Eurofighter als Tornado-Nachfolger: Es geht auch um die heimische Industrie

Dass das Verteidigungsministerium – im offensichtlichen Gegensatz zu Luftwaffeninspekteur Karl Müllner – eine Weiterentwicklung des Eurofighter für die Ablösung des älteren Kampfjets Tornado favorisiert, ist seit dem vergangenen Dezember bekannt. (Müllner hatte kein Hehl daraus gemacht, dass er für das US-Modell F-35, Foto oben, eintritt.) Interessant ist aber, wie das Ministerium das unter anderem begründet: Mit dem Erhalt der militärischen Luftfahrtexpertise in Deutschland und Europa und der Wertschöpfung im eigenen Land.

Das geht aus der Antwort auf eine Frage des Grünen-Verteidigungspolitikers und Haushälters Tobias Lindner hervor. Zur Dokumentation hier seine Frage und die Antwort des Parlamentarischen Staatssekretärs Ralf Brauksiepe: weiterlesen

Angeblicher Hacker-Angriff auf Bundesregierung – Außen- und Verteidigungsministerium im Visier?

Die Meldungen sind noch hinreichend vage, aber schrecken auch so schon auf: In das Daten-Netzwerk der Bundesregierung sollen – ausländische – Hacker eingedrungen sein und insbesondere das Auswärtige Amt und das Verteidigungsministerium im Visier gehabt haben. Das berichten die Deutsche Presse-Agentur und die Süddeutsche Zeitung.

Die Attacke sei von deutschen Sicherheitsbehörden im Dezember erkannt worden, berichtet die dpa. Der Angriff sei da schon über eine längere Zeit gelaufen, womöglich ein ganzes Jahr. Aus Sicherheitskreisen heißt es, es seien vermutlich Cyberspione der russischen Gruppe „APT28“ gewesen, die das deutsche Außen- und das Verteidigungsministerium erfolgreich angegriffen hätten.

fasst tagesschau.de zusammen.

Das Thema wird weitergehen, weiter also nach Entwicklung.

Tiger-Absturz in Mali: Weiter Unklarheit über Autopilot

Nach dem Absturz eines Tiger-Kampfhubschraubers der Bundeswehr in Mali im Juli vergangenen Jahres bleibt die Absturzursache weiter offen – und die Untersuchungen konzentrieren sich jetzt auf mögliche Probleme mit dem Autopiloten der abgestürzten Maschine. Bereits bei der Wieder-Freigabe des Flugbetriebs im September 2017 hatte es Hinweise auf Schwierigkeiten mit der Automatik gegeben, die möglicherweise einen Hinweis auf die Ursache des Absturzes liefern, bei dem zwei Soldaten ums Leben kamen.

Materialversagen oder ein Beschuss der Maschine könnten inzwischen praktisch ausgeschlossen werden, heißt es in einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs Markus Grübel an den Verteidigungsausschuss. Aber:

Die bereits in der letzten Unterrichtung vom 22. September 2017 angesprochene auffällige Abweichung im Längssteuer des Unfallluftfahrzeuges hat sich in der weiterführenden Untersuchung bestätigt. Dadurch wurde am Unfallluftfahrzeug der maximale und normalerweise verfügbare Steuerweg in der Nickachse nach vorne erheblich eingeschränkt, wodurch der Autopilot an seine Steuergrenze gelangte und sich entprechend der bestehenden Systemauslegung in dieser Achse abschaltete. weiterlesen