Strong Europe Tank Challenge: Bundeswehr hinter Bundesheer auf dem zweiten Platz

Im vergangenen Jahr belegte die Bundeswehr bei der Strong European Tank Challenge von U.S. Army Europe und Bundeswehr auf dem Übungsplatz Grafenwöhr in Bayern den ersten Platz – in diesem Jahr musste sich das Panzer-Team des Deutschen Heeres hinter den Österreichern mit dem zweiten Platz begnügen. Was den amerikanischen Mitveranstaltern im zweiten Jahr der Neuauflage dieses Wettbewerbs weh tun dürfte: Erneut schaffte es kein US-Team an die Spitze (was die Washington Post vergangenes Jahr schon sehr kritisch bemerkt hatte).

Nachgetragen: Ein US-Video dazu (von der Bundeswehr gibt es bis zum Sonntagabend leider noch nichts):


(Direktlink: https://www.dvidshub.net//video/524832/us-soldiers-compete-strong-europe-tank-challenge-2017)


Die Mitteilung der U.S. Army:

The Austrian platoon took top honors in the second annual Strong Europe Tank Challenge with Germany and the U.S. placing second and third, May 12, 2017.
„We tried as hard as we could to prepare ourselves and our crews for competition, and it was just the right way,“ said Staff Sgt. Thomas Krims, a loader on the platoon commander’s tank.
The challenge was a five-day competition that tested offensive and defensive operations as well as vehicle identification, battle damage assessment and precision maneuvers.

Multinational platoons from six NATO nations took part in the U.S. Army Europe and German Bundeswehr co-hosted event, here, May 7-12, 2017.

Correction: Multinational platoons from six NATO and partner nations took part in the U.S. Army Europe and German Bundeswehr co-hosted event, here, May 7-12, 2017.

Participating nations included Austria, France, Germany, Poland, Ukraine and the United States, who each brought a platoon with four tanks to compete. Four-person crews manned Austria’s Leopard 2A4 tanks, Germany’s Leopard 2A6 tanks and Poland’s Leopard 2A5 tanks. Three-person teams operated France’s Leclerc tanks and Ukraine’s T-64BM tanks. And the U.S. used the M1A2 SEP tanks with four Soldiers per tank.
Platoons rotated throughout 12 events with 1,500 possible points in total. Teams tested their live-fire maneuvers in defensive and offensive operations, with the possibility of scoring up to 500 points in each event. The other events were worth 50 possible points each.
The teams ran through lanes that challenged their abilities to react to indirect fires, chemical attacks and improvised explosive devices while treating and evacuating casualties, and providing vehicle recovery.
Platoons identified 30 friendly and enemy vehicles, determined the range of targets without using the tank’s main sight or laser ranger finders, and called for fire to engage targets.
Each crew was also tested on their abilities to report accurate information during an urban area patrol and navigate tanks through an obstacle course without vehicle optics.
The remaining events required the Soldiers to dismount from their tanks to compete in a team run, a relay race with tank-related objects, and a combat pistol shoot. The final day of the challenge ended with a friendship shoot.
Along with building an environment for a friendly competition, the event also built camaraderie.
„We learned that every nation has their pride in being a tanker,“ said Krims. „Every team has their own way, but we learned that our way of performing as a team in every task we got is what brought us success.“
„This is a competition, but it’s not really about the competition,“ said Sgt. Maj. David Glenn, 7th Army Training Command’s operations senior noncommissioned officer. „It’s really about training, partnership, esprit de corps and interoperability.“
The challenge fosters military partnership and promoted interoperability, while providing an environment to share tactics, techniques and procedures.
„We truly appreciate the opportunity to come here and see what other nations do as tankers,“ said Krims.

(Foto: Team Germany receives ammunition for its Leopard 2A6 tanks before conducting the Offensive Operation lane during the Strong Europe Tank Challenge (SETC) at the 7th Army Training Command’s Grafenwoehr Training Area, Germany, May 09, 2017 – U.S. Army photo by Visual Information Specialist Gertrud Zach)

68 Gedanken zu „Strong Europe Tank Challenge: Bundeswehr hinter Bundesheer auf dem zweiten Platz

  1. Panzer Hurra. Treppchen. Aber, Wehrpflicht gewinnt, mit dem technisch ältesten Leopard.

  2. Eine genauere Auflistung der Punkteverteilung sowie die Abschlüsse der jeweiligen Teilaufgaben wäre interessant und aufschlussreich!

  3. Ein Stabswachtmeister als Ladeschütze(!) hört sich nicht wirklich nach einer Wehrpflichtigenbesatzung an.
    Trotzdem natürlich Glückwunsch an die Österreicher

  4. @Panzerbesatzung 203
    GLÜCKWUNSCH

    @Thomas Beyer | 12. Mai 2017 – 23:07
    Damit sollten sie zukünftig vorsichtiger sein ;-)….ob die Sonne uns lacht…

    @Klaus-Peter Kaikowsky | 12. Mai 2017 – 22:47
    Ich glaube…
    Bei der Fülle an Gesamtaufgaben war die „älteste“ Technik nicht voll ausschlaggebend.
    Der Wille und solide Vorbereitung entscheidet , sowie auch ein Quäntchen Glück im richtigen Moment.

  5. >six NATO nations
    >Austria, France, Germany, Poland, Ukraine and the United States

    Also ohne extra nachzusehen hätte ich von den genannten Ländern nur vier als NATO-Mitglieder verortet.

  6. @Gramm

    Woher soll der Autor bei der U.S. Army das denn wissen?

    (Aber vielleicht sollte man sie doch drauf hinweisen…)
    ;-)

  7. Ergänzung:
    Bei den ukrainischen Panzern handelt es sich um T-64 BWs der 14. Mechanisierten Brigade, welche sich in den nationalen Wettkämpfen auch gegen Einheiten mit T-64BMs (Bulat) der 1.Panzerbrigade und T-80 BWs der „hochmobilen Luftlandetruppen“ durchsetzen konnten.

    Kurz vor Beginn der Tank-Challenge wurden die eingesetzten T-64 BWs durch ein neues Kommunikationssystem, GPS und ein neues Nachtsichtgerät noch leicht modernisiert.

  8. Auch wenn unsere Nachbarn, Freunde und Partner es oftmals nicht wirklich glauben wollen. Auf gefechtstechnischer und taktischer Ebene sind die Einzelsoldaten, Gruppen, Züge und Kompanie unseres Bundesheeres ausgezeichnet ausgebildet und meist auch sehr gut ausgerüstet. Und das nicht nur im Gebirgskampf. Sondern wie man sieht auch bei der Panzertruppe. Siehe dazu: http://www.bundesheer.at/
    Wir alle freuen uns für die Panzerbesatzung sehr, dass durch Kameradschaft, Motivation, Wille und einer guten militärischen Ausbildung der 1. Platz beim erstmaligen Antreten gelungen ist.
    „Schwarz die Farbe, Gold im Herzen, Treu bis in den Tod“

  9. Dem deutschen Team, m.W. von der 2./ 203, einen herzlichen Glückwunsch zum hervorragenden 2. Platz! Man sollte diesen Wettbewerb nicht (nur) unter dem Gesichtspunkt der Technik sehen, vielmehr macht die Besatzung den Großteil der Leistung aus. Umso mehr daher: Hacke-Tau!

  10. @ Fritz,
    Wer die persönliche Ausrüstung der Panzerbesatzungen der Bundeswehr mit derer andere Staaten vergleicht sieht sehr schnell, die Panzertruppe ist vielleicht gut, aber ganz oben glaubt wohl ernsthaft niemand mal in einen Einsatz zu müssen, wo sich mehr als ÜbMun durch die Luft bewegt. Grundbetrieb & Lochkoppel for the win, Weltklasse Heer normal halt !!

    Der Kommentar von Sacha Stoltenow auf seinem Blog bzgl. der vielen „verschiedenen Bundeswehren“ spiegelt sich hier perfekt.

    Ansonsten natürlich einen Glückwunsch nach Austria. Aber auch Anerkennung an die Anderen Teilnehmern, vor allem den Osteuropäern.

  11. Auweia, wo habe ich da heute morgen meine Manieren gelassen… Natürlich auch eine herzliche Gratulation an die Kameraden des Bundesheeres. Da hat die Freude meinen Sportsgeist kurzfristig geblendet, pardon ;)

    @ Frank

    Ich kann Ihren Beitrag nicht recht nachvollziehen, denn die Übungen, so z.B. Bison Drawsko ´17 waren für die teilnehmende (Teil-)Einheit eigentlich immer recht fordernd angelegt und somit weit weg vom Grundbetrieb (Lochkoppel lasse ich mal so stehen, die pers. Ausrüstung für Besatzungen gepanzerter Fz abseits vom PUMA sind tatsächlich… ähm… optimierungsbedürftig). Natürlich bleibt bei mangelnder Ausstattung mit Großgerät die Frage, wieviel Btl gleichzeitig wieviel üben können.

  12. Passend zum Thema und weil vor kurzem auch die Frage aufkam, wie denn der LEO 2 A7V nun ausgerüstet sein soll, findet sich bei bundeswehr.de seit dem 09.05.17 ein Beitrag; der Titel lautet Leopard 2: Mehr Panzer und verbesserte Technik mit dem „A7V“ .

  13. Ab 2019 werden der PzTr ab 104 KPz Leopard 2 A7V zugeführt werden. Der Vertrag mit KMW ist am 05.Mai unterzeichnet worden.
    https://bw2.link/5eiLL
    Erhöht wird die Stückzahl, indem 100 im Industriebesitz befindliche ältere Leopard 2 A4 zurückgekauft werden. 68 davon, sowie 16 weitere Leopard 2 A6 aus niederländischen Beständen, werden umgerüstet. Hinzu kommen 20, dann auf „V“ modernisierte, Leopard 2 A7.
    In 2023 werden dann 2023 KPz der Panzertruppe zur Verfügung stehen.

    Ist die Einbeziehung der „16 (weitere) Leopard 2 A6 aus niederländischen Beständen“ seriös? Es handelt sich dabei genau um die Anzahl, die NLD „De Cavalerie“ bei 414 mit einbringt. Die NLD KPz, derzeit 2 A6, sind auf vier Züge – und mit „2 EA aus DEU Beständen“, auf die BtlFüGrp aufgeteilt. Die NLD Webseiten des Ministeriums geben zur Nachrüstung der 2 A6 nichts her. Allerdings läuft gegenwärtig in aller Öffentlichkeit eine heftige Debatte zur finanziellen und ff materiellen Besserstellung der Streitkräfte.
    Bleibt abzuwarten, nog te bezien:

    Den österreichischen Kameraden aus und um Wiener Neustadt eine herzliches „Antennen hoch“ und weiter so. Die Nutzung eines Stabswachtmeisters als LS, so what!!
    Zu alten CAT-Zeiten, mit Wehrpflicht, wurde die befohlene DEU PzKp aus dem jeweilig durchführenden Btl je nach bedarf per Versetzung zusammengestellt, und ab ging’s ins Trainingslager „In Bergen, um Bergen und um Bergen herum“.
    Aus dem Stand schafft das niemand.
    Zu CAT hatte ich mich im Faden „Bundeswehr-Team gewinnt „Tank Challenge“ in Grafenwöhr (Nachtrag: Bundeswehr-Video)“ von 2016 näher geäußert.
    In den letzten beiden Jahre der Neuauflage, „7th Army Training Command’s Grafenwöhr, thank you very much“ lag der Schwerpunkt richtigerweise auf der Leistung des Panzerzuges: Feuer- und Bewegungseinheit ist der Panzerzug. Ebenso wurde es in den letzten Jahren der CAT-Durchgänge gehandhabt.
    203, Panzer hurra, in der ehrenvollen Panzerumgebung von 214, so gehört es sich.
    Klar zum – Gefecht.

  14. @vodoo DANKE für den Hinweis zu “ Leopard 2: Mehr Panzer und verbesserte Technik mit dem „A7V““!!

  15. Frage an den hier versammelten Panzerverstand: „Was muß ich mir genau unter der Fähigkeit des Panzers zum Sprung“ vorstellen? Bezug ist der Artikel: “ Leopard 2: Mehr Panzer und verbesserte Technik mit dem „A7V““ Dort wird ziemlich am Ende erwähnt das die modernisierten Panzer diese Fähigkeit haben.

  16. @Ungedienter
    „… Dank geänderter Seitenvorgelege an den Antriebskränzen der Kette ist der Panzer zudem wieder in der Lage, den taktischen „Sprung“ aus der Deckung adäquat durchzuführen. …“, so der Kernsatz.
    Zunächst zum Hintergrund:
    Der Leopard 2 A1 begann einmal in 1979/80 mit 1100 KW ~1500 PS bei rund 50 t Gefechtsgewicht; mittlerweile die KWS (Kampfwertsteigerungen) 2 A2 bis 2A7 durchlaufen, sieht sich der Wagen bei rund 70 t aber mit immer noch 1500 PS.

    Das hat Auswirkungen, in erster Linie in der taktischen Mobilität.

    Darunter ist u.a. zu subsummieren, die Fähigkeit schnell von einer Stellung in die nächste zu wechseln, nach vorn, zur Seite oder auch rückwärts.
    Wichtig? Ja (!) absolut, in der Stellung hat der KPz das höchste passive Schutzniveau, da er richtigerweise „teilgedeckt“ steht. D.h.: nur der Turm befindet sch oberhalb der Deckung. Das Wesen von KPz sind aber „Feuer und Bewegung“, nur dadurch kommen seine Fähigkeiten umfänglich zum Tragen. In der Bewegung, außerhalb der teilgedeckten Stellung, gibt er sich aber der Beobachtung und Aufklärbarkeit preis. Daraus folgt, diese Phase muss so entschlossen und rasch wie möglich und unter Feuerschutz durchgeführt werden,
    IM SPRUNG VON EINER DECKUNG (STELLUNG) ZUR NÄCHSTEN.
    Soweit in aller Kürze etwas Panzerlatein.
    Volkstümlich: von „0“ auf „100“, wie schnell/langsam?

    In obigem Eingangstext steckt leider eine Ungenauigkeit: „… Seitenvorgelege an den Antriebskränzen …“.
    Die Seitenvorgelege sind aber am Getriebe angeflanscht.
    „(frei nach WIKI) Seitenvorgelege sind Erweiterungen von Schaltgetrieben an Fahrzeugen (und Werkzeugmaschinen). Dem Standardgetriebe zugeschaltet, verringert sich die Drehzahl der angetriebenen Welle, und das zur Verfügung stehende Drehmoment“ – UND DADURCH DIE KRAFT – werden erhöht.
    Hier: der KPz zieht schneller an, der „SPRUNG“ gelingt einfacher.

  17. @Ungedienter

    Der „Sprung“ beschreibt in „bundeswehrsprech“ einen schnellen Stellungswechsel.
    Gibt es auch „abgesessen“, also zu Fuß.

    Der letzten Modelle des LEO II (A6, A6M, A7) haben diese Fähigkeit durch massive Gewichtszunahme teilweise eingebüßt. Er beschleunigte einfach nicht mehr so schnell wie früher. Durch Verbesserungen am Antrieb und dem Fahrwerk soll der LEO II A7V nun wieder „springen“ können.

    Wird sich zeigen, ob er das so gut kann wie die LEO II A4 Modelle.

    pi

  18. @politisch inkorrekt und Bürger DANKE! Ich kannte den Sprung nur aus dem infantristischen. Und außer einem NVA Propagandavideo das einen Sprung vom Eisenbahnwagen zeigt fiel mir nichts sinnvolles ein (ob das abladen per Sprung sinnvoll ist, überlasse ich anderen zu beurteilen.)

  19. Very impressive competition and congratulations to the Austrians ad all the crews.
    Keep up the hard work.

  20. Zu dem Bundeswehr Artikel:

    Sehen wir uns mal die Zahlen an.

    100 neue Panzer!!

    68 aufgerüstete A4 (Tabula Rasa Kernsanierung)
    16 niederländische Asylanten (Wer wird die benutzen? Wir sicher nicht!)
    und 20 A7 auf A7V, (die sind schon im Bestand)

    Das sind dann genau 68 zusätzliche Kampfpanzer für uns… 32% weniger als immer großspurig kommuniziert wurde. Das zeichnete sich allerdings schon eine Weile ab.

    Wie kommt man damit bitte auf 320 Kampfpanzer für die Bundeswehr?!
    Waren es nicht ~228 inkl der 20 A7?
    228 + 68 = 296

    Waren die 228 inkl WTD oder ohne? Wenn ohne, dann sind doch wieder die Bestände der WTD mit drin (je 2 A4, A5, A6 und A7?) und die 16 Asylanten aus den Niederlanden. Mit diesen 24 Panzern kommt man dann auf 320.
    Wenn die 228 inkl. WTD sind hab ich keine Ahnung wie man auf 320 Panzer kommt.

    Das der A7V die Pleite ist, die vorher kommuniert wurde ist ziemlich traurig.
    Keine Dachpanzerung, kein 360° Kamerasystem, keine akustischen Schützenfinder, kein aktiver Selbstschutz, nichtmal passiv… hat KMW etwas gegen Rheinmetall Systeme?

    Trivia:
    Am 10.5 wurde der Videobeitrag „Das System ABRA – in 60 Sekunden“ online gestellt, der sich im gleichen Themensammler wie die Panzeraufrüstung befindet.
    Dort wird das ABRA als wichtiger Baustein bezeichnet…

    Zitat – Deutschesheer.de:
    „Artilleriebeobachtungsradar ABRA

    […]
    Die in der Nutzung befindlichen Radarsysteme ABRA genügen in ihren Leistungen aber nicht mehr den zukünftigen Anforderungen im Hinblick auf die Aufklärungsleistung, die Mobilität sowie den Schutz (ballistischer Schutz, ABC-, Minen- und Splitterschutz) des Trägerfahrzeuges. Darüber hinaus werden die Fahrzeuge in Kürze zusätzlich das Ende ihrer Versorgbarkeit erreichen.
    Die Ausphasung des Systems soll im Jahr 2011 beginnen und 2013 beendet sein. Das Folgesystem wird das Bodenüberwachungs-radar (BÜR).“

    #BesteBundeswehrAllerZeiten

    [An Ihrer Autokorrektur arbeiten Sie bitte noch mal nach, ja? T.W.]

  21. @ SvD

    In der Zeitschrift Tankograd 1/2017 ist eine tabellarische Aufstellung

    Hiernach:
    zukünftiger Bestand Heer: 320
    zuk. Bestand BAAINBw: 8

    = 328

    Im Bestand Heer von 320 Stück sind die 16 ehem. holländischen A6 enthalten, die von der BW angekauft, auf den Stand A7V gebracht werden und dann von den Holländern zurück geleast werden

  22. 16 niederländische Asylanten (Wer wird die benutzen? Wir sicher nicht!)

    Mal abgesehen vom fragwürdigen Duktus, wo waren Sie die letzten zwei Jahre?! Die 16 NLD Leoparden werden in Lohheide bei 414 stehen – und damit in einem deutschen PzBtl.

  23. Zu: Klaus-Peter Kaikowsky | 13. Mai 2017 – 19:23
    Im dritten Absatz muss es,natürlich, heißen „insgesamt 104 Kampfpanzer“ statt 2023.
    Pardon

    @Voodoo
    Hinweis, ich habe mir nochmals die einschlägigen Webseiten „Defensie“ und auch „landmacht“ angesehen: Keine Aussagen zu den 16 bei 414 genutzten 2 A6 bezüglich KWS auf 2A7.
    Habe dazu bei @Defplatform (defensie-platform) nachgefragt, bislang noch keine Reaktion.

  24. Bei Finanznachrichten.de
    Weitgehend unbemerkt bemüht sich TUR bei der Bundesregierung um eine Genehmigung für KMW zur Produktion in der Türkei, u.a . zur Nachrüstung der TUR Leo 2 A4 auf A6 Stand.
    Am 15.03.17 „soll“ dazu eine TUR Delegation bei Frau Zypries vorgesprochen haben.

    „Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall bereitet eine Beteiligung an der Produktion von Panzern in der Türkei vor. Nach Informationen des stern, der türkischen Exilredaktion Özgürüz und des Recherchezentrums Correctiv sind die Vorbereitungen bereits weit gediehen. Wie der stern berichtet, sucht Rheinmetall zur Zeit Manager und Ingenieure für die Entwicklung und Produktion gepanzerter Fahrzeuge „an den Standorten Istanbul und Izmir …“
    Die Linken-Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen im stern: „Ungeheuerlicher Vorgang …“
    KMW bestätigte die Gründung des Gemeinschaftsunternehmen namens RBSS, mit 40% Beteiligung. Die neue Firmengruppe könne auch in die Produktion des TUR homemade KPz ALTAY einsteigen.
    Angesichts der gegebenen spannungsreichen Situation DEU – TUR kam verständlicherweise öffentlich wenig rüber, ob „ungheuerlich“ bleibt dahingestellt. Solch Deal machte aber nachdenklich vor dem Hintergrund der Haftlage gefangen genommener DEU Journalisten.

    [„Weitgehend unbemerkt“ scheint mir angesichts der Berichterstattung des „stern“ seit Wochen, angesichts der viel berichteten Proteste vor dem Bundestag mit einem ausrangierten, gemieteten Leopard-Panzer usw. usf. doch ein bisschen komisch. Das Thema gibt’s seit geraumer Zeit, und nicht alles, was ich hier nicht aufgreife, ist „weitgehend unbemerkt“. T.W.]

  25. @ Klaus Peter Kaikowski Danke für die ausführlichen Erläuterungen! Wäre nicht auch ein Update der Motoren ein Weg gewesen die Agilität zu erhöhen? Auch wenn der Vergleich etwas von weit her kommt: bei der Eisenbahn hat man mit der Modernisierung 40 Jahre älter Diesellokmotoren 30 Prozent mehr Leistung rausgeholt.

  26. Ungedienter | 14. Mai 2017 – 14:18
    Ja. Aber langwieriger, teurer, insgesamt schwierig, denn:
    Das Triebwerk, Motor&Getriebe, sind aus den späten 70ern. Was da unter heutigen technischen Fortschritten sinnhaft ist, erschließt sich mir nicht, kann vllt ein Ing erläutern.
    Ggf wäre dann nämlich eine komplette Neuentwicklung effizienter. Dieser Weg dürfte aber kaum beschritten werden, schließlich drehen sich die Gedanken der künftigen „Leopard 3“-Entwicklung bei KMW/Nexter um Neugerät.

    Die Lösung verbesserter Beschleunigungswerte über Anpassungen am Seitenvorgelege ist durchaus bewährt. Beim SPz Marder mit „Geburtsgewicht“ von 27 t auf nunmehr ca. 37 t, geschuldet wesentlich der Zusatzpanzerung, wurden – in Teilen – Massezunahmen auch über Übersetzungsänderungen am Seitenvorgelege aufgefangen. Dabei in Anlehnung an FlaRakPz Roland, der auf Marderfahrgestell daher kam.
    Unterm Strich, aus meiner Sicht, die einzig mögliche, kurzfristige und somit richtige Lösung. Verwunderlich nur, dass Bw/BAAIN/KMW überhaupt so lange gewartet hatten. Schon der 2 A6 hätte es verdient gehabt.

  27. @T.Wiegold | 13. Mai 2017 – 8:19

    „@Gramm:Woher soll der Autor bei der U.S. Army das denn wissen?
    (Aber vielleicht sollte man sie doch drauf hinweisen…)
    ;-)“

    das wurde wohl auf der Ursprungsmeldung mittlerweile korrigiert in „Multinational platoons from six NATO and partner nations took part in the U.S. Army Europe and German Bundeswehr co-hosted event, here, May 7-12, 2017.“

    Die Presseabteilung der U.S. Army hat ihre Schludrigkeit immerhin berichtigt.

  28. @T.W.
    Mein „Weitgehend unbemerkt“ bezieht sich natürlich weder aus Sie, noch auf das von mir sehr geschätzte blog.
    Dass Sie als Einzelkämpfer nicht die SiPO-Welt, und sei es auch nur die europäische, umfassend abdecken können, dessen bin ich mir absolut bewusst.
    Vielmehr hab ich dazu in den führenden Medien einschließlich TV kaum „Lautgebung“ vernommen; Gelegenheit gab/gibt es zu Hauf, vor dem Hintergrund der Inhaftierungen sowie des quasi-Ultimatums Erdogans an die EU und der Diskussionen zu – absolut – abzulehnenden Abstimmungen zur Todesstrafe auf DEU Grund und Boden.
    Diese Hinweise begreife ich als „Weitgehend unbemerkt“, ergänzt durch den Fakt der Schlagzeilen-Dominanz zu Illkirchen etc.
    Es blieb einfach kaum Zeit, Rechercherche-Kapazität und Raum in den Gazetten, so meine Annahme.
    Gruß

  29. @Ungedienter | 14. Mai 2017 – 14:18

    Eine Modernisierung des Power-Packs (Motor/Getriebe/Kühlung) soll laut einer TV-Doku, die ich mal irgendwo gesehen hatte, als letzte Modernisierung im 2A8 kommen und die alte Mobilität wieder herstellen. Danach hält man das Leo 2 Produkt für End of Life – also ausgelutscht.
    Um die alte Mobilität wieder her zu stellen dürfte wohl eine Leistung von etwa 1900 bis 2000 PS erforderlich sein, wenn man von gut 70to Gewicht ausginge.

    @Andere: Ich bin offenbar zu blöd unter den gegebenen Links den genannten A7V-Beitrag zu finden… daher Danke der Mitteilung der wesentlichen Inhalte.

  30. @Voodoo

    Soso, der Duktus ist fragwürdig?
    Die Politik dahinter ist ja wohl eher fragwürdig. Es handelt sich bei den 16 Panzern nunmal um, in der Heimat politisch Verfolgte, die in Deutschland Asyl suchen.

    Duden:
    Asylant

    jemand, der um Asyl (2) nachsucht; jemand, der Asylrecht beansprucht (wird gelegentlich als abwertend empfunden).

    Ich habe den Begriff auch bewusst abwertend benutzt. Die Situation Panzer Asylanten im Land zu haben, ist schon reichlich bizarr.
    Geld für die F-35 ist da, aber nicht für Panzer? Soviel wie die F-35 kostet landen die Panzer am Ende doch noch bei der Bundeswehr.

    Aber mögen sie mir mal erleutern in welchem Szenario wir den Niederländern die geleasten Panzer abnehmen und damit in den Einsatz fahren?
    Das wird wohl nie passieren und ob die bei einem deutschen Panzerbataillon geparkt sind ist doch vollkommen egal. Diese Panzer sind offiziell an die Niederlande verleast.

    Die Panzer stehen der Bundeswehr also nicht wirklich zur Verfügung. Die 8 bei der WTD sind auch nicht immer zu 100% einfach einsetzbar. Und wer zieht mit den 2 A4 in den Krieg?

    Es sind so wenige Panzer, das diese Zahlentrickserei mit den 24 Panzern schon ins Gewicht fällt.

    @Triebwerk wechseln

    Das Europack könnte man nutzen, es ist 30% kleiner, verbraucht weniger Kraftstoff und kann auch mit leicht erhöhter Leistung bestellt werden.
    Ob das 100% kompatibel ist, ist eine andere Frage.
    Die Verkürzung des Motorraums hätte den Vorteil das der Turm nicht mehr beim Triebwerkswechsel im Weg steht und sich neuer Raum für Kraftstoff oder Munition eröffnet.
    3m² sind nicht wenig! Ob der neue Diesel allerdings so zuverlässig wäre wie der alte, ist eine andere Frage. Und dann will der Panzer noch ausbalanciert sein.

    Zitat aus der MTU Broschüre:

    „A star among PowerPacks
    A special position among MTU PowerPacks® is held by the
    MTU EuroPowerPack based on an MTU Series 880 engine
    (MT 883) with a nominal power from 1100 kW (1500 hp) to
    1200 kW (1630 hp) – a drive system developed for the third
    generation of main battle tanks (MBTs) over 60 tons.
    Key features
    — The most compact drive unit in its power class for MBT
    applications due to the integration of the components into
    one system also minimizing weight.
    — The MTU EuroPowerPack combines an MT 883 engine
    with a Renk HSWL 295 TM transmission and is designed
    principally as a rear drive unit.
    — Power is transmitted to the gearbox by a transfer gearbox,
    mounted parallel to the engine reducing length by nearly
    1 m (39 in) when compared to the original drive unit in the
    Leopard II.
    — Compared to the original approximately three additional
    cubic meters are available to be used for fuel tanks,
    ammunition space or automatic loaders; compact drive
    systems provide more flexibility in vehicle design. “

    Ein älteres Schaubild dazu:
    https://abload.de/img/i_1632az0l.jpg

    Das Drehmoment ist nicht angegeben und die Datenblätter in denen es stehen sollte sind nicht mehr verfügbar.
    Im übrigen gab es schon zu dem Europowerpack ein Nachfolgeprojekt, das mangels Interesse eingestellt wurde.

  31. @SvD

    Aha, und ich war von einem Fehler der Autokorrektur ausgegangen…

    Da Sie so gerne mit diesem Begriff rumspielen, tun Sie das woanders. Klar?

  32. @Voodoo

    […]
    Aber mögen sie mir mal erleutern in welchem Szenario wir den Niederländern die geleasten Panzer abnehmen und damit in den Einsatz fahren?
    Das wird wohl nie passieren und ob die bei einem deutschen Panzerbataillon geparkt sind ist doch vollkommen egal. Diese Panzer sind offiziell an die Niederlande verleast.

    Die Panzer stehen der Bundeswehr also nicht wirklich zur Verfügung. Die 8 bei der WTD sind auch nicht immer zu 100% einfach einsetzbar. Und wer zieht mit den 2 A4 in den Krieg?
    […]

    Ja, der Duktus ist immer noch fragwürdig und ich stelle zudem fest, dass dies ebenso auf Ihr Hintergrundwissen zutrifft – bei allem Respekt.

    Die 16 NLD Panzer sind nicht „geparkt“, sondern sind fester Bestandteil des DEU PzBtl 414, nämlich in der 4. Kompanie – die Panzer stehen der Bw damit sehr wohl zur Verfügung. Dieses neu geschaffene Btl LEBT die binationale Ausbildung und ist somit kein abstraktes Konstrukt, wie z.B. die D/F Brig. Klarer ausgedrückt: Dort dienen DEU und NLD Soldaten Seite an Seite im täglichen Dienst und haben bereits Anfang des Jahres bewiesen, dass diese Zusammenarbeit verdammt schlagkräftig ist.

    Ich finde es müßig, sie jetzt über die 43. MechBrig (NLD) und deren Rolle in der 1. PzDiv aufzuklären, dass können Sie bequem googlen. Verabschieden Sie sich davor aber besser von dem Gedanken, dass das deutsche Heer in der Zukunft irgendwo alleine kämpfen wird / kann.

  33. Schon im letzten Jahr bei
    http://www.huffingtonpost.com/young-professionals-in-foreign-policy/the-netherlands-and-germa_b_9283072.html
    festgestellt, DEU und NLD als Pioniere der europäischen Verteidigung.

    Das NLD VgMin hat für seine KPz bei 414 nationalen Führungsvorbehalt festgelegt, d.h., Einsatz im Rahmen des DEU Btl in einer DEU geführten Operation nur mit Zustimmung „defensie“.
    Ich hatte das in einem der vergangenen 414 Fäden schon einmal eingestellt, finde den Link aktuell aber nicht mehr.

  34. @ KPK

    Das ist korrekt – aber es ist auch mehr als unwahrscheinlich, dass man sich in Berlin eine komplette durchmischte Brigade ans Bein gebunden hätte, wenn es für sie keine halbwegs realistischen Einsatzszenarien geben würde.

    Will sagen: Die DEU / NLD Zusammenarbeit ist pragmatischer (!) und auf Augenhöhe, ganz im Gegensatz zum Politikum „D/F Brig“.

  35. @Voodoo
    Exakt.
    D/F ist politischer Papiertiger der Schönwetterträume von Kohl und Mitterrand.
    Bleibt so, es sei denn, Macron kommt rasch zur Sache.
    Alle FRA VgMin woll(t)en den Haufen gern loswerden, denn: der FRA Anteil ist OPERATIV nicht frei verfügbar, und der DEU-Anteil (?), Mantel des Schweigens …!
    Das läuft DEU/NLD besser, wiewohl als meine Privatmeinung, 414 wird weder DEU-NLD getrennt, noch rein national jemals als Panzerverband zum Einsatz kommen, denn:
    Beiden Regierungen fehlt die Kraft zum offensive expeditionary thinking und dem Tragen der Folgen.
    Mit gewissen Abstrichen kann ich es mir noch bei NLD vorstellen, allerdings nur in einer U.S. geführten Ops, siehe TF URUZGAN 2004/05.

  36. @KPK
    Mit Blick auf Ihre idR kenntnisreichen und umfassenden Beiträge bin ich etwas erstaunt, das Sie sich bei der D/F auf die ebenso alte wie falsche Sichtweise der politischen Paradetruppe einlassen.

    Ja, die Gründung der D/F war politisch motiviert mit einem hohen Symbolgehalt, in den 28 Jahren seither hat sie sich aber deutlich weiterentwickelt. Erlauben Sie dass ich einige Punkte aufgreife um dies zu verdeutlichen:

    1. FRA TrT sind Operativ nicht einsetzbar?
    Die FRA Regimenter werden genauso geführt und eingesetzt wie die Regimenter der nationalen „Brigaden“. D.h. 1° Regiment d’Infanterie (nebenbei zum Thema Tradition: gegründet 1479, der älteste InfVbd der Welt) und 3° Regiment d’Hussards ohne Einschränkung bei SENTINELLE eingesetzt (statistisch gesehen war jeder FRA Soldat der Brigade in den letzten 5 Jahren zweimal bei SENTINELLE), beide Regimenter stellen jährlich mehrfach Züge und Kompanien für Aufgaben in den FRA Überseegebieten und stehen natürlich auch im Einsatz, z.B. Barkahane.

    2. Der Papiertiger
    Auch diese Einschätzung trifft nicht wirklich zu. Vor einem Einsatz der Brigade steht natürlich die große Hürde das beide Nationen gleichzeitig im selben Einsatzraum/ in derselben Mission aktiv sind und die Brigade entsprechend bi-national eingesetzt werden kann. Da ist dann das nationale Hemd manchmal näher als die bi-nationale Hose. Dennoch es geht. Das war der Fall 1996/1997 (Führung Brigade Centre in Bosnien), 2004/2005 (Führung Kabul Multinational Brigade) und zuletzt 2009 (Führung MN Task Force North im Kosovo). Auch einsatzgleiche Verpflichtungen gehen. Die Brigade stellte den Kern der NATO Response Force 7 und 15 (2006 bzw. 2010/2011) und EUBG II-2008.

    3. Bi-nationale Ausbildung
    Ohne die Leistung von 414 schmälern zu wollen, aber gemeinsame Ausbildung auf diesem Niveau betreibt die Brigade seit 20 Jahren. So werden 1°RI und 3°RH z.B. bei Ihren Aufenthalten in CENZUB/ CENTAC (FRA GefÜbZ) durch DEU JFST und PzPiZg unterstützt, die DEU Verbände führen bei ihren GÜZ Durchgängen meist FRA Kräfte in Zg oder Kp Stärke mit. Letztes Jahr war ein FRA Zug mit dem JgBtl 291 in Litauen dabei und das das Ganze auch im großen Maßstab gelingt, wurde bei der Brigadeübung FELDBERG 2013 und 2016 gezeigt.

    Natürlich gibt es immer noch Probleme z.B. im Bereich FüM und Logistik, und auch die Mentalitätsunterschiede brechen manchmal durch, das sind aber eher Probleme im Tagesdienst, im Einsatz bzw. Ausb/ Üb tritt das in den Hintergrund.

  37. @PzH2000
    Danke. Ich gestehe, ich war ein wenig polemisch.
    Dennoch ist meine Überzeugung, sofern FRA forderte das Ganze zu beenden, wäre der DEU Widerstand wie im Verzögerungsgefecht.

  38. Nachbrenner:
    „Der DEU-Anteil (?), Mantel des Schweigens“. Wieso das denn, hier nur zwei Punkte aus der jüngeren Vergangenheit. Das JgBtl 292 war der erste Verband der Bundeswehr, der im Rahmen PersPres zum Einsatz kam – mit der üblichen, geringen Vorwarnzeit. Der Auftrag EUTM MALI wurde 2013 im wesentlichen durch den DtA Stab und das ArtBtl 295 vorbereitet und – zusammen mit PzPiKp 550 – durchgeführt. 2014 und 2015 wurde die EUTM MALI durch den BrigKdr D/F Brig geführt, dabei DEU und FRA Soldaten der Brigade sowohl im Stab als auch in den Training Teams.

    Nebenbei ist die D/F Brigade übrigens die einzige DEU Brigade die wirklich noch das System Brigade abbildet.

  39. KPK mag das zwar etwas pointiert formuliert haben, aber im Grundsatz hat er doch recht. Die Problematik ist doch eine ähnliche: Der nationale Vorbehalt. Wenn ich mich recht entsinne, haben die Niederländer auf ihre 16 Panzer auch einen Vorbehalt und könnten sie selbstständig einsetzen. Das Maß der Integration auf der Verbandsebene ist natürlich ein ganz anderer „Schnack“ als die D/F-Brig. Die Franzosen nutzen ihren Anteil für ihre Einsätze und wir tun dasselbe für die unseren. Die Brigade ist sinnbildlich dafür, was passiert, wenn man Schritt Nr. n+1 vor Schritt 1 macht. Dann hat man ein Gebilde, das mit viel Aufwand betrieben wird, aber dessen Nutzen gegen Null geht – weil die entsprechende politische Einbettung fehlt. Es hatte wohl schon seinen Sinn, weshalb die Franzosen darüber nachgedacht haben, dieses Projekt einzustampfen.

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