EU weitet Ausbildungsmission in Mali aus: „Begleitung bis zur taktischen Ebene“

Die EU-Staaten haben die Ausbildungsmission der Europäischen Union in Mali verlängert und zugleich eine Ausweitung beschlossen: Die EU-Trainingsmission (EUTM) Mali soll die Streitkräfte des westafrikanischen Landes, aber auch die Soldaten anderer Sahel-Nationen in der Ausbildung bis zur taktischen Ebene begleiten. Ob und wie das im künftigen Mandat der Bundeswehr für EUTM Mali vorgesehen wird, ist noch unklar.

Der Beschluss des Europäischen Rates, im schriftlichen Verfahren gefasst und am (heutigen) Dienstag im EU-Amtsblatt veröffentlicht (Beschluss (GASP) 2020/434 des Rates) nennt neben der Verlängerung  bis 2024 die erweiterte Aufgabe der Mission:

(1) Die Union führt eine militärische Ausbildungsmission in Mali (EUTM Mali) durch, um die malischen Streitkräfte dabei zu unterstützen, die militärische Fähigkeit ihrer Streitkräfte wiederherzustellen, damit sie militärische Einsätze zur Wiederherstellung der territorialen Unversehrtheit Malis und zur Verringerung der Bedrohung durch terroristische Gruppen durchführen können, und um der Gemeinsamen Truppe der G5 Sahel sowie den nationalen Streitkräfte militärische Unterstützung in den G5-Sahel-Ländern zu leisten. Die EUTM Mali beteiligt sich nicht an Kampfeinsätzen.
(2) Die strategischen Ziele der EUTM Mali sind folgende:
a) Beitrag zur Verbesserung der operativen Fähigkeit der unter der Kontrolle der rechtmäßigen Zivilregierung Malis operierenden malischen Streitkräfte;
b) Unterstützung der G5 Sahel durch die Herstellung der operativen Einsatzfähigkeit der Gemeinsamen Truppe der G5 Sahel und der nationalen Streitkräfte in den G5-Sahel-Ländern.
(3) Zum Zwecke des in Absatz 2 Buchstabe a genannten Ziels stellt die EUTM Mali den malischen Streitkräften militärische Beratung, Ausbildung einschließlich einsatzvorbereitender Ausbildung, Schulung und Mentoring durch Begleitung ohne Exekutivbefugnisse bis zur taktischen Ebene zur Verfügung, damit die EUTM Mali in der Lage ist, die Tätigkeiten der malischen Streitkräfte zu verfolgen und ihre Leistung und ihr Verhalten — auch im Hinblick auf die Achtung der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts — zu überwachen.
(4) Zum Zwecke des in Absatz 2 Buchstabe b genannten Ziels stellt die EUTM Mali der gemeinsamen Einsatztruppe der G5 Sahel und den nationalen Streitkräften militärische Beratung, Ausbildung und Mentoring durch Begleitung ohne Exekutivbefugnisse bis zur taktischen Ebene zur Verfügung.
(Hervorhebung T.W.)

Eine so weitgehende Begleitung ist für die Bundeswehr bei EUTM Mali bislang nicht vorgesehen. In dem im Mai vergangenen Jahres zuletzt verlängerten Mandat heißt es:

Eine unmittelbare Begleitung bei Einsätzen der malischen Streitkräfte oder der gemeinsamen Einsatztruppe der G5-Sahel-Staaten ist weiterhin ausgeschlossen.

Die vor der geplanten Verlängerung des Mandats anstehende politische Debatte hatte zwar in Deutschland bereits begonnen, unter anderem mit den Aussagen von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zu mehr deutschem Engagement in der Sahel-Zone. Wann und vor allem wie die Diskussion in der aktuellen Krisensituation geführt wird, ist allerdings offen.

(Archivbild Oktober 2019: Ausbildung bei EUTM Mali in Koulikoro)

37 Gedanken zu „EU weitet Ausbildungsmission in Mali aus: „Begleitung bis zur taktischen Ebene“

  1. In erster Linie muss ausbuchstabiert werden, was „Begleitung ohne Exekutivbefugnisse bis zur taktischen Ebene“ in der Einsatzrealität bedeutet.
    OMLT sicher nicht.
    Die taktische Ebene ist dort wo es blitzt.
    Da wird sicherlich die Kompanie beinhaltet sein, was die Personallage hoffentlich hergibt, die Zugebene hinsichtlich Checkpoint wohl auch, Patrouillen oder Spähtrupps eher nicht. Die Praxis wird auch von der SanLage bei EvacOp beeinflusst sein.

  2. „Die EUTM Mali beteiligt sich nicht an Kampfeinsätzen.“ und „Mentoring durch Begleitung ohne Exekutivbefugnisse bis zur taktischen Ebene“ wären in der Realität die Quadratur des Kreises. Der erste Satz stand ja bereits in den vorherigen Beschlüssen.

    Erinnert an die Auflagen bei den OMLT, die oftmals einen äußeren Ring bilden mussten.

    Das AA und das BMVg werden das bestimmt in der nationalen Mandatierung wieder wortreich erläutern können. Man wird dann bestimmt auch wieder Auflagen formulieren, etc.
    Was dann bleiben wird ist die Kernfrage:
    Was wollen wir dort wie und womit erreichen?

    Mehr Verantwortung?
    Aber bitte ohne Geradlinigkeit.

  3. „Eine unmittelbare Begleitung bei Einsätzen der malischen Streitkräfte oder der gemeinsamen Einsatztruppe der G5-Sahel-Staaten ist weiterhin ausgeschlossen.“

    Ist das nicht die taktische Ebene? Oder wäre dies Dienst im GefSt, quasi „Führen (Beraten) von hinten“?

  4. @Thomas Melber:
    Das ist ja die bisherige Linie der Bundesregierung.
    Die Bundesregierung hat ja nun auch den neuen Beschluss im europäischen Rat mitgetragen.

    Am Ende wird es aber sicherlich wiedereine sehr feinsinnige Interpretation des Mentoring auf taktischer Ebene geben (bspw. Beratung KpFü in der Liegenschaft).

    Frankreich denkt ja seit Jahren über etwas sehr OMLT-ähnliches nach:
    https://augengeradeaus.net/2020/03/eu-weitet-ausbildungsmission-in-mali-aus-begleitung-bis-zur-taktischen-ebene/

    Beobachter sehen den Handlungsbedarf auch seit Jahren – und äußeren dies auch in offiziellen Diskussionsforum der Bundesregierung:
    https://peacelab.blog/2018/05/sicherheitssektor-reformieren-vier-empfehlungen-fuer-mali

  5. Das klingt erst vielversprechend, wird dann aber schnell enttäuschend.

    Endlich robust mit Kampfauftrag in den Einsatz zu gehen und Begleitung der malischen Soldaten auch im Gefecht ist der einzig sinnvolle Einsatz dort. Das wird auch aus Mali und den umliegenden betroffenen Ländern gefordert. Nur so kann man dort etwas nachhaltig verändern und die weitere Destabilisierung der Region aufhalten und hoffentlich sogar rückgängig machen. Der Einsatz dort hat bisher so gut wie nichts gebracht. Austauschoffiziere aus Burkina Faso haben mich mal gefragt, warum die Bundeswehr überhaupt da ist, wenn sie nicht kämpfen soll. Mittlerweile hat auch Burkina Faso ein massives Problem durch die Dschihadisten aus Mali bekommen und sehr hohe Verluste, da ist einem das als deutscher Offizier schon etwas peinlich die passive Haltung Deutschlands erklären zu müssen.
    Mitmachen um dabei zu sein bringt nichts. Das Parlament muss sich genau überlegen, was man erreichen will und einen entsprechenden Auftrag definieren. Dann muss dazu aber auch der entsprechender Rahmen zur erfolgreichen Auftragserfüllung geschaffen werden. Einen fanatischen Feind bringt man nicht durch bloße Anwesenheit im selben Land dazu einsichtig zu werden.

  6. @Thomas Melber
    … das war Lage im Mai ’19.
    Ab sofort hat sich eine wesentliche Änderung der Lage ergeben, die übergeordnete Führung (Europäischer Rat) „befiehlt“ nämlich:
    „4) Zum Zwecke des in Absatz 2 Buchstabe b genannten Ziels stellt die EUTM Mali der gemeinsamen Einsatztruppe der G5 Sahel und den nationalen Streitkräften militärische Beratung, Ausbildung und Mentoring durch Begleitung ohne Exekutivbefugnisse bis zur taktischen Ebene zur Verfügung“.
    Das entspricht der Ziffer 1b, gibt neue eigene Lage, Auftrag und Absicht wieder. Leider fehlen 3a und b.
    Dennoch ist jetzt eine neue BdL anzustrengen.
    Es fragt sich „Was ist zu prüfen“ : nun, bisher hat die EUTM als reine AusbOrg fungiert. Jetzt aber „Mentoring durch Begleitung“. D.h. raus aus Ausbildungslagern/Kasernen und „dabei sein“, in Einsätzen der taktischen Ebene.
    Die taktische Ebene ist hier hierarchisch gemeint, die Befehlsebene, oder das Level of Command. Nach neuem Verständnis kann ein taktisches Kommando durchaus operative oder strategische Aufgaben haben, was durch den Europäischen Rat aber nicht beauftragt ist.
    Spannend, was Berlin dazu sagt, politisch betrachtet. Militärisch ist es klar, bisherige EUTM ist dazu nicht befähigt.

  7. es ist doch immer wieder bemerkenswert, welche Verrenkungen man anstellt um partout keine genuin militärischen Aufträge erfüllen zu müssen, geschweige nennenswert Einfluss auf die Entwicklung vor Ort ausüben zu können.

    Diese permanenten legalistischen Selbstbeschränkungen, gerne noch durch ROE weiter eingeschränkt, machen den ganzen Einsatzzweck doch obsolet.

    Wenn man militärisches Handeln nur noch imitieren will anstatt es tatsächlich zu praktizieren sollte man lieber abziehen.

    So macht man sich vor den Maliern und dem angeblich „engsten Verbündenten “ Frankreich einfach nur lächerlich

    umso ärgerlicher, als 1 zu 1 die Fehler von ISAF wiederholt werden.

    Aus panischer Furcht anzuerkennen, dass eine Armee zur Erreichung des EInsatzzweckes ggf. tödliche Gewalt anwenden muss flüchtet man in diese aberwitzigen Konstrukte a la „…….damit die EUTM Mali in der Lage ist, die Tätigkeiten der malischen Streitkräfte zu verfolgen und ihre Leistung und ihr Verhalten — auch im Hinblick auf die Achtung der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts — zu überwachen.“

    als ob die malischen Streitkräfte hier der eigentliche Gegner wären….

    nur noch peinlich

  8. @wacaffe

    Wäre wahrscheinlich viel besser, wenn man hinterher die Klarheit hätte, einen gewissen Anteil an Kriegsverbrechern ausgebildet zu haben, oder wie soll ich das verstehen?

  9. Der think-Tank der École Militaire hat letzte Woche eine Studie zu EUTM Mali veröffentlicht, dabei wird der Gesamtansatz uns viele verschiedene Aspekte kritisch hinterfragt: https://t.co/vOUTYP5Wsg?amp=1

    Mit Blick auf das Mentoring heißt es in den Schlussfolgerungen auf S. 14:
    „Future and potentially appropriate adjustments may include a permanent presence in central and north Mali rather than simply operating in these areas through
    mobile training and advisory teams. Others may be politically impracticable, such as qualitatively enhancing EUTM Mali by tasking it to undertake so-called mentoring that would
    require EUTM military to accompany FAMa in hostile terrain. While military officers with
    experience in other violent places often argue that mentoring is an effective approach, it
    is also an extremely risky one that will likely result in casualties. Not many EU members
    states are prepared to take the political risk to put their troops in harm’s way for the sake
    of Mali or the Sahel, for that matter.44 “

    Die Fußnote 44 verweist dann auf Operation Tacouba.

    Der obige Beschlusstext würde jedoch rein logisch eine Einsatzbegleitung umfassen (Beachtung der Menschenrechte), jedoch hat Diplomatie ja nicht immer etwas mit Logik zu tun.

    @KPK u. wacaffe:
    Es handelt sich um einen konsensualen Beschluss aller europäischen Regierungen, also einschließlich der Bundesregierung.

    Es ist also nicht einfach so aus Brüssel auf die Berliner Schreibtische gefallen. Das AA und das BMVg sind dabei wesentliche Entscheider.

    Nur leider wird dann bei der nationalen Umsetzung so getan als hätte man mit den Entscheidungen in Brüssel nichts zu tun.
    Wenn es dann an die praktische Umsetzung geht setzten dann auch schnell die politischen Bedenken ein (Risikobewertung).

    Daher bin ich sehr gespannt wie sich nun AA und BMVg bei den deutschen Beiträgen positionieren.

    Sofern man wirklich bei einem umfassendem Mentoring will, gibt es sehr viele Hausaufgaben. In einem Bereich (Ausbildungsunterstüzung) der konzeptionell und strukturell in der jetzigen Heeresstruktur ein Schwerpunkt war. Jedoch eher in der Theorie als in der Praxis.

  10. @ Wacaffe, @ T.W.

    Zustimmung, so wir es jetzt machen ist es ziemlich wirkungslos.

    Wenn man die Befürchtung hat, man bildet Kriegsverbrecher in der EUTM aus, dann sollte man das Gesamtengagement in Mali lassen, oder sich zu seinen eigenen Interessen bekennen, wie Frankreich es tut und bezüglich der Menschenrechte nicht so genau hinschauen.

    Wenn wir aber keine eigenen Interessen in Mali haben (außer Solidarität mit Frankreich zeigen), dann sollten wir uns komplett aus Mali zurückziehen, bevor es zu spät ist.

  11. @Wiegold: Ich denke, Sie haben @wacaffe völlig falsch interpretiert. Ich kann in dem Beitrag von wacaffe nichts dazu finden, daß dieser dafür wäre Kriegsverbrecher auszubilden oder erst hinterher Klarheit zu haben.

    Vielmehr hat er zu Recht kritisiert, daß hier wieder an BW-Mandaten gebastelt wird, die überhaupt nicht helfen können. Einsatzbegleitung ohne Exekutivbefugnis macht die Ausbilder, die die malischen Truppen begleiten sollen doch handlungsunfähig und die betroffenen Soldaten brauchen für jeden Einsatz, ein paar Rechtsberater, die ihnen diesen Unsinn in Befehle umdeuten.

    Wer aber keine Kriegsverbrechen in Afrika will, der muss selbst kämpfen durch EU- oder Nato-Truppen. Oder so viele eigene Soldaten dabei haben, daß Kriegsverbrechen mit der Waffe in der Hand verhindert werden können. Aber ein paar Berater könnten einem Massaker nur zuschauen oder die Zahl der Opfer später nach oben melden, aber Massaker kaum verhindern. Wie die Blauhelme einst in Bosnien…..

    Afrikanische Soldaten haben mehr Temperament und weniger Disziplin als europäische Truppen, sowie steht die Volkszugehörigkeit oder Stammeszugehörigkeit höher als die Staatszugehörigkeit. Deshalb wird es da immer Kriegsverbrechen durch afrikanische Truppen geben, zumal die Konflikte dort unter oft Konflikte zwischen den einzelnen Volksgruppen sind.

    Wer dies verhindern will, muß westliche Truppen alleine oder als Korsett von afrikanischen Truppen kämpfen lassen, um Übergriffe selbst unterbinden zu können.

  12. @Closius:
    Gerne nochmal zur Erinnerung:
    Es wird da nicht an ein einem „BW-Mandat gebastelt“, sondern der EU-Beschluss bildet die Grundlage für ein nationales Mandat.
    Die Formulierung „ohne Exekutivbefugniss“ ist eine Standardformulierung für EU-Trainingsmissionen.

    ISAF war auch eine Unterstützungsmission, trotzdem gab es hier großen Handlungsspielraum, den Deutschland oft nicht genutzt hat.

    Die Kernfrage ist doch was bei EUTM nun wirklich praktisch geplant ist und inwiefern Deutschland hiervon abweichen will.

    @DD:
    „Das Parlament muss sich genau überlegen, was man erreichen will und einen entsprechenden Auftrag definieren. Dann muss dazu aber auch der entsprechender Rahmen zur erfolgreichen Auftragserfüllung geschaffen werden. “

    Das Mandat wird nicht vom Parlament formuliert, es hat auch keine Änderungsrechte.
    Notwendig wäre aber wirklich mal ein echter Konsens in der Koalition was in der Sahelzone erreicht werden soll.
    Eine solche Strategiefähigkeit sehe ich aktuell nicht wirklich.

    Auch der Rahmen wird allzuoft nicht vom Parlament, sondern von der Exekutive begrenzt (RoE).

  13. Zur Veranschaulichung der bisherigen Arbeit der Combined Mobile Advisory and Training Teams von EUTM Mali:
    https://youtu.be/iL0I_3AitbU

    Das war der bisherige temporäre Einsatz in der Fläche, aber in den jeweiligen Liegenschaften.
    Diese Art des Einsatzes („behind the wire“) kann man nun verstetigen – und es Mentoring auf taktischer Ebene nennen. Jedoch die Einsatzbegleitung dann durch Tacouba oder sonstwen machen „lassen“.
    Oder man meint es in Brüssel und Berlin ernst und macht EUTM zu einer wirklich anders geprägten Mission, mit einem zunehmenden Schwerpunkt im taktischen Mentoring auf Kompanie- bzw. Zugebene und allen notwendigen Fähigkeiten, die dafür notwendig sind.

  14. – Der Beschluß des EU-Rates kommt der frz Forderung nach der Beteiligung an TACOUBA entgegen. Die beiden von D Seite aus beteiligten Min haben wohl ohne tiefere Kenntnis der auszubildenden Truppe, der Ausbildungsinhalte, die man dieser Truppe allenfalls vermitteln könnte und der desolaten Sicherheitslage, dem Beschluss (GASP) 2020/434 des Rates zugestimmt. EUTM-Ausbilder sollen also der demotivierten und minimalistisch ausgerüsteten malischen Infanterie und deren Dienstgraden das „Führen von vorn“ vermitteln, was dringend geboten wäre. Als wenn dieses erweiterte Mandat die Sicherheitslage und die Kampfkraft der FAMA noch verbessern könnte. Offensichtlich ist der EU der Ernst der Lage vor Ort nicht in vollem Umfang bewußt. Grund ist wohl die frz/malische Kritik an der bisher geleisteten (wirkungslosen?) Ausbildungsunterstützung der EUTM und die pessimistische Beurteilung der Sicherheitslage(frz CEMA) .
    – Es gibt ausreichend Dienstgrade mit EUTM-Verwendungen und entspr. Erfahrungen. Man könnte sie immer noch zur Gewinnung eines Lagebildes hinzuziehen. Es gibt sicherlich auch lessons learned aus AFG.

  15. @briscard:
    Im BMVg sollte es durchaus ein realistisches Bild der Anforderungen an den veränderten Auftrag geben. Sofern man will. Die Vorarbeiten entstehen ja vorallem in der Abteilung SE.

    Ansonsten verstehe ich nicht ganz welche Veränderungen aus Ihrer Sicht notwendig wären. Ist der EU der Ernst der Lage nicht bewusst oder sind die französischen Lageeinschätzungen zu pessimistisch?
    Und was wäre aus Ihrer Sicht notwendig?

    In Sachen Einsatzerfahrungen aus Afghanistan kann ich nichts wirklich Ernsthaftes erkennen.
    Dies sieht man auch bei vielen Problemen bei EUTM Mali (politischer Rahmen, Sprachkenntnisse, kein Mentoring) und dem Zustand der Abt. Ausbildungsunterstützung (Personal, Nebenaufgaben, Konzeption, Ausbildung, etc).

  16. Beim Besuch des GI in Mali (Anfang März 2020) stellte er mit Blick auf EUTM fest:
    „Es muss uns gelingen, die malischen Soldaten vollständig mit ihrer persönlichen Ausrüstung auszustatten. Und wir müssen ihnen helfen, sich im eigenen Verband noch besser auf die bevorstehenden Operationen vorzubereiten.“
    https://www.bmvg.de/de/aktuelles/besucht-truppe-generalinspekteur-bundeswehr-afrika-niger-mali-211298

    Ersteres ist das alte Thema der Austattungshilfe durch die EU, Zweiteres ist dann wohl die deutsche Interpretation (?) eines Mentoring.

  17. @Memoria sagt:
    26.03.2020 um 8:53 Uhr
    So richtig.
    + Die Lage in Mali hat sich seit 2013 (SERVAL) verschlechtert(frz CEMA sieht einen längeren Einsatz für Barkhane, Djihadisten haben sich im 3-Ländereck festgesetzt und können ihre Verluste durch regionale Rekrutierung ausgleichen). Lage in Zentralmali ist bürgerkriegsähnlich.
    + Barkhane hat seit dem Meeting von Pau (Jan 20) das operative Konzept geändert(Kampf gegen IS und Al Qaida), bindet die malische Armee(FAMA) verstärkt in ihre Operationen ein(sehr spät). Wurde auch durch weitere 600Sold verstärkt.
    + Für die EUTM würde das Verlassen ihrer Ausbildungseinrichtungen/ Begleitung der FAMA bedeuten, entweder in Zentralmali oder im 3-Ländereck (Liptako-Gourma) in Kampfeinsätze zu gehen, mit einer unzureichend ausgebildeten und schlecht ausgerüsteten Truppe.
    Dieser Ansatz sprengt den Rahmen einer Ausbildungsmission, denn er bedeutet für die“Begleiter“ Antiterroreinsatz.
    + Gesamte Mission muß den geänderten Rahmenbedingungen angepaßt/Auftrag präzisiert oder durch eine neue EU-Mission ersetzt werden..

  18. @briscard
    Sehr aufschlussreich.
    Liptako-Gourma wurde zumindest in der Öffentlichkeit bisher nicht thematisiert. In den zuständigen HQ in Bamako hoffentlich schon. Einige Hintergründe, die zwar OK zentral sehen, was aber in täglicher Praxis des Terrorismus fließend sein dürfte im Link.
    Ausdrückliche Zustimmung, dass EUTM auf o.g. „Mentoring durch Begleitung“ nicht vorbereitet ist, vor allem nicht mental hinsichtlich derzeitiger Kontingente.
    Das ließe sich relativ kurzfristig durch Verwendung von Inf und PzGren verbessern, was auch ein mehr an taktischer Mobilität hinzufügen würde. Gestützt durch KamphubSchr wäre rasche Schwerpunktverlagerung in der Tiefe des Raumes erreichbar.
    https://reliefweb.int/report/burkina-faso/iom-displacement-tracking-matrix-dtm-liptako-gourma-crisis-monthly-dashboard-2

  19. @briscard:
    Ich stimme Ihnen insoweit zu, dass Deutschland keinen wirklich schlüssigen Beitrag zur europäischen Strategie in der Sahelzone liefert.
    War hier ja auch mehrfach Thema:
    https://augengeradeaus.net/2019/12/mehr-militaerisches-engagement-im-sahel-fragen-dazu-in-der-bundespressekonferenz/

    Die Ministerin erwähnt zwar seit Monaten die Bedeutung der Sahelzone und ein stärkeres deutsches Engagement, aber konkret dargelegt wurde dies bisher nicht.
    Mal sehen was bei der Mandatsverlängerung von EUTM so alles vorgeschlagen wird.

    @KPK:
    Train, advice, assist, mentor ist keine Nebenaufgabe für reguläre Kräfte, sondern – professionell gemacht – eine sehr eigene Aufgabe. Das wussten die Amerikaner mal, haben es aber auch verlernt.

  20. Operation Takuba, unterstellt unter Barkhane, ab heute aufgestellt und im Einsatz.
    Wesentlich bildet eine französische Spezialeinheit gemeinsam mit Spezialeinheiten europäischer Partner im Rahmen einer gemeinsamen SOF Unterstützung malischer Truppen im Drei-Länder-Eck der Region Liptako-Gourma ab. (S. a. 26.03.2020 um 11:38 Uhr)
    Nach Angaben des NLD VgMin firmiert Takuba als multinationale europäische „Combined Joint Special Operations Task Force (CJSOTF)“. Von dort wurde auch die Aufstellung zum heutigen Tag mitgeteilt.
    Frankreich stellt den Kern nicht nur dieser Truppe im Sahel, eine Übersicht:
    https://www.diplomatie.gouv.fr/de/aussenpolitik-frankreichs/frankreichs-internationaler-einsatz-gegen-den-terrorismus/frankreichs-einsatz-in-der-sahelzone/

    [Den eigentlichen Link, nämlich zu der Aussage, dass Takuba heute seinen Einsatz begonnen hat, haben Sie vergessen:
    https://www.defensie.nl/actueel/nieuws/2020/03/27/nederland-steunt-mali-bij-gevechtsoperaties-tegen-terroristische-groeperingen
    T.W.]

  21. Noch ein Hinweis zu Takuba:
    In einer gemeinsamen Erklärung der „Sahel-Unterstützer-Staaten“ hat auch Deutschland die Gründung von Takuba begrüßt:
    https://www.defense.gouv.fr/actualites/articles/task-force-takuba-declaration-politique-des-gouvernements-allemand-belge-britannique-danois-estonien-francais-malien-neerlandais-nigerien-norvegien-portugais-suedois-et-tcheque

    Warum wir uns jedoch nicht mal symbolisch beteiligen verstehe ich weiterhin nicht.
    Ich kenne auch weiterhin keine offizielle Begründung.

    Der nächste Schritt ist dann die hier diskutierte Erweiterung der EUTM-Mission.

    In den nächsten 6 Wochen muss die Koalition Farbe bekennen.

    [Nach der ebenfalls „gemeinsamen Erklärung“ unter deutscher Beteiligung zur Überwachungsmission in der Straße von Hormuz ist das der zweite Fall innerhalb kurzer Zeit, dass solche Erklärungen weder vom Auswärtigen Amt noch vom Verteidigungsministerium veröffentlicht werden. Langsam sieht es nach System aus… Danke für den Link. T.W.]

  22. DLF Nachrichten am Morgen: Deutschland unterstützt politisch. Dann ist ja alles gut.

    Früher hieß solch Verhalten,“ spring Du Kamerad, ich geb Deckung“!

  23. Hallo zusammen,

    kann mir jemand aus der Runde ad hoc sagen, wie lange ungefähr die einzlenen Ausbildungen für die malischen Soldaten dauern? Ich habe z.B. mal etwas von 12 Wochen für die Ausbildung zum Luftwaffensicherungssoldaten gelesen. Wie sieht es bei den anderen Ausbildungelementen aus (unabhängig, ob Infanterie, Pionier etc.? Gibt es vorher eine Art gemeinsame Grundausbildung und/oder evtl. noch eine Spezialgrundausbildung? Danke!

  24. @KPK:
    Richtig, so langsam erwartet man in den anderen europäischen Hauptstädten bei potentiell kinetischen Missionen gar keine deutsche Beteiligung mehr.
    Gleichzeitig unterstützen wir weiterhin „politisch“. Da sind die anderen Staaten sicherlich überaus dankbar.

    Die Widersprüche werden dabei aber immer stärker und zahlreicher. Da die gemeinsame Erklärung zu Takuba ja auch eine enge Zusammenarbeit mit EUTM Mali einfordert.
    Deutschland begrüßt also Mentoring im Rahmen von Takuba und hat taktisches Mentoring bei EUTM Mali mitbeschlossen.
    Die Verteidigungsministerin betonte in ihrem heutigen FAZ-Interview („Wir wollen und müssen durchhaltefähig sein“) auch die Bedeutung der Fortsetzung des Kampfes (!) in Mali in Zeiten der Coronakrise.
    Was nun wirklich konkret „robuster“ werden soll am deutschen Engagement wurde nach Monaten auch noch nicht dargelegt.

    Ziellos, planlos, sinnlos.

  25. @MK:
    In der Theorie sollten ja zunächst nur 4 Gefechtsverbände grundlegend ausgebildet werden und dann sollte der Einsatz 2014 (!) enden. Das war natürlich quantitativ und qualitativ unzureichend. Also wurden nochmals 4 Gefechtsverbände einer Art Grundausbildung unterzogen.
    Dann folgten verschiedene Spezialgrundausbildungen (SGA) und Lehrgänge für Führungskräfte und Multiplikatoren, wobei die Zeitansätze jeweils ungefähr wie bei uns sind.

    Das Problem dabei:
    Es gibt kein richtiges System der Personalführung. Somit wird teilweise Personal aufwendig ausgebildet (z. B. C-IED), wird dann aber fachfremd eingesetzt.
    Siehe auch weiter oben der französische Bericht. Zudem sind unsere Vorstellungen einer SGA oder Führerausbildung nicht auf die dortigen Verhältnisse übertragbar.

    Zur Veranschaulichung noch etwas aus der Praxis: https://youtu.be/3KxsjfDz1HY

    Fazit:
    Zeitangaben einzelner Lehrgänge sagen echt wenig über den Fortschritt aus.

  26. Memoria sagt:
    28.03.2020 um 17:10 Uhr
    Sehe ich auch so.
    Jedwede Beteiligung an der formgeänderten EUTM wie auch an der Op TACOUBA sollte durch unsere Entscheider sehr gut abgewogen werden(nicht nur die Solidarität mit FR angesichts fehlender eigener Konzepte vorschieben, vielleicht auch mal Eigenes entwickeln), denn:
    – Die frz Politik des françafrique (postkolonial) hat zunächst dem Verfall Malis 2012 zugesehen, um 2013 mit SERVAL den Vormarsch der Allianz von MNLA und Djihadisten zunächst zu beenden. Mit einer Trias von Barkhane (Anti-Terroreinsatz im gesamten SAHEL), der MINUSMA zur Ruhigstellung von Nordmali und der EUTM zur Ertüchtigung der malischen Armee FAMA wollte FR seinen afrik. Hinterhof stabilisieren. Da die Djihadisten stärker wurden und sich auch Zentralmali festsetzten , wurde in Mali wie auch in FR Kritik laut an der MINUSMA(kein robustes Mandat) und der EUTM ( Le général [2S] Castres, ex-chef des opérations à l’EMA: « La mission EUTM qui forme les bataillons maliens transpose et impose des modèles européens aux Forces armées maliennes dont je doute qu’ils soient adaptés à la situation locale“).
    – Nach dem Absturz 2er Hschr hat FR sein opKonzept geändert, Barkhane um 600 Sold verstärkt und die FAMA stärker in die Op SP 3Ländereck eingebunden. Mit der Op TAKOUBA ist beabsichtigt, das Versäumte (Einziehung von Korsettstangen in die FAMA, um deren Verluste zu minimieren und mehr Truppe im AT-Einsatz zu generieren). Nach frz Vorstellung sollen die „Begleiter“ der FAMA „leur donner de la confiance et les rendre ainsi plus efficaces“Gen Castres(Selbstvertrauen geben und effektiver machen).
    Es ist fraglich, ob dieser Ansatz bei dem aktuellen Zustand der FAMA greifen wird, da mit den ad-hoc aufgestellten/zusammengewürfelten und daher nicht gewachsenen und wenig eingespielten Einheiten die „Begleiter“ sich nicht auswirken können. Die Konfliktlösung bedarf überdies eines ergänzenden politischen Ansatzes unter Berücksichtig des Zustandes Malis(wenn nicht gar seiner „kolonialen“ Vorgeschichte/Entstehung, von dem zZ noch nicht viel zu sehen ist. Auch hier wäre D gefordert.

    [So, Sie gehen jetzt mal in geistige Quarantäne und denken darüber nach, ob die ganzen truppeninternen Abkürzungen nach dem Muster „Op SP 3Ländereck“ hier außerhalb der Ohnehin-Kenner irgendeinen Sinn ergeben. Danke. T.W.]

  27. „Die Krise in der afrikanischen Region [Sahel] wird zu Frankreichs ewigem Krieg“ unterstellt NYT.
    Die FRA Verstärkung um 600 Mann besteht auch aus 180 Legionären. Die DEU-FRA Freundschaft bewährt sich gegenwärtig bei #Corona. Ebenso erforderlich ist aber weiterhin und damit ein tatsächlicher Prüfstein, dass der zugesagten politischen Unterstützung in der Operation TACOUBA Truppe folgt. Eine bloße Umwidmung der EUTM reicht nicht.
    https://t.co/iAGLMbacJ3?amp=1

  28. Op Takuba der in Region Liptako,
    Absicht:
    – Durchführung von Terrorismusbekämpfungseinsätzen und
    – Ausbildung lokaler afrikanischer Streitkräfte.
    Ziel:
    – Militäreinheiten der Gastländer übernehmen die volle Verantwortung zur Durchführung von Sicherheitsmission in der Terrorbekämpfung.
    „Schweden wird bis zu 150 Mann Spezialeinheiten schicken“, weiß jemand Genaueres?
    https://sof.news/africa/task-force-takuba/

  29. @briscard:
    Ich habe auch den Eindruck, dass Frankreich die Lage immer mehr entgleitet und man nun u.a. durch mehr militärischen Druck versucht die Sicherheitslage zumindest zu stabilisieren.
    Dabei soll Takuba mit hochwertigen Spezialkräften die malische Armee unterstützen. Ich kann aktuell aber auch nicht erkennen wer diese malischen Einheiten sein sollen.
    Oder gibt es eine Art von Eliteeinheiten wie in Afghanistan (u.a. Commando Kandak) oder Irak?

    @KPK:
    Nur weil etwas politisch unterstützt wird, heißt nicht, dass es bald auch praktisch unterstützt wird. Schon bei EUTM sind wir ja seit Jahren der Bremser.

    Schweden leistet damit übrigens mehr als Deutschland bei OEF.

  30. @TW.: Danke, hilfreicher Hinweis.
    @ memoria:
    Nachdem die Einheiten/Verbände die EUTM-Ausbildung beendet haben, werden sie als Groupement Tactique Interarmes (GTIA) eingesetzt. Kern dieser Groupement ist jeweils ein Infanteriebataillon der malischen Armee (FAMA). Hierüber könnte allenfalls EUTM mehr wissen.
    An kampfkräftigeren Spezialverbänden stehen zur Verfügung:
    + 33 Regiment Commando Parachutiste in Bamako. Eine Kompanie dieses Regiments wurde als Teil der G5-Sahel-Eingreiftruppe in Boulikessi von Djihadisten(Al Qaida) am 29.09.2019 angegriffen; von den 120 Soldaten fielen 30, 60 wurden vermißt und 4 verwundet.
    + Bataillon Autonome des Forces Spéciales (BAFS) à Samako(Zentralmali).

  31. @briscard:
    BAFS ist aus meiner Sicht vergleichsweise stark von den USA geprägt (letztes Beispiel: https://ml.usembassy.gov/u-s-army-provides-civil-military-training-to-malian-troops/).
    Das 33. Regiment Commando Parachutiste in Bamako erweckt bei mir vorallem den Eindruck einer Leibgarde für die Staatsführung.

    BAFS wäre somit der beste Nukeleus für ein Partnerverband bei Takuba. Man müsste sich „nur“ international einigen wie das Konzept aussehen soll und wer, wann, was macht.

    Abgesehen von diesen taktischen und operativen Fragen ist aus meiner Sicht die strategische Ebene weiterhin das Hauptproblem (wie in all den Staatszerfallskriegen der letzten Jahrzehnte).
    Wo ist der umfassende positive Ansatz einer neuen Regierung über Ethnien hinweg?
    Solange wir im Kern nur ein System aus klientelistisch-kleptokratischen Netzwerken stützen, hilft die beste Ausbildungsunterstützung wenig.

  32. @ Memoria sagt:
    „BAFS wäre somit der beste Nukeleus für einen Partnerverband bei Takuba“
    + Mit ihrer Beurteilung der Lage in Mali d’accord. Das Bataillon Autonome des Forces Spéciales et des Centres d’Aguerrissement (BAFS-CA) befindet sich unter der Schirmherrschaft der US-Special Forces. Die Special Forces Übung FLINTLOCK wird jährlich durch USAFRICOM durchgeführt, zu der das Bataillon bislang eingeladen wurde. Daneben betreibt BASF ein Zentrum für die Kommandoausbildung innerhalb der malischen Armee. Da BASF bislang bei Einsätzen nicht bemerkt wurde und mit dem Ausbildungszentrum wohl gebunden ist, ist mit ihm als Kern eines zu begleitenden Anti-Terror-Einsatzverbandes wohl nicht zu rechnen.
    + Das 33. Regiment Commando Parachutiste kann wohl als kampfkräftigster Verband der malischen Armee bezeichnet werden; es war bislang der G5-Sahel-Eingreiftruppe im Anti-Terroreinsatz unterstellt, wobei es 2019 eine Kompanie verlor. Hat im Verlauf der letzten Jahre immer wieder ausländische Ausbildungsunterstützung, vornehmlich durch die US-Army erhalten. Das Selbstverständnis des Regiments war in der Tat bis 2012 das einer „Prätorianergarde“ für den jeweiligen Präsidenten.
    + Tacouba soll 2021 voll einsatzbereit sein. Barkhane wird über seinen Poste de Commandement Interarmées de Théâtre (PCIAT) der Force Conjointe du G5 Sahel in N`Djamena (Tschad) Tacouba führen, was die frz. Armee sicherlich professionell und durch Beteiligung des Commandement Opérations Speciales (Pau) auch robust durchführen wird. Damit wird operatives Neuland betreten; die Umsetzung des Auftrages, mit einer europäischen Truppe „afrikanische“ Truppenteile in den Einsatz zu führen, dies(vorerst noch) aus „sicherer“ Entfernung zu beobachten wird neue Erfahrungen zutage fördern.

  33. @briscard:
    Vielen für die Einblicke.
    Umso sinnvoller wäre es ja politisch, militärpolitisch und militärisch gerade für Deutschland sich – wie die Niederlande – mit Stabspersonal zu beteiligen.

    Aber das ist vielleicht auch schon zu politisch heikel für manche: Es könnte ja wieder zu Diskussionen rundum eine „Zielliste“ (JPEL) kommen.

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