Mohn-Ernte und Opiumproduktion in Afghanistan immer erfolgreicher

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Für den Mohnanbau in Afghanistan und die Produktion von Opium gibt es erneut Rekordzahlen. Nachdem schon im Vorjahr Produktionsmengen wie zuletzt in den 1930-er Jahren erreicht worden waren, ist sowohl die Menge des produzierten Rauschgifts als auch die Anbaufläche erneut deutlich gestiegen, meldeten die UN-Agentur für Drogen und Kriminalität (UNODC) und das afghanische Anti-Drogen-Ministerium in einem am (heutigen) Sonntag in Kabul vorgelegten Bericht:

Opium production in Afghanistan rose by 43 per cent to 4,800 metric tons in 2016 compared with 2015 levels, according to the latest Afghanistan Opium Survey figures released today by the Afghan Ministry of Counter Narcotics and the UNODC. The area under opium poppy cultivation also increased to 201,000 hectares (ha) in 2016, a rise of 10 per cent compared with 183,000 ha in 2015.

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Leseempfehlung zum Sonntag: Vor 20 Jahren, in Bosnien

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Vor ziemlich genau 20 Jahren, am 22. Oktober 1996, standen Bundespolitiker der Grünen am Rande der bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Ihre Reise durch das vom Krieg zwischen Serben einerseits und Bosniaken und Kroaten andererseits zerstörte Land führte dazu, dass die Partei ihre ablehnende Haltung zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr änderte.

Der frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete Winfried Nachtwei war damals dabei und hat zum 20. Jahrestag zusammengefasst, was ihn und seine Parteifreunde damals bewegt hat – und einiges in der der deutschen Nachkriegsgeschichte dann veränderte. Für seine Erinnerung

Wider das schnelle Vergessen: Am Hang von Sarajevo und das „Gelöbnis von Banja Luka“ – unsere Schlüsselerfahrungen im Oktober 1996

eine dringende Leseempfehlung. Auch um sich bewusst zu machen, was sich in diesen 20 Jahren alles verändert hat.

(Foto: Friedhof in Sarajevo 1996 – mit freundlicher Genehmigung von Winfried Nachtwei)