Strong Europe Tank Challenge: Bundeswehr hinter Bundesheer auf dem zweiten Platz

Im vergangenen Jahr belegte die Bundeswehr bei der Strong European Tank Challenge von U.S. Army Europe und Bundeswehr auf dem Übungsplatz Grafenwöhr in Bayern den ersten Platz – in diesem Jahr musste sich das Panzer-Team des Deutschen Heeres hinter den Österreichern mit dem zweiten Platz begnügen. Was den amerikanischen Mitveranstaltern im zweiten Jahr der Neuauflage dieses Wettbewerbs weh tun dürfte: Erneut schaffte es kein US-Team an die Spitze (was die Washington Post vergangenes Jahr schon sehr kritisch bemerkt hatte).

Nachgetragen: Ein US-Video dazu (von der Bundeswehr gibt es bis zum Sonntagabend leider noch nichts):


(Direktlink: https://www.dvidshub.net//video/524832/us-soldiers-compete-strong-europe-tank-challenge-2017)

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Weltweite Hacker-Angriffe, unter anderem Krankenhäuser in England lahmgelegt

Wer angesichts der derzeitigen innenpolitischen Debatte über die Bundeswehr noch ein Ohr für echte Bedrohungen hat: Am (heutigen) Freitag wurden weltweit Computersysteme von Hackern angegriffen, die mit offensichtlich vom US-Geheimdienst NSA erbeuteter Schad-Software unter anderem in Großbritannien ganze Krankenhäuser lahmlegten.

Das sieht bislang nach einer Aktion von Kriminellen aus und ist – zunächst – keine Frage der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik. Allerdings, und deshalb greife ich das hier auf, eine Frage an die Sicherheit der Daseinsvorsorge in unseren von Computern und Netzen abhängigen Ländern.

Von der New York Times:

Hackers using a tool stolen from the United States government conducted extensive cyberattacks on Friday that hit dozens of countries around the world, severely disrupting Britain’s public health system and wreaking havoc on computers elsewhere, including Russia. weiterlesen

Helmut Schmidt und das Uniform-Bild: Uni-Präsident lädt zum Gespräch (Nachtrag)

Nachdem Augen geradeaus! am (gestrigen) Donnerstag als erstes Medium über die Entfernung eines Bildes an der Hamburger Bundeswehr-Universität berichtet hatte, das den Namensgeber Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform zeigt, haben am Freitag viele Medien nachgezogen – und das hat zu einer recht emotionalen, auch öffentlichen, Debatte geführt.

Der Präsident der Universität, Wilfried Seidel, reagierte darauf am Freitag mit zwei Rundschreiben an alle Angehörigen der Helmut-Schmidt-Universität, die Augen geradeaus! vorliegen. Darin wendet er sich dagegen, den späteren Verteidigungsminister und Bundeskanzler Helmut Schmidt auf seine Zeit in der Wehrmacht zu reduzieren und ihn in Wehrmachtsuniform als Vorbild zu sehen: Das Tragen der Uniform der Bundeswehr und der Uniform eines Unrechtsregimes bilden keine Gemeinsamkeit. Seidel bot zudem  allen Studierenden der Bundeswehr-Universität ein Gespräch an, auch um etwaige Missverständnisse auszuräumen.

Nachtrag: Das erste Rundschreiben liegt mir erst seit Samstag vor; hier zur Dokumentation beide Bulletins des Universitätspräsidenten:

• Erstes Bulletin

Sehr geehrte Damen und Herren,
im Zuge der Berichterstattung über den Fall des beschuldigten Oberleutnants Franco A. sind immer wieder auch die Universitäten der Bundeswehr erwähnt worden. Vor allem ist dabei auf eine Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr aus dem Jahr 2007 Bezug genommen worden, in der die politische Einstellung von Studierenden untersucht wurde.
Ein Ergebnis der Studie war auch, dass sich diese damals nicht signifikant vom Bevölkerungsdurchschnitt unterschieden hat. Einer Vorverurteilung oder gar einem Generalverdacht widerspreche ich entschieden.
Gleichwohl haben die Vorgänge rund um den Fall des beschuldigten Oberleutnants Franco A. eine so hohe Brisanz, dass es aus meiner Sicht erforderlich ist, genauer hinzuschauen. Entgegen der Äußerung eines früheren Universitätsmitgliedes hat Franco A. nicht an der HSU studiert. Das entbindet uns aber nicht von der Verpflichtung zum sorgfältigen Umgang mit diesem Thema. weiterlesen

Fürs Protokoll: von der Leyen beim Zentrum Innere Führung

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen besucht am (heutigen) Freitag das Zentrum Innere Führung der Bundeswehr in Koblenz. Das war seit Tagen bekannt und ist insofern keine Überraschung, doch in den div. Pressemitteilungen, Ankündigungen und Terminlisten taucht dieser – laut Ministerium schon lange geplante – Termin nicht auf. Selbst die dpa meldet diesen Besuch (und den beim Zentrum Operative Kommunikation in Mayen) nur unter Berufung auf einen nicht genannten Bundeswehrangehörigen: Beide Termine sind laut einem Koblenzer Offizier nicht für Medienvertreter gedacht.  weiterlesen