DroneWatch: Abschied vom „Predator“, der ersten „Kampfdrohne“

Die US-Luftwaffe nimmt am (heutigen) Freitag Abschied von einem Waffensystem, das Technik- und Militärgeschichte geschrieben und die öffentliche Debatte der vergangenen Jahre bestimmt hat wie wenige andere: Auf der Creech Air Force Base in Nevada endet der Einsatz der MQ-1, bekannt unter dem Namen Predator (Raubtier), der ersten bewaffneten Drohne, die die USA in großem Stil eingesetzt haben. Der Predator ist inzwischen durch das neuere Modell MQ-9 Reaper ersetzt worden.

Obwohl das unbemannte System schon Mitte der 1990-er Jahre auf dem Balkan eingesetzt wurde, wurde es erst durch den Einsatz in Afghanistan ab 2001 – je nach Sichtweise – berühmt oder berüchtigt: Der Predator wurde mit Waffen ausgestattet und so von der Beobachtungs- zur Kampfdrohne. weiterlesen

Eberhard Zorn voraussichtlich neuer Generalinspekteur (Klarstellung: Alter)

Der derzeitige Leiter der Abteilung Personal im Verteidigungsministerium, Generalleutnant Eberhard Zorn, wird voraussichtlich neuer Generalinspekteur der Bundeswehr. Das erfuhr Augen geradeaus! aus Bundeswehrkreisen; eine Bestätigung gibt es vor der für kommende Woche erwarteten offiziellen Berufung bislang nicht. weiterlesen

Einsatz in Afghanistan: Im Land unterwegs, nicht nur in Kundus (Nachtrag)

Zu der in dieser Woche auf den Weg gebrachten Verlängerung und Aufstockung des Afghanistan-Mandats der Bundeswehr gehört auch die aktuelle Information aus dieser Woche: Bereits jetzt sind Bundeswehrsoldaten außerhalb der Basis in Masar-i-Scharif im Norden des Landes unterwegs, und das eben nicht nur in Kundus.

Das teilte das Verteidigungsministerium diese Woche den Abgeordneten des Bundestages mit:

Zudem erfolgt seit 07.03.18 für einen begrenzten Zeitraum die mobile Beratung des TAAC N mit deutschen und multinationalen Beratern für einen vorgeschobenen Gefechtsstand des 209. Korps der ANA in gesicherter Infrastruktur in der Provinz Faryab. In diesem Rahmen erfolgt auch die Evaluierung der 1. Brigade des 209. Korps der ANA. Mit Stand 08.03.18 befinden sich 63 deutsche Soldaten vor Ort.

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Tod auf dem Marsch: Ganz so eindeutig ist die Lage nicht (Update)

Vor knapp einer Woche hatte ich – wie auch andere Medien – unter Berufung auf den Spiegel gemeldet, dass nach dem Tod eines Offizieranwärters auf einem Eingewöhnungsmarsch im Juli vergangenen Jahres das rechtsmedizinische Gutachten Fehler der Ausbilder sieht. Nun zeigt sich, dass die Lage nicht so eindeutig ist wie zunächst berichtet – und an der Verwirrung hat das Verteidigungsministerium einen deutlichen Anteil.

Der Spiegel hatte vergangene Woche  unter der Überschrift Gutachten belastet Bundeswehr-Ausbilder schwer geschrieben: weiterlesen