Großbritannien und Deutschland vereinbaren engere militärische Zusammenarbeit – der nächste Stolperstein ist schon in Sicht

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und ihr britischer Kollege Gavin Williamson haben am (heutigen) Freitag eine Vereinbarung zur engeren militärischen Kooperation beider Länder unterzeichnet. Das so genannte Joint Vision Statement sieht in allen Bereichen des Militärs, aber auch in der Rüstung ein engeres Zusammengehen vor.

In dem Dokument wird zwar der Brexit, das Ausscheiden Großbritanniens aus der EU, nicht erwähnt – aber die deutsch-britische Erklärung reiht sich ein in mehrere bilaterale verteidigungspolitische Abkommen, die das Vereinigte Königreich derzeit mit anderen europäischen Ländern anstrebt oder abschließt. Allerdings zeichnet sich im deutsch-britischen Zusammengehen bereits ein Problem ab: In der Frage der Rüstungsexporte. weiterlesen

Sammler: Moorbrand in Meppen – Update 5. Oktober

Beim zeitweise außer Kontrolle geratenen Moorbrand auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle (WTD) 91 im Emsland hat die Bundeswehr in den ersten Wochen nach Brandausbruch keine Luftmessungen vorgenommen. Das räumte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Jens Flosdorff, am (heutigen) Freitag vor der Bundespressekonferenz ein. Allerdings seien zu einem späteren Zeitpunkt, als Feuer und Rauchentwicklung deutlich größer gewesen seien, keine Gesundheitsgefährdungen festgestellt worden. Flosdoerffwies zugleich die Befürchtung zurück, es gebe als Folge des Großfeuers eine Belastung mit Uran oder Quecksilber.

Die Neue Osnabrücker Zeitung (NOZ, s. unten) hatte zuvor von den fehlenden Messungen in der ersten Zeit des Brandes berichtet. Der Moorbrand auf dem Gelände der WTD91 war am 3. September bei Raketentests ausgebrochen und schwelt weiterhin unterirdisch. Darüber hinaus hatte die NOZ auf eine mögliche Gesundheitsgefährdung angesichts des Verdachts von verschossener uranhaltiger Munition berichtet. weiterlesen