Militärische Personalstärke im Mai: Minimale Veränderung

Die Zahlen der militärischen Personalstärke der Bundeswehr für Mai 2018 liegen vor, und wie in den Monaten zuvor gibt es nur minimale Veränderungen – diesmal nach oben. Die Gesamtzahl der aktiven Soldatinnen und Soldaten stieg von 178.950 im April auf 179.207 im Mai (im März waren es 179.496 gewesen).

Der Anstieg ist fast allein auf die Zeit- und Berufssoldaten zurückzuführen: Ihre Zahl stieg von 170.010 im April auf 170.297 im vergangenen Monat. Die Zahl der Freiwillig Wehrdienstleistenden blieb mit 8.910 (minus 30) praktisch gleich.

Die Zahlen mit Stand vom 31. Mai, vom Verteidigungsministerium wie üblich unter dem immer gleichen Link veröffentlicht:

179.207 aktive Soldaten und Soldatinnen umfasst die Bundeswehr insgesamt. Sie verteilen sich wie folgt:

Bundesministerium der Verteidigung: 992
diesem unmittelbar nachgeordnete Dienststellen: 3.029
Streitkräftebasis: 27.659
Zentraler Sanitätsdienst: 20.002
Heer: 60.954
Luftwaffe: 27.767
Marine: 16.047
CIR: 12.662
Bereich Infrastruktur, Umweltschutz, Dienstleistungen: 974
Bereich Ausrüstung, Informationstechnik, Nutzung: 1.601
Bereich Personal: 7.520, davon bis zu 5.400 Studierende an den Bw-Universitäten

Die Bundeswehr umfasst aktuell 170.297 Berufs- und Zeitsoldaten und 8.910 Freiwillig Wehrdienstleistende (Durchschnitt 2018: 9.089).

Zur Bundeswehr gehören 21.394 Soldatinnen.

Stand: 31. Mai 2018

Als Nachtrag die wie jeden Monat von einem Leser (vielen Dank!) erstellte Übersichtstabelle:

Tabelle Personalstärke Mai 2018

Der Service von Augen geradeaus!, die Vergleichszahlen:

April 2018

März 2018

Februar 2018

Januar 2018

Dezember 2017

November 2017

Oktober 2017

September 2017

August 2017

Juli 2017

Juni 2017

Mai 2017

April 2017

März 2017

Februar 2017

Januar 2017

Dezember 2016

November 2016

Oktober 2016

September 2016

August 2016

Juli 2016

Juni 2016

Mai 2016

April 2016

März 2016

Februar 2016

Januar 2016

Januar 2013 bis Dezember 2015

(Foto: Leopard-Kampfpanzer bei einer Übung der NATO-Speerspitze (Very High Readiness Force, VJTF) im Juni 2018 auf dem Truppenübungsplatz Altmark)

22 Kommentare zu „Militärische Personalstärke im Mai: Minimale Veränderung“

  • verlässlicher realist   |   19. Juni 2018 - 20:31

    Es wird enorm viel Geld in die Hand genommen!
    Wir ernten mittlerweile sehr viel Unmut. Erklären kann ich es den „Bestandskunden“ sowieso nicht mehr. Jeder wird befragt, teilweise am Chef vorbei!
    +473 € pro Monat für einen StUffz A7 ohne Verantwortung.
    Mancher Oberleutnant oder junger Hauptmann fragt sich ob das so sein soll!?!
    Aber wenn es nach NORWEGEN geht, ….
    Schaun wir mal. Derzeit bekommen sehr viele die eben noch weiterverpflichtet wurden keinen BA 90/5

  • Koffer   |   19. Juni 2018 - 22:33

    @verlässlicher realist | 19. Juni 2018 – 20:31
    „Es wird enorm viel Geld in die Hand genommen!“

    Das ist ja auch grundsätzlich gut so (natürlich nicht bei jeder Person im einzelnen konkret, aber Person kostet halt Geld. Viel Geld!).

    „Wir ernten mittlerweile sehr viel Unmut.“

    Warum, weil wir versuche Soldaten zu werben und zu halten?!

    Was sollen wir den sonst machen?!?!

    „Erklären kann ich es den „Bestandskunden“ sowieso nicht mehr.“

    Verstehe ich nicht. Die o.a. Zahlen ergeben sich sowohl aus „neuen“ Soldaten, als auch aus verlängerten SaZ, als auch verlängerten BS.

    Wieso kann man das nicht JEDERMANN erklären?!

  • Berliner   |   20. Juni 2018 - 8:46

    @verlässlicher Realist bin vollkommen bei Ihnen! Es ist keinem der Bestandskunden mehr zu vermitteln. Was man bestimmten Personen an Zulagen in den Rachen wirft z.b. Kdo CIR. Bin seit 35 Jahren IT leer und habe nie eine Zulage bekommen warum auch denn mein Gehalt ist mehr als sehr gut. Allerdings bekomme jetzt auch eine Zulage –
    Aufwandsentschädigung von 26€ pro Monat als ÖPR Vorsitzender ich bin echt beschämt wegen der Höhe und überlege das Geld in die Kaffeekasse zu spenden😉😃

  • Wa-Ge   |   20. Juni 2018 - 8:53

    @Koffer | 19. Juni 2018 – 22:33

    Ich vermute man kann den Beitrag von verlässlicher realist nur ganz verstehen, wenn man sich seinen letzten Satz genau anschaut.

    Und man kann es drehen und wenden wie man es will, wenn man als militärischer Vorgesetzter, der seine Pappenheimer genau kennt, zu dem Entschluss kommt, der Mann/ die Frau schadet mehr als dass den Streitkräften geholfen wird nur um zu sehen, dass die Person trotzdem verlängert wird, dann ist das schwer zu vermitteln.

    Kein Disziplinarvorgesetzter braucht volle Stärkelisten, bei denen ein sehr großer Teil mit MSG, ID, … gekennzeichnet ist.

  • Pio-Fritz   |   20. Juni 2018 - 9:11

    Ein plus von 257 Soldaten = 0,15% als Anstieg anzupreisen ist schon mehr als Zweckoptimismus. Vor allem wenn sich die Zahlen nur dieses erste Halbjahr 2018 anschaut, wurde noch nichts hinzu gewonnen.

    Für mich läuft so etwas unter statistisches Streuungsmaß.

  • closius   |   20. Juni 2018 - 10:43

    @Wa-Ge: Da es doch immer wieder Abkürzungskünstler hier gibt, der Hinweis, nicht jeder versteht jede Abkürzung. Id = Innendienst ist klar, aber bei MSG muß ich im Moment passen, denn ich kenne einige Bedeutungen der Abkürzung MSG, aber keine die auf die BW passt. Denn den Madision Square Garden haben sie sicherlich nicht damit gemeint;).

  • Insider   |   20. Juni 2018 - 11:33

    @Closius
    MSG=Marsch, Sport, Gelände befreit

  • Koffer   |   20. Juni 2018 - 14:53

    @Wa-Ge | 20. Juni 2018 – 8:53
    „Kein Disziplinarvorgesetzter braucht volle Stärkelisten, bei denen ein sehr großer Teil mit MSG, ID, … gekennzeichnet ist.“

    Absolut! Ich halte auch wenig von der aktuellen diesbezüglichen Politik von P.

    Gerade angesichts des zunehmenden Durchschnittsalters würde ich bei Verlängerungen wesentlich (!) mehr Augenmerk auf die Krankheitstage und die Sportleistungen bzw. die Einsatztauglichkeit legen…

    Hinsichtlich inhaltlicher Leistung bin ich Ambivalent. Eine richtige „Krücke“ braucht in der Tat niemand und der Chef/Kdr muss hier ein entscheidendes Wort mitreden dürfen (vor allem bei sehr langen Verlängerungen, bei 2 Jahresschritten oder Verkürzungsnoglichkeit bei Schlechtleistung, wäre ich da viel gelassener).

    Aber andererseits muss die Bw langsam lernen, dass sie auch mit durchschnittlichen Soldaten zu guten Ergebnissen kommen muss. Wir sind halt dort angekommen wo alle anderen Berufsarmeen schon immer waren, haben das aber intellektuell und emotional noch nicht verarbeitet…

  • Wa-Ge   |   20. Juni 2018 - 15:14

    @Koffer | 20. Juni 2018 – 14:53

    Ich bin bei Ihnen. Ich denke es hat auch niemand Probleme mit durchschnittlichen Soldaten, bei dem Frust geht es, so hört man zumindest, um weit unterdurchschnittliches Personal.

    Die Luftlandetruppe ist da doch das beste Beispiel. Kann man hier durchschnittlich erwarten dass ein LL-Soldat springt? Wenn ja, wie kann man es dann verantworten einen Nichtspringer um 10 Jahre + zu verlängern oder aus ihm einen BS zu machen obwohl er eben dies nicht tut bzw. öffentlich kommuniziert dass er es auch nicht will.

    Wohl gemerkt, der gleiche Unwille herrscht auch in Punkto Standortwechsel.

    Ähnlich geartete Fälle wird es in jedem Standort und in jeder Truppengattung geben…

  • ThoDan   |   20. Juni 2018 - 16:05

    @Koffer und Wa-Ge

    Dann sollte man aber auch ggf. mal die Gründe nachprüfen, wenn Soldaten „oft“ MSG, ID oder ganz einfach krank sind.
    Medizinisch, Unterkunft, Sonstige Umstände des Dienstes etc…

    Wenn der LL-Soldat genug hat und nicht mehr springen kann, sehe ich das ambivalent und warum er deswegen als BS-Soldat nicht für einen geeigneten Nichtspringerposten nicht in Erwägung gezogen werden sollte
    erschliesst sich mir nicht.

    Warum ein Soldat überall hin in Deutschland versetzbar sein muss, ist für mich auch nicht unbedingt nachvollziehbar.

  • Koffer   |   20. Juni 2018 - 19:40

    @Wa-Ge | 20. Juni 2018 – 15:14
    „Ich bin bei Ihnen. Ich denke es hat auch niemand Probleme mit durchschnittlichen Soldaten, bei dem Frust geht es, so hört man zumindest, um weit unterdurchschnittliches Personal.“

    Hm, ich kenne (leider) viele Beispiele wo ich Ihnen zustimmen würde, aber ich kenne auch mindestens genau so viele Beispiele wo Vorgesetzte sich nur noch nicht mit den Realitäten des Jahres 2018 abgefunden haben und entweder zu unwillig oder zu unfähig sind sich auf einen „anderen“ Typus Soldaten einzustellen und diese richtig „anzupacken“ (manchmal großzügiger als Wehrpflichtige früher, aber manchmal auch viel strenger als Wehrpflichtige früher, manchmal mit mehr Spielraum als früher, manchmal aber eben auch enger geführt…).

    „Die Luftlandetruppe ist da doch das beste Beispiel. Kann man hier durchschnittlich erwarten dass ein LL-Soldat springt?“

    Ja, wer dauerhaft nicht springt ist auf einem springenden DP ungeeignet. Dies bedeutet in einer Kompanie 0%, im Rgt sind es glaube ich unter (!)! 5% nichtspringende Stellen und in der Brigade sind es glaube ich ca. 30% nichtspringende Stellen. Erst auf Ebene Div sollte man hier m.E.n. (etwas) „großzügiger“ sein…

    „Wenn ja, wie kann man es dann verantworten einen Nichtspringer um 10 Jahre + zu verlängern oder aus ihm einen BS zu machen obwohl er eben dies nicht tut bzw. öffentlich kommuniziert dass er es auch nicht will.“

    Ganz einfach: Übernahme/Verlängerung unter Auflage Wegversetzung.

    Rechtlich kein Problem. Wirklich gar kein Problem.

    „Wohl gemerkt, der gleiche Unwille herrscht auch in Punkto Standortwechsel.“

    Dann nicht verlängern/übernehmen. Ganz einfach.

    @ThoDan | 20. Juni 2018 – 16:05
    „Dann sollte man aber auch ggf. mal die Gründe nachprüfen, wenn Soldaten „oft“ MSG, ID oder ganz einfach krank sind.“

    Natürlich. Das macht jeder (gute) Vorgesetzte. Das ist nicht nur seine Pflicht, sondern auch klug. Ganz ehrlich das ist aber eine Binse.

    „Warum ein Soldat überall hin in Deutschland versetzbar sein muss, ist für mich auch nicht unbedingt nachvollziehbar.“

    1. Weil es im Gesetz steht.
    2. Weil es gut so ist.

  • ThoDan   |   20. Juni 2018 - 20:51

    @Koffer

    Leider kommuniziert nicht jeder Vorgesetzte, das er über die dazugehörige Weisheit dafür verfügt.

    1 Gesetze kann man ändern.
    2 Das etwas gut sein soll, macht es nicht zu einer Notwendigkeit.

  • Zimdarsen   |   20. Juni 2018 - 21:43

    @ThoDan

    Volltreffer. Versetzung ist nicht zwingend ein Mittel um die Schlagkraft der Bw zu erhöhen………im Moment ist es eher das Gegenteil, wir verlieren gute, fähige Menschen welche Verantwortung für ihre Familie übernehmen.

  • Koffer   |   20. Juni 2018 - 22:52

    @ThoDan | 20. Juni 2018 – 20:51
    „Leider kommuniziert nicht jeder Vorgesetzte, das er über die dazugehörige Weisheit dafür verfügt.“

    Ich bin jetzt über 20 Jahre Soldat und ich habe vielleicht eine Handvoll unter hunderten (!) Vorgesetzten erlebt, die ihrer Schilderung gleichen.

    Vielleicht haben Sie ja einfach ein falsches Bild von der Armee.

    „1 Gesetze kann man ändern.
    2 Das etwas gut sein soll, macht es nicht zu einer Notwendigkeit.“

    Warum sollte man das, wenn es gut und bewährt ist?

  • Zimdarsen   |   21. Juni 2018 - 8:07

    @Koffer

    „Warum sollte man das, wenn es gut und bewährt ist?“

    Guter Punkt aber was für die Vergangenheit galt und für die Gegenwart schon nicht mehr kann nicht die Antwort auf Herausforderungen für die Zukunft gelten.

    Die Rahmenbedingungen (Schulsystem, Partner mit eigener Erwerbsbiographie, weniger Standorte uvm) haben sich massiv geändert und zudem kommt die Neuausrichtung, weltweite Einsätze, demografische Entwicklung, freie Arbeitsmarkt, Wohnraumverknappung uvm.

    Versetzungen wird es immer geben, aber nicht zum Selbstzweck sondern um die Bw zu stärken. Es wird Zeit für eine Stellenbörse und zur Verbesserung der Möglichkeit Verwendungen zu wechseln.

  • ThoDan   |   21. Juni 2018 - 9:35

    @Koffer

    Vielleicht, nur wer hat dies gemalt?

    Ist es denn noch gut oder ist das Gewünschte den Preis wert?

  • BK   |   21. Juni 2018 - 9:37

    Den im ersten Post erwähnten Unmut der „Bestandskunden“ könnte man mittlerweile auch schon als Resignation bewerten. In meinen nunmehr fast 25 Jahren Dienstzeit habe ich noch nie eine so schlechte Motivationslage bei den „Älteren“( man könnte auch schon fast sagen „Altvorderen“) erlebt. Derzeit wird alles getan um Personal zu werben und zu halten. So weit so gut. Aber erklären sie mal einem FD-Offz im technischen Bereich warum er mit – sagen wir mal mit über 20 Jahren Dienstzeit – und nachgewiesener guter Leistungen trotz der Stellenbündelung immer noch auf die Beförderung warten muss während die jungen, dynamischen TrDstler schnellst möglich in A11 eingewiesen werden damit die um Himmels Willen nicht auf die Idee kommen die Truppe nach ihrer Verpflichtungszeit wieder zu verlassen. Sprich Bauchpinseln für die Jungen um bloss keinen Frust aufkommen zu lassen und das zum Nachteil der Älteren die man ja eh schon eingefangen hat. Die können ruhig noch n bisschen länger auf ihre Haushaltskarte warten, die laufen nicht weg.
    Warum sollte jemand nach so langer Zeit Dienstzeit noch weiter persönliches Engagement ein seinen Beruf stecken wenn nichts zurück kommt. Ohne Berufszufriedenheit geht man schon mal eher mit einem Zimperlein zum TrArzt obwohl man es früher einfach mal ausgehalten hat.
    Vergessen wird dabei, das es immer noch so ist, das die Jüngeren von den Älteren lernen. Jetzt vergisst der Ältere schon mal den einen oder anderen Kniff der nicht im Lehrbuch stand und gibt ihn nicht weiter. Fehlende Motivation und Frustration. Früher oder später werden wir das in der Qualität merken. Auch wenn dann vielleicht die Quantität stimmt.

    Das alles betrifft mich jetzt nicht persönlich ist aber verständlicher Weise nicht förderlich für die Motivation der Älteren und somit nicht gut für die Stimmung in der Truppe.

    Mein Eindruck ist: „Es wird nicht besser“

  • Koffer   |   21. Juni 2018 - 15:34

    @Zimdarsen | 21. Juni 2018 – 8:07
    „Guter Punkt aber was für die Vergangenheit galt und für die Gegenwart schon nicht mehr kann nicht die Antwort auf Herausforderungen für die Zukunft gelten.“

    Da bin ich durchaus bei Ihnen. Nur weil etwas früher gut war muss es nicht zwingenderweise auch zukünftig angemessen sein.

    „Versetzungen wird es immer geben, aber nicht zum Selbstzweck sondern um die Bw zu stärken.“

    Da bin ich absolut bei Ihnen. Die unbedingte Versetzungsfähigkeit der Soldaten darf nicht dazu führen, dass die PersFü sich nur „Gehirnschmalz“ ersparen möchte.

    Aber andererseits ist nicht das, was sich ein Soldat selbst zu einem Zeitpunkt X wünscht auch immer das beste für ihn langfristig und so oder so muss es nicht mit den Bedürfnissen des Dienstherren in Übereinstimmung stehen.

    Von daher muss in jedem Fall immer eine Abwägung zwischen den Wünschen des Einzelnen und den Anforderungen des Dienstherren erfolgen.

    Aber ich persönlich habe den Eindruck, dass hier in den letzten Jahren wirklich verstärkt drauf geachtet wird und das dies seit zwei Jahren sogar soweit geht, dass die PersFhr eigentlich dringend gebotene Personalmaßnahmen nicht mehr durchsetzen nur weil Betroffene „rumheulen“.

    Von daher ist man m.E.n. in den letzten Jahren von einem Extrem (der Soldat wird nur formal beteiligt, aber nicht wirklich berücksichtigt) ins andere Extrem (der Soldat kann nahezu jede Versetzung einfach durch „Unlust“ verhindern) gefallen :(

    „Es wird Zeit für eine Stellenbörse und zur Verbesserung der Möglichkeit Verwendungen zu wechseln.“

    Hm, hört sich in der Theorie gut an, aber wenn dann Jahre später plötzlich ein A15 oder ein A9Z nicht fällt, weil der Soldat sich selbst zu früh „verschmälert“ hat, dann ist das Geschrei plötzlich groß :(

    @ThoDan | 21. Juni 2018 – 9:35
    „Ist es denn noch gut oder ist das Gewünschte den Preis wert?“

    Ja und (noch) ja.

    @BK | 21. Juni 2018 – 9:37
    „Aber erklären sie mal einem FD-Offz im technischen Bereich warum er mit – sagen wir mal mit über 20 Jahren Dienstzeit – und nachgewiesener guter Leistungen trotz der Stellenbündelung immer noch auf die Beförderung warten muss während die jungen, dynamischen TrDstler schnellst möglich in A11 eingewiesen werden damit die um Himmels Willen nicht auf die Idee kommen die Truppe nach ihrer Verpflichtungszeit wieder zu verlassen.“

    Sorry, aber das ist doch ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen!!!

    Der A11 FD darf doch nicht mit einem A11 TD verglichen werden, vielmehr muss er mit dem A14 bzw. A15 TD verglichen werden und hier sind lange (!) Wartezeiten üblich.

    Man kann zum Thema Wartezeiten ja durchaus unterschiedliche Meinungen haben (mit aus meiner Sicht für beide „Seiten“ guten Argumenten), aber falsche Vergleiche heizen die Stimmung nur unnötig auf!

  • Memoria   |   25. Juni 2018 - 10:30

    @T.W.:
    Der AL Personal im BMVg geht von einem Anstieg des Personalumfanges bis zum Jahresende um 2000 Soldaten aus:
    https://www.bmvg.de/de/aktuelles/aufbruchsstimmung-in-der-abteilung-personal-25626

    Und auch sonst ist alles schon ziemlich gut, wird aber bald noch besser.

  • Koffer   |   25. Juni 2018 - 13:03

    @Memoria | 25. Juni 2018 – 10:30
    Also ich wettere auch ja auch dagegen, wenn immer überall und alles schlecht geredet wird, aber das sind schon zwei Sätze dabei, da musste ich schlucken!

    1.
    „Deshalb bin ich optimistisch, dass wir bis Jahresende zusätzlich 2.000 neue Soldaten gewinnen können.“

    2.
    „Für den Sprung auf 198.000 bis 2024 sind wir gut aufgestellt.“

    zu 1.
    Das kann funktionieren, ist aber sicherlich durchaus ein hohe Ziel was sich P da gesetzt hat. Zudem müssten man sehen, wie sich diese avisierten zusätzlichen (!) 2.000 wirklich aufschlüsseln. Also wie viele FWD, wieviele verlängerte SaZ/BS und wieviele tatsächlich über dem bisherigen neueingestellte SaZ.

    Trotzdem würde mich die Erfüllung dieses Ziels sehr positiv stimmen und ich halte es auch nicht für komplett unmöglich.

    zu 2.
    Das hingegen halte ich für hanebüchend! Genau solche Sätze lassen unsere militärische Führung schon seit längerem und mehr und mehr unglaubwürdig erscheinen.

    Es ist doch weithin bekannt, wie groß die Herausforderungen sind diese Zahl auch nur bei größten, internen Anstrengungen und einer perfekten Verknüpfung von externen Faktoren erreichen zu können.

    Realistisch halte ich die Zahl (eine massive Verlängerung der Dienstzeit der BS mal außen vor) für nur sehr, sehr schwer wirklich erreichbar. Auf jeden Fall nicht in der aktuellen Struktur und mit den aktuellen Ressourcen und Ansätzen.

    Und jetzt kann man dem AL P ja nicht vorwerfen er habe direkt gelogen, denn er sagt ja nur, dass wir „gut aufgestellt sind“ und diese Aussage für sich gesehen kann man zwar bezweifeln (wie ich es z.B. tun würde), aber man kann sie halt so interpretieren, dass sie nicht klar widerlegbar ist.

    Glaubwürdige Führung und gute Kommunikation ist da m.E.n. etwas deutlich anderes!

  • Don Quijote   |   25. Juni 2018 - 22:21

    Koffer | 25. Juni 2018 – 13:03
    zu 1.
    Das kann funktionieren, ist aber……………………………

    Und bitte die Reservisten nicht vergessen. Einfach das Delta an FWD/SaZ/BS mit zusätzlichen Reservisten ausgleichen. Dann passt es irgendwann auch.
    Auffällig ist, zunächst wurden die Reservisten bei einer der Reden der IBUK und nun durch den AL Personal eingerechnet.
    Für mich 1. und 2. hanebüchend. Zu Ihrem letzten Satz: Volle Zustimmung.

  • Memoria   |   29. Juni 2018 - 20:15

    Im Bereich Agenda Attraktivität scheint es in einem für junge Soldaten sicherlich auch wichtigen Thema, der flächendeckenden Bereitstellung von WLAN, weiterhin nicht wesentlich voranzukommen:
    http://m.spiegel.de/politik/deutschland/bundeswehr-kasernen-ursula-von-der-leyen-scheitert-bei-internet-versprechen-a-1215758.html

    Es sind genau diese vermeintlich kleinen Dinge, die offenbar in einer Organisation mit weit verteilten Zuständigkeiten nicht einfach umsetzbar sind. Für Pragmatismus ist da wohl kein Platz.

    Im Ergebnis fragt sich dann wohl so mancher FWDL – neben all den Ausrüstungslücken und SAZV-Interpretationen, ob er/ sie sich das noch länger antun soll.