Personalstärke Juni 2025: Weniger als im Mai (aber im Juli werden es mehr)
Eine Woche nach den Zahlen für Mai 2025 hat das Verteidigungsministerium die Zahl der aktiven Soldaten und Soldatinnen im Juni 2025 veröffentlicht. Im Vergleich zum Mai ging diese Zahl um rund 600 zurück – sie soll aber, hatte das Ministerium zwei Tage später bekanntgegeben, im Juli erneut um rund 1.500 auf dann 183.100 gestiegen sein (nein, die kompletten Juli-Zahlen gibt es noch nicht).
Die Statistik für Juni 2025, am 7. August wie üblich unter dem immer gleichen Link veröffentlicht (seit der Statistik für den Monat März 2023 wurde das Format der Darstellung verändert; der Übersichtlichkeit und Vergleichbarkeit halber bleibt es hier bei der Art der Darstellung vor den März-2023-Zahlen):
Insgesamt leisten 181.556 Soldatinnen und Soldaten ihren Dienst bei der Bundeswehr
Bundesministerium der Verteidigung 1.097
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 3.036
Heer 61.670
Luftwaffe 28.101
Marine 15.332
Cyber- und Informationsraum 13.795
Unterstützungsbereich 48.099
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 1.008
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung 1.911
Bereich Personal 7.507
davon bis zu 5.400 Studierende an Bundeswehr-Universitäten
Berufssoldaten 57.716
Soldaten auf Zeit 112.661
Freiwillig Wehrdienstleistende 11.007
Freiwillig Wehrdienstleistende im Heimatschutz 172
Die Zahl der Frauen in den Streitkräften:
24.781 Soldatinnen sind aktuell bei der Bundeswehr; mehr als 13 Prozent (beträgt der) Anteil der Soldatinnen bei der Bundeswehr
Heer 4.808
Luftwaffe 2.899
Marine 1.742
Cyber- und Informationsraum 1.435
Unterstützungsbereich 11.694
Ministerium und andere Bereiche 2.203
Laufbahngruppe/Laufbahnen (auch Anwärterinnen)
Offizierinnen 7.047
Unteroffizierinnen mit Portepee 8.810
Unteroffizierinnen ohne Portepee 3.437
Mannschaften 5.487
Status
Berufssoldatin 5.526
Zeitsoldatin 17.344
Freiwillig Wehrdienstleistende 1.898
Freiwillig Wehrdienstleistende Heimatschutz 13
Die (wie immer von einem Leser zusammengestellte und aktualisierte, vielen Dank!) Übersicht dazu:
Juni_2025_BWPers
Die gesonderte Statistik zu den Zivilbeschäftigten – analog zu den Soldat*innen nach Teilstreitkräften und Organisationsbereichen aufgeschlüsselt; zusätzlich werden Militärseelsorge und Rechtspflege ausgewiesen.
Beschäftigt sind 80.743 zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Bundesministerium der Verteidigung 1.886
unmittelbar nachgeordnete Dienststellen 1.683
Heer 2.441
Luftwaffe 4.727
Marine 1.836
Cyber- und Informationsraum 1.816
Unterstützungsbereich 11.074
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen 32.757
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung 11.521
Bereich Personal 10.431
Militärseelsorge 479
Rechtspflege 92
Der Anteil von Frauen am zivilen Personal wird nur nach Statusgruppen ausgewiesen:
Von den insgesamt 80.743 zivilen Beschäftigten sind 31.698 Frauen (rund 39 Prozent), die in allen Bereichen der Bundeswehr tätig sind.
Beamtinnen insgesamt 10.659
im höheren Dienst 2.211
im gehobenen Dienst 4.451
im mittleren Dienst 3.977
im einfachen Dienst 20
Arbeitnehmerinnen 19.125
im Vorbereitungsdienst, in einem Ausbildungs- oder Praktikantenverhältnis 1.824
(Stand 30. Juni 2025)
Die frühere ausführliche Statistik der Personalstärke in den Auslandseinsätzen und einsatzgleichen Verpflichtungen wurde durch die Gesamtzahl nur in den Auslandseinsätzen ersetzt. Der Stand vom 28. Juli 2025:
Insgesamt sind 886 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.
Darüber hinaus gibt es noch die Anerkannten Missionen.
(Die diversen Anerkannten Missionen wie z.B. die NATO-Battlegroup oder auch die neue Panzerbrigade 45 Litauen sind eben damit nicht erfasst.)
Den Service von Augen geradeaus!, die Vergleichszahlen, gibt es auf einer gesonderten Übersichtsseite.
(Archivbild: Fallschirmjäger des Fallschirmjägerregiments 26 bei der Übung Talisman Sabre im australischen Buschland bei Townsville am 12.07.2025 – Marco Dorow/Bundeswehr)
@snappy, bezüglich der Dienstunfähigkeit bei Berufssoldaten. Im ersten Schritt könnte es doch auch reichen das eine Dienstunfähigkeit als Soldat nicht in den Ruhestand führt sondern einen zum „normalen“ Bundesbeamten wandelt dem dann eine Stelle irgendwo im Bundesgebiet zugewiesen wird. Alternativ kann man auch den Dienstherrn wechseln und Landesbeamter werden.
Nach entsprechender Gesetzänderung dürfte auf dem Weg auch der eine oder andere Elefantenfriedhof aufgelöst werden können.
@Robert Sieger: Erfreulich, daß Sie hier mitdiskutieren. Wir müssen uns hier meistens mit den offiziellen Zahlen der BW begnügen, die viele Lücken aufweisen. Vielleicht könnten Sie ja mal darauf hinwirken, daß die BW aussagekräftigere Zahlen veröffentlicht? Es fehlt in den offiziellen Zahlen über die BW Stärke immer alles über Reservisten zum Beispiel. Die Zahl der beorderten Reservisten können wir uns nur aus dem Bericht der Wehrbeauftragten einmal im Jahr besorgen. Es fehlen Zahlen, wie viele Soldaten pro Jahr tatsächlich an Wehrübungen teilnehmen, mit welcher Dauer oder wie viele Soldaten bis zu 10 Monate als Reservisten dienen?
In AG war auch Thema, daß bei der Zusammenlegung von Einsatzführungskommando & Territorialen Führungskommando zum Operativen Führungskommando, Reservisten ihre Stellen verloren haben, die vorher Einzelreservistendienste von 10 Monaten im Jahr abgeleistet haben in den Kommandos. War dies Absicht oder ein Planungsfehler, wenn Sie was dazu sagen dürfen?
Ich habe den Eindruck, daß die Ergebnisse der Task Force Personal ziemlich unbekannt sind in der Öffentlichkeit? Müsste die BW solche Ergebnisse nicht besser kommunizieren, um die Personalstärke der BW erhöhen zu können?
Ich nehme an, daß die Kündigungsfrist von einem Monat, beim Freiwilligen Wehrdienst & von Zeitsoldaten auf die Task Force zurück geht?
Allerdings war im Bericht der Wehrbeauftragen zu lesen, daß Soldaten die Kündigungsfrist umgehen würden, indem sie sich einfach krank schreiben lassen, wie dies in der Privatwirtschaft üblich – aber nicht immer legal ist. Gibt es Maßnahmen gegen zu leichte Krankschreibung oder wird es diese geben, daß z.B. die BW zivile AU überprüft oder eine Krankschreibung durch Truppenärzte oder Amtsärzte verlangt?
@Flo
Und diese dann „ehemaligen“ Kameraden machen dann was genau auf einmal in einer Bundes/- und oder Landesbehörde? So komplett ohne Ausbildung/Studium in Einsatzgebieten, mit denen sie nie vorher in Berührung gekommen sind?
Ich verstehe ja das Bedürfnis einiger Mitkommentatoren hier Elefantenfriedhöfe abzubauen und das die Motivation einiger Kameraden in ihren Augen verbesserungswürdig ist. Bei vielen Ideen hier schwingt in meinen Augen aber mit, dass entweder jeder jederzeit top motiviert ist und gefälligst nicht länger krank zu sein hat, ansonsten raus aus der Bundeswehr. Sehr überspitzt formuliert.
Selbst wenn dies angestrebt werden sollte, bedarf es hierzu einer großen Anzahl an Gesetzesänderungen.
@Bernd Klonet
Ich gebe Ihnen weitesgehend recht zur Dritteleinteilung – gebe aber zu bedenken, daß es schwierig ist, einen mit Ende 20 zum SU (BS) gemachten Soldaten, der (eigentlich) keine Möglichkeit zum Aufstieg oder Stellenveränderung hat, bis zum Ende seiner Dienstzeit motiviert zu halten.
@snappy
das jeweils 4 Jahre weiterverpflichten ginge bei den Mannschaftsdienstgraden, bei Fachunteroffizieren / -feldwebeln wird das schon alleine über die zu besuchende ZAW schwierig.
@Flo
Interessanter Vorschlag, der aber nicht umsetzbar ist. Wenn Sie den gehobenen Dienst nehmen (A9 – A13g) benötigen Sie ein entsprechendes Studium, das regelmäßig nicht vorliegt. Wäre dem so, so gäbe es kaum Probleme mit dem unsäglichen Binnenarbeitsmarkt – Direkteinstieg. Das funktioniert ab und zu bei Unteroffiziersdienstgraden, aber auch nur selten. Für den höheren Dienst (also das, was Sie als Elefantenfriedhof bezeichnen) benötige ich ein Jurastudium oder in einzelnen, seltenen Fällen ein anderes, brauchbares Studium (habe ich noch nie erlebt). Und bitte führen Sie nicht „den schein“ an – die Eingliederung mittels E-/ Z-Schein erleichtert nur und lediglich die Bewerbung, die Ausbildung / das Studium muss nach wie vor erfolgreich absolviert werden. Also nix mit Abbau zu Lasten der anderen Bundes-/ Landesbehörden.
Marmorklippe sagt: 13.08.2025 um 11:59 Uhr
Oh Mist! Die ZAW, wie konnte ich die vergessen? Meine ganze Argumentation zerbröselt..
Da hilft nur eins! Die ZAW muss weg, genau wie das DU-Verfahren. Problem gelöst…
@Flo
Ja genau! Alle die wir krankheitsbedingt ausmustern, „benutzen“ wir einfach als Bundesbeamte irgendwo anders weiter.
Vielleicht bei der Polizei? Oder der Feuerwehr? Oder beim Zoll? Oder im Justizvollzugsdienst? Oder beim BND? Oder als Fahrscheinkontrolleur?
Die „Elefantenfriedhöfe“ gibt es doch im Wesentlichen deswegen, weil in den vergangenen Jahren die Truppenstärke reduziert wurde – und wo wurde reduziert? „Unten“ – weil man nur „unten“ auch etwas wegstreichen kann, denn die BS und SaZ wird man nicht so einfach los.
Deswegen ist die Bw so kopflastig, nicht weil es so viele Kranke gäbe – insofern kurzfristig „goldener Handschlag“, bestenfalls mit der Reform des BS-Status nach britischem oder US-amerikanischem Vorbild („BS-flex“, „BS-vario“, oder „BO41“).
Das Phänomen mit der Drittel-Regelung habe ich auf allen meinen Dienstposten und vor allem bei vorgesetzten Dezernaten erlebt. Man könnte jetzt wahrscheinlich ein Buch über die Ursachen des Personalproblems schreiben, aber ich sehe eigentlich vier Elefanten im Raum – und keinerlei Bereitschaft in der Führung, diese anzugehen:
1. Wir werden viel zu schnell befördert. Das ist natürlich sehr nett für den Einzelnen (und ich habe davon auch profitiert), aber sorgt dafür, dass wir sehr schnell einen Haufen höherer Dienstgrad haben. Im Regelfall wird man mit Mitte/Ende 30 Oberstleutnant – hat aber noch über 20 Jahre Arbeitszeit. Wir haben eine fünfstellige Anzahl an Stabsoffizieren (genaue Zahlen im Intranet, sind aber eingestuft) – das ist einfach zuviel, wir können die Leute einfach nicht ebenengerecht beschäftigen. Bei den UmP ist es mit dem HptFw ähnlich. Längere Stehzeiten gäbe uns die Möglichkeit, Offiziere mit niedrigeren Dienstgrad länger da einzusetzen, wo sie einen Effekt erzielen, auf der Kompanie und Verbandsebene.
2. Wir kreieren immer mehr Wasserköpfe. Man kann jetzt darüber streiten, ob das an den zuvielen Stabsoffizieren oder am Drang liegt, immer mehr Generalspöstchen zu schaffen, aber es ist klar: Mehr Kdos führen zu mehr Verantwortungsdiffusion und mehr Aufträgen für die Truppe. Viele Dinge, die ich in meinem Alltag tue sind unnötig und dienen nur zur Daseinberechtigung eines Dezernates in einer vorgsetzten Dienststelle. Und diese Kdos binden nicht nur alternde OTL sondern immer auch junges Personal, dass wo anders besser aufgehoben währe.
3. Das BS-System mit automatischem Laufbahnziel ist eine Katastrophe. Wir schmeißen haufenweise motivierte Leute auf der Höhe ihrer Schaffenskraft und nach langer Ausbildung und Erfahrungssammeln Anfang 30 raus und sorgen dafür, dass die anderen, die den Sprung schaffen, sich auf dem Erreichten für immer ausruhen können. Selbst wenn die Leute sich ab einem gewissen Alter eingestehen, dass der Job nicht mehr das Richtige für sie ist, ist es persönlich völlig unattraktiv zu kündigen und auf seine Pension zu verzichten. Hier gibt es diverse Ideen für andere Systeme mit vielen Pros und Kontras, wie zB in Dänemark (unbefristige Verträge mit recht einfachem beidseitigen Kündigungsrecht) oder den USA (Up or Out-System mit recht früher Pension, die eher als dauerhafte Übergangsgebührnisse zu verstehen sind), aber diese zu diskutieren geht hier zu weit.
4. Wir haben ein krasses Disziplin- und Haltungsproblem. Einer unserer Reservisten hat mal das Bonmot geprägt, dass der größte Unterschied zwischen Bundeswehr und Wirtschaft sei, dass es in der Wirtschaft eben im Gegensatz zur Bundeswehr Befehl und Gehorsam gebe. Unsere ganze Vorstellung von Disiplinarmaßnahmen dreht sich darum, aufmüpfige junge Mannschaften in die Schranken zu weißen, aber bei den vielen Fallbeispielen, die hier schon aufgelistet sind und die jeder aus dem Dienst kennt, macht keiner was. Das zieht sich durch viele Kdos und Verbände, hat Vorschriften- und gesetzliche Gründe und betrifft Vorgesetzte auf allen Ebenen – es ist also auch ein Haltungsproblem. In anderen Berufen wird man auch Jahrzehntelang nicht befördert und macht den gleichen Job, trotzdem müssen sich die Leute sich jeden Tag motivieren.
Natürlich sind alle vier Punkte verknüpft und beeinflussen sich gegenseitig. Ehrlich gesagt habe ich aber nicht den Eindruck, dass nur einer davon angegangen wird, gerade im Gespräche mit Vorgesetzten ab B-Besoldung spielt nichts davon eine Rolle. Daher gehe ich auch davon aus, dass das System ohne großen externen Knall (zB einen tatsächlichen Krieg und massiven deutschen Verlusten) komplett reformunfähig ist und sehe keine Möglichkeit, zu einer kriegsfähigen Bundeswehr. Es ist aber auch einfach unwahrscheinlich, dass die Frösche nun den Sumpf austrocknen werden.
@snappy sagt: 12.08.2025 um 23:09 Uhr
„Dann sollten die Bundeswehr auch die Verpflichtungszeiten für Zeitsoldaten anders gestalten. Z.B. jeweils 4 Jahre, mit der Option dann immer je 4 weitere Jahre ranzuhängen, wenn das Leistungsbild (wie z.B. IGF) stimmt.“
Hatten wir alles schon, ist nichts Neues. Bevor man die jetzigen Laufbahnen, insbesondere die der Feldwebel, massiv verschlimmbessert hat, war das der normale Weg. Mannschaften SaZ4 bis maximal 12, Uffz/Stuffz und Fw auch. Und dann Stand der BS an, allerdings nur für die Feldwebel. Offiziere ohne Studium genau das Gleiche, nur die mit Studium sind anders getaktet.
Aber warum soll sich das heute noch jemand antun? Dann gehen die Damen und Herren eben zur Polizei oder Zoll, wenn es Uniform sein soll. Da wird man nach der Ausbildung eben Beamter auf Lebenszeit und die Sache ist erledigt.
Und bei der Bundeswehr? Kommen die Damen und Herren als SaZ 12 im Dienstgrad OFw und machen ihre Ausbildung und werden dann irgendwann HFw. Wenn dann der BS gewählt wird, haben die meisten noch eine Beförderung im Leben und das wars dann. Finde ich nach hinten raus nicht attraktiv. Aber das gehört zu dem Thema „Dienstgradinflation“, seitdem müssen die KpChefs ja auch Majore sein usw..
@ snappy Vollste Zustimmung! Man könnte ja mal bei Nichterfüllung von vorgegebenen Leistungen stufenweise ans Geld gehen. Alleine regelmäßiges Laufen und Märsche mit Gepäck steigern die Fitness. Dazu ab und zu noch Hindernisbahn und man wird ein fitter Hund. Alleine aus Eigeninteresse sollte man daran arbeiten. Ich kenne genug Reservisten, die lassen Aktive bei Übungen in Sachen Motivation, Willen und Fitness alt aussehen. Bei externen Prüfteams wird es mit der Mogelei schwer.
Ich habe übrigens in meiner aktiven Zeit eine Menge Sport in meiner Freizeit gemacht. Denn man sollte als Vorgesetzter schon fitter sein als die Masse der Soldaten. In einer Kampfeinheit ging es ohne Fitness auch nicht. Aber da war das Sportabzeichen auch noch was wert. Ich danke immer noch meinem Zugführer vom Uffz-Lehrgang, der uns fit gemacht hat. Der wäre heute Dauergast beim Wehrbeauftragten. Strong men are harder to kill!
@ Florian Staudte Beim Swingerklub im Vatikan wäre ich vorsichtig. Es gibt genug katholische Priester mit Familie und andere Sachen. Da wird oft Wasser gepredigt. Borgia läßt grüssen.
@closius. Danke für die Rückmeldung. Ich werde sehen, wann und wie ich das eine oder andere an Hintergrundinformation oder als Frage/Diskussionpunkt beisteuern kann.
@ all. Und natürlich habe ich nicht nur in der Funktion, sondern auch in über 42 Jahren an unterschiedlichen Stellen in der Bundeswehr, eine auch gänzliche andere Meinung zu der einen oder anderen hier artikulierten Position. Da ich eher konstruktiv und lösungsorientiert unterwegs bin, ziehe ich mir nicht jeden „Pauschal-Kritik-Schuh“ an. Gerne jedoch beteilige ich mich bei den Dingen, die mich und meinen Verantwortungsbereich berühren und nehme sachliche Kritik gerne auf. Dass ich bei der Personalverantwortung für 260.000 Menschen und vor dem Hintergrund der Aufgaben Neuer Wehrdienst und Aufbau Wehrersatzorganisation eher systemisch versuche, die Dinge zu ändern, liegt auf der Hand.
@ Robert Sieger
….“Neuer Wehrdienst und Aufbau Wehrersatzorganisation eher systemisch versuche,…..“
Das ist ja wohl so zu verstehen, dass das inzwischen rotte System aufrechterhalten und weitergeschrieben werden soll. Ansonsten eine ministerielle Sprechblase wie wir sie seit den 90ern kennen ?
@Robert Sieger sagt:
14.08.2025 um 6:58 Uhr
„Dass ich (…) eher systemisch versuche, die Dinge zu ändern, liegt auf der Hand.“
Herr General, wann ist, vor diesem Hintergrund, die seit April gesetzlich mögliche neue Vergabemöglichkeit von Verpflichtungsprämien zu erwarten ? Nicht mehr nach starren Mangel-Verwendungen, sondern nach dem Bedarf der Streitkräfte.
„Die „personelle Zeitenwende“ erfordert eine Abkehr von der bisherigen Fokussierung auf konkrete Fachqualifikationen, wie sie § 44 derzeit primär im Blick hat.
Zudem fehlt dem Dienstherrn mit der gesetzlichen Definition des Personalmangels im bisherigen Absatz 2 die dringend benötigte Flexibilität, auch kurzfristig auf sich ändernde personelle Bedarfe reagieren zu können.
Das Erfordernis eines Personalmangels in einem bestimmten Verwendungsbereich soll daher entfallen.
Maßgebliches gesetzliches Kriterium soll zukünftig die Sicherstellung der personellen Einsatzbereitschaft der Bundeswehr sein.
Die relevanten Maßstäbe hierfür sind zum einen die militärische Personalplanung und zum anderen militärfachliche Erfordernisse. “
Quelle: BT-Drucksache 20/13488
Sehr geehrter Herr Robert Sieger,
es ist beachtlich und spricht für Sie, dass Sie sich offen und konstruktiv in die Diskussion um die Herausforderungen im Personalbereich der Bundeswehr einbringen. Gerade angesichts der langjährigen, tief verwurzelten Probleme ist Ihre Bereitschaft zum Dialog ein wichtiger Schritt, um nachhaltige Lösungen zu finden.
Allerdings erwecken die bisher angekündigten „systemischen“ Änderungen im Rahmen des „Neuen Wehrdienstes“ und des Aufbaus der Wehrersatzorganisation für viele Soldatinnen, Soldaten und Mitarbeitende den Eindruck, ein schwächelndes System werde fortgeschrieben, statt grundlegend reformiert. Vielmehr sind es häufig kosmetische Anpassungen, die seit den 1990er Jahren zu wenig Substanz und nachhaltiger Wirkung geführt haben.
Das hier im Faden erwähnte Modell der Drittelverteilung beschreibt die Lage treffend: Ein Drittel der Beschäftigten trägt die Last und hält das Gesamtsystem mühsam am Laufen, ein weiteres Drittel schwimmt mit, und ein Drittel duckt sich weg und agiert primär eigennützig. Diese ungleiche Verteilung belastet die Verantwortlichen zu stark und mindert Motivation sowie Leistungsfähigkeit vieler.
Als Leiter des Personalamtes der Bundeswehr sind Sie vermutlich weit entfernt vom tatsächlichen Truppenalltag, der oft nur stark gefiltert bei Ihnen ankommt. Dies erschwert es, die Realität vor Ort vollumfänglich zu erfassen und passgenau zu handeln.
Der Personalbereich steht trotz bekannter Problemlagen weiterhin vor erheblichen Herausforderungen:
Eine alarmierende Fluktuation und die Abwanderung erfahrener Fach- und Führungskräfte reduzieren wertvolles Know-how.
Nachwuchsgewinnung bleibt trotz intensiver Werbemaßnahmen schwierig.
Fehlende Wertschätzung und unzureichende Entwicklungsperspektiven belasten vor allem die Beschäftigten an der Basis“.
Überbordende Bürokratie bindet personelle Ressourcen und lenkt vom Kerngeschäft ab.
Personalentwicklungskonzepte spiegeln oft nicht die tatsächlichen Bedürfnisse der Mitarbeitenden wider.
Diese Faktoren führen zu einer stagnierenden oder rückläufigen Personalstärke bei gleichzeitig steigendem Durchschnittsalter. Bis zu 20 Prozent der Dienstposten bleiben unbesetzt, bei Mannschaften sind es bis zu 28 Prozent. Ein beträchtlicher Anteil der Neueinsteiger verlässt die Bundeswehr bereits innerhalb der ersten sechs Monate, meist aus Gründen fehlender Perspektiven, mangelhafter Ausstattung und unrealistischer Erwartungen.
Organisatorische und kulturelle Barrieren erschweren zusätzlich die Personalgewinnung und -bindung: Lange Einstellungsverfahren, unklare Erwartungen und eine schwerfällige Bürokratie schrecken Kandidaten ab – wie wiederholt im Bericht der Wehrbeauftragten kritisiert.
Besonders die Situation der Reservisten weist erhebliche Mängel auf. Offizielle Statistiken erfassen unzureichend, wie viele Reservisten tatsächlich aktiv sind oder Wehrübungen absolvieren. Die Zusammenlegung von Einsatzführungskommando und Territorialem Führungskommando zum Operativen Führungskommando führte zum Wegfall längerer Reservistendienste, ein Punkt, der dringend geklärt werden muss.
Die Task Force Personal konnte ihre Empfehlungen bislang nicht ausreichend kommunizieren, sodass wichtige Impulse zur Personalstärkung verloren gingen. Die viel diskutierte einmonatige Kündigungsfrist im Freiwilligen Wehrdienst wird oft als zu kurz bezeichnet, zumal sie teils durch Krankschreibungen umgangen wird. Wie die Bundeswehr hier durch medizinische Kontrollen gegensteuert, ist nicht transparent.
Zuletzt erschwert die begrenzte Zahl an Planstellen insbesondere für Beförderungen und Vertragsverlängerungen den Verbleib qualifizierter Berufssoldatinnen und -soldaten, was zu einem weiteren Verlust wertvoller Kompetenzen führt.
Während zahlreicher dienstlicher Aufenthalte an Bundeswehrstandorten habe ich immer wieder gehört, dass die Personallage dort erschütternd ist. Es scheint, als ob bei manchen höheren Generälen trotz ursprünglich besten Willens eine systemische Realitätsverweigerung Einzug gehalten hat. Die Lage vor Ort erreicht die Führungsebene oft nur stark gefiltert.
Aktuelle Zahlen belegen, dass die Bundeswehr weiterhin mit einem massiven Personalproblem kämpft: Die Gesamtstärke liegt bei rund 181.500 Soldatinnen und Soldaten, was deutlich unter dem Ziel von 203.000 im Jahr 2031 liegt. Die Fluktuation ist hoch, jeder vierte Neueinsteiger verlässt die Truppe innerhalb von sechs Monaten. Der demografische Wandel verringert die Zahl der potenziellen Bewerber, während viele ältere Soldaten in den Ruhestand treten. Trotz leichter Zuwächse bei Freiwilligen Wehrdienstleistenden bleibt die Personalstärke für die zukünftigen Aufgaben unzureichend.
Diese Fakten spiegeln meine Eindrücke aus der Truppe wider: Der spürbare Personalmangel führt zu hoher Belastung, sinkender Motivation und einer wachsenden Kluft zwischen Führungsebene und Realitäten an den Standorten. Es ist unerlässlich, dass diese Diskrepanz ernst genommen wird und Maßnahmen nicht nur auf dem Papier verbleiben, sondern wirksam vor Ort umgesetzt werden. Nur so kann die Bundeswehr ihren Auftrag dauerhaft erfüllen.
Sehr geehrter Herr Robert Sieger,
der Buschfunk weiß von 14 „Kreiswehrersatzämtern neuer Art“ und 1400 Beamten / Beschäftigten, die aus dem laufenden Betrieb der Schlammzone entnommen werden sollen. Können Sie das bestätigen? Und macht sich irgendwer Gedanken, wie der schon jetzt mit heißer Nadel gestrickte Personalschlüssel mit ziemlich überaltertem Personal das stemmen soll?
@Perikles71: Größte Zustimmung zu den vier Punkten! Besonders zu Haltung und Disziplin. Ich habe während des COVID19 – Einsatzes in 46 Wochen insgesamt ELF Truppensteller durch meinen Verantwortungsbereich kommen und gehen sehen. Das ganze Spektrum unter der Sonne des Herrn. Bei Vorgesetzten und Truppe! Manchmal habe ich gezweifelt, dass die alle aus EINER bzw. überhaupt ARMEE sein sollen…Dann wieder tolle Soldaten, wie jener Infanterist, der sich bei einem tätlichen Angriff einer amtlich zu testenden Kontaktperson auf den zivilen Einsatzleiter sofort dazwischen warf und den Angriff abgefangen hat. Und ja, leider sind auch die Führungsleistungen der B-Ebene sehr, sehr heterogen.
Kleiner Sidestep:
@Perikles71:
Das mit der zu schnellen Beförderung sieht das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen (zumindest hinsichtlich der Mindestbeförderungszeiten) anders: https://openjur.de/u/2531276.html
Kurzfassung:
– Mindestbeförderungszeit von 16 Feldwebeljahren zum StFw zu lang.
– Eine Spitzenkraft könnte aufgrund der Beurteilung alle zwei Jahre (frühestens) schon nach sechs Jahren seit Ernennung zum Feldwebel zum Stabsfeldwebel befördert werden.
– Ob der Zeitraum von zwei Jahren die absolute verfassungsrechtliche Obergrenze für Bewährungszeiten von Soldaten im Hinblick auf das jeweils nächste Beförderungsamt darstellt, wurde allerdings nicht entschieden.
Ich finde hier sind einige sehr interessante Ideen, durch welche Änderungen man den Dienst attraktiv für Dienstherr und Soldat gestalten könnte.
Mein Vorschlag, die teilweise Entkoppelung von Gehalt und Dienstgrad.
Ein Dienstgrad spiegelt dann nur die militärische Aufgabe und Stellung wieder und kann gerne noch durch eine Form von Jahresringen, damit man erkennt wie lange jemand schon im Dienstgrad ist, ergänzt werden.
Daneben mag ich die Idee von grundsätzlich unbefristeten Arbeitsverträgen, bei denen bspw. pro Jahr Übergangsgelder für 4 Monate erarbeitet werden. Sprich nach 12 Jahren sind esw 4Jahre, nach 24 Jahren sogar 8 Jahre usw. dadurch würde einige die heute Ü50 BS sind ggf. freiwillig aus dem Dienst aussteigen, statt auf die Pension zu warten. Grundsätzlich sollten Soldaten dann auch Rentenempfänger werden. Den BS gibt’s dann nur noch selten.
Für den Dienstherren gibt sich ein Kündigungsrecht, wenn der Soldat die Grundanforderung für eine Einsatzbereitschaft auf seiner Stelle dauerhaft nicht erfüllt.
Ich bin gespannt welche Veränderungen kommen werden, gerade im Hinblick auf den demographischen Wandel.
Zu glauben, dass es irgendeinen politischen Mehrwert für die Leitungsebene ergibt, wenn man an Stellschrauben wie BS-Quote oder Zurruhesetzungsalter dreht, um echt maximal nachrangige Faktoren wie „Durchschnittsalter der Truppe“ zu minimieren, ist irrig. Und natürlich ist der Dienstgrad oder die Amtsbezeichnung im öffentlichen Dienst an eine entsprechende Besoldung gekoppelt, das ist die Alimentation, die eine der Stellung im Ranggefüge angemessene Lebensführung ermöglichen soll. Zum OTL A14 „gefördert“ werden nicht zuletzt dadurch nahezu alle BS Offz TrDst, weil die Laufbahn des höheren Dienstes im Bund eben nur zwei Stufen hat: Eingangsamt A13, reguläres Laufbahnziel A14. Auch da profitiert der braune Seefahrer wie die braune Seefahrerin in Uniform von dem Umstand, dass wir mehr oder weniger vollständig an die Laufbahnen des Berufsbeamtentums gekoppelt sind. Zudem werden dadurch die Lohn- und Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes und deren Ergebnisse auch auf die SoldatInnen ausgerollt – Viele oft betont konservativ-wirtschaftsliberal auftretende KameradInnen (Man orientiert sich ja nach oben!) profitieren also hier ebenfalls von gewerkschaftliche organisierten Arbeitenden und sonstig Tätigen des öffentlichen Dienstes.
Warum jetzt die Streitkräfte „die vollendete Karikatur deutscher Bürokratie“ werden mussten? Das kann man die PolitikerInnen fragen, die wir in den letzten 3 Jahrzehnten an die Macht gebracht haben; die haben mit einer Mischung aus Ökonomismus (Siehe: Dynamisches Verfügbarkeitsmanagement, oder Offizierkarrieren im Bereich Controlling und Infrastrukturmanagement, sowie Generale, die sich im aktiven Dienst als Soldat „Präsident des Bundesamtes für Röddelprömm“ nennen dürfen) kombiniert mit Beisshemmung gegenüber dem sich selbst erhalten wollenden Apparat, alle Anstrengungen unternommen, die Unterschiede zwischen ziviler und militärischer Institution einzuebnen. Und den „Geschäfts(Sic!)Bereich BMVg“ wie das Bundesinnenministerium zu organisieren. Die Öffentlichkeit hat applaudiert, wir in der Bundeswehr haben es gerne akzeptiert, auch wenn ich bestimmt nicht zum Bund gegangen bin, um mich morgens mit den Kameraden bei der Stechuhr anstellen zu müssen. Und bei Dienstschluss der selbe Mist. Aber dafür Gleitzeit, Home-Office, BGM! Jeder kann tun, was er/sie will, die Zivilisten sowieso, denn alle, inklusive KommandeurIn, zittern vor dem/der jeweiligen „Beauftragten für den Haushalt“ vor Ort. Wenn ich also als begeisterter junger Mensch mit Bock auf Landesverteidigung in so einen Laden komme (Einem Laden, der übrigens auf seiner Bw-Karriere-Website die zivilen „Jobs“ gleichwertig neben den den militärischen auflistet, und auch in gefühlt gleichem Umfang), mich auf körperliche Herausforderungen in kurzer Hose Holzgewehr freue, und dann ist da Kreisverwaltung Höxter, nur ohne Publikumsverkehr: Dann würde ich auch schleunigst das Weite suchen. Da aber auch leitende Beamte in Uniform aus dem BAPersManBw (O Gott!) vermeintlich in das Horn der Scheinprobleme stoßen („Wir haben doch garnicht die Kasernen für den Aufwuchs!“), die angeblich die Vergrößerung des Personalumfangs verzögern, weil man partout die Bundeswehr der BRD aus dem Jahr 1988 wiederherstellen möchte, wird es nix werden. Und viele von uns sind froh, dass es bei Sonntagsreden bleibt (Das schließt Teile der Politik in Regierungsverantwortung mit ein), wir bequem am Rechner sitzen bleiben können und unseren Helm und Schlafsack weiterhin hoch und trocken unberührt im Spind lagern dürfen.
@ Alfred Maynard, 16.08.2025 um 12:24 Uhr:
Eine teilweise Entkoppelung von Dienstgrad und Gehalt ist z.T bereits durch das Zulagen(un)wesen umgesetzt. Das ist auch der Grund, warum man z.B. einen Major, Jetpilot, nur sehr schwer in ein Kommando oder Amt ohne fliegerische Tätigkeit auf einen Oberstleutnant-DP versetzt bekommt, weil der A13er mit „Jetzulage“ nun einmal deutlich mehr Geld bekommt, als ein A14er ohne.
Ihr zweiter Vorschlag, um Ü50 BS zu bewegen, freiwillig aus dem Dienst auszusteigen, anstatt auf die „Pension zu warten“ klingt interessant, allerdings ist die Bw aktuell bemüht, jeden, der nicht ganz deutlich „Nein“ sagt, zu verlängern, Hauptsache die Zahlen sinken nicht weiter.
Wenn Sie den Soldaten in die ganz „normale“ Rente einsteuern wollen, dann brauchen Sie aber auch irgendein sehr gutes Argument, warum der gute Techniker, der gute BWL´er, der gute Ingenieur etc. nicht in die zivile Wirtschaft geht und dort richtig Geld verdient. Denn wer echt gut, uneingeschränkt mobil und fleißig ist, der verdient zivil erheblich mehr, als der Soldat. Aber genau die sucht die Bw auch. Die Pension ist da schon ein Argument.
Zu Ihrem letzten Punkt „… ein Kündigungsrecht, wenn der Soldat die Grundanforderung für eine Einsatzbereitschaft auf seiner Stelle dauerhaft nicht erfüllt.“ Hier kommt es auf die konkrete Ausgestaltung an. Im Extremfall bedeutet dieser Plan, dass Sie den Spezialkräftefeldwebel, der 25 Jahre harte und härteste Ausbildung und Einsätze für Deutschland abgeleistet hat (und das geht nun einmal auf den Körper = deutlich erhöhter Verschleiß) und nun die Tauglichkeit für die Spezialkräfte verliert, kündigen wollen. Vielleicht „bewegen“ Sie ihn aber auch freiwillig zu gehen, zahlen ihm 8 Jahre, also bis Anfang 50 das Gehalt weiter und wollen und ihn dann in die „normale“ Rente einsteuern. Das findet der Mann bestimmt „total klasse“ und wird die Fähigkeiten, die er erworben hat, oder auch das Wissen, das er erworben hat, „gewinnbringend“ auf den Markt (ggf. beim „Meistbietenden“) bringen. Beides kann nicht unbedingt im Sinne des Staates sein.
Es gibt also schon gute Gründe warum die besondere Treuepflicht des Soldaten gegenüber dem Staat auch mit einer besonderen Fürsorgepflicht des Staates gegenüber dem Soldaten verknüpft ist.
Die Thematik ist und bleibt sehr komplex. Darum sitzen ja auch sehr hoch ausgebildete und sehr gut bezahlte Menschen an der Lösung dieser Problematik. Denn eins kann die Bw bzw. der Staat gar nicht brauchen: Eine Steigerung der Resignation, Desillusion, Frustration und der inneren Kündigung, z.T verbunden mit „individuellen Lösungsansätzen“, die ggf. nicht mehr mit der FDGO vereinbar sind (hat es ja bereits gegeben).