Zur Dokumentation: Abschied von Flosdorff

Wer künftig Sprecher der neuen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer wird und damit auch Chef des Presse- und Informationsstabes im Ministerium, ist bislang noch nicht bekannt. Klar ist jedenfalls: der bisherige Sprecher, der zusammen mit Ursula von der Leyen ins Wehrressort gekommen war und sie zuvor auch in anderen Ministerien begleitet hatte, geht mit der neuen EU-Kommissionspräsidentin nach Brüssel.

Jens Flosdorff verabschiedete sich deshalb auch am Mittwoch von den Journalisten der Bundespressekonferenz  – und einigen Kollegen wie auch mir ist aufgefallen: Von Skandalen im Verteidigungsministerium hatte der Sprecher so vorher nicht geredet…

BPK_Flosdorff_Abschied_17jul2019     

 

(Foto: Flosdorff mit Kramp-Karrenbauer bei deren Amtsantritt im Bendlerblock)

2 Gedanken zu „Zur Dokumentation: Abschied von Flosdorff

  1. So sehr er ein enger Vertrauter vdL, so sehr war er auch in der Truppe und im BMVg umstritten. Er war halt primär immer Sprecher vdL und erst in zweiter Linie Sprecher BMVg und erst in dritter Linie Sprecher GB BMVg (vulgo Bundeswehr).

    Von daher keine überraschende, aber für die Bundeswehr durchaus eine erfreuliche Botschaft…

  2. Ein Feind der Fachjournalisten. Die waren schlichtweg uninteressant für ihn.
    Die Tages- und Wochenpresse war ihm zum Teil sehr ergeben. Es geht ein geflügeltes Word um: Sie würden alle (bis auf Einen!) durch die Nase von Herrn Flosdorff atmen.
    Die Parlamentarier waren ihm eher suspekt. Der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses war oftmals sehr ungehalten, wenn er stets nach „Spiegel online“ informiert wurde.

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