DroneWatch – Der Sammler, Juli 2016/I

dronewatch

Aus technischen Gründen gibt’s den Juli-Sammler für die unbemannten Systeme schon am letzten Junitag; vor allem aber, um das als Merkposten aufzuheben:

Drones Can Defeat Humans Using Artificial Intelligence – Forbes

Researchers have developed an artificial intelligence that can defeat human pilots in combat. This new AI, known as ALPHA, is designed for military drones or ‘unmanned aerial vehicles’ (UAVs). weiterlesen

Getriebeschaden: 2 von 3 deutschen A400M bleiben am Boden

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Die bereits bekannten Getriebeprobleme beim neuen Militärtransporter Airbus A400M haben jetzt für auch für die Luftwaffe weitgehende Folgen: Zwei der drei Maschinen, die an die Bundeswehr ausgeliefert wurden, müssen wegen Getriebeschaden vorerst am Boden bleiben. Bei Inspektionen des Propellergetriebes (Propeller Gear Box) wurden Abnutzungen festgestellt. Ein Luftwaffensprecher bestätigte einen entsprechenden Bericht von Spiegel Online am (heutigen) Donnerstag.

Betroffen sind die erste und die bislang letzte der an die Bundeswehr gelieferten Maschinen, Kennungen 54+01 und 54+02. Bislang waren die Getriebeschäden nur an Flugzeugen anderer Nationen entdeckt worden; allerdings waren daraufhin die Inspektionsintervalle deutlich herabgesetzt worden. Inzwischen wurden sie weiter verkürzt: Nach den ersten 100 Flugstunden müssen die Getriebe alle 20 Flugstunden auf Materialschäden untersucht werden. Damit werden Flüge außerhalb von Europa für alle Maschinen dieses Typs praktisch unmöglich. weiterlesen

Fünf Jahre Aussetzung der Wehrpflicht: Ein Zurück ist kaum vorstellbar

Rekruten bei der Bundeswehr | Recruits at the Bundeswehr

Fünf Jahre ist es am (kommenden) Freitag her, dass die Wehrpflicht in Deutschland endete: Zum 1. Juli 2011, so hatte der Bundestag am 24. März 2011 beschlossen, wurde der seit Gründung der Bundeswehr 1956 geltende Pflichtdienst für Männer in den Streitkräften ausgesetzt. Und wer kurz vor diesem fünften Jahrestag mit Generalen vor allem des Heeres redet, hört eine gewisse Erleichterung darüber, dass die Bundeswehr nicht mehr im halb- oder dreivierteljährlichen Rhythmus einen neuen Schwung junger Männer zu Soldaten ausbilden muss. Bei einer durchschnittlichen Verpflichtungszeit auch der Mannschaften im Heer von neun Jahren, so rechnete Inspekteur Jörg Vollmer vor, greift die Truppe lieber auf länger dienendes Personal zurück: Der Ausbildungsaufwand wäre mit der derzeitigen Bundeswehrgröße kaum zu stemmen.

Dieser Ausbildungsaufwand war auch einer der Gründe, die 2010 die politische Entscheidung für die Aussetzung – nicht Abschaffung – der Wehrpflicht bestärkten. Der andere war die kaum noch durchzusetzende Wehrgerechtigkeit: Von den wehrpflichtigen Männern, die den Dienst mit der Waffe verweigerten, wurde der überwiegende Teil zum Zivildienst eingezogen. Wer einfach abwartete, hatte gute Chancen, dass die damals zwar noch größere, aber gegenüber den Zeiten des Kalten Krieges deutlich geschrumpfte Bundeswehr nicht auf ihn zurückgreifen würde. weiterlesen

Kiesewetter tritt als Präsident des Reservistenverbandes zurück (m. Nachtrag)

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Der Präsident des Reservistenverbandes, der CDU-Abgeordnete Roderich Kiesewetter, ist am (heutigen) Dienstag überraschend von diesem Amt zurückgetreten. Kiesewetter begründete den Schritt in einer von seinem Bundestagsbüro verbreiteten Pressemitteilung mit den ausufernden Kosten des „Sicherheitspolitischen Forums Berlin“ vor knapp einer Woche. Dafür sei er zwar nicht verantwortlich, es würde ihm aber dennoch angelastet, schrieb der zurückgetretene Verbandspräsident.

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V. wird überwiegend aus dem Verteidigungshaushalt finanziert. (Ergänzung: Im vergangenen Jahr erhielt der Verband einen Zuschuss aus dem Bundeshaushalt von 16,65 Millionen Euro.)

Allerdings war Kiesewetter in den vergangenen Monaten bereits öffentlich in die Kritik geraten. Unter anderem war ihm vorgeworfen worden, von Reisegruppen aus seinem Wahlkreis Geld für Berlin-Reisen eingesammelt zu haben, obwohl diese Reisen vom Bundestag finanziert werden. Das Geld soll seiner Wahlkreiskasse zugute gekommen sein. Außerdem soll es nach Medienberichten in seinem CDU-Kreisverband Ostalb weitere Unregelmäßigkeiten gegeben haben.

Auch im Reservistenverband hatte der Oberst a.D. Probleme. Im vergangenen Jahr war er von seinem Amt als CDU-Obmann im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages zurückgetreten. Grund war die Information, dass im Verband zwei enge Vertraute des Präsidenten für den BND tätig gewesen sein sollen. Davon unabhängig gab es Anfang dieses Jahres gewisse Probleme im Umgang mit persönlichen Daten der Mitglieder.

Nachtrag: Inzwischen gibt es auch vom Reservistenverband eine Mitteilung (siehe unten)

Zur Dokumentation die Pressemitteilung und die Erklärung Kiesewetters: weiterlesen

Deutschland und Polen vereinbaren gemeinsame U-Boot-Kommandobehörde

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Mehr als drei Jahre nach Abschluss einer deutsch-polnischen Vereinbarung über eine engere maritime Zusammenarbeit der Streitkräfte beider Länder haben die Chefs der Marinen die Umsetzung einer der damals vereinbarten Kooperationsmaßnahmen besiegelt. In einem historisch einmaligen Abkommen, so sagt die Deutsche Marine, wurde die Einrichtung einer gemeinsamen U-Boot-Kommandozentrale vereinbart:

Konteradmiral Miroslaw Mordel, Inspekteur der Kriegsmarine der Republik Polen, und Vizeadmiral Andreas Krause, Inspekteur der Deutschen Marine, haben heute im Marinekommando in Rostock eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet, mit der beide Seestreitkräfte eine gemeinsame „Submarine Operating Authority“ einrichten. weiterlesen

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