Freie Bahnfahrt in Uniform: Auch die Kanzlerin ist dafür (Zusammenfassung)

Für den Plan, Bundeswehrsoldaten in Uniform freie Fahrt mit der Bahn zu ermöglichen, hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Unterstützung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das machte Regierungssprecher Steffen Seibert deutlich.

Kramp-Karrenbauer hatte in der Regierungserklärung nach ihrer Vereidigung am 24. Juli das freie Bahnfahren in Uniform als ein wesentliches Mittel genannt, die Sichtbarkeit der Soldaten in der Gesellschaft zu erhöhen. Den Vorschlag gab es allerdings schon länger vor ihrem Amtsantritt: Nach Angaben des Verteidigungsministeriums laufen die Gespräche darüber mit der Deutschen Bahn bereits seit Anfang des Jahres. Zu Zwischenständen wollte Ministeriumssprecher Kapitän z.S. Frank Fähnrich nicht Stellung nehmen.

In der Frage-und-Antwort-Runde in der Bundespressekonferenz am (heutigen) Montag, in der die entsprechenden Fragen an das Verteidigungs- und an das Verkehrsministerium gingen, meldete sich überraschend dann auch Regierungssprecher Steffen Seibert zu Wort. Die Kanzlerin begrüße diese Absicht ausdrücklich, sagte Seibert.

Die Aussagen von Fähnrich und Seibert dazu zum Nachhören:

BPK_Bahnfahrt_Soldaten_12aug2019     

 

 

Zuvor hatte die Ministerin im ZDF-Morgenmagazin erneut betont, wie wichtig ihr diese Regelung ist  (hier zum Nachhören im zweiten Teil des Interviews). Am Wochenende hatte SpiegelOnline von schwierigen Verhandlungen zwischen Ministerium und Bahn angesichts finanzieller Forderungen des staatseigenen  Unternehmens berichtet.

Die freie Fahrt in Uniform gab es für Bundeswehrsoldaten früher schon mal – allerdings nur für die Wehrpflichtigen: Während ihres Wehrdienstes konnten sie die Bahn für Heimfahrten kostenlos in Anspruch nehmen. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 endete auch diese Regelung.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden die für die Wehrpflichtigen  anfallenden Fahrtkosten aus dem Verteidigungsetat bezahlt; die Höhe lies sich zunächst nicht feststellen. Eine Neuregelung, wie sie Kramp-Karrenbauer anstrebt, würde aber für alle Soldatinnen und Soldaten gelten.

Nachtrag: Das Transkript des Audios oben:

Frage: Ich wollte noch einmal zum Thema kostenlose Bahnfahrten für Bundeswehr-Soldaten fragen. Die Frage richtet sich an das BMVg und vielleicht auch an das Verkehrsministerium. Herr Fähnrich, wie ist denn jetzt die Abfolge? Also was planen Sie? Wie wollen Sie die offenbar bestehenden Schwierigkeiten überwinden? Vielleicht an das Verkehrsministerium: Ist irgendwie geplant, der Kabinettskollegin da zu helfen?

Fähnrich: Also vorab: Die Initiative, die die Ministerin auch in ihrer Rede genannt hat, ist ja nicht neu. Wir sind schon seit Anfang des Jahres mit der Bahn in Verhandlungen um zu gewährleisten, dass für Soldatinnen und Soldaten in Uniform die Bahnfahrten kostenlos sind.

Dazu laufen die Verhandlungen. Dazu laufen die Gespräche. Über den Ausgang dieser Gespräche werden wir Sie dann informieren, wenn wir sie abgeschlossen haben beziehungsweise ein Ergebnis vorliegen haben.

Zusatzfrage: Wer führt diese Gespräche?

Fähnrich: Das geht bis dahin, dass die Ministerin selber die Gespräche führt. Aber natürlich werden die Gespräche auf unterschiedlichen Ebenen geführt. Genaue Termine dafür habe ich nicht, falls das die nächste Frage sein sollte. Alles andere werden wir dann erst klären.

StS Seibert: Ich will, wenn ich darf, sagen, dass die Bundeskanzlerin diese Initiative, Soldatinnen und Soldaten in Uniform kostenlos Bahn fahren zu lassen, ausdrücklich begrüßt und unterstützt. Das sind Menschen, die tagtäglich einen Dienst für uns alle leisten, und mit dieser kostenlosen Bahnfahrt gibt es eine Möglichkeit – es sollte nicht die einzige sein -, Anerkennung und Dankbarkeit dafür zu zeigen. Die Gespräche darüber – Sie haben es gehört -, wie das konkret umzusetzen ist, also über die Modalitäten, werden ja geführt.

Strater: Ich kann das, was meine Vorredner hier gesagt haben, im Grunde nur unterstützen. Das ist grundsätzlich ein richtiger und guter Vorschlag. Aber die Gespräche laufen ganz konkret im Verteidigungsministerium, und man muss den weiteren Verlauf dort abwarten.

Frage: Herr Fähnrich, mit wem laufen die Gespräche von Ihrer Seite ganz konkret, nur mit der Deutschen Bahn, oder auch mit den Regionalgesellschaften? Da scheint es ja durch die Struktur bedingt unterschiedliche Ansprechpartner zu geben.

Zweite Frage: In der Truppe gibt es ja die Befürchtung, dass, wenn Bahnfahrten in Uniform kostenlos sind, das Ministerium das natürlich auch dazu nutzen wird, sonst mit dem Pkw zugelassene Dienstreisen auf die Bahn zu verlagern, weil das ja kostenneutral ist. Sind diese Befürchtungen berechtigt?

Fähnrich: Zu der ersten Frage: Mir sind Gespräche zwischen dem Ministerium und der Bahn bekannt.

Zur zweiten Frage – – –

Zuruf: „Bahn“ heißt „Deutsche Bahn“?

Fähnrich: Die Deutsche Bahn, ganz genau.

Zusatz: Keine Regionalgesellschaft.

Fähnrich: Mir sind die zwischen der Deutschen Bahn und uns bekannt.

Zu den Auswirkungen: Genau die sind ja Teil der Gespräche. Genau die sind Teil der Verhandlungen, die geführt werden müssen. Am Ende wird man sehen, was dort finanziert wird und was im Ergebnis dabei herauskommen wird.

Zusatz: Das habe ich jetzt nicht verstanden. Es geht doch konkret um die folgende Befürchtung: Ein Soldat muss von Bonn nach Berlin, um einmal ein sehr übliches Beispiel zu nehmen. Früher wäre er geflogen, und künftig sagt das Ministerium „Aber du kannst doch kostenlos Bahn fahren; jetzt fährst du Bahn“. Klimapolitisch ist das eine andere Frage, aber ist das rein inhaltlich und technisch absehbar?

Fähnrich: Wenn es eine Entscheidung über dieses Bahnfahren geben wird, dann wird es auch weitere Entscheidungen geben.

Frage: Herr Strater, Herr Fähnrich, es kursieren unterschiedliche Zahlen darüber, was das die Deutsche Bahn denn kosten würde. Könnten Sie mir da weiterhelfen? Über was für eine Höhe reden wir dabei?

Fähnrich: Da bleibe ich bei der Aussage, die ich vorhin und gerade gemacht und getätigt habe, dass die Gespräche darüber laufen. Genau dann, wenn die zu Ende sein werden, werden wir auch darüber informieren, was das zum Beispiel kostet.

Zusatzfrage: Entschuldigung, aber man wird ja ungefähr hochrechnen können, wie viele Soldaten in Uniform die Bahn nutzen würden. Geben Sie mir gerade einmal einen Anhaltspunkt. Über was für Größenordnungen reden wir denn da?

Fähnrich: Ich glaube, jede Zahl, die ich jetzt nennen würde, würde nicht dem gerecht werden, was am Ende herauskommen wird. Somit würde ich mich an diesen Spekulationen jetzt auch ungern beteiligen.

Zusatzfrage: Herr Strater?

Strater: Keine Ergänzung.

Frage: Herr Fähnrich, offenbar liegt eine Schwierigkeit auch in der Frage, welche Züge von der Bahn zur Verfügung gestellt werden können oder für welche Züge kostenloser Transport angeboten wird. Die Bahn, so liest man, möchte es gerne auf weniger stark frequentierte Züge konzentrieren oder limitieren, während das Verteidigungsministerium offenbar eine möglichst breitflächige Nutzung möchte. Nun kommt aus dem politischen Raum der Vorwurf, dass die Bundeswehr vor diesem Aufschlag offenbar gar nicht einmal gemeinsam mit der Bahn geprüft habe, welche Transportkapazitäten überhaupt zur Verfügung stehen. Wie reagieren Sie auf diesen Vorwurf? Haben Sie also einen Aufschlag gemacht, haben gesagt „Wir wollen das“ und gar nicht einmal geprüft, was die Bahn eigentlich derzeit leisten kann?

Fähnrich: Das ist ja immer eine Diskussion, und Verhandlungen werden ja geführt, indem auf der einen Seite Angebote gemacht werden, aber auf der anderen Seite wird der Bedarf genannt. Wichtig ist für uns, dass die Soldatinnen und Soldaten von ihren Dienstorten, die ja nicht unbedingt in jeder Metropole unseres Landes liegen, sondern vielleicht auch an entlegenen Stellen, bis zu ihrem Heimatort eine vernünftige Verbindung haben und diese zur möglichen Zeit auch kostenlos erhalten.

Zusatzfrage: Das verstehe ich. Aber was machen Sie, wenn die Bahn in den Verhandlungen sagt „Sorry, das, was ihr hier gerne hättet, können wir gar nicht leisten, weil wir dafür nicht die Kapazitäten haben“? Was machen Sie dann? Müssen Sie sich dann nicht doch den Vorwurf gefallen lassen, einen populären Vorschlag gemacht zu haben, ohne vorab zu prüfen, wie realisierbar das ist?

Fähnrich: Ich würde ganz gerne die Verhandlungen und die Ergebnisse dieser Verhandlungen abwarten und das Ob, Wenn und Oder danach beantworten.

(Archivbild April 2008, Alter schon erkennbar an Zeitung statt Smartphone: Soldaten auf dem Berliner Hauptbahnhof – Martin Stollberg/Bundeswehr)

92 Gedanken zu „Freie Bahnfahrt in Uniform: Auch die Kanzlerin ist dafür (Zusammenfassung)

  1. @ Küstengang01 sagt:
    12.08.2019 um 14:05 Uhr

    Genau so funktioniert es für die Bahn. Das das auch benutzt wird kann man an dem recht medienwirksamen Fall vom Mai 2018 in Flensburg sehen (Leicht zu finden mit ‚Bahn, Polizistin, Flensburg‘). Es kam dort im IC zu einem Messerangriff zwischen zwei Personen woraufhin im Zug nach mitreisenden Polizisten gerufen wurde, woraufhin eine entsprechend mitreisende Polizistin im Rahmen der Streitbeilegung ebenfalls mit einem Messer attackiert und verletzt wurde und daraufhin den Angreifer erschossen hat. Da kann sich jeder dann denken wie ‚günstig‘ das Bahnfahren für Polizisten dann ist oder sein kann.

  2. „W. Oerter sagt: 13.08.2019 um 13:12 Uhr
    Die Bundeswehr schafft es wieder einmal, das Sommerloch mit einem Thema zu füllen.“

    Der Bundeswehr? Nee. die Ministerin ist nicht Bundeswehr, die ist Politik.

  3. Die Idee ist eigentlich gar nicht so übel, da man somit nicht nur die Repräsentanz in der Öffentlichkeit festigen würde, vielmehr könnte man somit auch einige Verkehrsunfälle, gar Tode, von Soldaten verhindern, wenn diese in der freitäglichen NATO-Rallye quer durch die Republik pendeln.

    Das prognostizierte Scheitern kommt daher zustande, da die DB AG ein profitorientiertes Unternehmen ist und keinerlei Interesse daran hat etwas ohne Gegenwert zu verschenken. Hinzu kommt dass das BmVg nicht bereit ist massig Geld auszugeben. Wenn also beide Parteien mit minimalem Einsatz glänzen, dann kann am Ende nur ein Rohrkrepierer herauskommen.

  4. @Alpha November
    Jup genau das ist der Hintergedanken der Bahn bei der Kostenlosen Mitnahme von Polizisten. Und in den Rahmenverträgen mit dem Bund und den Ländern steht auch drin,… „Uniformierte und Bewaffnete Polizeibeamte.“
    Aber auch ich hab die Vorteile schon genossen. Schlägerei im ersten U-Bahn Wagen und zwei Haltestellen vorher sind drei Polizisten eingestiegen. Man war das einfach die über Lautsprecher auszurufen, das hat mir 10 Minuten Verspätung zum Feierabend gespart.

  5. Der Blick über den Atlantik ist meistens ein schlechter Vergleich. Zum einen ist die Liebe der Amerikaner für Ihre Streitkräfte wohl ziemlich einzigartig und auch wenn neidisch beäugt, schwer nachzuvollziehen. Allerdings gibt es selbst dort keine Freifahrt- oder Flugtickets, sondern i.d.R. nur Rabatte. Und Rabatte sind ja auch ein zweischneidiges Schwert.
    Die Wochenendpendler oder schlicht Pendlerproblematik ist in der Tat in Deutschland eine Besonderheit der BW, allerdings hat sich dies ja für viele Kameraden mittlerweile zu einer gerne genutzten Einkommensquelle entwickelt, da mit Trennungsgeld und z.T. finanzierter 2. Wohnung es sich ja doch ganz gut leben lässt. Das dies mittlerweile absurde Blüten treibt, wie die Ablehnung heimatnaher Verwendungen, da man ja dann auf das Trennungsgeld verzichten müsste, zeigt, auf welchem hohen Niveau das Klagen in diesem Bereich ist. Einem TG Empfänger noch eine BC100 hinterherzuwerfen würde meines Erachtens endgültig den Rahmen sprengen und ist auch der Öffentlichkeit nicht mehr zu vermitteln. Und bei allem Stolz auf unseren Beruf: Der Großteil der BW rettet jetzt nicht jeden Tag die Welt. Ein wenig mehr Respekt in der Gesellschaft wäre ja ganz nett, aber der heimische Schreibtischkrieger oder tapfere Verteidiger der BK in Camp Marmal muss jetzt ja nicht überall als Kriegsheld gefeiert werden.
    Auf der anderen Seite: Der Soldat ist auch immer gut im Meckern: Die Ministerin will uns umsonst Bahnfahren lassen. Und was tun wir? Wir lamentieren…

  6. @Küstengang01

    Das die Marine nur in erster Geige die Kaserne verlassen darf ist nicht mehr aktuell. Auch einem Marinesoldaten (und damit meine ich nicht nur die Marineuniformträger aus den Org–Bereichen) ist es mittlerweile per Vorschrift in einigen Fällen gestattet, im Feldanzug in der Öffentlichkeit aufzutreten.

  7. Ich fahre viel mit der Bahn, vor allem zeitlich gesehen. Zu meinem Standort brauche ich an einem Sonntag mindestens fünf Stunden. Mit dem Auto sind es weniger als zwei.
    Der Standort ist dann noch so gut angebunden, dass der letzte Bus vom Bahnhof Sonntags vor 20 Uhr fährt, womit ich also spätestens 15 Uhr los muss.
    Und da die Bahn öfter mal Probleme hat normalerweise sogar nochmal eine Verbindung früher, also um 13 Uhr. Es handelt sich dabei nicht um einen kleinen Standort, sondern einen der Größten die wir haben.

    So lange das so bleibt wird keiner freiwillig Bahn fahren, auch wenn es kostenlos ist.

  8. Man vergesse nicht die Besitzstruktur der DB AG. Es ist schon ein starkes Stück, wenn ein Unternehmen, das sich im Endeffekt im Staatsbesitz befindet, der Regierung ebendieses Staates sagt: Nö. Mal abgesehen davon, dass sich der finanzielle „Schaden“ ohnehin in Grenzen halten dürfte. Denn wie viele Soldaten fahren derzeit mit dem Auto anstatt mit der Bahn, weil sie die hohen Ticketpreise scheuen?

  9. @ Pilotentaucher

    Ja, das habe ich auch erlebt, das Sonntagabend an einen Bw-Standort in Schleswig-Holstein, an dem viele Soldaten auf Englischlehrgang waren, die Busverbindung für die letzten 3 km vom Bahnhof zur Kaserne so angesetzt wurden, das für es für Wochenendpendler uninteressant wurde, die Bahn zu benutzen.

    Ich unterstelle im Nachhinein, das dies nicht zufällig so arrangiert wurde.

  10. @Sailor
    Mag sein die ZdV wurde bestimmt überarbeitet seit meiner Dienstzeit.
    Allerdings hat der Bordsoldat wohl immer noch nur ff. Uniformen im Spind.
    -Geige
    -BGA
    -Tropen BGA
    -Sportanzug
    Grün wird den Jungs und Mädels in der Regel nach den Lehrgängen wieder abgenommen.
    Bleibt in der Regel nur die Geige wenn man die Kaserne weiter verlässt als eben um die Ecke zum Supermarkt. BGA ist für die Heimfahrt immer noch Tabu.

  11. Endlich setzt sich eine Ministerin mal aktiv für ihre Soldaten ein und was machen wir ? Wir stellen uns munter selbst in Frage. Und so lange der Soldatenberuf (oder Berufung) als normale Berufsgruppe mit der Primärmotivation in den Köpfen verankert ist, hat dieses Land eine recht große Schieflage. Zum Thema Geldscheffeln mit TG: Meine Familie und Ich, wir würden gern die 100 km tägliche Fahrt einschl. nette Rushour morgens und abends gegen ein bezahlbares und schönes Heim in Kasernennähe eintauschen. Iss aber nich und genauso wenig ist es sinnvoll möglich die Bahn von Tür zu Tür zu nutzen. Melde mich ab

  12. „muck sagt:
    14.08.2019 um 1:36 Uhr
    Man vergesse nicht die Besitzstruktur der DB AG. Es ist schon ein starkes Stück, wenn ein Unternehmen, das sich im Endeffekt im Staatsbesitz befindet, der Regierung ebendieses Staates sagt: Nö.“

    Nein, ist es nicht. Wie weiter oben schon beschrieben, muss die DB Fernverkehr AG nach aktuellem Rechtsrahmen eigenwirtschaftlich arbeiten. Die Deutsche Bundesbahn als Sondervermögen des Bundes ist seit 1. Januar 1994 Geschichte.

  13. „Die freie Fahrt in Uniform gab es für Bundeswehrsoldaten früher schon mal – allerdings nur für die Wehrpflichtigen: Während ihres Wehrdienstes konnten sie die Bahn für Heimfahrten kostenlos in Anspruch nehmen. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 endete auch diese Regelung.“

    Nur ein Hinweis: Diese Regelung besteht unverändert und gilt für alle Soldaten die freiwilligen Wehrdienst leisten. Sie erhalten von der Dienststelle einen Berechtigungsausweis, der in Verbindung mit dem Truppenausweis als Fahrkarte für die Fahrt zwischen der Dienststelle und dem Wohnort auf allen Verbindungen der Deutschen Bahn dient (inklusive Bus und Nahverkehrszüge sofern diese die durchgehende Abfertigung mit der DB vereinbart haben).
    Also gleiches Verfahren wie für Wehrpflichtige nach dem Wehrpflichtgesetz.

  14. Das Thema ist ja interessant und ließe sich vermutlich wirklich unbürokratisch handhaben. Allerdings wurden ja viele Probleme hier auch schon aufgezeigt. Es wurden auch verschiedene Ansätze aufgezeigt. Nun mal meine Gedanken dazu.

    1. BC 100? Halte ich für vollkommen falsch. Dann könnte jeder, immer, egal warum kostenlos fahren.
    2. Uniform in Kombination mit Truppenausweis? Wäre vermutlich der leichteste und einfachste Weg. Allerdings wurden hier ja auch schon verschiedene Stolpersteine aufgezeigt.
    3. Die franzöische Regelung: finde ich fast noch am besten.

    Generell muss man sich aber fragen ob das überhaupt was bringt und wenn ja wie setzt man es um? Ich habe mal versucht zu einer Wehrübung mittels der Deutschen Bahn anzureisen. Ich wohne im Raum Mannheim, einer wirklich vorbildlich an das Schienensystem angebundenen Großstadt und brauche so eine knappe halbe Stunde um zum Hauptbahnhof zu kommen. Meine Frau und ich haben ein Auto, daher erschien die Bahn als logische Wahl. Die Wehrübung sollte im mir bis dahin wenig bekannten Volkach stattfinden. Tja, da haben wir dann aber ein Problem. Die Bahn fährt mich mit dem ICE von Mannheim nach Frankfurt (30 Minuten) , von Frankfurt mit der Regionalbahn nach Schweinfurt (2,5 Stunden) und dann…tja, wird aus der Bahn ein Bus, damit man in Volkach Bahnhof (1 Stunde) ankommt. Von da muss man sich dann aber noch irgendwie zur Kaserne bewegen. Inklusive zum Hbf und zur Kaserne mit Umstiegszeiten ist man dann gute 5,5 Stunden unterwegs. Vorausgesetzt die Bahn wird nicht vom eigenen Fahrplan überrascht wie ihr das gerne mal vor Frankfurt passiert und man seinem Regionalzug winken kann wenn er wegfährt.
    Dabei muss man dann noch das ganze Gerödel mitschleppen, was im Zug eventuell noch irgendwo verstaubar ist, aber im Bus zum Problem wird.

    Mit dem Auto brauche ich für die selbe Strecke knapp über zwei Stunden.

    So weit so Einzelschicksal und wo ein Soldat ist, da ist auch ein Weg und es hat natürlich irgendwie geklappt. Aber: wenn man ein deratiges Programm (Soldat fährt kostenfrei Bahn) auflegen will sollte man sich anschauen wie viele Nutzer gibt es denn? Funktioniert das überhaupt? Haben wir eventuell zu viele Standorte da wo Niemand hinkommt, bzw. wieder wegkommt? Volkach ist nicht der Nabel der Welt, aber immer noch besser zu erreichen als manch anderer Standort der Bundeswehr.
    Meiner Einschätzung nach kann man hier keine übermäßige Nutzerschaft erwarten, daher sollte darum nicht eine übermäßige Bürokratie aufgebaut werden. Wenn das Ganze funktionieren soll muss es soldatensicher sein.
    Zwei Varianten halte ich für denkbar:
    Uniform + Truppenausweis = gute Fahrt (das wäre die voll subventionierte Variante, Neiddebatte inklusvie)
    BC50 Soldatenvariante (kann meinetwegen nur über BW beantragt werden) + Uniform = gute Fahrt (die BW würde die BC50 bezahlen, oder teilbezahlen wie auch immer und der Soldat hat pro Fahrt in Uniform 50 % Kosten gespart)

    Wenn man so etwas macht sollte es wirklich eine Lösung sein bei der nicht zig Stellen eingeschaltet werden oder ein neues Buchungsportal erfunden wird. Das will keiner…am wenigsten der arme Mensch der das nachher kontrollieren muss.

  15. @Küstengang01
    Nur zur Info

    Das Tragen des BGA auch auf der Fahrt nach Hause ist heute kein Problem mehr.
    Es ist gemäß A1-2630 110. Ausdrücklich gestattet

  16. Die (lediglich gut gemeinte) Idee, Soldaten grundsätzlich in Uniform die kostenlose Bahnfahrt zu ermöglichen, entpuppt sich bei verständiger Würdigung als Nebelgranate, um von (epochalen) Herausforderungen/Problemen der Bundeswehr abzulenken. Aus rechtlichen, tatsächlichen, praktischen und wirtschaftlichen Gründen wird die Idee sehr schnell verschwinden, auch wenn die Bundeskanzlerin sie für unterstützungsfähig hält. Im Übrigen ist es mehr als fraglich, ob dieses „Geschenk“ eher Segen oder Fluch wäre.

  17. Mich erinnert das an die Aktion Waschmaschine und Minister Leber Nicht wirklich nötig, nicht wirtschaftlich, zu aufwändig. Die Idee erscheint im ersten Moment gut, bei näheren Hinsehen nicht so einfach, die Folgen nämlich. Als Wehrpflichtiger ging mein Wäschesack an den Nachschubunteroffizier, als SaZ brachte ich ihn selbst zur Wäscherei oder in den EDEKA im Ort.

    Ich bin gespannt ob das etwas draus wird, oder ob die Ministerin es zugibt sich vertan zu haben. Oder ob jemand eine praktikable wenig aufwändige Möglichkeit entdeckt.

  18. „Johannes Rambo sagt:
    13.08.2019 um 20:04 Uhr

    Die Wochenendpendler oder schlicht Pendlerproblematik ist in der Tat in Deutschland eine Besonderheit der BW, allerdings hat sich dies ja für viele Kameraden mittlerweile zu einer gerne genutzten Einkommensquelle entwickelt, da mit Trennungsgeld und z.T. finanzierter 2. Wohnung es sich ja doch ganz gut leben lässt.“

    Man merkt, dass Sie diese „Gelddruckmaschine“ noch nicht am eigenen Leib erfahren durften. Nicht nur, dass es Mietobergrenzen gibt und alles an Kaltmiete und Nebenkosten darüber von den Soldaten selbst getragen wird, nein, das TG wird versteuert, der Tagessatz wegen Teilnahmemöglichkeit an der Truppenverpflegung deutlich reduziert. Damit bleibt nicht einmal mehr das Geld, sich im Discounter halbwegs vernünftig zu versorgen. Die Reisebeihilfen – alle 15 Tage gezahlt – decken die Kosten für die günstigste Fahrkarte abzüglich 50% wegen einer Bahncard 50, die einmal im Jahr gezahlt wird. Wer als Pendler nicht in den Genuss einer Fahrgemeinschaft kommen kann, zahlt bei vier, manchmal fünf Wochenenden in Monat allein bei den Fahrkosten immer drauf. Dabei werden Verschleiß und Reparatur eines Kfz mit 50.000 km + pro Jahr völlig außer Betracht gelassen. Dazu kommen die doppelten Ausgaben zu Hause, die ja nicht dadurch reduziert werden, dass man 5 Tage pro Woche nicht daheim ist.

    Für höhere Besoldungsgruppen mag das rein finanzielle Minusgeschäft ja noch tragbar sein, für PUO aber definitiv nicht mehr. Und, es ist dabei eine reine Vergleichsrechnung, ob tägliches Pendeln von zu Hause aus finanziell weniger belastet, als die Mehrkosten eines wöchentlichen Pendelns.

    Und so sieht die realität aus.

  19. @2Cent
    OK da hat sich tatsächlich einiges geändert. Danke für das Update.

    Einfach das Amerikanische Modell. Garnisonsstandorte mit 5000 bis 8000 Soldaten schaffen mit Schulen, Supermärkten, Bundeswohnungen und die Wochenendpendelei ist Geschichte. Heute muss man ja keine spontanen Nuklearschläge fürchten und deshalb darf auch gerne mehr als ein Battalion auf einem Fleck liegen. Würde auch das Versetzungsproblem lösen und Kosten könnte man auch sparen. Viel weniger BwDLZ ect. pp.

  20. Also ich kann ehrlich gesagt die ganze Kritik an der CDU/CSU Idee nicht nachvollziehen (eine hoffentlich bürokratiearme Umsetzung sei jetzt mal dahingestellt).

    Die Idee hat ja zwei Zielrichtungen:
    1. Anerkennung ggü. Sdt für ihren Dienst für DEU.
    2. Mehr und „normal/täglich/selbstverständlich“ Uniform in der Öffentlichkeit.

    Zu 1.: Das kann ich sicherlich auch mit anderen Maßnahmen erzeugen (selbst die hier mehrfach erwähnte dienstliche gesponserte BahnCard wäre ja eine solche)
    Zu 2.: Auch hier gibt es sicherlich auch zahlreiche andere Maßnahmen um das zu verbessern.

    ABER: Wenn (wie durch die Maßnahme ja ausdrücklich beabsichtigt) EINE Maße eine Kombination von beidem erreichen soll, dann halte ich die Idee nicht für schlecht.

    Natürlich gibt es wichtigere Projekte, natürlich muss man sehen ob der tatsächlich Output auch den finanziellen Input rechtfertigen, natürlich muss man auf eine möglichst bürokratiearme Umsetzung drängen, natürlich haben Autofahrer (egal ob aus Überzeugung oder aufgrund abgelegenem Dienstort) wenig davon. Aber im Ergebnis wäre es doch trotzdem eine Möglichkeit Ziel 1 und GLEICHZEITIG Ziel 2 zu erreichen. Ich für meinen Teil würde mich freuen, wenn es so käme (wiewohl ich zugebe, dass ich auch nicht in Tränen ausbrechen würde, wenn es nicht käme ;)).

    Ich finde die Tendenz in DEU – und im verstärkten Maße in Bw-Kreisen – zunächst einmal alles schlecht zu reden zunehmend nervig :(

  21. Da ich gerade als Fernpendler in der Bahn (Dauer ca. 3:35h für 215km) zur Heimfahrt sitze (und der Zug wg. Signalstörung bereits 15min auf freier Strecke steht), meine Gedanken zum Thema. Für diese Fahrt zahle ich übrigens mit BC50 24€
    Über welche Fahrten wird hier eigentlich gesprochen? Dienstreisen im Allgemeinen, Heimfahrten für Fernpendler oder tägliche Heimfahrten für Soldaten im näheren Umfeld des Standortes?
    Die erstgenannten sind immer kostenlos wenn gewünscht, die Fernpendler haben in der Regel eine BC und bekommen als TG Empfänger bereits jede 2.Fahrt bezahlt und die 3. Gruppe fällt aus, wenn die Regionalbahnen und der lokale ÖNPV nicht nutzbar werden. Also viel Wind um wenig.
    Zumal es mir im Traum nicht einfallen würde an einem Sonntag Abend in Grünzeug zur TG Wohnung zu fahren. Für Fahrten zu Lehrgängen oder auf Dienstreisen mit Ausrüstung werde ich den Zug aus rein praktischen Gründen nicht nutzen. Da zahle ich die Fahrt mit PKW lieber selber.

    Zusätzlich frage ich mich, wie wir dabei mit den Zivilbediensteten umgehen wollen. Zum ersten dienen die auch in der Bundeswehr und auf die fälligen Neiddebatten kann ich gerne verzichten.
    Von Einödstandorten (z.B. Holzdorf, Stetten etc.) die gar keine Bahnanbindung haben hat die Bw ebenfalls genug.
    Zusätzlich wird die Verwaltung bestimmt eine möglichst bürokratische Lösung finden, um sich dahingehend abzusichern, das auch keiner einen privaten Vorteil erlangen könnte. (Sarc Off)
    Letztendlich müssen die Soldaten das dann auch wollen und da fahren viele aus den genannten Gründen lieber PKW

  22. @Der Wanderer
    Der Bund ist aber immer noch Aktionär, und es sind die Anteilseigner, die letztlich den Kurs des Unternehmens bestimmen können, dürfen und sollen. Dazu gehören auch ökonomisch nachteilige (aber bspw. in puncto Politik, Umweltschutz oder Soziales Engagement vorteilhafte) Entscheidungen. Denn schließlich ist es das Vermögen der Anteilseigner, das die Unternehmensführung verwaltet und bewirtschaftet, nicht ihr eigenes. Das Land Niedersachsen hat z.B. als Anteilseigner erheblichen Einfluss auf Volkswagen dahingehend genommen, dass das Unternehmen an seinen Standorten mehr Geld in freiwillige Umweltschutzmaßnahmen steckt. Sie können mir nicht erzählen, dass der Bund als einziger Anteilseigner der Bahn nicht die Möglichkeit hat, Herrn Lutz dazu zu zwingen, das Projekt „Freie Bahnfahrt in Uniform“ abzunicken.

  23. GolfEcho83 sagt: Uniform + Truppenausweis = gute Fahrt

    Genau so und nicht anders soll es eigentlich sein – komplett ohne Bürokratie – Danke für diese schöne Idee für Soldaten..
    So viele seltsame Argumente hier in der Diskussion – es scheint, dass gerade Soldaten (sorry: bürokratische “Uniformträger” bzw eher sogar “Bedenkenträger”) alles möglichst schnell wieder zerreden wollen. Ist das eine “Berufskrankheit”?

    Die Idee war: “ Soldaten können in Uniform privat mit der deutschen Bahn umsonst fahren.”
    Im Detail also :

    Soldaten
    – Soldaten und nicht sonstige Leistungsträger, Bw-Beamte, Feuerwehrleute etc.

    Können
    – das Ganze ist freiwillig – wer nicht will muss auch nicht
    – und wer nicht will oder kann bekommt auch keine Kompensation
    – da wo es keine passende Verbindung gibt geht es dann halt eben nicht (ja – das Leben kann soo ungerecht sein)

    In Uniform
    – müssen diese also sichtbar anhaben, es geht nicht nur darum Soldat zu SEIN, sondern um die sichtbare Uniform
    – eine Selbstverständlichkeit, dass die Uniform auch anständig aussehen muss
    – wenn das dann bei der Marine z.B. diese “Geige” wäre, dann wird die halt angezogen
    – wer gerne anonym bleiben will: zahlt weiter wie bisher

    privat umsonst
    – dienstlich wird das Reisen ohne hin schon immer vergütet
    – das Ganze ersetzt nichts, kommt “on top”, ist eben eine Anerkennung, Sichtbarkeit und Sicherheitsgefühl (ja: gefühlt reicht schon)
    – es geht nicht nur um pendeln: eben auch komplett privat – wer im “Ausgehanzug” in Urlaub fahren will: gute Reise

    mit der deutschen Bahn fahren
    – es ist nicht die Rede von “kommen komplett umsonst von zu Hause in die Kaserne und zurück”
    – es ist nicht die Rede von sämtlichen Verkehrsmitteln, Privatbahnen, Rollern, Taxis …

    Also vielleicht einfach mal nur über eine schöne Möglichkeit freuen, und nicht gleich wieder alles zerreden, “verrechtlichen” und verkomplizieren und statt dem freundlichen kleinen Finger wieder sofort gleich den ganzen Arm (die “private Goldrandlösung”) fordern.
    Die Mentalität, die bei den Rüstungsprojekten zu Problemen führt, wird leider auch in dieser Diskussion wieder schmerzhaft deutlich – sind halt die gleichen Menschen. Einfach mal reflektieren.

    Angst vor der Neiddebatte? Dann halt nicht fahren – oder eben damit leben: Selbstbewusstsein und Stolz auf den Beruf wäre vielleicht auch eine m0gliche Einstellung :-)

    Und nun mögen die getroffenen Hunde bellen …

  24. @POO

    Sicherlich kann ich Ihre Argumentation nachvollziehen. Das könnte ein schönes Geschenk on top sein. Allerdings gibt es m.E. doch schon ein paar Punkte, die dagegen sprechen:

    – Es wird kein dringendes Problem gelöst.
    – Es wird eine sehr teurer Lösung.
    – Es droht ein Bürokratiemonster zu werden und
    – es besteht zumindest der Verdacht, dass das später mal gegen den Soldaten eingesetzt wird (Fahrt zum Lehrgang mit Bahn; wer Auto fahren will zahlt selber).
    – Außerdem befeuert es die Neiddebatte.

    In dem technischen Bereich, in dem ich arbeite, haben wir viele Probleme Personal zu gewinnen und zu Halten. Dass es keine kostenlosen Bahnfahrten in Uniform gibt, habe ich aber noch nie als Grund gegen eine Weiterverpflichtung gehört. Bei uns fahren sogar FWDLer trotz kostenloser Bahnkarte (in Zivil zu nutzen) lieber mit privaten Auto zum Dienst, weil die Anbindung zumindest gefühlt zu schlecht ist.

    Daher würde ich das Geld lieber dafür verwendet sehen, real existierende Probleme bei der Bundeswehr anzugehen. Für mich wirkt das so, als ob sich da nur jemand profilieren möchte.

  25. @POO

    Ich denke, dass viele hier Ihnen zustimmen. Ich eingeschlossen.

    Was hier im Blog oft in den Diskussionen statt findet ist so eine Art Realitäts-Check. Auch und gerade aus den Erfahrungen aus den in Summe der vielen hunderten (gar tausende?) Dienstjahren die hier versammelt sind.

    Also, ich Stelle für mich klar: wenn eine so einfache Lösung gefunden wird wie Sie beschreiben, fände ich das sehr gut

  26. @POO

    dankeschön für Ihre klaren Worte. Besser kann man es nicht bezeichnen – und der Brückenschlag zu den „Goldrandlösungen“ bei Rüstungsprojekten… sehr guter Vergleich bezogen auf die Zielgruppe.
    Umdenken ist angesagt… Bei den Soldaten, bei den Politikern, aber auch in der Bevölkerung!!! Geht nicht von hier auf jetzt – aber mit etwas Zeit und Beharrlichkeit ist es Möglich und gibt der Bundeswehr einen neuen (besseren) Stellenwert.

  27. @POO
    Beim Bund ist nichts, gar nichts einfach so da und unbürokratisch, ganz einfach so zu haben. Das haben Generation von Soldaten lernen und erleiden müssen. Die Kameraden sehen halt was damit einher gehen kann.

    Reisekosten bei TG…. gestrichen du kannst ja Bahn fahren. Egal ob man dann am Wochenende effektiv 13 Stunden nur Zuhause ist.

    Dienstreise…. sie können ja Bahn fahren. Egal ob man dann zwei Seesäcke und eine Kleidertragetasche dabei hat und 8 Stunden mit fünf mal umsteigen Unterwegs ist.

    Und Vater Staat wird bestimmt bei der alljährlichen Steuererklärung zu langen…. Kilometerpauschale, gestrichen sie bekommen kostenlose Freifahrten. Achja das müssen sie als geldwerten Vorteil versteuern.

    Am Ende gibt es da dann zwei Gruppen, die einen werden gewinnen weil sie ganz viel sparen und auch gut angebunden sind um das zu nutzen. Die anderen zahlen massiv drauf, können es nicht nutzen und haben einfach nur Frust im Bauch.

    Es kann da eigentlich nur eine Lösung geben. Es muss eine Berechtigungskarte geben (Bahncard, BW Ticket, ect…) das man beantragen kann wenn man davon etwas hat. Alle anderen können dann weiter machen wie gehabt.

  28. @ CeMoi und Insider: Daumen hoch (gerade was die Klarstellung angeht, dass man mit Trennungsgeld Geld verdient … auch aus eigener Erfahrung: es bleiben immer noch jede Menge Restkosten über … ein Blick in die Steuererklärung zeigt das deutlich)

    Und jetzt noch mal in aller Ruhe:
    Zum Trennungsgeld: gehen wir mal davon aus, dass die DB AG der Bw das als Leistung nicht schenkt, sondern die Bw dafür bezahlt: Sorry, das tut sie jetzt schon. Bei Wochenendpendlern in dem eine BC 50 und eine oder zwei Heimfahrten im Monat erstattet werden (steuerfrei, aber daher auch in der Steuerklärung bei der Doppelten Haushaltsführung gegen zu rechnen). Ob dann die BC 50 erworben wird oder nicht, bleibt dem Einzelnen überlassen. Kauft er sie aber, darf sie selbstverständlich auch für private Fahrten benutzt werden (und muss bisher nicht mal als geldwerter Vorteil versteuert werden … mal sehen, wie lange das bei der Debatte noch so bleibt).
    Bei Tagespendlern, also Mitarbeiter (egal ob zivil oder in Uniform) gibt es meist die Möglichkeit des Jobtickets. Dessen Kosten werden bei Soldaten mit einem Weg von mehr als 30 km (TG § 6) dann auch erstattet. Und auch hier ist die private Nutzung ausdrücklich erlaubt. am Wochenende darf auf ein Jobticket sogar die ganze Familie mitfahren … SKANDAL (sarc!)

    Von Dienstreisen muss man nicht mehr reden, da gibt es das Ticket von der Reisestelle sowieso (übrigens mit gutem Großkundenrabatt gekauft) und wenn man genug durch die Gegend fährt sogar eine BC 25 oder 50 in der ersten Klasse (als BC Business). Auch diese darf privat genutzt werden!

    Wenn man das nun alles zusammen betrachtet, dann bleibt nicht mehr viel übrig – alles natürlich unter der Annahme, dass die DB AG (als Wirtschaftsunternehmen) die Leistung nicht an die Bw verschenkt und auch noch all die vielen Regionalgesellschaften mitmachen. Und ganz ehrlich … das können wir wohl echt ausschließen, weil im Gegensatz zum bewaffneten Polizisten der Soldat, die Krankenschwester und der Feuerwehrmann eben keinen Mehrwert als Fahrgast bringt (übrigens: In Flugzeugen kann man nicht mal als Arzt einen Rabatt heraushandeln weil man ja bei einem Notfall an Bord helfen könnte).

  29. Lieber POO:
    Im ersten Moment kann man einfache Lösungen bevorzugen, aber man sollte auch immer die Lösung in der Langzeit betrachten.

    1. Müsste das in ein Gesetz gegossen werden, sonst wäre dies ein geldwerter Vorteil (kostenlose Bahncard 100) und den müssten dann alle Soldaten am Ende in Form von höherer Einkommenssteuer bezahlen. Egal ob sie mit der Bahn fahren oder nicht. (bin kein Verwaltungsjurist, aber so ist mein Gefühl)
    Für viele wird es dann am Ende weniger Netto geben. Bin ich strikt dagegen!
    2. Kommt dann zu Recht der Feuerwehrmann, der Zollbeamte, etc. und auch der zivile Mitarbeiter der Bundeswehr und klagt über die Bevorzugung der Soldaten.
    Ob das am Ende dem Soldaten hilft, wenn viele hunderttausende Menschen eine Missgunst gegenüber Soldaten empfinden?
    3. Kosten-Nutzen-Analyse ziemlich schlecht, weil wir hier beschrieben wurde einfach sehr wenige Soldaten mit der Bahn fahren können und werden.
    4. Völlig weltfremd zu glauben, dass man in seiner Freizeit die Uniform anzieht und mit der Familie zum Einkaufsbummel in die größere Stadt fährt oder in den Urlaub. Wir haben keine Verhältnisse wie in den USA und werden sie auch nicht bekommen.
    5. Problem Trennungsgeld wie hier schon beschrieben.
    6. Reine Geltungspolitik einer neuen Ministerin, dass das nur so wenige erkennen, erschreckt mich sehr.
    – Ein völlig nebensächliches Problem angehen und „lösen“ und am Ende steht man in den Medien auf der Titelseite und alle nicht betroffenen denken sich:
    „Die hat in den ersten 100 Tagen gleich mal ein Problem gelöst. Die hats ja drauf.“
    In Wahrheit hätte man in der Zeit aber auch wichtigere Dinge angehen können.

  30. @ CeMoi
    Das TG ist überwiegend mit dem hohen Mobilitäts- / Versetzungsdruck der BW zu rechtfertigen, aber es ist ebenso schwer zu leugnen, dass es zum Teil absurde Blüten trägt und zur „Pfennigsfuchserei“ anregt.
    Ich bin seit 13 Jahren Wochenendpendler oder schlimmer und TG Empfänger. Was am Ende vom TG übrig bleibt ist eine sehr individuelle Sache. Fakt ist aber, dass ein TG Empfänger deutlich mehr Geld erhält, als ein Kamerad oder ziviler Arbeitnehmer, der kein TG erhält und mit Ausnahme von Dienstreisen, auf allen Kosten sitzen bleibt. Kurzum, dass TG macht bereits jetzt, zumindest für die, die es beziehen die Bahnfahrtdebatte ziemlich überflüssig.

    Ich füge allerdings hinzu, dass alleine die Annahme, dass der tägliche Weg zur Arbeit und z.T. die Verpflegung kostenneutral von statten zu gehen haben, die Klage über „das nicht tragbare Minusgeschäft“ und die „notdürftige Versorgung mit Lebensmitteln beim Discounter“ bei der finanziellen Situation eines PUO zeigen, dass in Bezug auf das Thema Geld auf sehr hohem Niveau geklagt wird. Ich weiß, dass jeder Soldat „draußen“ deutlich mehr verdient hat oder würde, allerdings meistens nur bis sein DZE ansteht. Ich erwähne am Rande, dass der deutsche Durchschnittsverdienst bei ca. 1900 € (netto) liegt. Ein frischer Assistenzarzt bekommt ca. 2700 € (netto).
    Eine kostspielige Lösung für Bahnfreifahrten wäre für mich nicht nur ein Thema der „Neiddebatte“, sondern auch eine Frage meines Selbstverständnisses, da die Personalkosten bereits jetzt eines der großen Probleme der BW sind. Die aktuelle Debatte Menschen mit weiteren finanziellen Vorteilen zu ködern, ist die Büchse der Pandora, da sich solche Maßnahmen nur noch schwer rückgängig machen lassen und die Personalkosten weiter in die Höhe schnellen werden.

  31. Wenn ich mich recht entsinne, kam die Idee „Soldaten fahren in Uniform kostenlos“ erstmals prominent in die Medien, als seitens CDU/CSU fabuliert wurde, Soldaten in Uniform würden das Sicherheitsgefühl der Bahnreisenden erhöhen. Offenbar verbunden mit der Erwartungshaltung, Soldaten sollten eingreifen, wenn kriminelle Akte verübt werden. Vermutlich liegt dem ganzen die Vorstellung zugrunde, der deutsche Soldat sei eine 190cm große Kampfmaschine, im Nahkampf geschult und praktisch unverwundbar. Dies ist zwar ganz schmeichelhaft, aber sowohl das eine, als auch das andere trifft nur auf einen geringen Teil der Soldaten zu. Inwiefern sich unterm Strich etwas an der Sicherheit positiv ändern soll, keine Ahnung.
    Ich für meinen Teil habe jedenfalls wenig bis gar kein Interesse daran, als „Hilfs-Sheriff“ herangezogen zu werden, nur weil die politischen Entscheidungsträger, u.a. bedingt durch einen massiven Personalabbau der Polizei und anderen Entscheidungen der letzten Jahre, Bahnhöfe und den öffentlichen Nah- und Fernverkehr zu Angsträumen haben werden lassen. Welches Recht hätte ein Soldat im Zweifelsfall? Dasselbe Recht wie jeder andere Bürger auch, § 127 StPO. Welche Mittel stünden ihm zur Verfügung? Dieselben wie jedem anderen Bürger. Der Polizist demgegenüber hat sowohl das Recht, als auch die Mittel zur Gefahrenabwehr. Es dürfte unstreitig sein, dass Polizisten in Uniform nicht als Zeichen der Wertschätzung oder als Akt der Menschlichkeit in Uniform gratis mit der Bahn fahren dürfen, sondern aus rein praktischen Beweggründen, eine typische win-win-Situation. An Soldaten, die umsonst mit dem Zug fahren und die Waggons überfüllen, hatte schon die Bundesbahn (!) kein Interesse, weswegen es de facto reine Wehrpflichtigen-Züge gab.
    Jetzt das ganze als Zeichen der Wertschätzung umzudeuten, ist ein rührseliger Akt und dass selbst der Wehrbeauftragte meint, dies sei unverzichtbar, nunja. Der innere Zusammenhang erschließt sich mir nicht. Die sog. Neiddebatte ist im Übrigen berechtigt: Wieso sollte es für Zeit- und Berufssoldaten Freifahrten geben? Wenn ich mir überlege, was bei uns ein ungelernter (!) Mannschaftssoldat netto bekommt, dann ist es recht und billig, dass er seine Bahnfahrt selbst zahlt. Im Übrigen wurde es ja schon gesagt: Gerade in den Einöd-Standorten ist der Anteil der Bahnfahrer kaum vorhanden. Wer im BMVg in Berlin dient und im Rheinland wohnt, der wird wahrscheinlich eher die Bahn nehmen und dem käme das ganze Späßchen zugute. Aber auch der Personenkreis dürfte nicht am Existenzminimum leben. Mich würde mal interessieren, wie groß der Anteil der (potentiellen) Bahnfahrer bei der Bundeswehr überhaupt ist.
    Fazit für mich: Überflüssig. Auch wenn ich den Spruch nicht mag, aber hier stimmt er einfach: Wir haben andere Probleme. Das Geld sollte man lieber in zusätzliche Bundespolizisten investieren, die dann auch wirklich an den Bahnhöfen Dienst tun.

  32. Vielleicht sollte das BMV’g einfach Mal ihr Personal befragen. Ganz einfach auf Einheitsebene. Antreten lassen und der Kommandeur fragt….

    1) wer fährt regelmäßig mit der Bahn nach Hause?
    2) wer würde das auch in Uniform tun?
    3) wer der bei 1) und 2) nicht die Hand gehoben hat würde sein Verhalten ändern, wenn die Bahnfahrt kostenlos wäre?

    Bang Bum Bang…. an einem Tag könnte man in Berlin wissen, so man denn wollte, ob das Projekt lohnt weiter verfolgt zu werden.

  33. Mit dem Argument „wir haben andere Probleme“ kann man nahezu jeden Detailvorschlag killen.

    Ich halte das Argument daher nicht für valide.

    Durch die aktuelle Initiative der IBuK (aufgreifend einen Vorschlag der CSU) wir keines der anderen angeblich „dringenderen“ Problem nicht gelöst.

    Es werden aber sehr wohl gleich zwei dringende Probleme angegangen
    a) das (subjektive) Gefühl der Wertschätzung, was für uns Soldaten so wichtig ist
    b) die Präsenz von Soldaten in der Öffentlichkeit als „Normalität“, was für die Verbindung zwischen Gesellschaft und Streitkräften enorm wichtig ist.

    Insgesamt also eine gute Initiative. Den treffenden Ausführungen von @POO kann ich ansonsten nur folgen.

    Jetzt bleibt es an den Fachleuten in den zuständigen Referaten im BMVg und BMVI sowie der Bahn eine unbürokratische Umsetzung zum finden :)

  34. „„Die hat in den ersten 100 Tagen gleich mal ein Problem gelöst. Die hats ja drauf.“
    In Wahrheit hätte man in der Zeit aber auch wichtigere Dinge angehen können.“

    Nun, ob die Ministerin sich selbst ausschliesslich damit beschäftigt? Was sollte sie denn selbst dabei tun (können).

  35. @Edgar Lefgrün sagt: 15.08.2019 um 23:16 Uhr
    „Nun, ob die Ministerin sich selbst ausschliesslich damit beschäftigt? Was sollte sie denn selbst dabei tun (können).“

    Guter Punkt. Die Wahrnehmung die IBuK würde sich wochenlange um eine im Prinzip grundsätzlich sehr banale Frage kümmern zeigt einen Mangel an Vorstellung von ministerieller Arbeit und Führung im Geschäftsbereich BMVg.

  36. Bereits kurz nach Eröffnung der Diskussion hatte ich in meinem Beitrag vom 12.08., 12:58 Uhr angeregt, doch mal eine „Bedarfsanalyse“ für Bahnfahrten in Uniform durchzuführen.
    Je länger ich nun hier die Diskussion verfolge, desto dringlicher scheint mir das geboten, denn irgendwie verstärkt sich in mir das Gefühl, es wird hier (und auch in anderen Kreisen) eine heftige Debatte um eine (mögliche) Lösung geführt für ein Problem, das es überhaupt nicht gibt!

  37. @Koffer – was mir die öffentlichen Diskussionsanteile und Wortmeldungen aller politischen Lager deutlich gezeigt haben, ist die derzeitige Sichtweise auf die Soldaten der Bundeswehr, den Beruf des Soldaten und die Wertigkeit von Landesverteidigung. Dahingehend ist die Initiative des BMVg nicht trivial. Aber anstatt offensiv aufzutreten für den gemachten Vorstoß, verliert sich alles in Klein-Klein-Diskussionen. Darum sollten die vorhandenen Ressourcen besser für dringendere Probleme aufgewandt werden.

  38. @ Koffer:

    Nun werden Sie bitte nicht unlauter: Mein Argument war nicht, dass wir andere Probleme haben. Das ist ein Befund – Argumente hatte ich andere angeführt.
    Aber sei es drum: Können Sie mir sagen, was „kostenlose Fahrten mit der Bahn in Uniform für Soldaten“ mit der „Wertschätzung des Soldaten in der Gesellschaft“ zu tun hat? Ist das eine zwingende Voraussetzung für das andere? Ist es ein Zeichen der Geringschätzung, wenn Menschen, die über ein auskömmliches Einkommen verfügen (worauf, wenn ich mich recht entsinne, Sie hier das ein oder andere Mal schon – korrekterweise – hingewiesen haben) ihre Bahntickets selbst kaufen müssen? Wo ist da der innere Zusammenhang? Wie gesagt, der erschließt sich mir nicht. Vielleicht können Sie mich ja erleuchten.
    Was sich mir hingegen sofort erschließt ist, wenn ich es richtig weiß, der Ausgangspunkt dieser ganzen Geschichte: man möchte das Sicherheitsgefühl der Bürger verbessern, hat sich da offenbar die Regelung für Polizisten zum Vorbild genommen und will diese für Soldaten übernehmen. Das ist aus mehreren Gründen Unfug bzw. wäre für mich ein Grund, nicht in Uniform zu reisen – ich bin Soldat, kein Polizist und dieser Staat hat sich irgendwann dazu entschlossen, dass das Gewaltmonopol im Innern bei der Polizei und deren Vollzugsbeamten liegt und nicht bei den Streitkräften und ihren Soldaten. Wenn derselbe Staat nunmehr die Erwartungshaltung hat, dass Soldaten in Polizisten-Manier in ihrer Freizeit in der Gefahrenabwehr tätig werden, dann soll er hierfür die gesetzlichen Voraussetzungen schaffen – mit allem, was dazu gehört, Waffe führen, Ausbildung im Polizeirecht etc. pp. Von „Wasch‘ mir den Pelz, aber mach‘ mich nicht nass“-Ideen gibt es in diesem Land schon genug.
    Im Übrigen: Wieso sollten dann Feuerwehr-Leute nicht auch in Uniform gratis mit der Bahn fahren dürfen? Mich deucht, die retten tagtäglich wesentlich mehr Menschen das Leben als unsereins und gefährden sich und ihre Gesundheit ungleich regelmäßiger, als wir das in Ausübung unserer Pflicht müssen. Man muss anfügen: Gott sei Dank ist das so. Dann schließt sich der Kreis: Ist kostenloses Bahnfahren eine Art der Wertschätzung?

  39. @ Hans Dampf sagt:16.08.2019 um 11:23 Uhr
    „…Im Übrigen: Wieso sollten dann Feuerwehr-Leute nicht auch in Uniform gratis mit der Bahn fahren dürfen? Mich deucht, die retten tagtäglich wesentlich mehr Menschen das Leben als unsereins…“
    – Ich würde noch hinzufügen: Krankenschwestern und Ärzte sollten auch umsonst fahren können, um Schlaganfall- und Herzinfarkt- Kunden der Bahn sofort mit sachkundiger Erster Hilfe zu behandeln. Die könnten dann vielleicht – um umsonst fahren zu dürfen- dazu verpflichtet werden, ein Schwesternhäubchen auf dem Kopf oder ein Stethoskop um den Hals zu tragen :-)).

    „Dann schließt sich der Kreis: Ist kostenloses Bahnfahren eine Art der Wertschätzung?“
    – Sie haben die Antwort gegeben. „Nein“. Vielen Dank für Ihre schlüssige Argumentation!
    – Man könnte allerdings zum Zeichen der echten „Wertschätzung“ als Arbeitgeber Bundeswehr in besonderen Situationen etwas Eigenständiges aus dem eigenen Etat leisten. Zum Beispiel nicht die nur banale Überweisung von 350 Euro nach 25 Dienstjahren bzw. 500 Euro nach 40 Dienstjahren, die dann – wenn ich recht informiert bin- auch noch versteuert werden müssen. Diese Art der (Nicht)Wertschätzung des Arbeitgebers Bundeswehr ist gegenüber langjährig Dienst leistenden Soldaten im Vergleich mit großen zivilen Firmen sehr billig und in meinen Augen beschämend.

    @Koffer
    „…Es werden aber sehr wohl gleich zwei dringende Probleme angegangen
    a) das (subjektive) Gefühl der Wertschätzung, was für uns Soldaten so wichtig ist…“

    – Ist das wirklich „ein dringendes Problem“?
    – Der Begriff „subjektiv“ in Kombination „für uns Soldaten“ ist ein Widerspruch in sich. Sie hätten schreiben können, dass „Wertschätzung“ für SIE als Soldat „subjektiv…so wichtig ist“.
    – Für all die anderen Soldaten sollten Sie nicht sprechen. Sie sehen doch an den Beiträgen anderer Foristen, dass es auch Soldaten gibt, die Ihre Wahrnehmung nicht teilen.

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