Nachwuchswerbung: Timing spielt auch ’ne Rolle

Tja, wer hätte das ahnen können. Zwar ist es schon ne Weile her, dass Augen geradeaus! und andere im Oktober darüber berichtet haben, dass derzeit keines der sechs U-Boote der Deutschen Marine einsatzbereit ist. Aber dass NDR und tagesthemen rund sechs Wochen später das Thema auch noch aufgreifen – das konnte bei der Planung der aktuellen Plakatwerbung mit U-Boot im Hintergrund doch wirklich niemand wissen.

Bei diesen Werbeaktionen kommt es halt auch auf das Timing an. Und, äh, auch auf das Umfeld.

(Nebenbei: Im Unterschied zu den Marinen anderer Staaten, zum Beispiel Norwegen, hat die Deutsche Marine nach meiner Kenntnis noch keine Kommandantin eines U-Boots?)

 

 

60 Gedanken zu „Nachwuchswerbung: Timing spielt auch ’ne Rolle

  1. Zur „Verteidigung“ der Werbemacher dieser Kampagne muss man aber auch anführen: „Was hätten sie denn nehmen sollen? Kampfflugzeuge? Schiffe? Hubschrauber? Transportflugzeuge? Wäre doch immer das selbe Ergebnis gewesen“

  2. Den Agenturen kann man an dieser Stelle kaum einen Vorwurf machen. Letztlich sollte man herkömmlich davon ausgehen können, dass das Material auch tatsächlich einsatzbereit ist. Im Grunde müsste man eigentlich hier an anderer Stelle ansetzen und fragen, wie es die Generalität bzw. Admiralität es immer wieder zulassen kann derartige Zustände zuzulassen.

    Kürzlich erst bezeichnete der Inspekteur Luftwaffe auf der Berliner Sicherheitskonferenz keinen der 14 A400 M als einsatzbereit. Das kann eigentlich nicht sein. Mit Ausfällen muss bei Streitkräften immer gerechnet werden. Aber Totalausfälle ganzer Fähigkeiten sind nicht mit einem Tonner vergleichbar der eben mal einen Platten hat. Um das einmal salopp auszudrücken.

    Zudem frage ich wann beim PSM 185 Bilanz gezogen wird. Noch immer gibt es ein Fehl von 15.000 Mann (und Frau) und bereits wird über einen Aufwuchs auf knapp 200.000 Soldaten gesprochen. Wo bitte sollen diese 30.000 Soldaten denn herkommen?

    Der Inspekteur Heer plant bereits mit zukünftig 3 einsatzbereiten Divisionen (von Reserven mal ganz zu schweigen). Panzer fahren aber nicht von selbst und Fallschirme ohne Infanteristen dran macht bei der Infanterie auch wenig Sinn etc.

    Die Kampagnen sind gut. Zweifellos. Allein der Erfolg der dem Aufwand angemessen wäre bleibt aus.

    Also wie lange soll das noch so weiterlaufen?

  3. … und mit dem verlorenen argentinische U-Boot zusammen bekommt das ganze dann doch etwas zynisches. Dieses hatte übrigens eine Kommandantin…

  4. War nicht vorgesehen, dass im Dez 2017 und Januar/Feb 2018 zwei UBoote wieder einsatzbereit sind?

  5. Wo steht, das sie die Kommandantin sein soll?
    Es gibt auch noch andere Offiziere auf einem U-Boot.

  6. @interessierter Laie  
    Eliana Krawczyk fuhr an Bord der ARA SAN JUAN als Waffensystem-Offizier, nicht als Kommandant.
    Ist eigentlich seitens der DEU Herstellerwerft eine Stellungnahme zur offensichtlichen Havarieursache (Schnorchel) bekannt geworden?

  7. Teute | 02. Dezember 2017 – 14:56

    Zu Ihrer letzten Frage:

    Bis man im Rahmen einer effizienten europäischen Verteidigungsgemeinschaft (Europäische Streitkraft), die jeweiligen nationalen Armeen verkleinern kann.
    Ich denke so in 5-10 Jahren.

  8. Führungskraft heißt ja nicht automatisch Kommandant/in. Soweit weiß gibt es tatsächlich keine Kommandantin eines deutschen U-Bootes, sehr wohl aber einen weiblichen I. oder II. Wachoffizier – also eine Führungskraft. Dass es aber die wohl beste Eigenwerbung wäre, nicht ständig bei Ausrüstung und Material Pleiten, Pech und Pannen Geschichten zu produzieren scheint sich nach wie vor nicht gänzlich durchgesetzt zu haben. Kostet aber wohl mehr als ein paar bunte Plakate, hätte aber den positiven Nebeneffekt einsatzbereiter Streitkräfte.

    Was an einer Werbung die ein U-Bootes beinhaltet zynisch sein soll erschließt sich mir überdies nicht. Autounfälle passieren täglich, trotzdem wird Werbung für Autos geschaltet. Das argentinische Boot hatte übrigens auch keine Kommandantin, sondern einen weiblichen Waffenoffizier.

  9. Die Soldatin auf dem Plakat ist Wachoffizier auf einem U-Boot. Ich denke, dass es die Geschichten zu den Protagonisten ab Montag wie immer bei den personalwerblichen Kampagnen auf der Karriereseite der Bw gibt. Bis dahin viel Spaß beim Spekulieren. Die Einsatzbereitschaft der Boote ist übrigens nicht wirklich aktuell, deswegen eine Kampagne verschieben? Da gebe ich O.Punkt recht: dann dürfte die Bw gar kein Material mehr für Werbung oder ÖA präsentieren.

  10. Der Vollständigkeit wegen:
    http://www.marine.de/portal/a/marine/start/ueberuns/einheiten/uboote/212a/u34/berichte/!ut/p/z1/hY_RC4IwEMb_I29apj5uqWSIRIrlXmLoMMM2GUt66I9vI_BNuocP7vvufscBhStQweahZ3qQgo2mb-juRsK8yr3I8_IUYZQlSXHw_cyt6i3UcPk3Qk2MVgojKDsOjWEE64wNlECBdtxppeDaquZCD0Z7xbRUziSVHm3yUsokztBBg9yYoGA55X4w3pP6GAXbOCNnC3ywmb2XXdbap6G5M9GN_CRb_DOmZxoWhd9_ATvLvbM!/dz/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/#Z7_B8LTL2922LF0A0IEENH55I1TV3

    [So wird das nix – der Link führt nur auf die Übersichtsseite aller Berichte. Oder geht es um die Patenschaften zwischen den Auszubildenden der Ausbildungswerkstatt Eckernförde und dem 1. Ubootgeschwader? Vermutlich nicht. Deshalb entweder Linkverkürzer benutzen oder den „Weiterempfehlen“-Link unten auf der jeweiligen Seite. T.W.]

  11. Wir hatten schon viele gute Kommentare ab wann man „Führungsperson“ ist, auch das ein paar U-Boote bald wieder fahrbereit sind.

    Wann ist denn das richtige Timing für Werbung? Über Allem steht hierbei, man muss immer im Hinterkopf bleiben!
    So aber wann werbe ich intensiv? Dann wenn die Bewerbungsphase losgeht… also JETZT. Zumindest für „jetzt“ für Leute der FOR. Die bekommen ihre Zeugnisse Ende Januar und beschäftigen sich intensiv mit der Berufsfindung.
    Es muss nicht immer genau DAS ANGEBOT sein… es ist Werbung… „Hallo hier bin ich und bin interessant“.

    -> Ist wohl Niemanden wirklich aufgefallen, aber die Bundeswehr wirbt mit FRAU auf U-Boot! Ja das macht Deutschland. <-

    Dann wäre da noch ein Punkt: Ja auch wenn die U-Boote zur Zeit nicht fahrbereit sind, wegen technischer Probleme… -> sollen sie demnächst nicht fahrbereit sein, weil kein Personal!?
    Die sollen fahren und es werden mehr gebaut… also brauchen wir Leute, welche wir jetzt schonmal ausbilden müssen!

    Ich glaube auch, wenn man jedem Bewerber gleich mit Depression gegenüber tritt, dieser viel schneller abbricht, oder sich gar nicht erst für die BW entscheidet.

  12. Aber wie üblich das alte Problem…jeder kann Pilot, Kommandant, Minentaucher etc werden.
    Wenn diese vollmundigen Werbeversprechen dann an der Realität scheitern sind die Leute enttäuscht. Außerdem meines Wissens nach benötigen wir eher Indianer und kleine Häuptlinge (UO/PUO) statt Offz, bei letztgenannten sind die Bewerberzahlen ja seit Jahren stabil und so hoch das sogar eine Bestenauslese stattfinden kann.

  13. @Badenser Kann ich Ihrem Kommentar entnehmen, daß dies kein Modell ist?

    Wenn dem so ist, hoffe ich für die Bundeswehr und die Werbeagentur, daß ein Modellvertrag mit der Offizieren abgeschlossen wurde und der Obolus an die Künstlersozialkasse überwiesen wurde. Sollte dies nicht der Fall sein, muß bei einem Ausscheiden sofort alles Online-Material offline genommen werden und alle Broschüren mit ihrem Gesicht vernichtet werden.

  14. @ IstEgal = Unkenntnis

    Noch nie bei einer Musterung gewesen… ;) Schon gar nicht in einem Bewerberverfahren der BW.

  15. Was soll denn bitte nicht an dem Timing stimmen ? der Zeitraum für die Plakatwerbung passt zurzeit doch wie die Faust ins Auge…zudem sollte einem doch klar sein, das man nach Antritt in der Marine nicht gleich auf ein Uboot kommt und Wachoffizier wird, da vergehen schon ein paar Jahre und bis dahin sind wieder Uboote einsatzbereit.

    Bezüglich der Werbung…ist doch ebenfalls am 24. Oktober schon fast der gleiche Fall gewesen, das nach der Bekanntgabe der schlechten Uboot-Lage zeitgleich Uboot-Fahrer bei der Bundeswehr auf Stube #22 ordentlich die Werbetrommel rollen, mit dem Zitat: „Wenn man sich entscheidet zur Bundeswehr zu gehen, kann ich nur jedem empfehlen an Bord eines U-Boots zu kommen“, so der Leiter des AZU, Fregattenkapitän Gössing. In diesem Zeitraum fand ich das Timing sehr viel schlimmer.

  16. @Kay

    na na wenn einem die Meinung anderer nicht passt brauch man nicht gleich persönlich werden.

    Und fast jede Werbung zeigt nun Mal die fancy Jobs beim Bund und nicht die die in Masse gebraucht werden.

    PS: Ich bin aktiver seit 17 Jahren, Musterung kenne ich inklusive „husten sie mal“ ;-) und den Rest auch.

  17. @ Micha: ja, wie man hier jetzt mehrfach lesen konnte, ist sie ein echter Offizier, die auf einem Boot dient. Und keine Angst: einen Modellvertrag benötigt die Bundeswehr nicht für ihr eigenes Personal. Auch ist das aus dem Reich der Märchen, dass nach einem möglichen Ausscheiden ( vielleicht ist oder wird sie aber auch BS) alles offline-gehen muss.

  18. Eine banale Frage: was machen die Besatzungen der nicht einsatzbereiten U-Boote in der Zeit bis ihr Boot wieder einsatzbereit ist?
    Und generell: was machen die Besatzungen in der Zeit in der das Boot nicht auf See ist? Die Boote werden von mehreren Besatzungen gefahren soweit ich das verstanden habe?
    Nimmt man dann Urlaub, baut Überstunden ab? Oder wie ist das?

  19. @Zeki Müller:
    Das rührt vermutlich daher, dass OLtzS Ehlers auf dem Bild ihr Alltagsschiffchen trägt. Und nach ein paar Jahren auf Tasche verliert sich der Goldüberzug auf dem Metalgespinst langsam. Bei meinem ist die Goldfarbe auch nur noch erahnbar.

  20. @ Hunter@OLzS Ehlers
    Warscheinlich ja. allerdings schreibt sie Zitat:“Hallo, ich bin Oberleutnant zur See Nana Ehlers UND FAHRE als Wachoffizier auf einem U-Boot der Klasse 212A.“
    Müsste berichtigt heißen und fahre jetzt nicht mehr. Oder ich fahre zu einem U-Boot in die Werft. . Leider

  21. @ Zivilist | 03. Dezember 2017 – 8:20

    Die Besatzung.
    1. bleibt in der Regel ‚eingeschifft‘ und
    2. macht die Mat Erh Massnahmen an den Anlagen welche von der Ueberholung nicht beruehrt sind.
    3. Weiterbildung am Trainer (Simulator in Ecktown) fuer alle
    4. Lehrgaenge,
    5. Personalabgabe an unterbesetzte Boote
    6. Urlaub und Ueberstunden abbummeln…
    Cheers

  22. @Zivilist
    Was Besatzungen machen, sieht man hier…und das zurzeit auf der Fregatte Sachsen…müssen an Bord wohl Langeweile haben…Dienstaufsicht gibt´s da wohl nicht mehr….daher möchte ich nicht wissen, was auf den U-Booten der Marine abgeht ;) Der Marine-Nachwuchs wird sich freuen, solche öffentlichen Fotos vorzufinden…dann weiß Mann oder Frau, was einem dort erwartet !!!! https://www.instagram.com/p/BcIS8BMhP5B/?tagged=germannavy

  23. @Micha | 02. Dezember 2017 – 18:19
    „@Badenser Kann ich Ihrem Kommentar entnehmen, daß dies kein Modell ist?“

    In der Tat. Die Bundeswehr verwendet grundsätzlich keine Modell sondern arbeitet schon seit Jahren nur mit echten Soldaten. Wo immer möglich sogar nur mit Soldaten in der Tätigkeit, in der sie auch dienstlich tatsächlich tätig sind.

    „Wenn dem so ist, hoffe ich für die Bundeswehr und die Werbeagentur, daß ein Modellvertrag mit der Offizieren abgeschlossen wurde und der Obolus an die Künstlersozialkasse überwiesen wurde.“

    Beides ist weder notwendig noch rechtlich einschlägig.

    „Sollte dies nicht der Fall sein, muß bei einem Ausscheiden sofort alles Online-Material offline genommen werden und alle Broschüren mit ihrem Gesicht vernichtet werden.“

    Auch das ist rechtlich grundsätzlich nicht notwendig (gibt da nur wenige Sondersituationen in denen der Soldat das verlangen kann). Da die Nachwuchswerbung als Annex-Kompentenz aus dem Verfassungsauftrag des Art 87a GG erwächst, gelten hier andere Regeln als für zivile Unternehmen.

    @all
    Ich finde das Motiv sehr gelungen, es handelt sich wohl um ein Motiv in der jährlichen „Endjahres“ Werbekampagne für Offiziere (der Bewerbungsschluss liegt ja immer am 01.03. eines Jahres und deswegen wird ja häufig im November bis Januar für Offz geworben).

    Wenn ich die Werbeseite der Bw richtig auswerte, lautet dieses Jahr das Motto der Kampagne: „Karriere als Offizier: Führen lernen. Verantwortung tragen.“.

    Mit drei „Protagonisten“. Einem Hptm GebJg (ZgFhr) aus der YouTube Mali-Serie bekannt , einem Jettie (ebenfalls Hptm) und eben jener OLt (w) Marine, WO auf einem U-Boot. Und zusätzlich noch dem Hinweis auf die Möglichkeit als SanOffz.

  24. U-Boot-Misere, Italien macht vor wie es zu laufen hat, bei gleichem Bootstyp?

    Italy bought 4 of the same subs and they are doing fine… because Italy bought an abundance of spares.
    Thomas C. Theiner hat hinzugefügt,

    @anke_sf
    Germany: None (!) of Navy’s 6 submarines available right now – all require repairs.
    1 (!) expected back at Sea in 2nd half of 2018.

    (NB: German Navy can currently man 3 submarines with trained personnel)
    http://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Ersatzteile-fehlen-U-Boote-nicht-einsatzbereit, uboote122.html …

    https://pbs.twimg.com/media/DQHI14aW4AATlK5.jpg

  25. Haben wir nicht überhaupt nur zwei komplette Besatzungen für alle U-Boote? Zumindest habe ich das Mal gehört.

  26. Attraktivität ist halt nicht nur Vielfalt und EU Arbeitszeitregelung sondern eben auch das Material mit dem man arbeitet

  27. @Koffer

    Wieweit kann 87 a GG legitim und legal das Recht am eigenen Bild einschränken oder gar aufheben?

  28. Heute lief auf RTL 2 der erste Teil einer dreiteiligen Doku über die Heeresbergführerausbildung. Aus meiner Sicht eine gelungene Darstellung über Aufgabe, Anforderung, Kameradschaft und Stimmung zwischen Lehrer und Lehrgangsteilnehmer. So kann man auch Werbung für die Bundeswehr machen. Einfach mal zeigen wo es gut läuft in der Bundeswehr und wie man zielorientiert und kameradschaftlich miteinander umgeht. Daumen hoch fürs Filmteam und die Soldaten. Bin schon auf die nächsten zwei Teile gespannt.

  29. @ThoDan | 03. Dezember 2017 – 21:06
    „Wieweit kann 87 a GG legitim und legal das Recht am eigenen Bild einschränken oder gar aufheben?“

    1. Soweit man dienstlich tätig wird, sind die Rechte am eigenen Bild so oder so äußerst eingeschränkt. Da Nachwuchswerbung eine dienstliche Tätigkeit ist, können „normale“ zivile Maßstäbe hier nicht angewandt werden und es gilt soldatisches Dienstrecht.

    2. Unabhängig davon, ist das aber im konkreten Fall auch nur eingeschränkt von Bedeutung, da die Bw die Protagonisten für die Personalwerbelinien sowieso derzeit nur auf Freiwilligkeitsbasis auswählt. Das einzige was halt nicht geht, ist ein nachträgliches zurückziehen der Freiwilligkeit ohne gute Gründe…

  30. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht.

    Es ist natürlich mehr als peinlich, dass Deutschland momentan kein einziges U-Boot einsatzbereit hat. Aber bei aktuell 6 Booten ist das auch kein wirkliches Wunder.

    Wenn ich mich recht erinnere, hatten wir mal 20 bis 25 Boote der Klassen 205/206 im Einsatz…

    Die zwei neu bestellten Boote werden sich auch wieder technisch von den aktuellen 212A´s unterscheiden.

    Also plant man man mit vier Booten der ersten Serie, zwei Booten der zweiten Serie und dann noch 2 Booten der nächsten Serie. Wohin das führt, kann sich jeder vorstellen.

    Das ist eben der Nachteil der Salamitaktik bei Beschaffungen. Kleine Serien verursachen erst geringe und dann höhere Kosten durch permantes Nachrüsten, um sie auf einen Stand zu bringen.

    Zum Thema zurück:

    Man wirbt für die Ausbildung als Führungskraft. Diese dauert inklusive Studium mehrere Jahre und daher hat die aktuelle U-Boot Situation darauf keinen Einfluss.
    Ein Beispiel aus einer anderen Branche: Wenn ein Flugzeug in der zivilen Luftfahrt aus technischen Gründen gegrounded wird, wie z.B. bei der B787 vor ein paar Jahren, stellt auch niemand die Pilotenausbildung ein.

    Ich finde es richtig, daß man versucht, mehr Frauen für diesen Bereich gewinnen zu wollen. Von daher Daumen hoch für die Kampagne.

  31. @all
    Ne andere maritime Frage zum allg Ersatzteilmangel. Die neuen alten Korvetten sind ja nun auf dem Weg. Ist denn wenigstens da die Ersatzteilversorgung auch für die nahezu baugleichen voherigen Korvetten eingeplant? Oder anders gefragt. Wird im Zuge der Nachfertigung der neuen Boote ein kompletter Satz Wartungs- und Versorgungsmaterial für dann alle 10 Korvetten bis 2023 bereitgestellt? Oder endet es dann selbst bei Neubaubooten wieder in Kanibalismus?

  32. @ Dante | 04. Dezember 2017 – 13:40

    Es kam auf die Kenntnisse und Erfahrungen des teams, welches die Versorgungsreife herstellte, an.
    Im wichtigsten Bereich an Bord, der Schiffstechnik*, kann man in etwa abschaetzen, wieviele Pumpen, Zylinderkoepfe, Regler, Ventile, EMotoren usw man/frau beschaffen einlagern muss, anhand von Erfahrungswerten, Standzeitprognosen und Betriebsstundenprognosen. Im Bereich IT und Waffentechnik ist das viel problematischer.
    Inzwischen wird aber die explizite ‚Versorgungsreife‘ nicht mehr hergestellt und die Ersatzteilbevorratung auf ein Minimum beschraenkt um HH Mittel zu sparen. Daher gilt auch fuer die neuen Korvetten: Kannibalisieren, soweit kompatibel.

    *Am wichtigsten fuer die derzeitige Politik, weil das Schiff mit intakter Technik noch fahren kann und somit im Multi-Verband deutsche Flagge zeigen kann, selbst als (teil) zahnloser Tiger. ( Vgl Besenstiel-Panzer)

  33. @Koffer  

    1 Gibt es dazu Urteile des Bundesverfassungsgerichtes oder EHCR?
    Ansonsten was kann man nicht mit der Begründung befehlen, aussetzen.

  34. @ Dante

    Die Frage ist ja, ob diese neuen Korvetten wirklich nahezu baugleich sein werden…

    Das glaube ich im Leben nicht. Ein Teil der Technik wird es gar nicht mehr geben…

    Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen… ;-)

  35. ThoDan | 03. Dezember 2017 – 21:06
    Ich musste mal mit meinem Boot ein haarsträubendes Video drehen lassen.
    Weil es an fachlichen Fehlern nicht mangelte, weigerte ich mich im Bild zu sein, so hatte der „Kommandant“ auf einmal eine weisse Mütze während des „Gefechtes“ auf und rief in die Kamera, Heliokopter auf 530 Grad. Hat beim Dreh, Schnitt etc. niemand gemerkt, aber viele Marinekameraden, denken bis heute, das war doch damals der und der.
    Danke an Obermaat Mütze, der Spass dran hatte, meine Rolle zu doubeln.
    Will sagen, bestimmte Dinge bei der dienstlichen Tätigkeit kann man nur kreativ steuern, weigern kann man sich nicht.

  36. MikeMolto | 04. Dezember 2017 – 14:16

    „*Am wichtigsten fuer die derzeitige Politik, weil das Schiff mit intakter Technik noch fahren kann und somit im Multi-Verband deutsche Flagge zeigen kann, selbst als (teil) zahnloser Tiger. ( Vgl Besenstiel-Panzer)“

    Genauso fuhr mal ein FDBoot ans Horn – Originalkommentar eines damals verantwortlichen Einsatzleiter im MFMStab 70 Herr FKpt. E., stellen Sie sich als BEL nicht so an, weiß ja niemand, das der Meßraum leer ist.
    Leider ist Ihr (MM)Hinweis schon fast 15 Jahre aktuell und bleibt es wohl auch.

  37. @ 0814

    Leider nein. Suchen Sie mal im Internet unter dem Stichwort U-Boot Klasse 212a und Modifikationen.

    Dann finden Sie einige gravierende Unterschiede vom zweiten zum ersten Baulos.

    Beim dritten Baulos wird es noch mehr Unterschiede geben.

  38. {Damit das allemal klar ist und nicht immer an allem rumgemeckert wird!}

    Auszug Webauftritt BmVg:

    Also, somit kann unter dem Strich nichts die Trendwende Personal aufhalten. Nicht einmal nicht Einsatzbereites Groß-und Kleingerät. Das gibt es ja nämlich gar nicht…. siehe oben!
    ;-)

  39. Eine kurze Frage zu meinem Verständnis;

    Es ist also ein Mangel – qualitativ?- dass es keine Frauen als Kommandant gibt?

    „Nebenbei: Im Unterschied zu den Marinen anderer Staaten, zum Beispiel Norwegen, hat die Deutsche Marine nach meiner Kenntnis noch keine Kommandantin eines U-Boots?“

    [Es ist erst mal die Feststellung einer Tatsache. T.W.]

  40. Daß das Bild nicht unbedingt die U-Bootkommandantin zeigen muß, ist ja schon angesagt worden. Aber wenn diese Frage beim Thema Lage der Bw auch hier extra betont wird, mit anklagendem Unterton durch Bezug auf NOR, scheint es ja keine wichtigeren Probleme zu geben.

    [Den Begriff #whataboutism kennen Sie? Wo ist der anklagende Unterton? T.W.]

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