDR. oder auch örtliche Kräftedispositiven der Polizeireserven, die es sie in Ansätzen in einigen Bundesländern gibt.
Rechtlicher Ausgangspunkt könnte eine konsequente Weiterentwicklung der Ideen sein, die derzeit im KRITIS-Dachgesetz verfolgt werden und eigentlich in der Rahmenrichtlinie Gesamtverteidigung auch skizziert werden.
Die Erfahrung zeigt allerdings, dass eigentlich machbare Ansätze momentan an der aktuellen Rechtslage scheitern werden und ein Willen zu Änderungen im allfälligen Kompetenzgerangel zwischen den verschiedenen Bundes- und Länderministerien untergehen dürften.
Ich fürchte, wir werden unsere Lektion erst unter dem Druck zunehmender, durch die Bevölkerung wahrgenommener Zwischenfälle lernen. Hoffnungsvoll stimmt mich hier das Beispiel der Auflösung der Schuldenbremse, das gezeigt hat, wie schnell sich eherne verfassungsmäßige Grundsätze unter dem Druck der Ereignisse ändern lassen.
Übrigens: Bei der Renegade Kommission war ich selbst dabei: Die Grundpfeiler wurden damals von einem A14-Truppenoffizier der Luftwaffe und einem Hauptkommissar aus dem BMI-Lagezentrum in wenigen Wochen „mit der Hand am Arm“ aus dem Boden gestampft.
@GWDL9
Dann spricht man soweit ich weiß eher von Mikrowellenwaffen die gegen Drohnenschwärme konzipiert sind. Aber die sind eben gerade nicht für Zivile Einsatzgebiete, weil es immer noch eine großflächige Waffe ist(und eben eine elektromagnetische Welle). Es wäre mir jedenfalls neu, dass die als so zuverlässig und Präzise klassifiziert sind, dass irgendjemand sie für den zivilen Raum empfohlen hat (außer als Aufstandsbekämpfungswaffe in einer anderen Variante).
Wenn es um Gefahr von kleineren Drohnen im Frieden geht schaut man an besten auf die „Big dogs“, sprich wie wird eigentlich genau bei internationalen Gipfeln, Treffen oder Meetings von Top-Politikern gesichert,
Früher hatte man da im Wesentlichen einfach ein Gebiet gesperrt außerhalb dessen auch geübte Scharfschützen nicht zum Zug kamen.
Beim G8 Gipfel 2007 in Heiligendanm bspw. waren das 2 bis 3 km Entfernung im Flachland plus 12 km Zaun. Keine Sichtlinie mehr von Boden oder Türmen. Zusätzlich Flugverbotszone und maritimes Sperrgebiet.
Das geht heute so nicht mehr. Jede Drohne kommt da rein. D.h. Störsender sind ein must-have. Da modifizierte Drohnen auch über Mobilfunk zu steuern sind müsste man zumindest lokal eine neue Verschlüsselung etablieren was die Anwohner zusätzlich wenig begeistern dürfte.
Schwierig sind auch diese neuen Drohnen mit Glasfasersteuerung.
Oder rein GPS-gesteuerte Drohnen die gespeicherte waypoints abfliegen.
Lokale GPS-Jammer ?
Vor Ort sein wird ein Sicherheits-Antidrohnenring mit der „neuesten“ Technik wie Spezial-Flinten. Oder Antidrohnen-Drohnen. EMP-Puls-Waffen eher nicht, auch da stark gerichtete Pulse mit hoher Reichweite nötig wären die es nicht gibt. Mobile Laserwaffen haben die gleichen Probleme.
In jedem Fall dürfte auffällig sein das, im Gegensatz zu früher, im Sperrgebiet weniger Streife gelaufen wird. Dafür mehr Beobachtungstürme und auf Gefahren lauernde stationäre Trupps.
Einfach beim nächsten Mal bei den TV-Bildern drauf achten…
Ein zusätzliches Problem sind die geringen Kosten selbst für ausgefuchste Technik.
Die können sich auch unorganisierte Aktivisten, Privatpersonen oder Demo-Gruppierungen leisten. Wenn die Experten haben. Auch wenn es da „nur“ um den Abwurf von Flugblättern oder Farbbeuteln gehen dürfte…
In Zukunft dürfte das hinauslaufen auf das Absperren kompletter Täler, bspw. in der Schweiz oder den Veranstaltungsort auf eine Insel legen…
Oder noch besser gleich im Gebäude bleiben, An- und Abreise über die Tiefgarage,
Das alles ist für die dauerhafte Überwachung „normaler“ ziviler Objekte derzeit schlicht nicht möglich.
Weitere Drohnen-Zwischenfälle bei „Augen geradeaus“ werden auch in Zukunft hier diskutiert werden…
@T.W.
Danke für die Korrektur. Ich denke, das die Absicht von Selenskyj deutlich wird.
Waypoints / Wegpunkte kann man auch topographisch festlegen, was zwar aufwändiger und wohl auch nicht ganz so präzise aber dann störungssicher ist.
Eine automatisierte Verfolgung von einzelnen Personen in einer Menschenmenge ist zwar schwierig und kann ausgetrickst werden, ist aber grundsätzlich möglich.
In den Kartellkriegen wurden bereits Attentate mit Billigdrohnen verübt, man erinnere sich auch an die Bilder aus dem IRAK und aus SYRIEN wo der IS Sprengkörper abgeworfen hat. In der UKR werden auch – wenn auch nicht gegen Personen – „Flammenwerfer-Drohnen“ eingesetzt.
@TomCat, ich vermute mangels Fähigkeit der Drohne unauffällig folgen zu können. Eigene Drohnen dürften nicht zeitnah genug verfügbar sein, zumal unklar ist was die an Flugzeit und Reichweite brauchen um bis zum Ziel folgen zu können und ein Hubschrauber dürfte zu auffällig sein. Dann versenkt man halt schnell die Drohne ein paar Meilen weiter im Meer.
Ökonom sagt:
28.09.2025 um 21:10 Uhr
„[…] Das ist aus juristischen Gründen wichtig. In diesem Kontext ist die Frage, wer jeweils die „Herrschaft“ über das Fluggerät ausübt, wenn es zu einem Schaden kommt.
a) Wird durch Jammen „das Fluggerät zur Landung gebracht“, dann ist wohl eindeutig, dass der Abwehrende, der jammt, die Herrschaft ausübt (= vom ursprünglichen „Herren“ die Herrschaft übernimmt) und für allfällige Schäden bei der Landung verantwortlich ist.
b) Beim Fall „die Drohnensteuerung unterbrechen“ wird die Drohne steuerlos gemacht – das ist dann wie Abschießen, es kann irgendwo unkontrolliert zu einem Absturz und Schaden kommen. Der Jammernde hat keine Herrschaft über das Fluggerät – zur Haftung herangezogen kann er wohl dessen ungeachtet.[…]“
Vielen Dank für diesen Kommentar – und das meine ich nicht ironisch. Hier wird deutlich wie schwer es uns fällt und fallen wird auf Bedrohungen, Änderungen der Lage etc. dynamisch zu reagieren. Denn die von Ihnen skizzierten Überlegungen werden auch in den Ministerien stattfinden. In der Folge gibt es dann Arbeitsgruppen, Sachverständige, einen Leitungskreis, den Stab des Ministers – sorry, der Minister, die sich wieder abstimmen müssen und dann die Verordnung die sofort angefochten wird usw. usf.
Stelle fest: wir sind so flexibel wie eine Eisenbahnschwelle. Das dürfte ein ganz großer Teil unserer Achillesferse sein.
@Schlammstapfer sagt:
29.09.2025 um 19:13 Uhr
und
Schlammmstapfer sagt:
30.09.2025 um 7:27 Uhr
@T.W.
„Danke für die Korrektur. Ich denke, das die Absicht von Selenskyj deutlich wird.“
Irgendwie warte ich bei Ihnen immer darauf, dass Sie uns erklären die russischen Truppen würden ihre Befehle aus Kiev bekommen. Ernsthaft – was genau hat Ihnen der ukrainische Präsident eigentlich getan?
„Ich weiss aus sicherer Quelle dass das Objektschutzregiment der Luftwaffe bereits mit Schrotflinten schießt zur Drohnenabwehr (2024). Kleine kugeln machen auch nur kleinen Schaden wenn sie runterkommen.“
MERKE! Wenn die Drohne in Reichweite deiner Schrotflinte ist, bist du schon so gut wie tot. Selbst mit optimierter Munition ist die effektive Reichweite weniger als 50 Meter. Jeder der schon mal Wurfscheibe geschossen hat, weiß wie schwer so ein Teil zu treffen ist. Der Drohnenpilot am Joystick ist in jedem Fall schneller, als du mit der Flinte.
Politico berichtet in seinem Berlin Playbook vom 29. September („Merz-Ohrfeige für von der Leyen“), dass der Standort Schortens für diesen kurzfristigen Einsatz verantwortlich zeichnet. 40 bis 50 Angehörige des Objektschutzregiments sollen nach Kopenhagen verlegen.
Ich verstehe, dass man die Dinger, solange sie hoffentlich unbewaffnet sind, nicht über bewohntem Gebiet abschiesst.
Die 30 mm Geschosse müssen ja irgendwo final einschlagen.
Aber:
Kann man die nicht mit dem Radar/AWACS verfolgen und beim überfliegen von unbewohnten Gebieten oder spätestens an der Küste über Wasser runterholen?
Ich war 2010 an der Panzertruppenschule (so ne Art Truppengattungsschnupperwoche). Da wurde uns die MIKADO Drohne vorgstellt. Der ganze heiße Sch..damals. Wenn ich mir die Zeitlinie vorstelle und wo wir heute im Bereich Drohnen stehe, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass wir im Bereich Drohnenabwehr arg viel schneller zum Ziel kommen und typisch deutsch alles selbst von der Pike entwickeln unter Einbindung aller zehntausend Ämter. Hoffen wir das Beste.
@TomCat
„MERKE! Wenn die Drohne in Reichweite deiner Schrotflinte ist, bist du schon so gut wie tot. Selbst mit optimierter Munition ist die effektive Reichweite weniger als 50 Meter. “
Wenn es eine Kamikazedrohne im Zielanflug war, ja, aber wenn es nur eine FPV Drohne ist, die Spionage betreibt, dann ist es vielleicht ganz gut, dass mit Schrot auch dem einfachen Soldaten wenigstens ein begrenztes Wirkmittel in die Hand gegeben werden kann.
@Lukan,
in der Tat sehr begrenzt. Mit einer einfachen FPV von DJ für keine 1000 Euro steh ich bei 100 Meter und kann deine Zigarettenmarke erkennen. Man muss doch einfach mal die Ukrainer fragen, was man braucht um die Dinger abzuwehren. Technik ist das eine, unser Bürokratendschungel das andere. Darin wird sich Schluß endlich auch unsere Drohnenabwehr verhedern und eingehen.
Woher kommt eigentlich der Begriff „Drohnenwall“? Meines Erachtens ist das eine unsinnige und wenig zielführende Wortschöpfung. Schaut man sich Historie vergangener deutscher Wälle an (Antlantikwall, Westwall …), wird es nicht besser.
„Wall“ soll wohl irgendwie das gemütliche Gefühl suggerieren, dass irgendwo eine schöne scharfe Grenze gezogen wird und dahinter leben alle in Glückseligkeit bis ans Ende ihrer Tage … Die Realität hat doch selbst an einer heißen Front im Osten, voll mit Gerät und wachen Augen, diese Vorstellung überholt. Siehe beispielsweise die ukrainische Operation „Spinnennetz“, als die Drohnen auf dem Landweg, teils durch mehr als halb Russland, gefahren wurden, bevor sie aufstiegen … D.h. statt irgendwo den Fehler einer neuen Maginot-Linie zu machen, sollte es eher um die Härtung kritischer Infrastruktur und den gezielten Schutz militärischer Liegenschaften gehen. Hinzu kommt die Fähigkeit zur Abwehr von Spionage und Sabotage durch die Polizei und andere zivile Akteure (z.B. Ausheben von Wegwerfagenten und ihren Anwerbern). Die Frage nach strategischen Antworten ist ebenfalls noch nicht final geklärt – wie lange lässt man sich politisch einen hybriden Krieg gefallen? Müssen erst in nennenswerter Zahl Menschen sterben, bevor Russland von schmerzhaften Gegenmaßnahmen getroffen wird?
Wie steht es denn um begleitende SIGINT-Fähigkeiten, um den Standort des Drohnenpiloten einzupeilen? Oder fliegen die mit Satellitenkommunikation? Nachdem in Dänemark vor der Küste die Russische Aleksandr Shabalin gesichtet wurde, wäre interessant, ob die Drohnen dieser zugeordnet werden können.
Dass Spionage durch staatliche Akteure immer auch Idioten und Trittbrettfahrer auf den Plan ruft, ist klar. Doch dürften diese nicht über die Klasse Drohnen verfügen, die hier aufgetaucht ist. Das Problem ist nicht Alexej Müller, der aufgrund seiner Herkunft als Russlanddeutscher noch sowjetisch erzogen wurde und seine Drohne vom Discounter für 4-12 Minuten über dem Dorf fliegen lässt, in dem er sein Häuschen hat. Die Drohnen, die ernsthafte Probleme machen, sind solche, die hunderte Kilometer weit fliegen und Stunden in der Luft bleiben können.
@TomCat
“ Man muss doch einfach mal die Ukrainer fragen, was man braucht um die Dinger abzuwehren.“
Ja, dass kann man machen. Und soweit ich weiß verwenden beide Seiten da unten Schrotflinten.
Im US Militär etwa scheint man das auch wahrzunehmen:
https://www.usni.org/magazines/proceedings/2025/april/train-scale-defeat-drones-shotguns
@ Metalkopf
Nur ist Alexej Müller, begeisterter Modelflieger und als solcher ist es für ihn ein Wochenendprojekt so eine Drohne zu bauen. Steuerung via Smartphone im Model damit beliebige Reichweite. Am besten Fairphone oder so da bekommt man die Kameramodule gut ersetzen und kann die per Verlängerungskabel in eine Gimbal & Nase einbauen/verschieben. Servos etc kann man via USB ansteuern. Fluglagestabilisierung gibt es auch da wird dann das PWM-Steuer Signal eingemischt. Ja kostet etwas mehr als die Discounter Drohne aber sollte für 1-2k€ baubar sein.
@Apollo 11 „…EMP-Puls-Waffen eher nicht, auch da stark gerichtete Pulse mit hoher Reichweite nötig wären die es nicht gibt. Mobile Laserwaffen haben die gleichen Probleme.“ (gogle tr.) Media: „Drohnen sind neben TKMS“. Hm… Sie interessieren sich für das U-Boot „Drakon“ (!?) EMP-Puls-Waffen „Scorpions“ und Laserwaffen „Iron Beam“ 450. TKMS-Sicherheit ist ein allgemeines Anliegen, es gibt keine Zeit zu verlieren! IMO…
Nachtrag zum Kopfartikel: „Dänemark verbot inzwischen für die ganze kommende Woche die Nutzung privater Drohnen im Königreich,“
Die älteren unter den Privatpiloten erinnern sich noch verschwommen an die seltsamen Zeiten des kalten Krieges. Da waren Luftaufnahmen generell verboten. D. h. mal eben spontan die Spiegelreflex in die Cessna mitnehmen ging zwar. Fotos von was auch immer aber nur mit vorheriger Genehmigung. Das Verfahren war kompliziert…
Das sich damals der übliche Agent nicht daran gehalten hat, schon klar…
Mit ferngesteuerten Modellflugzeugen war das damals extrem schwierig, defacto unpraktikabel.
Feststellung und Verfolgung eines Sportflugzeugs bspw. bei oder über militärischen Sperrgebieten war aber vergleichsweise einfach.
Das ist bei den heutigen Dronen nicht mehr so.
Egal was wir heute „verbieten“ ändert an der Situation nicht wirklich etwas. Zumal das nicht alle Dronennutzer mitbekommen haben oder wollen.
Selbst bei den vielen Drohnensichtungen über Dänemark / Schleswig-Holstein o.ä. gelang es ja nicht einmal eine Drohne sicherzustellen !
Einzige realistische Möglichkeit derzeit ist schlicht ein Glückstreffer. Und selbst der erscheint bei der sehr geringen Verbreitung in der Fläche von Antidrohnenwaffen noch unwahrscheinlicher…
Noch eine Anmerkung zu den oft gezeigten Bildern dieses schultergestützten „Drone-Busters“ der Bundeswehr. Diese Geräte stören gerichtet bestimmte Frequenzbänder der Drohnensteuerung, welche genau ist geheim. Vermutlich aber die beiden Frequenzbänder der Drohnen die im Laden stehen. Fliegt die Drohne aber stur programmierte waypoints per GPS ab dann nutzt das, wait for it…, …, richtig, gar nichts.
Als ausländischer Wegwerfagent wäre das meine Vorgehensweise.
Modifizierte Drohnen, bspw. mit Mobilfunkübertragung oder anderem Frequenzband, erwischt man damit auch nicht. Hobbypiloten, Schuljungenstreiche oder TicToc-Challenges auch nur wenn man nah genug dran ist. Wie nah ? …wait for it… , genau, das ist natürlich geheim.
Immerhin sieht das Gerät aber nach echter Fähigkeit aus ;-)
Und noch ein letzter Punkt der zu wenig genannt wird.
Die Satellitenaufklärungsfähigkeiten der Russen sind weltspitze.
Bei gutem Wetter wie bei den USA Bilder von bis zu 5 – 10 cm Auflösung.
Klar geht das mit Dronen bei direktem Überflug noch besser.
Aber was bringt das für einen Mehrwert wenn man nicht gerade zeitnah ein Sabotage-Kommado-Unternehmen starten will… ?
Der Topspionagesatellit kommt im Zweifel einmal am Tag völlig unfallfrei vorbei.
Man könnte eher der Meinung sein diese ganzen Aktionen dienen eher der Einschüchterung, Angstverbreitung, Destabilisierung oder schicht dem Lächerlichmachen von Militär & Behörden…
Das soll aber keine Schelte sein. Realistische, kurzfristige Lösungen fallen ja auch Experten nicht ein…